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Kosten für SEO am Beispiel von AdWords

SEO  |   |  , 12:10 Uhr  |  32 Kommentare

Im Zuge unseres Artikels `Eine Formel für die Kosten von SEO?´ hatten wir vor einiger Zeit versucht, eine Formel zur Berechnung der Kosten für die Optimierung einer Webseite zu entwickeln. In der neuen Ausgabe der Website Boosting stellt Jonas Weber von webhelps.de nun eine Formel vor, mit deren Hilfe sich zwar nicht direkt die Kosten für SEO, aber zumindest der Wert einer Platzierung bei Google errechnen lässt…

Um der Wert einer Platzierung in den normalen Ergebnissen von Google zu berechnen, vergleicht Jonas diese mit einem über Google AdWords gebuchten Anzeigenplatz. Nehmen wir als Beispiel das Keyword `SEO´. Laut dem Traffic Estimator wird das Keyword `SEO´ im Monat 40.500 Mal bei Google eingegeben, der durchschnittliche CPC liegt bei ca. 1.75 Euro.

Nimmt man nun die Tatsache, dass ca. 89% der Nutzer von Google auf die normalen Suchergebnisse (nicht auf die Anzeigen) klicken und 36,4% davon auf Platz 1, ergibt sich folgende Formel zur Berechnung des Wertes einer Topplatzierung unter dem Keyword `SEO´: 40.500 x (0,89 x 0,364) x 1.75 Euro = 22.960 Euro.

Wenn eine unter dem Keyword `SEO´ auf Platz 1 gelistete Webseite für jeden ihrer Klicks genauso viel bezahlen müsste wie der Publisher einer entsprechenden AdWords-Anzeige, würde dieses 22.960 Euro im Monat kosten. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, entsprechende Kosten auch für einige andere Keywords auszurechnen:

  • Urlaub: 155.374 Euro
  • Ferienhaus Spanien: 3.099 Euro
  • Hotel Köln: 14.860 Euro
  • Kredite: 72.415 Euro
  • Kreditkarten Vergleich: 12.541 Euro
  • Versicherung Auto: 5.870 Euro
  • Autos: 17.636 Euro
  • Gebrauchtwagen kaufen: 5.512 Euro
  • VW Golf: 18.761 Euro
  • Kleidung: 3.135 Euro
  • Hosen Shop: 469 Euro
  • Musik: 78.383 Euro
  • CD kaufen: 1.217 Euro
  • Lady Gaga: 227.134 Euro
  • Rezepte: 32.551 Euro
  • Tomatensuppe: 5.219 Euro
  • Restaurant Hambug: 2.030 Euro
  • Möbel: 131.872 Euro
  • Stuhlkissen: 1.049 Euro
  • Bett kaufen: 544 Euro

Über die tatsächliche Aussagekraft der teilweise astronomischen Zahlen lässt sich natürlich streiten. Den Wert einer dauerhaften Platzierung in den normalen Suchergebnissen anhand der Kosten zu errechnen, welche Anzeigenpublisher möglicherweise nur über einen begrenzten Zeitraum investieren, hakt an irgendeiner Stelle.

Nichtsdestotrotz zeigen oben genannte Werte, was eine gute Platzierung bei Google zumindest theoretisch `wert´ sein kann. Des Weiteren kann die von Jonas genannte Formel dazu genutzt werden, die maximalen Kosten einer Optimierung zu errechnen. Die Optimierung einer Webseite zum Suchbegriff `Restaurant Hamburg´ beispielsweise, muss in jedem Fall weniger als 2000 Euro/Monat kosten. Würde der Kunde mehr bezahlen, könnte er genauso gut auch AdWords-Anzeigen schalten 😉

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. SEO Rosenheim Website sagt:

    Hallo Gretus,

    sehr interessant! Auch wenn ich noch am Anfang der Karriere stehe, könnte ja ganz lukrativ werden 😉 Übrigens bei „Lady Gaga“ ist euch glaube ich der Punkt verrutscht?! 227.134 sollte es wohl heißen, oder?!

