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Penguin-Abstrafung wegen interner Verlinkung?

SEO  |   |  , 10:37 Uhr  |  16 Kommentare

Dass neben externen Links möglicherweise auch eine zu auffällig gestaltete interne Verlinkung ein Grund für eine Abstrafung durch Googles Penguin Update gewesen sein könnte, beschreibt John Doherty von distilled in der aktuellen Ausgabe des Webmaster Fridays auf seomoz.org

John Doherty hat sich einige Verlierer des Penguin Updates einmal genauer angeschaut und insbesondere bei Seiten aus dem Bereich Tourismus festgestellt, dass neben einem auffälligen Linkprofil in den meisten Fällen auch eine auffällig gestaltete interne Verlinkung aus dem Footer vorlag. Hier ein Beispiel einer deutschen Urlaubsseite:

Mit internen Keywordlinks vollgestopfte Footer sind auch auf renommierten Webseiten keine Seltenheit. Schaut man sich die Webseite eines bekannten deutschen Onlineshops einmal an, so findet man auch hier auf jeder (!) Unterseite unzählige interne Footerlinks zu für den Shop wichtigen Kategorieseiten:

Ob eine zu auffällig gestaltete interne Verlinkung tatsächlich ein alleiniger Grund für eine Abstrafung durch Google sein kann ist zwar eher fraglich, nicht fraglich ist jedoch, dass auf jeder Unterseite identisch gestaltete Ansammlungen von Links im Footer für den Besucher kaum einen Mehrwert bieten und offensichtlich eher dazu dienen, die verlinkten Seiten gezielt in Suchmaschinen zu pushen.

Neben der Verlagerung der internen Links aus dem Footer in den sichtbaren Bereich (z.B in die Sidebar), beschreibt John Doherty im Zuge seines Videos, wie man auch große Webseiten für den Besucher sinnvoll intern verlinken kann. Der Ansatz einer `smarten´ internen Verlinkung ist die einfache Überlegung, den Besucher einer Webseite nicht immer nur die gleichen Links, sondern ausschließlich zu der jeweiligen Seite auch wirklich passende interne Links anzuzeigen:

Insbesondere die Betreiber größerer Webseiten sollten sich Johns Ausführungen über die `Auffächerung´ der internen Verlinkung einmal anschauen und anschließend überlegen, wie sie die womöglich für Suchmaschinen zu durchsichtige interne Verlinkung ihrer Seite sinnvoll verbessern können.

Wer es schafft, seinen Besuchern auf jeder Detailseite wirklich nur passende interne Links anzuzeigen und jede wichtige Kategorieseite dabei trotzdem zu berücksichtigen, der verschafft sich damit womöglich genau den Vorteil, den es in Sphären oben erwähnter Seiten mittlerweile braucht um bei Google ganz oben zu stehen…

Eure SEO-united.de Blogger

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. seo-diaries Website sagt:

    Das klingt nach einer weiteren Herausforderung. Obwohl ich es sogar verstehen könnte, wenn Google jetzt wirklich die interne Verlinkung stärker mit in die Bewertung nimmt. Bei manchen Seiten ist es wirklich derartig überstrapziert worden, sodass der User überhaupt keinen Sinn in den Footerlinks sehen kann.

    Wenn dem so ist, könnte ich mir vorstellen, dass Google bald Links aus dem Footer oder der Sidebar überhaupt nicht mehr bewertet. Das dies Einfluss auf den Pinguin haben soll, kann ich mir aber irgendwie nicht vorstellen. Wahrscheinlich war es nur ein Zufall, dass John Doherty diesen Zusammenhang entdeckt hat.

  2. Adrian Website sagt:

    Wundert mich jetzt nicht besonders. Für (gefühlt/geschätzt) 99% aller Nutzer machen die Footerlinks doch überhaupt keine Sinn: Wer nach einem bestimmten Reiseziel sucht, will das im Header suchen, wer nach einer bestimmten Kleidungsmarke sucht, macht die Auswahl ebenfalls im Header. Die von dir beschriebene Relevanz von Footer-Links ist für den Nutzer somit gleich Null.

