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Formatieren – Den Text gestalten für SEO und das Auge

SEO  |  Katharina  |  , 10:52 Uhr  |  17 Kommentare

Die Texte sind geschrieben, wurden als plagiatfrei identifiziert und gehen jetzt online. Der Inhalt steht also. Doch wie gestalte ich meine „Bleiwüste“ ansprechend fürs Auge? Was kann ich für „Googles Augen“ beachten? Wie formatiere ich einen Text fürs Web sinnvoll und leserlich?

H1, H2, H3 – dass hiermit die HTML-Codes für Überschriften gemeint sind, dürfte im digitalen Informations-zeitalter eigentlich jedem onlineaffinen User bekannt sein. Dennoch passieren hier immer wieder kleine Fehler, die über das schöne Aussehen einer ganzen Website entscheiden können. Ein guter Grund, sich die Formatierungsvorlagen einmal genauer anzusehen.

Formatierung erleichtert nicht nur dem Besucher das Lesen des Textes, auch die Suchmaschinen werten die Hervorhebung aus und berücksichtigen sie für das Ranking. Sie werden immer besser darin, das Surfverhalten des Users zu analysieren und dementsprechend die Suchergebnisse anzupassen. So werten Google & Co. meist die gleiche Formatierung als wichtig wie ein Mensch, der einen Text liest. Das Wichtigste ist hervorgehoben und springt sofort ins Auge. Die Suchmaschine erkennt die Hervorhebung allerdings nur, wenn sie in der korrekten „Sprache“ markiert ist.

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H1 ist gut – für Google und den Leser

Die Formatierung, die man aus Word kennt, ist leider irreführend. Wer eine Website oder einen Blog mit Struktur formatieren will, sollte dafür die gängigen HTML-Tags nutzen. Eine Überschrift auf einer Seite trägt demnach immer die Kennzeichnung H1 und ist nicht einfach fettgedruckter HTML-FormatFließtext in Schriftgröße 36. Eine H1-Formatierung sollte nur einmal auf einer Seite vorkommen und die allerwichtigste Aussage hervorheben. Jeder, der im Web publiziert, sollte also in der Lage sein, ein paar Grundbefehle zu kennen, mit deren Hilfe der Text in Nullkommanix suchmaschinen- und lesefreundlich formatiert ist.

Im Online-Medium ist es sogar so einfach, seine Texte zu formatieren, dass das jeder selbst erledigen kann. Wenn man bedenkt, dass eine Zeitung noch eine ganze Mannschaft für Satz und Layout einsetzt, um den Text in Form zu bringen, ist das ein riesiger Fortschritt. Printmedien haben dennoch bis heute ihre festen Formatvorlagen, die den Leser durch den Text leiten. Für jeden Textschnipsel gibt es eigene Richtlinien: Überschrift, Dachzeile, Unterüberschrift, Bildunterschrift, Fließtext, Autorenzeile, Zwischenüberschrift, Teaser und so weiter.

Den Leser durch den Text führen

Fürs Lesen auf dem Bildschirm ist es noch viel wichtiger, eine ordentliche Struktur in den Text zu bringen, die den User am Anfang des Textes abholt und ihn ohne Mühe bis zum Ende führt. Gerade da im Web die Ablenkung sehr groß ist und der Leser innerhalb von Sekunden die Seite wieder verlassen kann, sollte man das Lese-Erlebnis so intuitiv wie möglich gestalten. Alle wichtigen Informationen sollten auf den ersten Blick erkennbar sein. Und wenn man die korrekte Formatierung eingesetzt hat, dann kann Google die Website auch als relevant einschätzen und den Leser herschicken.

Die wichtigsten Formatierungen im Überblick

HTML-Formatierungen

Eine ausführliche Beschreibung und eine große Liste an HTML-Formaten liefern die Tutorials von SelfHTML.

Personalisiert und mit Plan

Wichtig für ein schönes Layout ist es, in einem Cascading Style Sheet noch die eigenen Vorgaben für das Corporate Design zu hinterlegen. Hier findet das Finetuning der Formate statt. Ein gut strukturiertes CSS in Verbindung mit der korrekten HTML-Codierung sichert einer Website langfristig Übersicht und Klarheit.

