SISTRIX Toolbox
SISTRIX Toolbox

Mehr erfahren
AdWords, KMU, wir machen den Unterschied!
Mehr erfahren

Googles Zickzack-Kurs im Umgang mit Links

SEO  |   |  , 15:10 Uhr  |  23 Kommentare

Google PageRankGeht man davon aus, dass Matt Cutts mit entscheiden kann, welche seiner auf Konferenzen gemachten Aussagen über die großen amerikanischen SEO Blogs verbreitet werden sollen, mutet es nach den während des Penguine Updates von ihm gemachten Drohungen in Bezug auf unseriöses Linkbuilding schon etwas komisch an, wenn er in seinem neuesten Video auf einmal wieder erklärt, dass Links keineswegs tot sind und noch für lange Zeit ein wesentlicher Rankingfaktor sein werden…

Fasst man Matts Aussage so auf, dass durch die Berichterstattung über das Penguine Update verunsicherte Webseitenbetreiber nun bitteschön auch nicht glauben sollen, nur noch auf Social Signals setzen zu können und sich gar nicht mehr um die Verlinkung ihrer Seite kümmern zu müssen, könnte man zu dem Schluss kommen, dass sich Google durch die gezielte Einschüchterung während des Penguine Updates ein Eigentor geschossen hat und aktuell kaum ein SEO sich mehr traut, seine Seite wie auch immer zu verlinken.

Betrachtet man Googles Zickzack-Kurs im Umgang mit Links, scheint das Team um Matt Cutts nach wie vor ein große Probleme damit zu haben, die Relevanz von Webinhalten lediglich aufgrund ihrer Verlinkungen bzw. Verweise zu bestimmen. Wie Matt Cutts jüngst selbst zugab, taugen Verweise aus sozialen Netzwerken noch nicht wirklich dazu, normale Links als Rankingfaktor zu ersetzen. Auf der anderen Seiten müssen Matt und Co. immer mehr der normalen Links entwerten, weil diese offensichtlich nicht natürlich gesetzt wurden.

Die noch nicht vorhandene Aussagekraft von Social Signals in Kombination mit der sinkenden Aussagekraft von natürlichen Links, bringt Google offenbar derart in die Bredouille, dass sie kaum mehr wissen, was sie uns Webseitenbetreiber in Bezug auf den Umgang mit Links noch raten sollen.

Googles Panikmache im Zuge des Penguine Updates hat womöglich genau das Gegenteil des gewünschten Effekts hervorgebracht: Während sich ihrer Blachkat-Methoden ohnehin bewusste Webseiten-betreiber wahrscheinlich auch nach dem Update nicht davor zurückschrecken, ihre Seiten auch weiterhin auf Teufel komm heraus zu verlinken, sind die eigentlich größtenteils immer Whitehat-Methoden praktizierenden SEOs womöglich derart eingeschüchtert worden, dass sie ihre Seiten kaum mehr verlinken und die SERPs damit Gefahr laufen, von den zahlreich verbliebenen Blachhat-Seiten demnächst dominiert zu werden (!)

Als mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung vertrauter Webseitenbetreiber bleibt einem im Zuge der sich ständig ändernden Aussagen von Matt Cutts eigentlich nur der Wunsch, dass Google zum Thema Links endlich einmal Farbe bekennt und die diesbezügliche Problematik beim Namen nennt:

Die Betreiber von Google selbst waren es, welche durch die Einführung des PageRanks den Verlinkungen von Webseiten eine Art Währung gegeben haben. Anstatt folglich nur mit dieser Währung Handel betreibende Webseitenbetreiber zu bestrafen und einzuschüchtern, sollte Google entweder die Währung bzw. den PageRank begraben oder sich still und heimlich nach zu Backlinks alternativen Rankingkriterien umschauen…

Gretus

Sie befinden sind hier: Googles Zickzack-Kurs im Umgang mit Links

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. seo-diaries Website sagt:

    Ein heißes Thema würd ich sagen. Ich glaub nicht, dass Google so schnell Farbe bekennen wird und auch der PageRank wird weiter existieren. Sonst hätten Sie ihn schon 2011 begraben können. Entweder wird Google jetzt in die vollen gehen und endlich sagen was Sache ist, oder sie werden das Thema totschweigen.

