Um zu prognostizieren, wie es im neuen Jahr mit SEO weitergeht, schaut man sich am Besten die diesbezügliche Entwicklung der letzten Jahre an. Die bereits vor einiger Zeit auf greenlightsearch.com veröffentlichte Grafik `The SEO History of the Internet´ zeigt die Entwicklung im Bereich Suchmaschinenoptimierung von 2002 bis 2009…
Um die Entwicklung der Relevanz einzelner Faktoren besser beurteilen zu können, haben wir entsprechenden Teil der Grafik extrahiert. Im Folgenden zu erkennen ist die sich mit der horizontalen Zeitachse verändernde (relative) Wichtigkeit der Faktoren OnPage SEO (blau), PageRank (grün), Anchor Text (violett), Domain Authority (orange), Link Context (türkis) und User Signals (gelb).
Wer die Grafik etwas genauer studiert hat, dem wird insbesondere am Verlauf der Wichtigkeit der Faktoren PageRank und Anchor Text aufgefallen sein, dass die Wichtigkeit einzelner Faktoren zuerst zuzunehmen, später dann aber auch wieder abzunehmen scheint. Dieses könnte in der Realität tatsächlich so der Fall sein. Immer wenn Suchmaschinen wie Google bei ihrer Bewertung von Webseiten zu sehr auf einen Faktor setzen, wird dieser versucht zu manipulieren und muss in Folge dessen wieder durch neue Faktoren ersetzt werden.
Denkt man den Verlauf der Grafik weiter, würde dieses also bedeuten, dass die Wichtigkeit der Domain Authority womöglich in Zukunft wieder etwas abnimmt und Faktoren wie der Link Context und User Signals stark an Bedeutung gewinnen werden.
Geht man nun davon aus, dass sich auch der Link Context durch besseres Linkbuilding manipulieren lässt und schaut man sich dazu die untypische Entwicklung im Bereich OnPage SEO an, so könnte es aufgrund der immer besser werdenden Auswertungsmöglichkeiten (Google Caffeine) in den nächsten Jahren so sein, dass hauptsächlich die beiden Rankingfaktoren OnPage SEO und User Signals über die Serps entscheiden werden…
Gretus






























Geniale Grafik, die nehme ich mir als Bildschirmhintergrund
Ich glaube an die OnPage-SEO-Zunahme (und User Signals)!
Lustig, da lief mir doch grad ein edles OnPage SEO Tool über den Weg und nun les ich einen Post über die Wichtigkeit von der OnPage-Optimierung! Wen das Tool interessiert, schaut hier…
Das Internet wird langsam “erwachsen”. In meinen Augen können daher entsprechend ausgereifte Signale wie das Nutzerverhalten oder der Link Context (nein, kein Keywordsspam, aber leider auch noch nicht LSI) durchaus sinnstiftend als Ranking-Signal herangezogen werden. Dies vor dem Hintergrund, dass sich sowohl die Nutzer, als auch Google sich gegenseitig beeinflussend gemeinsam in den letzten Jahren – unter anderem befeuert durch die SEO-Industrie – stetig weiterentwickelt haben.
Einen Aspekt wie Domain-Authority als manipulationsanfällig zu bezeichnen erachte ich hingegen als problematisch, da qualitativ hochwertige Linkcluster, die einem thematischen Umfeld entstammen, nun nicht wirklich leicht künstlich zu pushen sind (OK, in Nischen geht alles).
Interessant ist eine derartige Grafik aber in jedem Fall, wen man bedenkt, wie rudimentäre Signale wie der Linktext oder der PageRank zu Beginn der “Google’schen Zeitrechnung” schlichtweg eine Notwendigkeit für Bewertung von Websites darstellten, die sich mittlerweile aufgrund avancierter Algorithmen einfach überlebt haben.