Viele der Formatierungen sind bei Google zwar heute nicht mehr besonders relevant für die Suchmaschinenpositionierung. Für den Leser allerdings bieten sie einen großen Mehrwert, da sie ihm in Kürze aufzeigen, welche Informationen im Text die wichtigsten sind. Wenn der Leser die Website relevant und interessant findet, wird er aber bleiben und sich länger umsehen, was wiederum Google zu einem positiven Ranking verleitet.

Fetter, kursiver und unterstrichener Text hat also grundsätzlich eine höhere Relevanz. Dennoch hilft viel nicht immer viel. Viele verschiedene Formatierungen lenken nur vom eigentlichen Wahrnehmen der relevanten Infos ab.

Was in diesem Textteil nun überhaupt wichtig oder bemerkenswert ist, kann der Leser gar nicht auf den ersten Blick erkennen, da die Formatierung total übertrieben und somit irreführend ist. Klar ist es wichtig, einen Text zu formatieren und dass das Format der Lesbarkeit und dem Suchmaschinenranking dient. Dennoch ist hier weniger mehr und man sollte immer Maß halten und sich auf das Wichtigste konzentrieren. Wie im echten Leben.

Katharina, textbroker.de

Über den Autor:

Ich bin Content und Community Manager bei Textbroker in Mainz. Mit meinem Diplom als Online-Journalistin bin ich bestens auf alle Anforderungen in der Unternehmenskommunikation – vor allem in Online-Medien – vorbereitet. Textbroker vermittelt auf seinem Online-Marktplatz freiberuflichen Autoren und textsuchenden Auftraggebern Aufträge und individuelle Texte jeder Art. Tausende Autoren schreiben für registrierte Auftraggeber. SEO-Texte, Reiseberichte, Produktbeschreibungen, Pressemitteilungen, Blogartikel – für jeden Text haben wir den richtigen Autor.
Katharina Bellinger, XING
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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Sabrina Website sagt:

    Schöne Zusammenfassung Katharina. Viel zu oft sehe ich noch Websites die entweder gar kein H1 haben, oder gleich mehrere. Die sonstigen Formatierungen, wie z. B. „Fett“ verwende ich in meinem eigenen Blog nur zur Unterstützung der Lesbarkeit für den User. Ich finde, der Suchmaschine legt hierauf immer weniger Wert, sodass man hierfür nicht mehr optimieren braucht.

  2. Adrian Website sagt:

    Ich persönlich würde einen Link ja noch um einen Title erweitern 😉

  3. Markus sagt:

    Für die Crawler relevant: Neben dem Linktitle sollte beim Image-Tag neben alt=“…“ auch title=“…“ versorgt werden. Die Dateibenennung „schoenesbild.png“ ist in punkto Keywords auch nicht optimal – besser ist „schoenes-bild.png“.

    Für den Seitenbesucher relevant: Bei den Textauszeichnungen sollte man beachten, dass kursiv gesetzte Zeichen auf dem Bildschirm bei kleinen Schriftgrößen schnell nur noch schlecht lesbar sind – im Gegensatz zu einem Ausdruck – da der „Treppcheneffekt“ zuschlägt. Und bei Unterstreichungen ist schnell die Vermutung eines Links gegeben.

  4. Katharina Website sagt:

    Danke für das Feedback und vielen Dank für die Ergänzungen. In der Liste sind erstmal die, die mir im redaktionellen Umfeld am häufigsten begegnen. Wer täglich im Quellcode arbeitet, kann die Liste aber sicher noch erweitern :)

  5. Max Adler Website sagt:

    Wenn man es schafft, dass ein Blogtext innerhalb von 10 Sekunden durch geschickte Formatierungen quergelesen und verstanden werden kann, dann hat man alles erreicht. Da freut sich nicht nur der Google-Bot, sondern auch der eilige Leser. Und das sind wir ja schließlich alle.

  6. Martin sagt:

    Super Artikel, Katharina! Einzig den Satz „Eine H1-Formatierung sollte nur einmal auf einer Seite vorkommen […]“ könnte man diskutieren – dank des Outline-Algorithmus ist es mit HTML5 nun möglich, innerhalb eines Abschnitts (section, nav, aside und article ) die Ordnung der Überschriften neu zählen beginnen zu lassen. Das bedeutet, dass es kein Limit an Überschriften mehr gibt.

