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Die Schattenseite des Penguin Updates

SEO  |   |  , 09:23 Uhr  |  46 Kommentare

GoogleWer am Wochenende die Zeit hat, der sollte sich einmal die in den Kommentaren des auf seobook.com veröffentlichten Artikels `Negative SEO vs Sabotage´ entfachte Diskussion zwischen Aaron Wall, Danny Sullivan und einigen anderen bekannten SEOs aus den USA durchlesen. In der Diskussion geht es unter anderem um die Frage, ob Googles Algorithmus-Änderungen nicht immer mehr dazu führen, dass kleinere Webseitenbetreiber kaum mehr eine Chance haben, unter Einhaltung der Richtlinien in den SERPs gefunden zu werden…

This change means the smallest and poorest businesses have been hit with the latest updates because they could only afford this kind of marketing – I’m talking real businesses here that offer good services and products, but they were hit because they can’t afford the hours in the day to write „remarkable content“ and become some kind of austere authority […] Now Google deem such businesses as „webspam“. (AndrewL)

Obiges Zitat bringt die Befürchtung, Googles Algoritmus würde mehr und mehr nur große und bekannte Webseiten bevorzugen, meiner Meinung nach sehr gut auf den Punkt. Redet unsereins über SEO, dann beziehen wir sehr oft nur auf die großen Webseiten:

Wer bei Google gefunden werden will, der muss zum Brand werden, herausragende Inhalte anbieten, im Social Web aktiv sein und dafür sorgen, freiwillig verlinkt zu werden. Wer dagegen kein Brand ist, wer nur durchschnittliche Inhalte bietet, nicht im Social Web aktiv und kaum verlinkt ist, der muss halt damit rechnen, in einen der mittlerweile unzähligen Filter von Google zu rutschen und irgendwann abgestraft zu werden. Fertig, aus.

Einmal außen vor gelassen, ob deren Seiten vorne in den SERPs etwas zu suchen hatten oder nicht, bin ich mir ziemlich sicher, dass es noch nie so viele `unschuldige´ Webseitenbetreiber getroffen hat wie beim Pengiun Update! Mit unschuldig meine ich Webseitenbetreiber, denen es aufgrund ihres Wissens, ihrer zur Verfügung stehenden Zeit und vor allen Dingen ihrer zur Verfügung stehenden Mittel einfach nicht möglich war, ihre Seiten so zu optimieren, dass sie den immer mehr auf Brands und Social Signals ausgerichteten Algorithmus von Google auf Dauer standhalten konnten.

Das ist totaler Quatsch„, höre ich einige von Euch sagen. „Penguin hat nichts mit Brands und Social Signals zu tun. Wer so blöd ist, und seine Seite tausend mal unter dem gleichen Keyword verlinkt, der hat es auch nicht besser verdient.

Ist das wirklich so? Kann man dem negativ von Penguin Update betroffenen Betreiber einer kleinen Nischenseite wirklich vorwerfen, er hätte, wie Dominik es sagt, zukunftsweisend vorausdenken, sich als User Experience Experte erweisen und Online Marketer sein sollen? Ist der Google-Algorithmus, wie Julian es meint, wirklich noch gerecht? Sind ein paar Keywordlinks zuviel ein gerechtfertigter Grund, dass eine womöglich ihren Besuchern tatsächlich einen Mehrwert bietende Webseite um 100 Plätze in den SERPs nach hinten fällt?

Redet unsereins über SEO, dann beziehen wir sehr oft nur auf die großen Webseiten, hatte ich eingangs erwähnt. Auch in der Diskussion auf SEO Book sind sich die Beteiligten nicht mehr so sicher, ob alle von Penguin Update negativ betroffenen Webseitenbetreiber dieses wirklich auch `verdient´ haben:

Here is where the problem is though. Now it is super easy to torch small businesses *super easy* and they have no way to legitimately defend themselves […] If you are big you can do no wrong, if you are small you need to buy lots of insurance. (Aaron Wall)

Eine Sache ist wichtig zu begreifen: Je mehr `negative´ Rankingfaktoren Google in seinen Algorithmus integriert, desto mehr Kollateralschäden gibt es und desto leichter ist es, fremden Webseitenbetreibern gezielt Schaden zuzufügen! Der Pinguin hat zwei Seiten, eine Sonnen- und eine Schattenseite…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Mark Website sagt:

    Der Beitrag bringt es ganz gut auf den Punkt, worum es eigentlich geht. Der Mainstream ist vorne, wie Offline. Die mit dem Budgets fürs TV und PRINT oder über die darüber berichtet wird – die BRANDS sind vorne.