Außerdem ist “OnPage SEO” auch nicht gleich “OnPage SEO”. Während man sich unter OnPage SEO zu Beginn der Google-Ära u.a. Keyword-Stuffing & hidden Text, Doorways, Content- & Meta-Tag Spam, etc. vorstellen muss, versteht man in Zeiten von “Page-Segmentation” sowie fortgeschrittener Informationsarchitektur unter OnPage SEO ein sehr viel komplexeres Aufgabengebiet für den SEO, der nun beim Erreichen des gewünschten Rankings noch lange nicht am Ziel angelangt ist. Und schon geht die Überschneidung der Signale “Nutzerverhalten” und “OnPage SEO” los…
Long story short: Es ist m.E. eher weniger die Manipulationsanfälligkeit bestimmter Signale, sondern die wachsende Komplexität und Ausgereiftheit der Signale sowie deren starke Verflechtung innerhalb der Ranking-Alogrithmen von Google, der Grund für die Entwicklung des o.a. Schaubilds. Deinem Schlusssatz möchte ich daher gerne zustimmen (-> Caffeine), jedoch unter einem etwas anderen Blickwinkel.
Hallo,
wahrscheinlich ist es beides. Zum einen muss Google früher funktionierende Rankingfaktoren aufgrund immer öfterer Manipulationen entschärfen, zum anderen kann Google aufgrund neuer technischer Möglichkeiten immer neue Faktoren hinzuziehen…
Grüße
Gretus
Die Grafik finde ich genial. Ich glaube der Kampf zwischen den manipulierbaren Faktoren und Google wird immer bestehen bleiben. Wenn man sich mal vor Augen führt wie wichtig zur Zeit social Bookmarks sind und wie einfach man sich tausende davon zulegen kann oder noch einfacher einkaufen kann. So wird das doch immer sein. Auch die OnPage Optimierung ist so ein Faktor, doch ich glaube das ist für Google nicht so einfach, da die wenigsten Webseitenbetreiber wirklich gute Programmierer sind, sondern Experten des Fachs von der Webseite. Das kann Google doch nicht bestrafen, wenn die OnPage Optimierung nicht so gut ist, denn diese hat mit dem Inhalt nicht all zuviel zu tun oder?
Da kommt ja noch der immer grösser werdende Video Anteil hinzu, den Inhalt wird Google nie bewerten können und Leute die den “gefällt mir” Button von Facebook oder ähnliches klicken wird man sich auch bald kaufen können
Man kann gespannt sein, aber ich finde es gut, dass es einfach lebt und sich ständig verändert. So ist gewährleistet, dass Fleiss sich noch auszahlt
Viele Grüße
Jörg
Also das man Social Bookmarks braucht ist Unfug.
Generell glaube ich das viel zu viel Hype gemacht wird um irgendwelche “sozialen” Rankingfaktoren. Momentan brauch man immer noch massig Links und ich glaube nicht das sich das so schnell ändert.
Viel wichtiger als der ganze socialnet Blödsinn, ist der Aspekt mit den Marken.
Google versucht doch Mittel und Wege zu finden die “nutzfreien” Seo-Schleudern aus dem Rennen zu werfen und Seiten mit richtigem Mehrwert zu pushen. Das bringt mich zu folgendem Schluss:
- User Signale sind mit Sicherheit ein wichtiger Rankingfaktor (geworden) bzw. werden dies in Zukunft immer mehr. Diese lassen sich schwieriger beeinflussen als die “restlichen Faktoren” Wobei unsere liebe SEO-Szene auch hier Möglichkeiten zur “Aufhübschung” finden wird.
- Den Linkkontext fand ich schon immer ein schwere Thema. Es wird so oft organisch von themenfremden Seiten gelinkt. Die Vermutung, dass eine Website sich in einem Themawattekissen befinden sollte was die Offpagefaktoren angeht halte ich für überbewertet. Natürlich sollte ein Anteil thematisch relevant sein aber hier einen Rankingfaktor als alleiniges Merkmal zu machen halte ich für nicht ganz richtig. Ich habe schon Seiten positioniert, welche=0 themenrelevante Links haben.