    Nichts desto trotz haben anscheinend die Blackhat-SEOs die Nase vorn. Da wird Google wohl auch nochmal ansetzen müssen. Pinguin 2.0, 3.0, usw. wird sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.

  2. Nancy Website sagt:

    Ich bin auch völlig verunsichert wegen meinem neuen Blog. Kaum hatte ich ein gutes und stabiles Ranking, fliegen mir plötzlich alle um die Ohren. Schon traurig wenn von 100 Besuchern täglich noch 1-2 bleiben und man sich dauernd fragt welcher Link wohl schlecht ist? Ich hoffe Google beginnt endlich damit Links zu entwerten und nicht wie nach Pinguin negativ zu wirken. Liebe Grüße Nancy

  3. Rene Website sagt:

    Ich glaube, es ist sogar so beabsichtigt von Google, das der einfache Webseitenbetreiber durchweg verwirrt ist bzw. wird. Schließlich möchte Google keine Anleitung für gutes Ranking liefern.

    Da wird eher die Frage sein, wie in Zukunft die Suchmaschinen tatsächlich gute Inhalte in den Rankings einfließen lassen und diese von „schlechten“ Inhalten unterscheiden.

  4. Georg Website sagt:

    Die Verlinkung von anderen Webseiten ist meines Erachtens das Einzigste was für das Ranking zählt, zumindest für die nächsten Jahre. Die Verlinkungen aus dem social Bereich sind nur Nebelkerzen.

    • Maxim Website sagt:

      …und social Links und Verweise, Likes und auch alles andere dass von Personen insziniert werden kann, ist auch käuflich.

      Ich würde auch mal in den Raum stellen, dass im social Bereich genauso gehandelt gefailscht und gedealt wird, wenn um die Verbreitung von Inhalten oder schlichte „Vermittlung“ von Fans / Likes geht. Und das ist noch weit weniger nachweisbar, das mal so am Rande.

      Ich finde Google hätte einfach dabei bleiben sollen, gekaufte Links erkennen und entwerten. Mit Ihrem jetzigen Update haben sie in vielen Nischen nur ein bewirkt: Schwache Seiten, und auch solche mit einem recht eindeutigen Linkprofil sind oben oder zumindest auf den weg dorthin.

      Ich wär dafür einfach die Anzeige des Pagerank abzuschalten, er kann ja weiterhin im Algo verbleiben wird aber nicht mehr angezeigt. Links einkaufen wird dann vieleicht ein wenig schwieriger.

      Den Linkkauf selbst einzudämmen, dürfte sich als echte Mammutaufgabe herausstellen, welche Google durch reine Algorithmusjustierungen wohl nicht bewerkstellingen können wird.

  5. Eric Website sagt:

    Welcher Whitehat ist denn bitte eingeschüchtert? Nur die, die dann doch nicht so white sind. Linkkauf ist Blackhat. Auch wenn es nicht automatisiert ist.

  6. Tim Website sagt:

    Nunja nahezu jeder SEO war/ist nach dem Penguine Update eingeschüchtert oder verwirrt. Welche Links sind nun gut, welche böse. Aber scheinbar wurde das alles wieder viel zu hoch gepusht, aber wer weiß das schon.

  7. Koiner sagt:

    Als mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung vertrauter Webseitenbetreiber bleibt einem im Zuge der sich ständig ändernden Aussagen von Matt Cutts eigentlich nur der Wunsch, dass Google zum Thema Links endlich einmal Farbe bekennt und die diesbezügliche Problematik beim Namen nennt:

    Nö. Es bleibt immer die Möglichkeit, sich „natürlich“ zu verhalten! Also so wie jemand, der die ganzen schnell wechselnden Meinungen über richtige Verlinkung und erfolgreiches SEO bzw. möglicherweise schädliches Verhalten gar nicht verfolgt, sondern einfach nur seine Webseiten bekannt machen will!

    Mit solchem Verhalten ist es mir leicht gelungen, den Shop (und das Blog) eines Kunden über Jahre in den „SERPS“ ganz oben zu halten (mein Kunde schaut öfter danach, ich fast nie). Ohne auch nur die Analyse-Tools zu nutzen, die das tägliche Brot normaler SEOs sind. Und ohne je mein Verhalten nach den neuesten Einsichten zu richten, die über den Google-Algo in der SEO-Szene so kolportiert werden.

