Bereits in meiner dreiteiligen Serie zu den Rankingfaktoren im Herbst letzen Jahres bin ich auf die Unterscheidung zwischen harten und weichen Faktoren eingegangen. Auch wenn eingehende Links nach wie vor der Schlüssel zum Erfolg einer Webseite sind, scheint Google die weichen Faktoren weiter in den Vordergrund zu rücken.
Auch wenn es lediglich eine persönliche These von mir ist, scheint Google in der Lage von Fall zu Fall zu unterscheiden und dynamische Rankingkriterien heranzuziehen. Durch einfache mathematische Abgleiche ist dies sogar recht einfach möglich. Ein Beispiel: Eine Website hat viele eingehende Links, aber keine Links aus Forenpostings. Eine mögliche Folge wäre eine schwächere Bewertung der eingehenden Links.
Mit den aktuellen Einblendungen von Google Suggest sowie Universeal Search hat Google eindrucksvoll gezeigt, dass man bereits ziemlich genau feststellen kann, was der Suchende sehen möchte. Sucht jemand eine Meinung, ist der Preis egal. Sucht jemand ein Forum, ist er ebenso nicht am Preis interessiert. Sucht jemand nach lokalen Informationen, ist er nicht an geografisch unpassenden Ergebnissen interessiert.
Solche logischen Zusammenhänge ermöglichen es der Suchmaschine relativ einfach nicht nur die Natürlichkeit zu bewerten sondern auch überprüfen, ob das durch den statischen Algorithmus berechnete Ergebnis zu der Intention des Suchenden passt. In diesem Fall auf die generelle Intention bezogen, nicht auf die individuelle.
Diese Verschiebung hin zu weichen Kriterien macht uns SEOs das Leben schwerer und stellt uns vor die Herausforderung Fingerspitzengefühl zu beweisen. SEO ist kein Handwerk mehr, bei dem man mit Hammer und ohne Verstand Websites nach oben zimmert. SEO ist Empathie im Hinblick auf die zu optimierende Website, die dazugehörigen Informationen, den betroffenen Markt usw.
Herkömmliche Faktoren, wie etwa die Keyworddichte, werden zukünftig ein ähnliches Dasein fristen wie der PageRank. Bei guten Ranking sind sie zwar vorhanden, eine direkte Beziehung zum Ranking besteht allerdings nicht. Auch die Bestimmung des optimalen Wertes wird so nicht mehr möglich sein. Die Kriterien sind bei einem dynamischen Index auf die Gegebenheiten abgestimmt und können sich stark voneinander unterscheiden.
Auch wenn die weichen Faktoren immer mehr Einfluss finden, bilden die harten Faktoren noch einen Großteil der Faktoren ab und die SERPs bleiben sicherlich noch eine Weile reproduzierbar. Aber ich denke, dass in den weichen Faktoren eindeutig die Zukunft liegt.
Constantin





























Hallo,
man könnte auch einfach die Behauptung aufstellen, dass sich die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Rankingfaktoren bei unterschiedlichen Suchen bei einer `normalen´ Webseite im Resultat einfach wieder ausgleichen. Emphatie ist gut, kann jedoch irgendwann auch hinderlich sein…
Grüße
Gretus