    Das ist nur konsequent von GOOGLEs grundsätzlichem Ansatz mit den Links (der meine ich langfristig zu genau den hier beschriebenen Ergebnissen führen MUSS). Deshalb wäre es 1. sehr wichtig, dass GOOGLE wirkungsvolle Konkurrenz bekommt (und wir alle darauf hin arbeiten sollten) und 2. die Suchergenisse weiter GETRENNT werden sollten (z.B. in MAINSTREAM und NISCHE). Blogsuche allein, die zu dem nicht wirkungsvoll funktioniert, reicht hier lange nicht aus.

  2. Daniel Website sagt:

    Brands, das ich nicht lache. Ich stolpere teilweise auf 4-6 Ergebnisse von einer URL im Longtail Bereich.

    Wo ist da der Mehrwert für den Suchenden, wenn sich Google mal damit nicht selber aus dem Rennen nimmt.

  3. Daniel Website sagt:

    Ich lese hier immer gerne mit aber finde es erschreckend was Google da immer mehr macht und kann nur hoffen, dass es unsere Nische nicht voll trifft und wir weiter in den Top 10 bleiben – wenn mal wieder das nächste Update kommt.

  4. Johannes Weisensee Website sagt:

    Ich würde mal gerne folgendes in die Runde schicken: Wenn man die Situation aus der Online-Branche loslöst und auf klassische Industrien überträgt, sollte man folgendes mal bedenken: Schafft es der kleine Elektrohandel vom Dorfe mit Mediamarkt/Saturn zu konkurrieren? Sicherlich nicht, aber das möchte er auch gar nicht. Hat der kleine Einzelhändler eine Marktsegmentierung etc. durchgeführt stellt er fest, dass er sich durch Service und Dienstleistungen gegenüber großen Brands positionieren kann.

    Aber genau hier liegt die Krux im Online/Affiliate/Seo Bereich. Der kleine Webmaster versucht (weil Google es bisher ermöglicht hat) mit den Großen mitzuspielen und begibt sich in Marksegmente, in welchen er eigentlich nicht bestehen kann. Würde er sich im Gegensatz dazu auf Longtailkeywords fokussieren, hätte er jetzt keine Penguin-Kopfschmerzen, weil er hier Informationen etc. anbieten kann, die eine große Brand vermutlich nicht bietet. Hier lässt sich natürlich nicht ein 5-stelliger Betrag pro Monat a la Kredit-Affiliate verdienen, aber man muss auch nicht von heute auf morgen um seine Existenz bangen…

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Johannes,

      nimmt man Google als Infrastruktur in Deine Betrachtung noch mit rein, würde es in dem kleinen Dorf bedeuten, dass alle (Mediamarkt, Saturn und der kleine Elektorhandel) an einer Straße liegen bzw. Kunden des Elektrohandels womöglich vorher noch den Mediamarkt bzw. Saturn durchqueren müssen.

      So ganz einfach lässt sich das nicht übertragen…

      Grüße

      Gretus

  5. Rainer Safferthal Website sagt:

    Wie was wo … Brands sollen bevorzugt werden. Alles relativ. Ich suche gerade ein neues Autoradio. Wenn ich „Autoradio“ im Gockel eingebe, dann kommt als einziger für mich relevanter Brand in der Top 10 Pioneer und in der Top 20 noch Blaupunkt!!!

    Ist halt dumm, wenn der Gockel nicht weiss, das ich nur Hersteller-Websites gelistet haben will. Sonst kommen fast nur Preisvergleiche und Händler. Mit „autoradio hersteller“ kommt auch fast nur Schrott, außer Blaupunkt. Wenn ich schon nach Hersteller suche, dann will ich die Webseiten der Hersteller und nicht irgendwelches Gelabbere in Blogs oder sonst wo über Autoradio Hersteller.

    Vermutlich bin ich wohl nicht der Massenmarkt oder das was Google als massentauglich hält, wenn ich etwas kaufe. Aber bei mir läuft es fast immer so ab bei E-Geräten. Erst bei den Herstellern schauen was die haben, dann Testberichte lesen und dann in Google Shopping den besten Händler suchen.

