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Optimierung nach Schema-F

SEO  |   |  , 13:09 Uhr  |  12 Kommentare

Für Suchmaschinen ist es schwer, Webseiten hinsichtlich der Usability zu untersuchen. Werte wie die Absprungrate oder die durchschnittliche Besuchszeit lassen zwar statische Analysen zu, deren Treffsicherheit ist jedoch sehr oft mehr als fraglich.

Eine gängige Meinung ist, dass Suchmaschinen wie Google diesbezügliche Werte vieler Webseiten kennen und miteinander vergleichen können. Aus technischen Gründen lässt es sich sehr oft jedoch nicht genau herausfinden, ob eine Abweichung der Werte nach oben bzw. unten nun auf eine gute oder schlechte Usability hindeutet.

Es gibt einen Ansatzpunkt, den Suchmaschinen und Webseitenbetreiber nutzen sollten um die Usability einer Seite zu erkennen bzw. zu verbessern. Der typische Internetnutzer liest die Inhalte einer Webseite nicht komplett, er überfliegt bzw. scannt sie nur. Dieses geschieht in den meisten Fällen nach dem F-Schema.

Dieses von Jakob Nielsen festgestellte Schema macht optisch deutlich, wie Internetuser eine Seite scannen. Der erste Absatz wird meist noch komplett gelesen, danach erfolgt ein vertikales Abscannen nach relevanten Informationen bzw. Keywords.

Demnach sollten die relevanten Begriffe einer Webseite verstärkt im ersten Absatz vorkommen und dann jeweils am Anfang der Folgeabsätze, sofern die Absätze näher auf das Keyword eingehen.

Suchmaschinenoptimierung nach Schema-FWer seine Webseite auf das F-Schema überprüfen möchte, der legt einen Screenshot der Seite an und schneidet im Prinzip ein F aus. Ich habe dieses einmal exemplarisch für die SEO-united.de Startseite gemacht.

Als Faustformel lässt sich ableiten, dass die für Besucher und Suchmaschinen wichtigsten Begriffe innerhalb dieses Bereichs angeführt werden sollten. Sicher ist das Schema nicht wie eine Schablone zu verwenden und der Lesefluss lässt sich durch optische Effekte beeinflussen, aber dennoch ist es ein guter Ansatzpunkt um die Usability für Suchmaschinen und Mensch gleichermaßen zu verbessern.

Constantin

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. noSpam sagt:

    Meiner Meinung nach läßt sich das Scannen einer Seite nicht nur auf das F-Schema „reduzieren“. Wo bleibt da die Erkenntnis, dass Inhalte von links nach rechts rezipiert werden (zumindest bei uns)? Ich scanne eine Seite oft auch diagonal von „links oben“ nach „rechts unten“ und beziehe den Beginn der Absätze mit ein (F-Schema).

    Mir scheint das „Diagonal-Scannen“ eher verbreitet als nur das F-Schema, da ich dadurch Wörter, die sich irgendwo im Textblock befinden, besser „aufspüren“ kann als wenn ich nur den Rand des Textes betrachte.

  2. Constantin sagt:

    Hallo noSpam,

    du darfst nicht ohne Weiteres von dir selbst auf andere schließen, schon gar nicht auf die breite Masse. Je nach Zielgruppe sind die User ganz anders drauf als der Webmaster. Dein Verhalten kann also stark vom Mainstream abweichen, und daraus Schlüsse zu ziehen ist oft fatal.

    Mein Leseverhalten ist auch völlig anders. Aber das interessiert an dieser Stelle leider gar nicht :)

    Liebe Grüße,
    Constantin

  3. Dirk Website sagt:

    Hallo Constantin,

    schöner Artikel. Das mit den „Signalwörtern“ an die Anfänge der Absätze kann ich nur unterstreichen. Sieht außerdem auch besser aus, als ausschließlich die Keywords fett zu schreiben – das Mittel sollte man moderat anwenden.

  4. Kevin sagt:

    Naja, Usability in allen Ehren, aber der Ruf eilt Jakob Nielsen hier vorraus.

