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Offline-Aktivitäten als Rankingfaktor?

SEO  |   |  , 09:54 Uhr  |  12 Kommentare

GoogleBill Slawski von seobythesea.com beschreibt in seinem Artikel `Google Patents Identifying User Location Spam´ ein kürzlich gegenüber Google genehmigtes Patent, welches dem Suchmaschinenbetreiber erlaubt, vorübergehend gespeicherte Daten über den Standort seiner Nutzer zur besseren Spamerkennung zu gebrauchen. Offensichtlich hat Google auch bei seinen Location-Based-Services immer öfter mit falschen Angaben zu kämpfen…

A computer-implemented method and system of building a user reputation database for use in a user location data system. The method and system receive user location information containing personally identifiable data of a user and user position data […] The user location information is temporarily stored and analyzed to provide a spam score associated with the user position data indicative of whether the user position data represents the actual geographic positions of the user. Data indicative of the spam score is also provided to user reputation database to store a user reputation score associated with the user. (Quelle)

Anhand folgender Zeichnung ist zu erkennen, dass bei dem Verfahren zur Erkennung von Spam durch standortbezogene Daten jedem Nutzer eine Art `Spam-Score´ zugewiesen wird. Wer beispielsweise mit seinem Handy morgens um 10.30 Uhr ein Restaurant in Berlin bewertet und sich laut GPS-Signal fünf Minuten später wieder an seinem Arbeitsplatz in München befindet, dessen Bewertung könnte womöglich ein Fake sein. Wer dagegen bereits in der Vergangenheit zahlreiche Restaurants in der näheren Umgebung seines Wohnortes in Berlin besucht hat und gerade bei einem neu eröffneten Lokal in Berlin-Mitte eincheckt, dessen Bewertung bzw. `Reputation-Score´ dürfte eine vergleichsweise hohe Aussagekraft besitzen.

Spinnt man das Ganze weiter, so könnte dieses zunächst nur auf die Erkennung von Spammern bzw. Scrapern bezogene Patent für die Zukunft bedeuten, das irgendwann auch Offline-Aktivitäten (!) der Besitzer einer Webseite als Rankingfaktor für die Qualität der von ihnen veröffentlichten Web-Inhalte herangezogen werden könnten.

Noch ist es reine Zukunftsmusik, aber als Betreiber einer Webseite zum Thema Suchmaschinen-optimierung macht es sich für deren Ranking womöglich irgendwann auch ganz gut, für Google `nachweislich´ auf der ein oder andere SEO Konferenz die erste Geige gespielt zu haben ;-)

Weiterführende Informationen

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Diskussion zu diesem Beitrag:

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Peter sagt:

    Aber bei dem Beispiel mit der Restaurant-Bewertung: es ist doch kein Spam, wenn ich einen Tag später erst das Restaurant bewerte, das ich gestern besucht habe. Ich bewerte ein Restaurant nie, während ich dort bin.

  2. Franz Website sagt:

    Muss ich Peter zustimmen – ist doch auch ein wenig unhöflich wenn man während des Besuchs beginnt das ganze zu bewerten…

  3. Oneck Website sagt:

    So oder so war es nur eine Frage der Zeit, bis Google Möglichkeiten findet, um fehlerhafte Bewertungen zu identifizieren. Immerhin sind diese ein wichtiges Element in der Sichtbarkeit von Suchergebnissen.

  4. Rainer Safferthal Website sagt:

    Ach komm Google … geh doch einen Schritt weiter. Auf jedem Kassen-Bon muss ein QR-Code sein, in dem auch codiert ist was man gekauft/gegessen hat. Vor einer Bewertung muss man erst den QR-Code einscannen.

    • Alex Website sagt:

      Amazon bestätigt ja auch schon den Kauf, was eine Bewertung auf jeden Fall ein wenig glaubwürdiger werden lässt…

      • Rainer Safferthal Website sagt:

        Die Bewertungen auf Amazon sind doch mehr oder weniger kokolores. Da wird doch auch gerne verwechselt zwischen Verkäufer- und Produktbewertung und gerne werden Filme und so auch vor Erscheinung bewertet.

  5. Max Adler Website sagt:

    Das Beispiel war vielleicht ein wenig unglücklich. Deutlicher wird es wohl, wenn indische GPS-Signale (einer professionellen Bewertungs-Fake-Agentur aus Indien) Restaurants aus aller Welt bewerten.

  6. Rainer Safferthal Website sagt:

    Spinnt man das Ganze weiter, so könnte dieses zunächst nur auf die Erkennung von Spammern bzw. Scrapern bezogene Patent für die Zukunft bedeuten, das irgendwann auch Offline-Aktivitäten (!) der Besitzer einer Webseite als Rankingfaktor für die Qualität der von ihnen veröffentlichten Web-Inhalte herangezogen werden könnten.

    Willkommen in der totalen Überwachung. Vermutlich einmal auf dem falschen Parteitag oder Demo oder sonstwo gewesen und Schwupps gibt es -50 im Ranking.

  7. Johannes Website sagt:

    Schon erschreckend wie weit das führt dennoch verstehe ich nicht ganz wie das ganze kontrolliert werden soll wenn ich so oder so die Möglichkeit habe, Google vorzugeben, wo ich bin (Proxy, VPN …). Ich verstehe den Sinn nicht direkt warum ich bei einer Bewertung keine GPS Daten angebe und später dann eine Bewertung mit GPS Daten. Das wäre ziemlich Sinn frei wenn man bedenkt das es sich dabei um einen Fake handelt. Handelt es sich dabei nur um eine Art Kontrolle über Spam via Smartphone?!

    • Rainer Safferthal Website sagt:

      Ich habe GPS immer ausgeschaltet. Darf man dann überhaupt noch Bewertungen schreiben? Oder ist man dann unglaubwürdig, weil man sich hat nicht überwachen lassen, und bekommt einen Vermerkt neben der Bewertung?

      • Timo Website sagt:

        GPS habe ich auch nur selten an, zieht dann einfach zu schnell den Akku leer. Denke ohne GPS darf kein Ausschlussfaktor sein. Bin aber mal gespannt wann ein System auf diesem Patent entwickelt wird.

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  • Andi: Wird ja auch Zeit das Google was gegen Link-Selling unternimmt. Das ist ja...
  • Marco Müller: Wenn man über den Teich schaut, gibt es einige Stimmen in den...
  • Marco Müller: Scheint ja laut Seroundtable eine offizielle, manuelle Penalty zu sein.
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