Wie Constantin in seinem Beitrag `Fakten statt Launen´ richtig bemerkt hat, stünde einigen SEOs gerade bei so Ereignissen wie einem eigentlich völlig unbedeutenden PR Update etwas mehr Gelassenheit gut zu Gesicht. Auf der andere Seite wirft der Beitrag die generelle Frage auf, ob SEO in erster Linie eine Wissenschaft oder eine kreative Tätigkeit ist…
Wo bei besonderen Ereignissen, also z.B. dem beschriebenen PR Update, nämlich sehr oft nicht sachlich genug mit den bestehenden Fakten umgegangen wird, schleicht sich meiner Meinung nach gerade in die alltägliche Arbeit eines SEOs immer mehr Routine ein.
In letzter Zeit könnte man den Eindruck gewinnen, dass der beste SEO einfach nur die besten Tools zu Verfügung hat. SEO scheint für viele zu bedeuten, den größtmöglichen Umfang an relevanten Daten zu erfassen und diese bestmöglich in die Arbeit mit einfließen zu lassen. So gibt es mittlerweile Tools, welche ganze Werbekampagnen planen, komplette Webseiten auswerten oder den Ablauf komplexer Arbeitsabläufe berechnen.
Derartige Tools machen den Anschein, dass SEO planbar ist bzw. man eine Webseite nach einem bestimmten Muster optimieren könne. Dieser Ansatz scheint zunächst einmal logisch. Suchmaschinen bewerten Webseiten mit Hilfe eines mathematischen Algorithmus. Um diesen Algorithmus aufzuschlüsseln, muss man so viele Daten wie möglich sammeln und entsprechend vermuteten Regelmäßigkeiten auswerten.
Auf der anderen Seite jedoch, und hier kommt meiner Meinung nach der kreative Ansatz von SEO ins Spiel, arbeitet man bei der Optimierung einer Webseite nicht nur gegen den Algorithmus bekannter Suchmaschinen, sondern auch gegen andere Webseitenbetreiber, also den Menschen hinter den Konkurrenzseiten.
Was bringen die noch so guten Ergebnisse eines Tools, wenn der Konkurrenz genau die selben Ergebnisse zur Verfügung stehen? Wie also z.B. soll eine Werbekampagne wirklich lukrativ sein, wenn unzählige andere ihre Kampagne nach genau den selben Parametern planen wie ich es gerade tue? Ein guter SEO darf bzw. muss sogar launisch sein. Launisch bedeutet irrational bzw. unvorhersehbar zu handeln.
Wo man beispielsweise mit der Chartanalyse an der Börse sehr viel Geld verdienen kann, werden die richtig große Gewinne sehr oft auch aus antizyklischen Handlungen generiert. Genauso ist es im Bereich Suchmaschinenoptimierung. Wo man eine Webseite nur mit einem feststehenden Konzept in die Top 10 bringen kann, wird die Topposition nicht selten durch Geschick bzw. Spaß an der Freud bestimmt
Gretus
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Hi Gretus,
hast du wirklich gut geschrieben. Ganz klar: Die Arbeit als SEO sollte einem Spass machen und sobald Routine ins Spiel kommt, sollte man etwas verändern. Weil jeder der mit SEO sein Geld verdient weiss, dass SEO keine Routine ist. Jeder Kunde ist anders, jede Webseite reagiert anders auf die Optimierung. Klar es gibt so die standard To-Do´s, aber nur mit diesen wird es meistens nichts. Und falls diese Reichen, weiss man das man die Niesche gefunden hat
Und bezüglich den Tools: Die wirklich guten Eigenentwicklungen behält man doch noch am liebsten für sich, schließlich muss man nicht alles mit den anderen Teilen
In diesem Sinne: Noch ein schönes WE und ich geh jetzt in die Sonne
Hallo,
jepp, das beste Tool ist immer noch der eigene Kopf. Dem steht bekanntlich etwas Sonne gut zu Gesicht, also viel Spaß
Grüße
Gretus
SEO hat natürlich einen hohen Anteil an Routine, jedoch werden die richtig guten Projekte nicht mit Routine alleine geschaffen, dazu bedarf es auf jeden Fall mehr…
Auch von mir noch ein schönes WE…
cheers
viggen
Sehr guter Post! Faktenverdreherei, Neid, Launen, all das ist was SEO eigentlich zu dem macht was es ist und auch der Grund warum SEO oft belaechelt wird. Sei es im Linkaufbau/Linkkauf oder im PR Bereich. Jeder versucht eben fuer seine Seiten, seine Tools oder fuer eigene Kunden rauszuholen was geht. Auch wenn die Fakten mit Absicht “leicht” missinterpretiert werden.