    Wieder mal ein Beispiel von vielen das mir beweist, dass Google total überbewertet wird. Vermutlich sollte eine bessere Suchmaschine doch evtl. eigenhändig Keywords den Treffern zuordnen. Den ein Hersteller wird wohl kaum „Autoradio Hersteller“ als H1 und Title verwenden.

    • Felix sagt:

      Keine Brands?

      Was ist damit:
      idealo.de
      amazon.de
      testberichte.de
      ebay.de
      billiger.de

      Das sind alle Brands von der 1. Seite bei mir!

      • Rainer Safferthal Website sagt:

        Das sind alles bei der Suchabfrage für mich UNRELEVANTE BRANDS. Was ist überhaupt ein Brand? Testberichte und Billiger ist doch aber auch ein Keyword? Oder wird ein Keyword zum Brand, wenn man es mit *.TLD verlink? Wenn solcher Seiten ein kleiner „Wicht“ machen würde, dann würde Google das wohl als Spam ansehen.

  6. Edelnerd sagt:

    @Daniel Hoffen wir das nicht alle :) Nein mal im ernst, ich kann nur froh sein, dass nicht alle Projekte getroffen wurden.

    @Rainer Ich denke viele von uns erleben die aktuellen Serps mit Schrecken und hoffen darauf, dass dies noch nicht alles gewesen sein kann, aber ich bin mir sicher, Google wird vorerst nichts daran ändern, zu unserem Nachteil und das jetzt mal völlig losgelöst vom Thema SEO, finde ich die Ergebnisse die ich zu meinen privaten Suchanfragen bekomme ebenfalls mehr als fragwürdig hilfreich. Schaut man sich die Ergebnisse für Autoradio genauer an, 4 von 9 Ergebnisse der ersten Seite (Pinoeer ausgenommen) haben Google-Adsense eingebaut. Vielleicht ein Zufall.

    Ich kann dem Artikel nur zustimmen, für kleine Seitenbetreiber, zu denen zähle ich mich auch mit dazu, ist es sehr schwer gegen diese Massen an Big-Sites anzukommen die Unmengen an Budget in einen Aufbau von SM, Content und Werbung investieren.

  7. Alex Website sagt:

    Ich kann behaupten, dass der Pinguin mich nicht negativ getroffen hat, bei keiner meiner Seiten. Dennoch finde ich es bedenklich, welche Macht Google versucht aufzubauen. Google Suche, Google Mail, Google+ usw. und alles muss man irgendwie im Blick behalten. Es ist ja löblich, wenn Google vorgibt, dass alles im Sinne des Suchenden geschieht, aber mir geht es wie einigen – wenn ich manche Suchbegriffe in Google eingebe kann ich mich nur wundern, was und vor allem wie manche Internetseiten auf Seite 1 oder gar auf Platz 1 gelangen konnten.

    Es ist ja wunderbar, wenn gesagt wird „…der Content muss sich von ganz alleine im www verlinken…“ aber hey – was wenn man sich in einer Branche bewegt, die freiwillig fast gar nicht verlinkt wird? Was wenn die Kunden eines Unternehmens tendenziell überhaupt nicht in G+ unterwegs sind sondern wenn überhaupt dann in FB? Was wenn man eine Absprungrate von 90% hat, weil die User direkt mit dem ersten Klick die gewünschten Inhalte finden? Schwierig im Moment den richtigen Weg einzuschlagen.

  8. Pierre Website sagt:

    Das wird in Zukunft ein Spaß mit kleinen Kunden -.-

  9. azella sagt:

    Dann wissen wir ja jetzt wie wir Konkurrenten abschießen können. Hunderte Keyword Links (am besten Dofollow) in kurzer Zeit sollten reichen. Aber über einen Proxy nicht das das noch zurückverfolgt werden kann… „DANKE“ Google

  10. Dirk Website sagt:

    Bewertungen wurden ganz unterschiedlich durchgeführt. Auch Webseiten ohne gekaufte Links und gleiche Keywords in der Backlinkstruktur wurden abgestraft. Der Beitrag ist wirklich gut!