Viel mehr denke ich dass sich SEO immer mehr diversifizieren wird und das Themen eigene Rankingfaktoren mit Schwerpunkten bekommen. Z.B. gibt es Themen, welche von extrem oft aus Foren und dem ganzen sozialen Eck angelinkt werden und andere eher nur von Autoritäten. Diese Extreme verdeutlichen dem ein oder anderen hoffentlich meine Sichweise.
Auch bezieht sich meine These auf Onpagefaktoren. Wobei hier zu beachten ist, dass das kleine 1&1 mittlerweile von immer mehr klassischen Webmastern beherscht wird bzw. viel Optimierungsansätze schon vom CMS aus umgesetzt werden (vgl. WordPress)
@Yves: Mach doch aus Marken mal Autorität – Dann passt es schon wieder
Oder nenn es PR 
So, ich glaube ich hab die “neue” Kommentarmindestlänge für einen prallen Kommentarlink erreicht und habe mich letztenendes entschieden meinem Twitterprofil etwas Saft zu gönnen
Rankingfaktoren sind immer ein spannendes Thema – Bin gespannt auf euer weiteres Feedback!
Hallo,
lassen wir gerade noch mal durchgehen, Deinen Kommentar
Grüße
Gretus
Vielleicht irre ich mich ja, aber ich halte diese Grafik für wenig aussagekräftig. Sie sieht einfach nett aus, sagt aber recht wenig aus. Man kann immer die SERPs bis zu einem gewissen Grad mathematisch erklären.
Beispielsweise guckt man sich an, wie sehr das Vorhandensein des Keywords im Titel ausreicht um die SERP-Verteilung zu erklären, wenn man noch einen anderen Faktor nimmt, und das über 10000 keywords testet, dann kann man die Relevanz vergleichen.
So ließe sich feststellen, dass das Keyword im Title viel relevanter ist als das Keyword in einer h4 Überschrift. Diese Vergleiche lassen sich natürlich über die Zeit betrachten und somit lassen sich Gewichtungsänderungen abbilden, beispielsweise, dass der Pagerank gegenüber der Anzahl Linkquellen an Einfluss verliert.
Aber, man kann nur dafür Veränderungen konstatieren, was man auch messen kann. Das heißt, eine annähernd sinnvolle Aussage lässt sich nur treffen, wenn man quasi fast alle Ranking-Signale des Google-Algorithmus nachgebaut hat.
So könnte es beispielsweise sein, dass durch Latent Semantic Analysis google Onpage bereits viel mehr gewichtet, als noch vor fünf Jahren, dies aber aus der Grafik nicht hervorgeht, weil sie bei Onpage eben nur nach Keywords gucken.
Deshalb halte ich deinen Schluss, den du ziehst, dass man die Entwicklung von diesem oder jenen Faktor aus der Grafik prognostizieren kann für falsch.
@Arne: LSO / LSA natürlich ein ganz wichtiges Thema. Sollte sich jeder Seo mit auseinandersetzen. Nicht allein wg. der direkten Einflüsse, sondern auch für die Steigerung der Sichtbarkeit (Johannes Begriff ist einfach am passendsten) durch die Variation verschiedener Suchbegriffe.
Man bewegt sich eben mehr in diesem Themenfeld – Und DAS ist sicherlich aus Sicht von Google ein relevantes Merkmal.
LSO´ler profitieren doppelt auch wenn es der Aufwand erhöht.
@Arne Genau das war auch mein erster Gedanke. Solange man nicht sämtliche Faktoren mit einbezieht, lassen sich kaum sichere Aussagen treffen.
[...] Durch eine sinnvolle Weiterentwicklung von Inhalten wird auch der Linkaufbau entscheidend erleichtert. SEO-United meint gar: Onpage SEO wird wieder wichtiger [...]
Denkt man das Ganze wirklich mal konsequent zu Ende, kann OnPage SEO zukünftig nicht zu einem entscheidenden Faktor werden, denn dadurch wären die SERPS weiterhin manipulierbar. Einzig und allein das Thema ‘User Signals’ kann und wird sich zum entscheidenden Faktor entwickeln, da hier die Manipulationsmöglichkeiten von außen sehr begrenzt sind.