    Zum natürlichen Verhalten hat es z.B, noch nie gehört, in einer Linkhalde im Footer aufzutauchen. Wohl aber gehört es auch heute noch dazu, in Empfehlungslinklisten und Blogrolls zu erscheinen, sowie selbst solche zu führen – egal was die SEOS dazu meinen und ein Google-Chef davon halten mag. Ganz einfach, weil es sinnvoll ist für viele Seiten und Blogs.

    Komplett unnatürlich ist dagegen das, was derzeit unter SEOs als der letzte Schrei und das einzig Wahre gilt: der Tauschartikel über Eck bzw. das vermeintlich „normale“ Posting mit zwei typischen SEO-Links auf Keywords (mittlerweile dürfen es auch variierende sein). Kein normaler Mensch schreibt/verlinkt SO! Schon gar nicht in einem Artikel nach dem anderen!

    Das nur mal so am Rande. „Natürliches Vwrhalten“ ist das Gegenteil von berechenbar – ganz sicher richtet es sich NICHT nach der neuesten SEO-Meinung. Im Gegenteil, indem man das tut, ist man algorithmisch als „unnatürlich“ erkennbar – seht Ihr das denn nicht?

    • Mela sagt:

      WORD! Letzten Endes haben die SEOs dieses Katz&Maus Spiel angefangen. Es taucht in den vergangenen Meldungen von Cutts immer wieder der gleiche Spruch auf. „Baut einfach natürliche, informative Seiten“

  8. Stanislav Website sagt:

    Alles nach Plan, je unsicherer Linkaufbau und damit auch SEO wird, desto mehr rückt AdWords als Alternative in den Vordergrund.

    • Hendrik Website sagt:

      Interessanter Kommentar!

      ABER: Kannst du dir vorstellen, dass die Marketing-Experten sich zusammensetzen und sagen: „Lasst uns regelmäßig Updates fahren, die Webmaster richtig verunsichern und sie mehr in Adwords investieren lassen.“

      Als Aktionär sieht man solche Aktionen natürlich gerne, weil sie schnell für mehr Umsatz sorgen. Würde im Umkehrschluss jedoch bedeuten, dass Cutts nur ein Hampelmann ist und für „gute“ PR sorgt.

      Ich glaube eher, dass Google wirklich versucht es so fair/natürlich/untransparent wie möglich zu machen. Sie scheitern hierbei jedoch, weil wie oben schon gesagt Social Signals fast noch einfacher zu manipulieren sind als Backlinks. Denn wenn eine URL 1k Likes bekommt, dann weiß Google auf keinen Fall, ob diese echt oder fake sind.

      • Stanislav Website sagt:

        Na das der liebe Cutts einen PR-Bonus zu seinem Gehalt bekommt, das kann gut sein. Sicherlich möchte Google gute Ergebnisse ausliefern, in den SERPs und in den Bilanzen.

        Ich denke schon das man sich bei Google die Statistiken anschaut, z.B hier, und bei den SEO Zahlen sagt – das ist doch entgangener Gewinn.

  9. Christian Website sagt:

    Also ich bin der Meinung, dass es nach wie vor einfach auf die Natürlichkeit und die richtige Dosierung ankommt. Und das wurde schon immer „gepredigt“. Guter Inhalt, sinnvolle Website-Struktur, vielseitig gemischte Backlinks (die keine Struktur erkennen lassen), sehr viele variierende Linktexte und möglichst immer für Veränderung und frischen Content sorgen.

    Das war schon vor 5 Jahren gültig und ist auch heute noch mehr denn je wichtig. Die ganze Panikmache bringt doch nix. Wer das oben genannte „Rezept“ schon früher befolgt hat, der hat nun auch keine Probleme. Das sehen wir bei unserer Kunden.

    Die Frage ist ja: Was will Google? Goolge will die besten Inhalte für die Menschen/User liefern. Sorgt dafür, dass Eure Seiten zu den Besten Inhalten gehören, und dann werdet Ihr auch langfristig vorne bleiben. Egal, ob Blackhat oder Whitehat-SEO.

    Aber ich denke auch, dass sich Google durch die Panikmache schon auch ein Eigentor geschossen hat. Viele seriöse Webmaster warten lieber und haben Angst davor, neue Backlinks aufzubauen. Das erklärt auch, warum dann auf einmal völlig unsinnige Webseiten auf den vorderen Plätzen landeten.