  11. bata sagt:

    Ich finde die gesellschaftpolitischen Auswirkungen eines Google Updates mittlerweile erschreckend. Es gibt hunderttausende von Menschen die irgendwie aus den Schwächen und Abfallprodukten der Internetsuche etwas Profit schlagen konnten. Wie Bettler die an der richtigen Stelle auf die Müllentsorgung der Reichen warteten um ihr tägliches Brot zu ergattern. …etwas dramatisch ausgedrückt…

    Mittellose Menschen die sich durch eine gute Geschäftsidee und Tüchtigkeit etwas aufbauen konnten um ihre Existenz zu sichern. Contentautoren und Linkbuilder in Indien z.B. aber auch hierzulande und auf der ganzen Welt. Ob google konform oder nicht, die Menschen hatten gestern noch eine Quelle die ihr Einkommen gesichert hat. Und ein Tag nach dem Update stehen sie im Dunklen des Internetnirvanas. Im Prinzip kann Google nichts dafür, die Menschen aber auch nicht, denn wer kann es ihnen verdenken, dass sie um zu überleben die Google Richtlinien missachtet haben, die sowieso allgemein hin als Kavaliersdelikt galten und einem Multimilliarden-Dollar-Konzern-Google nicht wirklich weh taten. Das ist kein Vorwurf an Google, lediglich eine Feststellung, dass Google Updates nicht nur andere Suchergebnisse bedeuten, sondern vor allem eine dramatische Umverteilung von Geld.

    Die Frage stellt sich also, von wo nach wo wird hier Geld verteilt. In unserem ganz persönlichen Fall, hatte das Pinguin Update etwas gutes. Während die Branchengrößen Jahre lang Geld hatten um sich Links zu kaufen, konnten wir nur qualitative Links aufbauen ohne Geld dafür auszugeben. Heute stehen wir oben, andere mit hunderten Blog Links unten.

  12. […] Die Schattenseite des Penguin Updates […]

  13. Jörg Website sagt:

    Ja, genau der Meinung bin ich auch. Es wird wirklich immer leichter und vor allem billiger anderen Webseiten Schaden zuzufügen und allein dies finde ich sehr gefährlich.

    Ich stelle es jetzt mal etwas übertrieben dar aber wenn wir eine Webseite zu einer Nische aufgebaut haben und sagen wir mal irgendwo am Ende der ersten 100 Plätze stehen. Dann benötigen wir noch eine Menge gute SEO Arbeit um in die vorderen Rankings zu gelangen. Die allermeisten Webseitenbetreiber haben nun nur die Möglichkeit eine teure SEO Agentur einzuschalten, weil Ihnen einfach das Know How fehlt und Sie sich auch auf Ihre Dinge konzentrieren müssen, Ihre Nische. Die wollen sich also mit SEO gar nicht erst rumschlagen. Nun kostet hochwertiges SEO sagen wir mal 1000€ monatlich…

    Irgendwelche Spam Keywordlinks bekommt man aber schon für 19,95€ und zwar tausende. Irgendwann ist es also so, dass das Abschiessen anderer Seiten einfacher und sogar noch günstiger wird. Das gibt ein tolles Linkgeballer. Dann viel Spaß Google :-)

    Diese Worte sind scherzhaft gemeint, aber gar nicht so von der Hand zu weisen oder? Allein die Möglichkeit anderen Schaden zufügen zu können sollte schon gar nicht erst gegeben sein…

    Viele Grüße Jörg

  14. Guenny Website sagt:

    Ich denke das letzte Google Update hat eine viel größere Schattenseite, als den meisten bewusst ist. Viele kleine Blogbetreiber sind abgestraft worden, nur weil sie keine Zeit und Lust haben ihre Freizeit mit SEO zu verbringen. Nur wird man von diesen Bloggern keinen Aufschrei hören, da sie entweder nicht täglich ihre Statistiken durchgehen oder eben ohne Verdienst bloggen und nicht auf unzählige Besucher über Google angewiesen sind. Sehr schade, dass diese nun nach unten durchgereicht werden.

  15. Robby sagt:

    Das Update ist schon gut, wie es durchgeführt wurde. Ihr solltet eure Welt nicht immer nur aus Webseitenbetreibersicht sehen. Als Benutzer sind die SERPS besser geworden. Nun sollte ein Wallross-Update folgen, das die grossen Seiten vornimmt und ein Diminishing-Return einbaut, welches die maximale Anzeige in SERPS begrenzt.

    • Thorsten sagt:

      Von besseren Ergebnissen kann ich nichts feststellen. Es sei denn man ist nicht auf Aktualität angewiesen. In den Bereichen die ich täglich bei der Arbeit brauche haben sich die Ergebnisse extrem verschlechtert. Insbesondere total veraltete Infos stehen vorne. In einem Bereich in dem sich die Rechtslage und auch die Gegebenheiten ständig ändern ist das nicht hilfreich, mitunter sogar gefährlich.