Sehr interessante Grafik! Es ist spannend den Verlauf mal so zu beobachten. ich fange zwar gerade er mit der Optimierung meiner Seite an, aber ich bin froh das ich scheinbar auf dem richtigen Weg bin, wenn ich mit vornehmlich um eine gescheite OnPage-Optimierung bemühe.
Über kurz oder lang wird man allerdings die Methode wieder den aktuellen Trends anpassen müssen. Also immer schön up to date bleiben
Interessante Grafik. Meines Erachtens ist eine Anhebung der On-Page-Wertigkeit problematisch, da leicht manipulierbar, aber durchaus nachvollziehbar. On-Page meint meiner Meinung nach zukünftig nicht nur Keyworddichten, H1-Tags, sondern eher die optimale Darstellung und Lesbarkeit der Inhalte für Google. Klare Strukturen, gute interne Verlinkung, schlanker Code, schnelle Ladezeiten, das sind sicherlich Faktoren, die an Wichtigkeit zunehmen werden.
Die Bewertung der Google Signals dürften zunehmen, je besser Google in der Lage ist diese zu kontrollieren. Mit der Toolbar, Google Chrome, Analytics und der Auswertung der Nutzerströme in den Serps hat Google durchaus Möglichkeiten, das Userverhalten zu kontrollieren.
Mir ist bereits des öfteren aufgefallen, dass Webseiten tägliche leichte Schwankungen haben und mal 2-3 Plätze hoch und dann wieder runter wandern. Meines Erachtens testet Google damit das Userverhalten aus. Ich betreue eine Webseite, die rund 12-14 Seitenaufrufe pro Unique Besucher generiert. Die Seite steht seit Jahren relativ weit oben in den Serps, obwohl sie deutlich weniger Backlinks als die Konkurrenz hat. Meines Erachtens ein Beweis dafür, dass Userverhalten bereits jetzt einen hohen Stellenwert hat.
Das mit den 12-14 Seitenaufrufen und Deinem Rückschluss auf das Ranking meine ich gefühlsmäßig bestätigen zu können.
Es könnte schon sein, dass die Bounce Rate hier eine Rolle spielt, dass Google also misst ob ein User von einer Seite gleich wieder zurück kehrt oder nicht. Aber das Google misst wieviele Views ein User auf einer Seite erzeugt, halte ich eher für unwahrscheinlich. Erstmal hat nicht jeder Analytics und zweitens müsste man hier mit einem Cookie arbeiten, was auch wieder geblockt werden kann.
Alles in allem könnte man mit den Daten keine Verallgemeinerungen vornehmen und diese somit auch nicht als Rankingfaktor nutzen. Ich vermute eher den Einfluss der SERP CTR
Grüße
P.S.: @Gretus Schöne Schlussvolgerung, da bin ich deiner Meinung.
Maxim
Meine Rede! Hab ich vor 2 Jahren schon gesagt und hab sehr gute Ergebnisse erzielen können.
Auch im Bereich der Usability wird sich noch viel mehr tun. Nungut ich mache eigentlich nur Onpage und beachte eigentlich auch jede Usability und Accesbility Regel die irgendwo niedergeschrieben ist. Google mag es.
Qualität im Internet = Schnelle Ladezeiten und saubere Programmierung (zugänglich), Benutzerfreundlich, Erfahren (Domainalter), Informativ (jedoch nicht mit 50mio Wörtern kein Blogcharakter)!
Das ist das Konzept, was ich schon 2 Jahre jetzt fahre….
Na das wurde auch Zeit, dass das Internet bzw. die Suchmaschinen erwachsen werden und sich neue Methoden einfallen lassen. Sicherlich ist es auch für den User angenehmer wenn er themenrelavante Links bzw. Content bekommt und da Google sich am User orientiert und ihm einen Mehrwert bieten möchte,passt er seinen Algo so an dass er Mehwert bringenden Content anzeigt.
Themenrelevanz und PageRank sind neben AnchorText für mich die wahren Kriterien nach denen Google bewertet
MFG
[...] Allen Freunden der Suchmaschinenoptimierung und des Onlinemarketings, möchte ich die Seite von SEO United empfehlen [...]