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Lassen sich Backlinks vertraglich garantieren?

SEO  |   |  , 10:45 Uhr  |  11 Kommentare

ParagrafenzeichenWie +Matt Cutts gestern auf Twitter postete, gibt es in den USA nun einen weiteren Fall, bei dem ein Unternehmen über seinen Anwalt eine SEO Agentur verklagt. Weil z.B ein Großteil der monatlich garantierten Backlinks (?) nicht gesetzt wurde und die Agentur nach Meinung des klagenden Unternehmens eigentlich schon zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hätte wissen müssen, dass die im Vertrag versprochenen Maßnahmen zur Steigerung der Reichweite über Suchmaschinen gegen die Richtlinien von Google und Co. (?) verstoßen, lautet die Anklage auf Betrug bzw. Verschwörung in gleich mehreren Fällen…

Nachfolgend ein Auszug aus der unter `Seikaly & Stewart PC v. Fairley´ einsehbaren Klageschrift. Interessant sind natürlich die insbesondere auch zum Thema Linkbuilding gemachten Anmerkungen:

The link building contract between the Plaintiff and TRI provided that no fewer than 2000 inbound links to the client two webpages would be provided each month. Implicit in the contract was that the links would be of value and not worthless links of the kind that is specifically disallowed and/or disregarded by the major search engines, especially Google. (Quelle)

Neben der Tatsache, dass rechtliche Klagen mit einer wie auch immer gearteten Beteiligung bekannter Suchmaschinen so oder so ein schwieriges Thema sind, zeigt dieser Fall einmal mehr, wie wenig informiert viele am Thema Suchmaschinenoptimierung (?) interessierte Unternehmen doch noch immer sind! Bei der letztendlichen Auswahl eines geeigneten Dienstleisters scheint es zumindest im Bereich Linkbuilding offenbar teilweise immer noch darauf anzukommen, wie viele Backlinks in welchem Zeitraum genau gesetzt werden:

Expert analysis performed since the conclusion of the contract has shown that essentially no links were created for protectyourstudent.com and seikalystewart.com. Approximately 6720 links appear to have been created for oaklandbusinesslawyers.com, but all the links with the exception of approximately 188 links, were worthless links built with link farming techniques and, in many cases, were not forwarding to the Plaintiff’s webpages at all. (Quelle)

Obgleich es natürlich irgendwo auch Sinn macht, den genauen Umfang bestimmter Dienstleistungen auch näher zu beziffern, möchten wir von SEO-united.de an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich die genaue Anzahl der für ein bestimmtes Ranking in Suchmaschinen notwendigen Links nur sehr schwer vorhersagen lässt!

Vertraglich Monat für Monat zu Hunderten oder sogar Tausenden garantierte Links von unterschiedlichen Webseiten für eine Seite mit aktuell weniger als 10.000 Besucher im Monat beispielsweise, stehen definitiv in keinem gesunden Verhältnis zueinander und sollten nicht davor täuschen, zumindest noch einmal beim Dienstleister näher nachzufragen, woher so viele Backlinks denn auf einmal alle herkommen sollten…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Jörg Website sagt:

    Hallo,

    der letzte Absatz ist so treffend für die Situation am Markt. Leider, dies sei betont, hat es bei vielen Website-Inhabern lange gedauert bis man verstanden hat, dass Backlinks wichtig sind. Aber leider glaube ich dauert es noch einmal genau so lange bis verstanden wird, dass guter Content und eine ordentliche Aktivität im Bereich der Social Media fast wichtiger ist. Bis dahin werden die Website-Inhaber immer noch ein offenes Ohr für solche Backlink Angebote haben.

  2. […] Lassen sich Backlinks vertraglich garantieren? […]

  3. Marie-Claire Website sagt:

    Die Agentur tut mir nicht so doll leid. Man kann keine festgelegte Anzahl von Links versprechen und schon gar nicht Hunderte oder Tausende. Für einen qualitativ hochwertigen Link benötigt man mittlerweile Stunden. Wenn Kunden bei Verhandlungen auf so etwas zu sprechen kommen, kann man das in aller Regel auch erklären. Immerhin sind die SEOs die Fachleute, deren Expertise die Kunden möchten.