    Und noch ein weiteres Indiz zeigt mir, dass Google sich mit den Auswirkungen des Pinguin verrechnet hat: Es war die Rede von maximal 3% Auswirkungen auf die Suchergebnisse in DE. Aber jeder, der einen Überblick hat, muss erkennen, dass die Auswirkungen des Pinguin weit mehr als 3% der Webseiten betroffen haben.

    Also ich denke schon auch, dass hier einiges nicht ganz so gelaufen ist, wie sich die Herren das ausgerechnet haben. Wahrscheinlich haben die nicht mit der Psyche der Webmaster gerechnet???

  10. Matthias Griesbach sagt:

    Meiner Meinung nach kämpft Google einen aussichtslosen Kampf gegen die Seologen, einer Spezie die sie selber erst geschaffen haben.

    Sicher, bei Dingen wie Rechtsschreibprüfung, Keyword Erkennung und Gruppierung, etc. ist der Algo schon sehr gut, aber die Qualität und Aussagekraft, und damit die Relevanz eines Textes kann er bis heute nicht bestimmen. Und so bleibt im Kern nichts anderes übrig, als Keywords und Links zu zählen, so wie bisher auch.

    Und solange es so ist, das nur Platz 1 bei Google wirklich richtig Geld verdienen kann, wird das wohl auch so bleiben. Die Gier hat den Verstand schon immer besiegt, da helfen alle Apelle von Matt Cutts nach sinnvollen und relevanten Inhalten nicht weiter.

    Google ist halt doch nur „ne olle Datenbank“

  11. Fabian Website sagt:

    Ich glaube auch nicht, das sie auf Linkbuilding verzichten können. Allein aus Social Signals kann google nichts erkennen, kauft man doch likes im 1000er Pack…
    Man muss die Links einfach nur gut mischen. Wer mit nem Spamtool immer die gleichen Linktexte vergibt zieht die berümte a-Karte.

  12. Kathryn Website sagt:

    @ Rene: Sicher kann Google das auch machen, bloß man weiß ja gar nicht mehr genau, wo man dran ist, was heute gut ist, ist morgen schlecht! Sooo kann das meiner Meinung nicht weiter gehen, zumal ja auch viele Existenzen daran hängen.

  13. Peer@autoradio-test Website sagt:

    Problem ist, dass man einfach nicht mehr weiß wo man ansetzen soll. Es ist nahezu kaum noch ein System erkennbar.

  14. Bernhard sagt:

    Wer lediglich verlinkt, um von einer Suchmaschine positiv beachtet zu werden, hat das Netz irgendwie nicht so richtig verstanden…

  15. Wolfgang Website sagt:

    Zum thema Backlinks, PageRank und Google folgende Kurzgeschichte: Neue domain (keine expired Domain), vor 8 Wochen registriert, 3 Verweise aus Webkatalogen, null Zeitinvestition in Linkaufbau = PR 2 ?!?! Da soll sich noch wer auskennen :-)

  16. Danny Website sagt:

    Werde auch nicht schlau draus ^^ Ich betreibe einen Shop und eine Webseite und beide PR 0 obwohl recht gut verlinkt. Kataloge eingetragen…Google+…Facebook…Twitter…ohne Erfolg bisher. Steigt ja keiner mehr durch!

  17. Michael Website sagt:

    Also ich bin echt gespannt wie das in zwei Jahren aussieht. Ich bin ja der Meinung das der Ranking-Faktor Backlinks abnimmt und andere Rankingfaktoren zulegen werden. Aber ich lasse mich da auch gerne eines besseren belehren 😉

  18. […] Matt Cutts bestätigt, dass Backlinks nach wie vor einen großen Einfluss auf das Google Ranking haben […]

  19. Jens sagt:

    Ich vermute auch mal stark, dass Backlinks in vielen Bereichen an Bedeutung verlieren werden. Social Signals werden wichtiger werden. Anders sieht es aber vielleicht in den Nischen aus. Hier könnten auch in Zukunft Backlinks das entscheidende Kriterium sein.

    Darüber hinaus steigt die Bedeutung von Marken. Ja, es bleibt spannend, wie sich Google wohl entwickeln wird!

Kommentieren

Loading Disqus Comments ...

Ihre Agentur noch nicht dabei?

Ihr Job noch nicht dabei?

Ihr Beitrag noch nicht dabei?