    Gruß und schönes Wochenende!
    Alex

  2. Robert Basic Website sagt:

    Frage am Rande: Würde ein kalkulierender Kunde bei dieser Modellrechnung nicht stets auf Adwords zugreifen, statt auf SEOs zwecks Erreichung des Nr.1 SERPs? Bei einer Klickrate von ca. 20%-25% auf Adwords fahre ich doch günstiger letztlich.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Robert,

      ich wage einmal die Behauptung aufzustellen, dass SEO im Vergleich zu AdWords am Ende immer günstiger wird! Genannte Zahlen bedeuten nicht, dass eine entsprechende Optimierung dieses auch tatsächlich kostet. Die branchenüblichen Preise für SEO liegen in vielen der Fälle doch weit unter den genannten Werten…

      Grüße

      Gretus

  3. Robert Basic Website sagt:

    OK, danke. Sprich, für eine Maximierungsbetrachtung ist das schon mal nicht übel.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo,

      im Prinzip ist das Ganze nur ein Zahlenspiel, ein Bisschen so als würde man die Kosten eines Fluges anhand des Preises für Autobenzin berechnen 😀

      Grüße

      Gretus

  4. Manuel Schäfer sagt:

    Nun, wenn man der SEO-Formel zugrunde legen würde dass das erzielte Ranking nur genau diesen einen Monat lang bestehen bliebe ist wohl was Wahres dran. Aber SEO ist für mich im Gegensatz zu AdWords immer eine langfristige Investition – und man profitiert auch von anderen Plätzen als nur #1.

  5. Pascal Website sagt:

    Außerdem kommt noch hinzu, dass meist nicht nur ein einziges Keyword optimiert wird, sondern dass die Seite auch über die Stärkung im Longtail besser wegkommt.

    Auch die von Gretus genannte Nachhaltigkeit sollte auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. Wenn ich Adwords nicht mehr zahle, bin ich sofort weg von der ersten Seite.

    Grüße
    Pascal

  6. Mathias sagt:

    Was bei SEO nicht vergessen werden sollte ist sogar wenn man nicht mehr die Seite erweitert und Links sammelt, dann hat man in der Regel immer noch Werbeeinnahmen durch Besucher. Wenn die Adwords-Kampagnen gestoppt werden, dann kommen keine Besucher mehr. Wie du schon richtig geschrieben hast, sind das die Kosten und vor allem ob man bei Lady Gaga soviel Geld durch CD Verkäufe und Itunes verdient, sind zwei paar Schuhe.

  7. Enrico Schütze Website sagt:

    Na da sieht man, dass SEO echt Sinn macht. Oder?

  8. Harry sagt:

    Moin Gretus,

    sehr interessante Zahlen. Was mich allerdings irritiert, ist das „entweder, oder“. Ich höre oft von SEOs, dass es doch viel besser sei im organischen Index gut zu ranken, da billiger. Ich bin eher für die Kombination. Adwords ist super, um überhaupt erst die „Money keys“ zu finden – wenn ich die gefunden habe, optimiere ich meine Site auf diese Keywords. Langfristig ist es immer mein Ziel mit SEO, als auch mit Adwords soviel Traffic wie möglich bei diesen Keywords abzugreifen.

    Genauso andersrum: Wenn ich als SEO mit einer Site zu einem „Money keyword“ ranke und kein Traffic über Adwords zusätzlich einkaufe, mache ich was falsch. Was meint ihr.

    Viele Grüße
    Harald

  9. DoFollowBlogger Website sagt:

    Ich finde diese Formel zur Berechnung des Wertes einer Position ebenfalls hoch interessant. Mir ist aber noch was ganz anderes aufgefallen. Findet Ihr es nicht auch merkwürdig, dass mittlerweile nur noch 36,4% aller Google-Nutzer auf den 1. Platz klicken sollen? Das waren früher doch wesentlich mehr, oder nicht? Hm, woran das wohl wieder liegen könnte…

    Hier ist der historische Verlauf von Studien zu den Klickverteilungen auf Google, der aufzeigt, dass die 1. Position der Top10 Serps mit den Jahren immer weniger angeklickt wurde:

    Jahr: 2011
    Verteilung: 36,4% klicken auf Platz 1

    URL: searchenginewatch.com

    ————————————————————————————
    Jahr: 2010
    Verteilung: 42.13% klicken auf Platz 1

    URL: link-assistant.com

    ————————————————————————————
    Jahr: 2010
    Verteilung: 34,35% klicken auf Platz 1

    URL: ivalue.be

    ————————————————————————————
    Jahr: 2006
    Verteilung: 56,36 % klicken auf Platz 1

    URL: seoresearcher.com

    ————————————————————————————
    Jahr: 2004
    Verteilung: 45,46 % klicken auf Platz 1

    URL: redwebsiteprovider.com

    ————————————————————————————

    • Gretus Website sagt:

      Hi,

      vielen Dank für den Kommentar, wirklich interessant!