  4. Justin Website sagt:

    Krass, dass so große Firmen so blind agieren. Kein Wunder, dass dann so etwas dabei herauskommt. Mich interessiert hauptsächlich der Ausgang der Sache. Gutes SEO ist mit Linkfarming eben schwer zu erreichen, und sustainable ist es auch nicht. Und ganz richtig, man kann nicht abschätzen wie viele Links für Seite 1 in Google reichen.

    Danke für den Beitrag, SEO-united.de!

  5. Philipp Website sagt:

    Es ist leider wirklich so wie im Artikel eh schon erwähnt. Die Unternehmen kennen sich nicht aus. Egal ob es um SEO, SEA oder Affiliate Marketing geht. Es werden noch immer Maßstäbe aus der offline Welt angenommen für Mechanismen die online ganz anders funktionieren. Auf der anderen Seite sind auch viele SEO-Agenturen gierig und zocken Unternehmen ab. Sie informieren die Kunden nicht genug bzw. coachen ihn auch gar nicht. Vermutlich aus Angst dann nicht mehr gebraucht zu werden. Aber wenn die Unternehmen die SEO-Basics verstehen werden sich auch nicht so sinnlose Aktivitäten einfordern und ihrerseits auch etwas beitragen können, damit die Performance steigt.

  6. Shivani Website sagt:

    Also ich finden es auch in Ordnung das ein Unternehmen verklagt was unzählige Verlinkung versprecht, denn ich finde in meinen Blogs z.B. immer wieder englischsprachrige Links die reine Werbetext sind und das bringt dem „Kunden“ dieser Unternehmen nichts und ich habe auch immer einen kleinen Aufwand für löschen….

  7. Rudolf Website sagt:

    Ja – manche lernen es nie. Vielleicht hat der Auftraggeber ja sogar bereits im Vorfeld mit einer derartigen Klage geliebäugelt, soll ja vorkommen. Und: wenn man Linkanzahl und Endrankings nicht sinnvollerweise in Verträge schreiben kann/soll (was ich unterstreiche), dann vielleicht die Steigerung der Sichtbarkeit, Strategie und Ausbau des Contents, Verbesserung der Rankingverteilung, vor allem aber eine Verbesserung gegenüber dem Mitbewerb … alles natürlich schwammig – aber, wie allseits bekannt, es geht ohnehin nur um das gesamte Spektrum!

  8. Florian Website sagt:

    Interessant ist, wenn auch noch die Agentur erzählt oder sogar schriftlich garantiert, nach Google Richtlinien zu arbeiten. Das sagen so gut wie alle Agenturen, meines Wissens garantieren sogar einige Agenturen das auch schriftlich. Ist aus verschiedenen Gründen bedenklich, weil man es einfach nicht dauerhaft garantieren kann, weil Google ständig was ändert und viele Links die aufgebaut werden, schnell auch mal als „gekaufter“ Link gewertet werden können und im Grunde die Agentur dann schon einen Verstoß begangen hat und der Vertrag eigentlich ab diesem Zeitpunkt anfechtbar ist.

    Auf wie viel wurden die jetzt eigentlich verklagt? Auf 100 Mio? Sie hätten ja eventuell mit dem Projekt überall auf Platz 1 stehen können und ungemein reich werden :)

  9. Matthias Website sagt:

    Eine Agentur die Links „organisiert“ verstößt ganz sicher gegen die Google Richtlinien. Wie sollte das auch anders gehen? Das wird in Deutschland auch tausendfach gemacht und Google interessiert das um so weniger, je namhafter der Seitenbetreiber ist.

    Wobei, wenn man die Updates der letzten Tage so anschaut, ist die Frage ob Links wirklich noch so der Bringer sind.

  10. Tanja Website sagt:

    Es geht schließlich um einen Vertrag, den die Agentur nicht eingehalten hat. Daher ist die Klage gerechtfertigt. Was sagt einem das als Agenturbetreiber? Man sollte mit Kennzahlen und solchen vertraglich vereinbarten Anzahlen an Links sehr vorsichtig sein.

    Und selbst wenn man z.B. diese 2000 Links im Monat setzt und diese nicht gegen die Richtlinien von Google verstoßen (also den Vertrag erfüllt), muss man immer noch die Qualität bzw. Quantität solcher Links im Auge behalten. Fraglich, ob man das wirklich vertraglich festhalten kann.

  11. […] Diese interessante Frage stellte am vergangenen Dienstag SEO-united.de auf deren Blog […]

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