Es sind noch immer die Suchmaschinen, welche den meisten Webseiten den größten Traffic bescheren. Google und Co. liefern mir vor allen Dingen neue Leser, die meine Seite bis dato noch nicht kannten. Ohne eine Suchmaschine war es mir bis vor kurzem kaum möglich, passende Antworten auf meine Fragen zu finden. Dieses hat sich allerdings geändert…
Die Suche befindet sich im Wandel
Heute suche ich vieles direkt auf Youtube, auf Twitter oder ich frage einfach meine Facebook-Freunde, dir mir wenige Minuten später mit Rat und Tat zur Seite stehen. Über 40% meiner täglichen Suchanfragen bei Google entfallen, seitdem ich auf meinem Handy die richtige Zusammenstellung von an meine Such-vorlieben angepassten Apps gefunden habe.
Google weiß um diese Entwicklung, hat kürzlich sein Design entsprechend angepasst und uns die neue Sidebar aufgezwungen. Bilder, Videos, Blogs, Produkte und die Updates aus unseren sozialen Netzwerken werden in die normale Suche eingeflochten. Alles und mehr ist nur noch einen Klick entfernt.
You have to be all over the place, im Grunde musst Du überall sein. Du solltest Deine Inhalte auf allen sozialen Netzwerken kommunizieren, überall Profile besitzen und Podcasts oder Videos benutzen, um potenzielle Leser überall zu erreichen. Auch für das mobile Internet angepasste Inhalte bzw. Applikationen werden immer wichtiger, denn der mobile Markt explodiert gerade.
SEO ist immer noch wichtig
Auch wenn Trends in die beschriebene Richtung gehen, darf man eines dabei nicht vergessen. Die klassische Suche ist für die meisten Webseiten immer noch Trafficlieferant Nr. 1, was sich so schnell auch nicht ändern wird.
Dennoch ist es so, das sich die Dinge in unserer Branche manchmal schneller ändern als man gedacht hat. Insbesondere Bilder, Videos, News, Blogs und andere Universal Search Elemente müssen schon jetzt von klassischen SEOs bedient werden Ob und inwiefern die sozialen Netzwerke dort ihren Platz finden, wird sich erst in den nächsten 1-2 Jahren zeigen.
Alex Sczakiel




























Die Konkurrenz steigt. Wie in der Suchmaschinen-Branche, wie auch in den eigenen Reihen. Was soll man da noch wirklich machen, außer weiter am Ball bleiben. Schönen Feiertag noch
Ist es wirklich so (war es jemals so), dass die klassische Suche für die MEISTEN Webseiten Trafficlieferant Nummer 1 ist? Wie viele kleine Firmen und Selbstständige haben zwar eine “Online-Visitenkarte”, die aber hauptsächlich über die gedruckte Visitenkarte/Werbemittel (Direkteingabe) “gefunden”, also kaum besucht wird? Aber egal.
Fast noch interessanter als die Frage, wie viel Traffic in Zukunft aus welcher Quelle kommen wird (und ich bin überzeugt davon, dass die Anteile sich signifikant verschieben werden), finde ich die Frage, wie es dann um die “Qualität” und damit um die Conversion (vs. Google-Such-Traffic) stehen wird.
@ Markus / Conversion Genau, das wollte ich jetzt schreiben, aber du warst schneller. Wer “hyperaktiv” im Internet unterwegs ist und über alle Kanäle (Twitter, Facebook, etc) ein paar hundert oder tausend Seiten pro Monat besucht, der ist vielleicht gar nicht so interessant wie ein älterer Besucher, der klassisch drei Shops ergoogelt und dann was bestellt…
@dirk: Ich denke auch das es vor allem eine Frage welchen Traffic man haben möchte. Nehmen wenn ich z.b. eine Produkt (z.b Notebook) verkaufen will als Shop, ist sicher Google eine gute Möglichkeit, aber Preisvergleicher ebenfalls. Youtube z.b. aber eher weniger. Wenn man hingegen eine Klatsch-und-Tratsch-Seite hat, kann ein cooles Video bei Youtube über Paris Hilton echt der Renner sein.