      Grüße

      Gretus

    • Granna sagt:

      Als potentielle Antworten auf die Frage würde ich mal die Stichworte

      – Universal Search (Bilder, Karten…) und
      – AdWords-Anzeigen in pseudo-organischer Darstellung (mit Sitelinks, Qualitäts-Stenchen, unauffälligem Hintergrund…)

      in den Ring werfen. Wenn man sich Heatmaps der SERP anschaut, sieht man deutlich, wie die diese Faktoren die Wahrnehmung der Nutzer verzerren.

  10. Dan Website sagt:

    Kommt mir irgendwie bekannt vor :) Ich hatte die Sache mit den SEO Kosten auf Basis von AdWords ja schon im März 2009 mal angeregt: seo-evangelist.de

    3 Jahre später kommt´s nun wieder auf den Tisch 😉

  11. DoFollowBlogger Website sagt:

    Sauber, Dan. 😉

    Ich will mal Eure beiden Ergebnisse kurz miteinander vergleichen:

    Keyword: Detektiv, Monatliche Suchanfragen: 12.100, maximaler Klickpreis: 3,5 €

    Formel nach Jonas Weber : 12100 x (0,32396) x 3,5 € = 13719 EUR

    Du hattest damals 4.203,39 Euro als monatlichen Wert für die 1. Position zum Kw „Detektiv“ errechnet und damit liegst Du 9515,61 € unter dem Wert den die „Weber-Formel“ ausgibt. Die prozentuale Differenz ergibt:

    (13719 * 100) / 4203 = 326,4 % Aufschlag !

    Na, da würde ich als Kunde doch glatt bei Dir buchen gehen, lieber Dan :)

    • Dan Website sagt:

      Hast ne Kleinigkeit übersehen mein Lieber Martin :)

      Formel nach Jonas Weber : 12100 x (0,32396) x 3,5 € = 13719 EUR

      Du hast Recht das ich damals einen Monatswert von 4.203,39 Euro ermittelt habe, aber danach haste wohl nicht weitergelesen. Zitat: „Da im Internet viel mit dem „3-Monats-Rhytmus“ (Das Web ist halt sehr schnelllebig) gearbeitet wird, können wir somit einen Preis von etwa 12.500,- Euro für das SEO auf den Begriff „Detektiv“ ermitteln (Mindestpreis).“

      steht also 13.719,- zu 12.500,- Also tut sich da im Endeffekt nicht viel 😉

  12. Gretus Website sagt:

    Hallo,

    Dan hatte lediglich die Kosten für eine Schaltung via AdWords berechnet, Jonas hat diese Kosten noch auf den zu erwartenden Traffic einer Platzierung in den normalen Suchergebnissen übertragen. Wie gesagt, das Ganze ist keine Formel zu Berechnung der Kosten für SEO, sondern eine Formel zu Berechnung des theoretischen `Wertes´ einer Listung auf Platz 1.

    Dass diese Listung möglicherweise so viel wert ist, bedeutet noch lange nicht, dass eine diesbezügliche Optimierung genauso teuer sein muss 😉

    Grüße

    Gretus

  13. Olaf Website sagt:

    Das Ganze ist aber damit nicht zu Ende gedacht. Im Endeffekt geht es um Umsatz. Deshalb macht es Sinn den zu erwartenden Traffic mit der durchschnittlichen Conversionrate der Website für Sale, Lead usw. zu multiplizieren um den zu erwartenden Umsatz zu errechnen.

    Bei einem Lead muss man dann noch die durchschnittliche Abchlussrate der Leads und durchschnittliches Auftragsvolumen zusätzlich einbeziehen. Dann hat man einen konkreten praktikablen Wert. Einfach nur den AdWords CPC zu nehmen halt ich für nicht praktikabel, da man ja auch nicht länger auf ein Keyword bietet wenn man merkt das es mehr kostet als zurückkommt.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Olaf,

      das stimmt, entscheidend ist natürlich der Umsatz den man über ein bestimmtes Keyword generiert. Man könnte nun vermuten, dass der durchschnittliche CPC ungefähr da liegt, wo alle noch gerade genügend Gewinn mit der ganzen Geschichte machen…

      Grüße

      Gretus

  14. Tamer Website sagt:

    Hi Gretus,

    was bedeuten nun die ermittelten Werte bzgl. der Erstellung eines SEO-Angebots? Bei deinem aufgeführten Beispiel für das KW „Restaurant Hamburg“ schreibst du das der maximale monatliche SEO-Preis nicht 2.000 Euro überschreiten darf. Mal ernsthaft, wenn man einen Restaurant-Betreiber sagt du darfst im Monat 2.000 Euro abdrücken wird das wohl nichts werden.