    • nk sagt:

      Die Aussage ist ohnehin diskutabel. HTML-Blockelemente sind linear, nicht hierarschisch organisiert. Folglich gibt es auch keine Spezifikationen, dass es genau eine H1 geben darf o.ä. Manche schwören drauf H1 für das Logo zu benutzen (Semantisch in etwa: Seitentitel = Firma/Logo, Dokumenttitel = h2), bei anderen ist das verpönt. Von der Aussage, dass H2 nur einmal vorkommen soll, würde ich gänzlich absehen. Zumal das hier auch gar nicht begründet ist. Ich sähe dann keinen wirklichen Anwendungszweck für H2. Zudem muss man die Themen Semantik und Google auch getrennt sehen. Genau wie Keyword-optimierte Sätze für den Leser echt anstrengend werden können, ist das auch für Google-optimierte Strukturen gültig. Man muss nicht jede Logik dem Bedürfnis den SEO-Gottes unterwerfen.

  7. nk sagt:

    Die Ausführungen sind etwas oberflächlich. Zum einen sollte – wenn man denn Wert auf Semantik legt – strong statt b und em statt i verwendet werden.

    2. Auch die Ausführungen zu Word sind falsch. Word bietet genau wie HTML die Möglichkeit, Text richtig und falsch zu formatieren. Richtig gehts mit Formatvorlagen, die dann genau wie in HTML als Überschriften, Listen etc. daher kommen. Das ist keine rein akademische Frage, sondern bei ernsthafter Office-Arbeit unabdinglich. Bspw. um konsistente Absatzsteuerung, automatische Numerierung, Indexierung usw. nutzen zu können.

    3. Listen: Numerierte Listen benötigen das ol-Tag

    4. Überschriften: In einer ordentlichen Überschriftenhierarchie macht es keinen Sinn, wenn H1 und H2 nur einmal vorkommen dürfen.

    5. Title ist sehr wohl für den Leser sichtbar. Bspw. in der Browser-Titelzeile und als Vorschlagtext beim Bookmarken.

    6. Leerzeile zwischen Absätzen: Das gilt nur für ungestyltes HTML. Sobald CSS ins Spiel kommt, können alle genannten Body-Elemente nahezu beliebig ausehen.

  8. Ralf sagt:

    Klar kannst Du noch jedes wenn und aber diskutieren und auf HTML 5, CSS, Google-Mythen, alternative Tags etc. eingehen. Ich finde für einen knackigen Basis-Artikel hast Du das perfekt gelöst. Weiter so!

  9. Dominik Website sagt:

    „Wichtige Infos sollten nicht in Grafiken verpackt sondern als Text lesbar sein.“ schrieb sie und lud die 559×745 Pixel große HTML.gif auf den Server. 😉

  10. Max Website sagt:

    Gute Zusammenfassung von vielen relevanten Punkten des Content, doch bei hX Headlineauszeichnungen bin ich nicht dieser Meinung, denn wenn man einen natürlichen redaktionellen Artikel betrachtet hat dieser durchaus mehr als eine Überschrift.

    Sinngemäß sollte das h1-Tag nur einmal verwendet werden. Das h2-Tag würde ich nach Artikel dann doch schon öfter verwenden. Wenn Google den Mensch und althergebrachte Medien, die sich lange und gut entwickelt haben, für seinen Algo zu Rate zieht er gibt das wieder Sinn 😉

  11. M. Manner Website sagt:

    Wir verwenden für unsere Website Typo3 als CMS. Überschriften sind bei uns auch stets mit H1 formatiert und bei Hervorhebungen verwenden wir den strong-Tag. Insgesamt gilt für uns, die in der Tabelle genannten Formatierungen nur zu verwenden, falls diese inhaltlich sinnvoll sind. Zur Strukturierung der Texte verwenden wir auch eingebundenes CSS. Damit haben wir SEO-technisch bisher gute Ergebnisse erreicht.

  12. B.A. Website sagt:

    Naja, ob man jetzt h1 einmal oder zweimal einsetzt, das ist so ein bisschen wie mit dem optimalen validen Code – kann man machen, braucht man aber nicht. Es gibt Seiten die 3x h1 einsetzen und wunderbar ranken.

  13. […] Auf SEO-united.de gab es einen Artikel zum Thema redaktionelles SEO: “Formatieren – Den Text gestalten für SEO und das Auge” […]

  14. Zippora sagt:

    Ich habe auch gemerkt, dass besondere Formatierungen die Suchergebnisse stark beeinflussen. Ich nutze sie aber auch nur in besonderen Fällen um nicht nur die Suchmaschine, sondern auch den Benutzer zu informieren und auf einem Blick nützliche Schwerpunkte im Text zu zeigen..

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