    Wer sich mal mit seinen Büchern zur „Web Usability“ auseinandergeysetzt hat die er u.a. mit Loa Horanger als Co-Autorin verfasst hat, oder sich seine Seite useit.com mal näher reinzieht, der stellt schnell fest das der Mann auch nur mit Wasser kocht.
    Seine Studien sind zudem in der Fachwelt nicht immer ganz eindeutig aufgenommen worden.

    Zwar hat er sich als einer der ersten dem Thema Web Usabillity gewidmet, dabei rausgekommen ist vorallem eine gute Reputation.

    Wobei ich jetzt das F Schema nicht anzweifeln will, aber was Jakob Nielsen manchmal so sagt, sollte man lieber nicht unrefelektiert glauben…

  5. Constantin sagt:

    Hallo Kevin,

    die „Usability“ gibt es doch gar nicht. Je nach Prodult, Dienstleistung oder Informationsangebot kann sich die Usability stark unterscheiden.

    Ich habe in meinem Artikel versucht einen dennoch wichtigen Teil bei der Textgestaltung herauszustellen, wo es zusätzlich Überschneidungen zwischen Usabiliyt für Mensch und Suchmaschine gibt.

    Liebe Grüße,
    Constantin

    PS: Unreflektiert glauben sollte man generell nichts :)

  6. Chris sagt:

    Also es ist doch bekannt, dass der Deutsche von links nach rechts und Oben nach unten liest. Schließt man das F zu einer einfachen geometrischen Figur zusammen, erkennt man diese Leserichtung. Und normalerweise ist das obere „F“-Ende breiter, weil die meisten die Überschrift noch vollständig lesen. Dann sucht man rasterartig ab (kürzere F-Querbalken).

    Somit nix Neues! Aber sicherlich für das Verständnis bzw. die Fokussierung auf solche Aspekte mal wieder erwähnenswert. Übrigens hat dies auch etwas mit Beständigkeit (vorgeben der Leserichtung) zu tun.

  7. Constantin sagt:

    Hallo Chris,

    natürlich ist es nichts neues 😉

    Aber obwohl das Wissen vorhanden ist, wird es immer wieder falsch gemacht. Mit deiner Website bietest du ein schönes Beipsiel. Setzt doch mal einen Absatz in deinem Monstertext :)

    Liebe Grüße,
    Constantin

  8. […] United – Optimierung nach Schema F: Die “F-Form” der Wahrnehmung einer Website. Sollte man mal gesehen haben und seine […]

  9. Claus Website sagt:

    Es ist ja nicht nur Nielsen, der das Schema F entdeckt hat. Es wird immer wieder von anderen Untersuchungen bestätigt. Nur so, wie esim Screenshot gezeigt wird, ist es falsch in der Anwendung. Denn es bezieht sich auf die ganze Seite, nicht nur auf den Contentbereich. Dort kann es zwar zu einem weiteren F-Schema als Subfokusierung kommen, aber die Figur bezieht sich auf das Gesamte

  10. Mark sagt:

    Ich gebe Claus recht, die Figur bezieht sich auf die gesamte Website, nicht nur auf den Contentbereich. Eigentlich sagt das F-Schema nichts anderes aus als die ganzen Eye-Tracking-Studien. Die bekannten Eye-Tracking-Studien sind zwar auf die SERPs bezogen, aber lässt sich wunderbar auf andere Seiten übertragen.

  11. Constantin sagt:

    Hallo Claus, Hallo Mark,

    wenn ich einen den Inhalt eines Textes überfliege, dann weichen meine Augen nicht ständig in die Navigation ab. Ich habe mich bei meinem Text auch bewusst auf den Text konzentriert und nicht auf den gesamten Seitenbereich. Hier gibt es deutliche Unterschiede, die man nicht unter den Tisch kehren sollte.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  12. NoSpam Website sagt:

    Ich habe ähnliche Erfahrungen beim lesen von Webseiten gemacht (Selbstbeobachtung). Und ich habe meine Webseiten größtenteils nach diesem Schema umgebaut – mit ERFOLG!

    Mehr Besucher, längere Verweildauer, mehr Seitenaufrufe pro Besuch, eigentlich alles, was man sich so wünscht. Das ist natürlich kein Allheilmittel im SEO, aber es hat geholfen, meine Webseiten bei Google besser zu platzieren – viele sind auf der Seite eins zu finden.

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