    Unser Ansatz aus SEO-Sicht ist ja darauf bedacht, eine Webseite nach vorne zu bringen und dann dort zu halten. Allerdings ist der Aufwand für die Festigung der Toppositionen ein anderer als der Weg dorthin.

    Konkrete Frage an alle: Wie könnte man aus der Formel, die ich eigentlich sehr gut finde, einen sog. SEO-Preis ermitteln. Konkret, ein Kunde frägt „Was kostet es mit Restaurant Hamburg auf Platz 1 zu kommen?“.

    Wie wäre hier der Ansatz, evtl. SEO-PREIS = KONSTANTE x WEBER-FORMEL?

  15. Thorsten Website sagt:

    Schon interessant. Aber letztendlich kommt es ja nicht auf die SEO-Kosten an, sondern auf Gewinn der Seite bzw. des Shops. Also Umsatz – SEO-Kosten, Hosting etc. Was nützt mir ein Key, bei dem die SEO-Kosten „nur“ 2.000 EUR betragen, die aber nur 500 EUR einbringt?

  16. Rudolf Bösiger Website sagt:

    Guten Tag

    Die Formel ist doch ein wirklich guter Ansatz zum Vergleich von Suchbegriffen. Wer darin mehr sieht, liegt falsch, ganz falsch, wenn die Werte als Budget oder SEO Kosten hinhalten sollen. Budgets sind nicht abhängig von den Medien oder Optimierungskosten sondern von der Online-Strategie des Auftraggebers.

    Viele Grüsse

  17. […] Hier finde ich einen Ansatz recht passend, den ich bei den Jungs von SEO-United gelesen habe […]

  18. Mike Website sagt:

    Wirklich guter Ansatz zur Angebotsfindung und Begründung vor dem Kunden. Auch wenn man als Normalsterblicher in Nischen wahrscheinlich niemals diese Kosten bei seinen Kunden durch bekommt. 😉

  19. Dan Website sagt:

    Bei Jonas sowie bei mir gehts ja im Prinzip auch um nichts anderes, als um eine mögliche Investition in „SEO“ für den Kunden begreifbarer zu machen, denn dem bleibt ja auch nix anderes als AdWords (wenn er kein SEO macht). Was man dabei nie berücksichtigen kann ist die Nachhaltigkeit, wer weiss schon wie lange sich eine Website (durch SEO) auf Platz 1 hält. Schon „morgen“ kann der Wettbewerb nachlegen oder oder oder, das Ganze ist immer nur ein Ansatz um zu mindest kaufmännisch dem Klientel Daten in die Hand zu geben … nicht mehr nicht weniger :)

  20. Granna sagt:

    Das Zahlenspiel ist ganz interessant. Allerdings sind die Daten aus dem TrafficEstimator doch sehr mit Vorsicht zu genießen. Ich habe noch nie erlebt, dass die auch nur annähernd stimmen…

  21. Mathuseo sagt:

    Hi,

    was ich an der Formel, bzw. den Ergebnissen interessant finde, ist der Vergleich des Wertes im Verhltnis einzelner Keywords zueinander. Dies lässt sich eventuell für die Entscheidungsfindung innerhalb der Keyword-Analyse verwenden.

  22. Enrico sagt:

    Hi,

    kann mir bitte jemand für diese Aussage eine Quelle Angeben: „Nimmt man nun die Tatsache, dass ca. 89% der Nutzer von Google auf die normalen Suchergebnisse (nicht auf die Anzeigen) klicken“

    Danke!

  23. Gustav Website sagt:

    Holla,

    eine entscheidende Kennziffer an dieser Rechnung ist die CTR im organischen Suchergebnis. Meine Erfahrung zeigt, das die CTR für Platz 1 nicht nur abhängig ist ob darüber AdWords Anzeigen stehen, sondern auch in welchem Themengebiet die Webseite und deren Keywords liegen.

    So gibt es zwischen analysierten Projekten Schwankungen zwischen 20% und 40% für die CTR auf Platz 1.

    Und Platz 1 wird nicht immer erreichbar sein, also sollte man die CTR für die Plätze 2-5 ebenfalls berücksichtigen. Die sich dann deutlich verringert. Eine Abwängung zwischen Machbarkeit und Kostenaufwand muss hier stattfinden.

    Viele Grüße
    Gustav

  24. Felix sagt:

    Hallo,

    mich würde interessieren, wie du den durchschnittlichen CPC für Platz 1 herausbekommst. Im Traffic Estimator muss man ja einen maximalen CPC angeben, die Werte unterscheiden sich dann deutlich. Ich habe mit unzähligen Werten rumprobiert, um auf deinen Wert zu kommen. Wie legst du den Wert fest?

    Lg,

    Felix

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