  16. Ioannis Website sagt:

    Im Prinzip kann man ja Google keinen Vorwurf machen, dass Sie die Qualität der Suchergebnisse verbessern wollten, aber wie man ja an genügend Beispielen gehört hat, scheint es ja nur teilweise funktioniert zu haben.

    Die Sache mit den „small business“ ist schon ein Problem, weil es langfristig darauf hinauslaufen wird, dass auf Seite 1 der SUchergebnisse nur noch teure Markenseiten sind, die dann eh schon Geld in Adwords stecken. Am Ende hat man die selben Ergebnisse als Adsense Werbung und als Suchergebnis.

    Die ganze Geheimniskrämerei von Google macht es für die „Kleinen“ da draussen nicht unbedingt einfacher sich ein gutes Ranking zu erarbeiten. Ich finde es zutiefst unbefriedigten ,wenn man nicht weiß welche Auswirkung die Arbeit tatsächlich hat.

    Social Networks werden aber auch in Zukunft einen höheren Wert haben, da bin ich mir sicher. Wenn man genügend Fans auf FAcebook und Co hat, brauch man ja am Ende auch kein Google mehr. Genug Traffic gibt es dann auch so. *g*

    So soviel zu meinen 2 cents.

  17. Rainer Safferthal Website sagt:

    Schaut man sich die Ergebnisse für Autoradio genauer an, 4 von 9 Ergebnisse der ersten Seite (Pinoeer ausgenommen) haben Google-Adsense eingebaut. Vielleicht ein Zufall.

    Ob Adsense gut oder schlecht ist fürs Ranking ist sehr unklar. Manche behaupten Adsense bringt Vorteile und andere behaupten das Gegenteil. Meine Erfahrung mit Adsense ist, dass je dümmlicher der Inhalt, desto besser ist die Klickrate. Damit Google viel Geld mit Adsense auf fremden Webseiten verdienen kann müssten diese Webseiten viele Besucher bekommen (evtl. über ein gutes Ranking) und dümmlichen Inhalt haben. Vermutlich wird Adsense/Werbung auf der Seite erstmal neutral bewertet, außer man hat gleich am Seitenanfang sehr viel Werbung und zu viel Werbung im Verhältnis zum Inhalt. Fremdwerbung wird grundsätzlich wohl nicht schlimm sein. ebay und Amazon ist auch voll mit Fremdwerbung.

    Es ist ja wunderbar, wenn gesagt wird “…der Content muss sich von ganz alleine im www verlinken…” aber hey – was wenn man sich in einer Branche bewegt, die freiwillig fast gar nicht verlinkt wird?

    Dann gibt es halt anstatt 500 Backlinks nur noch 20 Backlinks. Wenn sich jeder in der Branche daran halten würde, dann wäre das auch kein Problem. Da in dieser Branche dann jeder wenig Backlinks hat ist es also egal.

    Was wenn man eine Absprungrate von 90% hat, weil die User direkt mit dem ersten Klick die gewünschten Inhalte finden? Schwierig im Moment den richtigen Weg einzuschlagen.

    Das wird doch Google hoffentlich richtig bewerten. Ebenso kurze Besuchsdauer und wenn man nur 1 Seite angeschaut hat. Wenn man zum Beispiel nach „Wetter xyz“ sucht, dann trift doch das alles in der Regel zu.

    Viele kleine Blogbetreiber sind abgestraft worden

    Gibt sowieso viel zu viel Blogs, in denen das gleiche steht. ist wie mit allen anderen. Zu viel von einer Sorte braucht es im Internet nicht.

    Nimmt man Google als Infrastruktur in Deine Betrachtung noch mit rein, würde es in dem kleinen Dorf bedeuten, dass alle (Mediamarkt, Saturn und der kleine Elektorhandel) an einer Straße liegen bzw. Kunden des Elektrohandels womöglich vorher noch den Mediamarkt bzw. Saturn durchqueren müssen.