Ich denke auch, das SEO immer mehr zur Unterdisziplin wird. und man allround Online-Marketing betreiben muss. ein guter Webmaster/online-marketer muss:
- verschiedene Trafficquellen auffinden können
- die Qualität/Relevanz abschätzen können im Bezug auf das eingene Projekt
- und wissen wie der diese Kanäle bedient
Um hier mal ein wenig mit “Buzz-Words” durch die Gegend zu werfen: Als “Online Visibility Strategist” ist man vermutlich ganz gut aufgestellt und im Kern ist diese Bezeichnung m.E. vollkommen zutreffend. Neben den klassischen Online-Marketing Maßnahmen (Kooperationen, Banner, Kampagen, etc.), SEM-Maßnahmen (Google AdWords & Co.) und SEO-Tätigkeiten (hier fang ich gar nicht erst an mit der Aufzählung) sind effektive Social Media-Maßnahmen (Push? Networking? On Demand? Konversation?) sicher ein weiterer Baustein im Hinblick auf den Erfolg eines Webprojekts. Der Klassiker Online-PR sollte dabei ebenfalls nicht vergessen werden…
Ob SEO nun eine Unterdisziplin ist, sei mal dahingestellt (ich teile diese Meinung nicht, weil nämlich in fast allen genannten Bereichen klassische SEO-Potenziale stecken und dabei idealerweise von entsprechend fähigen SEOs voll ausgereizt werden sollten, denn: die Summe macht’s!), aber die von @hubba genannten Punkte sind zutreffend.
@Dirk zustimmend finde ich ebenalls, dass die wirklich spannende Frage hier @Markus im Hinblick auf die “Qualität” des Traffic stellt: Hauptziel sollte im Gesamtbild des Online-Marketing Mix sein, die Qualität des Traffics zu erhöhen, bzw. hoch zu halten. Hier wird sich nur durch sorgfältiges Webcontrolling über alle Kanäle hinweg eine halbwegs aussagekräftige ROI-Analyse durchführen lassen, die letztendlich bei jedem einzelnen Projekt dazu beitragen wird, individuell die “Spreu vom Weizen” zu trennen…
Unser Wörterbuch wird zu 100% über die klassische Suche gefunden. Google ist dabei Herr der Dinge und entscheidet über Erfolg und Misserfolg. Einmal haben wir durch google den Traffik an drei Tagen verzehnfacht, dann fielen die Besucher wieder auf Normalwert. Google hat uns gezeigt, welches Potential in der klassischen Suche steckt. Andere Portale die wir entwickeln bekommen allerdings schon 30% Traffik von Bildern, Blogs, Netzwerken (voran Twitter). Bilder sind dabei die wichtigste 2. Zugriffsquelle.
Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass ca. 80% des Traffics auf allen meinen Seiten durch Google generiert wurden. Vor allem sollte man die Bildersuche nicht unterschätzen. Ich bekomme auf einem meiner Blogs täglich knapp 100 Besucher nur durch die Bildsuche. Deshalb: Optimiert auch eure Bilder!
Ich denke SEO ist eben keine Disziplin für sich allein, zumindest nicht mehr. Denn fast überall steckt ein bischen SEO, wie Keywordanalyse, Websiteanalyse, Monitoring und Konkurrenzanalyse.
Sei es im Design der Seite, den PR Maßnahmen (auch offline), SEM, klassischem O. Marketing oder social Media, in all diesen Bereichen ist SEO von Vorteil, um zielgenau zu arbeiten.
Grüße
Maxim
Ich schließe mich dem vorherigen Kommentar von Maxim an, SEO alleine ist zwar immer noch wichtig um eine Webseite zu optimieren, auch sollten die Texte weiterhin entsprechend auf Key-Words optimiert werden.
Überall steckt doch SEO drin, eine genaue Definition gibt es in dem Sinne nicht. Selbst das anlegen & pflegen von Social-Media-Profilen ist aus meiner Sicht SEO.
Das Internet hat sich schon immer schnell verändert, auch die Aufgabenfelder der SEOs.
Was ist klassisches SEO? Gehörte nicht schon immer dazu überall vertreten zu sein um die Webseite max. bekannt zu machen? Ok, vielleicht ist dass mehr SEM, aber dann ist es jetzt auch noch SEM und damit hat sich das klassische SEO nicht verändert.
Ich würde eher sagen “SEO & SEM verschmelzen immer mehr”!
Solange bei noch immer sehr vielen Websites die grundlegenden Suchmaschinenoptimierungs-Maßnahmen nicht gemacht sind, ist das Etappenziel schon erreicht, wenn man zumindest in den Suchmaschinenindizes gefunden wird.
On Top kommen dann im Anschluss die Optimierung nach Videos, sozialen Netzwerken und allen anderen “hippen” Plattformen; obwohl man auch hier nicht auf jeder Hochzeit tanzen muss…