    Das Problem im Internet ist auch, dass viele meinen die könnten da noch mitmischen. Im Internet ist aber viel weniger Platz, weil nur die Top 10 im Google Besucher bringen. Der Rest muss entweder die Brotkrummen einsammeln oder sein Zeugs über ebay/Amazon verkaufen und sich bei Google Shopping listen lassen. Da muss man dann allerdings mit zu den günstigsten gehören und auch noch viele gute Bewertungen haben. Zumindest wähle ich so aus: Wer ist günstig und hat sehr gute Bewertungen. Ich bestelle mal da und mal dort, wenn möglich im Gastkonto. Wenn nicht möglich, dann merke ich mir die Passwörter gar nicht. Kurz nach Warenlieferung weiss ich schon gar nicht mehr wo ich überhaupt bestellt hatte.

  18. Michael Website sagt:

    Ich mache mir da keine zu großen Sorgen. Google Updatet seine Kriterien und Bewertungen doch eh alle paar Monate. Die Entwicklung zu sehen ist natürlich interessant. Aber bisher finde ich es gut da die Entwicklung eher in die Richtung geht das man manuell weniger an den Ergebnissen drehen kann. Für die SEO Menschen ist die Entwicklung natürlich nicht so toll. Für die Webseiten betreiben ist sie vielleicht besser wenn sie vernünftigen Content bieten.

    • Maxim seOpinion Website sagt:

      Auch vernünftiger Content muss erstmal „gefunden“ werden, auf welchem Weg auch immer, um nützlich zu sein 😉

      • Ray Website sagt:

        Vernünftigen Content bieten gute, vernünftigbezahlte Texte (keine 2 Cent-SEO-Texter). Vielleicht hat das Ganze ja eine Ironie und die, die bisher von den SEOs ausgenutzt wurden, kommen jetzt auf ihre Kosten. :-)

  19. Georg Website sagt:

    Ach das Google Update ist mir so ziemlich egal. Ich habe nur mal eine Webseite gemacht um zu schauen, ob ich ein wordpress installieren kann. Die ist nur mal so eine Art Mischblog.

  20. Dirk sagt:

    Wir waren 9 Jahre unter den Top 5, an der Seite wurde nichts geändert, nein, unsere Seite hat und hatte Referenzcharakter und bekommt unvermindert mehr natürliche sehr hochwertige Backlinks (lt. Webmastertools mehr als 600 verschiedene Domains von mehr als 596 IP’s).

    Nach dem Penguin Update sind wir mittig auf Seite 2 gelandet. Der Hammer ist, unter den Top 10 sind nun 7 Content Link Verkäufer zu finden. Gleicher Content (nur um vielleicht 5% umgeschrieben) – selbe Seiten-Struktur – absolut offentsichtlich.

    Alle großen Reiseanbieter sind dort auf den Unterseiten in einem exorbitanten Maße verlinkt. Trotz Meldung an Google wegen den Linkverkäufern, keine Reaktion. Offentsichtlich sind da ganz große am werkeln um ihr Branding ganz nach vorne zu bringen.

  21. Nico Website sagt:

    Mich hat es voll erwischt muss ich sagen. Ich finde es nur noch „dumm“ von Google, da kleinere Webseiten kaum eine Chance haben. Wer verlinkt schon freiwillig auf kleine unbekannte Webseiten?

  22. Tanja Website sagt:

    Man muss halt Strategien fahren. Zum Beispiel kann man Dienste mit einem Mehrwert anbieten und der User bekommt dann einen kostenfreien Zugang zu dem Dienst, wenn er auf ein bestimmtes Projekt verlinkt. Für Google sieht es wie eine freiwillige Verlinkung aus und man profitiert durch Backlinks. Im Generellen wird es natürlich aufwendiger an qualitativ hochwertige Backlinks zu gelangen!

    LG Tanja

    • Maxim seOpinion Website sagt:

      Ja stimmt schon. Nur ist nicht jeder ein inovativer Programmierer mit einem tollen Webdienst. Die meisten „kleinen“ Webmaster von denen man so offt spricht, sind kleine Shopbetreiber. Ohne tolle Dienste und ohne supertolle Waren, die jeder unbedingt haben muss.

      In einer Wellt, in der nur Super Tolles, Super Wichtiges, Super Neues und Super Bescheuertes, eine Chance hat freiwillig verlinkt zu werden, gibt es eben auch Menschen die z.B. normale Klamotten verkaufen möchten, ohne gleich C&A zu heißen.

      Die meisten dieser Nischenshops müssen eben auf „Manuel und Händisch“ zurückgreifen.

  23. Jens Website sagt:

    Ich denke auch das man neue Strategien fahren muss, jedoch wird es schon ziemlich unmöglich für kleine Webseiten einen Brand aufzubauen…

    Auch wird es dadurch für gute kleine Seiten unmöglich nach ober zu rutschen. Google wird die Social Signals und den Brand in Zukunft noch stärker einflissen lassen, doch wie soll eine kleine Seite soviele G+ oder Likes erzielen wie ein grosser Brand?!

    Das wird nicht einmal mit guten Inhalten zu erreichen sein. Wenn sich Google nicht bald etwas anderes einfallen lässt, dann werden die Suchergebnisse bald so verzerrt sein das man einfach nicht mehr suchen möchte…

  24. Georg Franz Website sagt:

    Hi Gretus,

    Dein Artikel spricht mir aus der Seele!

    Es ist wieder mal so: Die Kleinen hängt man, die Großen lässt man laufen. Alle großen Webseiten haben mehr oder weniger fragwürdige Techniken angewandt, um das Ranking zu bekommen. Die Kleinen können das nun nicht mehr machen, weil sie bestraft wurden. Bei den Großen fällt es nun mal nicht so auf.

    Was die Qualität betrifft, da ist es ganz arg, was z.B. im Astrologie Bereich passiert ist. Gebt mal „Meine Sterne“ ein und wundert Euch über Platz 1 und 2. Oder beispielsweise „Widder“ als Suchbegriff. Das ist Qualität, die Google fördert!

    So, nun genug gejammert, unsere Seite wird schon wieder nach vorne kommen, denn guter Content zahlt sich aus, oder?

    lg,
    Georg.

  25. Stefan sagt:

    Mit Brands und großen Webseiten hat das nichts zutun. Wenn man sich die aktuellen Serps ansieht, dann fällt auf das die Seiten die nach Pinguin ranken eines gemeinsam haben. Blognetzwerke. Diese sehen zwar nicht so aus wie Blognetzwerke, wenn man aber diese Seiten etwas genauer untersucht fällt auf, das gerade die großen Seiten alles andere als whitehat sind. Hier werden Links gekauft, getauscht, Blogs erstellt, 301 usw.

    Das einzige was Google damit bewirkt hat ist das SEO in Zukunft einfach nur teurer sein wird. Das Seiten wie Amazon für jedes Keyword ganz oben stehen wundert mich nicht. Jeder Affiliate hat diese Seiten über die Jahre mit hochrelevanten Links gefüttert.

  26. Nico Website sagt:

    So langsam finde ich, dass Google seine Macht missbraucht. Eigene Seiten werden bevorzugt, kleinere Seiten kommen schwer nach oben und die bekannten Seiten bleiben wo sie sind.

  27. Monika Website sagt:

    Diese Entwicklung hat doch mit dem Brand Update begonnen, sie ist eine logische Entwicklung daraus, und ich heiße es nicht gut.

    Noch ärger wirds, wenn dann GooglePlus Seiten mit GooglePlaces verbandelt wird => welcher Handwerksbetrieb kann das leisten?

  28. Norman Website sagt:

    In bekannten und nahmhaften Foren wird immer wieder erzählt, dass man fremden Webseiten-Betreibern nicht auf Dauer schaden könne, weil es zu schön sei, nicht selbst zu optimieren, sondern einfach die eigenen Konkurrenten abschießen zu können. So ganz stimmt das dann vielleicht doch nicht. Vielleicht doch eher Mohrhuhn-Schießen 😉

  29. Pascal Website sagt:

    Wenn ich die Aktivität meiner Kunden in den letzten 6 Monaten in Verbindung mit dem Penguin Resultat bringe wird ganz klar deutlich, dass sowohl zu viele leicht & schnell zu setzende Backlinks, als auch mangelhafter Content auf deren eigener Seite den Großteil des negativen Effektes ausmachen.

    Ich denke man sollte sich einfach vorangig darauf konzentrieren tatsächlich nützlichen Inhalt für den User regelmäßig zur Verfügung zu stellen.

    • Maxim seOpinion Website sagt:

      Da hast du recht, diese Beobachtung mache ich auch bei „jetzt wieder“ Kunden, nach dem Update :) Aber auf der Anderen Seite muss man auch folgendes sehen:

      Viel neues und in welcher Frequenz kann man über Lederhandtaschen schreiben? Oder muss ein Shop sein Sortiment jeden Monat um 50 neue Produkte aufblähen? Und ist das überhaupt möglich?

      Was sich für mich irgendwo immer mehr als Kernprblem für Penguineabstrafungen rauskristalisiert sind folgende Punkte:

      1. Zu exezessieve Verwendung der Haupt-Moneykeywords in den Titeln auf der gesamten Domain
      – Das passiert oft auch ganz unverschuldet, dadurch dass der Startseitentitel überall angehängt wird.

      2. Zuviele Exactmatch Moneykeyword-Links auf „NUR“ eine Seite der Domain – Meist Startseite
      – Wenn es „keine“ Keyworddomain ist.

      3. Generell zu wenig Content

      4. Sehr ungleichmäßiges Linkwachstum mit zeitweise kompletten 0 inbound Einbrüchen

      5. Sehr unnatürlicher Linkaufbau im Vergleich zur Konkurrenz: Linkquellen, Linkwachstum, Linkmengen

      Die Wichtigsten Punkt sind für mich 1 und 2 da wirds die meisten getroffen haben wenn die anderen Punkte noch entsprechnde Filter ausgelößt haben, dann gabs wahrscheinlich auch mehr auf den Deckel.

  30. Papyrus Website sagt:

    Der Erfahrung nach stimme ich Pascal grundsätzlich zu – hochwertiger Content und natürliche Links, Vertrauen etc. – wichtige Faktoren, auf die man sich konzentrieren sollte.

  31. […] Also 65% Keywordlinks, das soll nun also die magische Grenze sein […]

  32. Stefan sagt:

    Da hilft nur negative Reputation für Google! Also: Ein kompetenter SEO (Mann o. Frau) schreibt einen Artikel über das neue Update, etwas reisserisch in dem Tonus „Google-Suche bringt in Zukunft nur noch große Brands auf den ersten Seiten, damit wird die Suchmaschine zweitrangig für die Konsumenten“. Das Ganze auf Pseudonym in Spiegel oder Zeit, vielleicht auch noch in anderen Medien. Ich wette, das Thema ist frisch. Das dürfte Google gar nicht gefallen und das nächste Update dann in eine andere Richtung gehen. Wenn derjenige Hilfe braucht, einfach an mich wenden…

  33. Dirk Bach sagt:

    Schön das hier alle so brav sind. Was Google in vielen Bereichen macht ist aus meiner Sicht keine Kleinigkeit mehr. Millionen Dollar von Adsense Publishern einbehalten ohne genaue Begründung und ohne überhaupt ein Ansprechperson zur Verfügung zu stellen. Da werden einfach Millonen Webseiten aus dem Index entfernt wegen angeblich “ unwertvoller Inhalte“ . Wer entscheidet denn heute welche Inhalte in welcher Form einen Wert darstellen? Von Google bezahlte Schergen? Mich erinnert das sehr an die Bücherverbrennung im Nationalsozilismus.

    Und ich glaube so mancher mit nur etwas Interlekt würde dies durchaus als digitalen Neofashismus bezeichnen. So ganz nebenbei werden Existenzen zerstört, und das was da mit den Adsense Publishern passiert, würde ich als Zwangsenteignung bezeichnen. Wenn die Staaten solche digitalen Neofashistischen Organisationen wie Google nicht in Ihre Grenzen weist, wird es in Zukunft Widerstandsgruppen, die wie im Nationalsozialismus mit allen Mitteln dagegen vorgehen werden und müssen.

  34. Daniel Website sagt:

    Google sollte meiner Meinung nach immer die positiven Faktoren bevorzugen und nicht die negativen abstrafen. Es macht für mich schon einen Unterschied, ob die „negativen“ fallen oder die „positiven“ aufsteigen.
    Ist wie bei den Olympischen Spielen – nicht der Schlechteste verliert, sondern der Beste gewinnt. :-)

  35. […] Anfang 2012 führte Google mit seinem Panda-Update und dem später folgenden Pinguin-Update eine radikale Änderung an seinem Such-Algorithmus durch […]

  36. Die Schattenseite des Penguin Updates - supportstore.de sagt:

    […] Wer am Wochenende die Zeit hat, der sollte sich einmal die in den Kommentaren des auf seobook.com veröffentlichten Artikels `Negative SEO vs Sabotage´ entfachte Diskussion durchlesen […]

  37. […] Auf SEO-united.de finden Sie eine schöne Zusammenfassung von Diskussionen bekannter SEOs zum Thema […]

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