    Anders sieht es aus meiner Sicht bei internen Verlinkungen aus dem Content aus: Wer sich für eine Reise nach Brasilien sucht, für den könnte auch Argentinien das richtige Ziel sein, wer nach Schuhen von Marke X sucht, für den könnten auch die Schuhe der Marke Y genau das Richtige sein. Darauf hinzuweisen macht dann auch Sinn. Wenn ich die Schuhe der Marke X oder die Reise nach Brasilien doof finde, werde ich aber nicht im Footer nach vergleichbaren Angeboten suchen. Die inhaltliche Relevanz spielt eben eine Rolle und im Footer gibt es nun mal keine.

    Das hätte man aber auch weit vor Panda erkennen und wissen können, die Google-Abstrafung überrascht mich daher kaum 😉

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Adrian,

      dass Webseiten alleine wegen interner Links abgestraft worden sind ist wie gesagt eher fraglich. Nichtsdestotrotz sind solche Footerlinks eine SEO-Unart die man überdenken sollte…

      Grüße

      Gretus

  3. azella sagt:

    Die Beispiele fallen auf jeden Fall in die Kategorie „Keyword Stuffing“. Kein Vorteil für den Nutzer – reine SEO Maßnahme. Hierzu hat sich Matt Cutts ja mehrfach geäußert. Schade das es an dieser Stelle kein positives Beispiel gibt!

    Grüße

  4. Stefan Website sagt:

    Da schließe ich mich an. Trotzdem sehr interessant! Man sollte auch bei der Onpage-Optimierung kein Schindluder treiben – auch hier währt Ehrlichkeit am längsten. Auch wenn der Fussbereich als weniger wichtig für den Besucher erachtet wird, wirkt es doch professioneller wenn hier ein durchdachtes Konzept an Links und Texten dargestellt wird.
    Gruß Stefan

  5. Sergej Website sagt:

    Gut, danke für den Tipp. Ich habe zwar „sowas“ nicht auf meiner Seite aber ich würde das vll. nicht mal als einen möglichen Grund für diese Abstraffung ansehen, wenn ich mich mit der Optimierung einer großen Seite beschäftigen würde.

    Danke, Danke, Danke!

  6. Jens Website sagt:

    Also solche Listen von bekannten Marken auf der Startseite zu machen, finde ich (auch für Besucher) nicht schlecht oder schlimm. Wenn es aber in jeder Seite eingebaut ist und auch noch andere gute SEO Keywords ausser Marken genutzt werden (wo dann auch der inhaltliche Hintergedanke nicht mehr vorhanden ist), dann sollte es auch aus meiner Sicht eins auf den Deckel geben. Das ist dann wirklich brute-force SEO. 🙂

  7. Dieter Caspar sagt:

    Ich denke, dass Google auch auch die internen Verlinkungen ein Auge wirft, zeigt mir eigentlich, dass die Tendenz darauf hinaus läuft, dass Google großen Wert auf Natürlichkeit der Webseite legt.

    Von daher sollte man auf darauf achten, dass man interne Verlinkung mit Bedacht setzt, und diese letztendlich einen Mehrwert für die Nutzer darstellen.

  8. Vladislav Melnik Website sagt:

    Hey Gretus,

    danke für den Artikel!

    Ich stimme Dieter völlig zu. Google scheint immer mehr (logisch nachvollziehbar) Wert auf Natürlichkeit zu legen.

    Im Grunde profitieren die Webmaster und Besucher davon, man muss nicht immer versuchen die Suchmaschine „auszutricksen“ sondern schlicht und einfach Qualität und Mehrwert bieten.

    Gruß
    Vladislav

  9. Richard sagt:

    Hm, also mit dem „logisch nachvollziehbar was Google macht“ kann ich so nicht stehen lassen. Google schießt in letzter Zeit ziemlich übers Ziel hinaus, auch wenn nicht alles schlecht ist.

    Hab dennoch bei einer größeren Seite mal die internen Footerlinks rausgenommen. Das waren aber mehr Quicklinks um sich schnell zurecht zufinden, ist halt doch etwas größer die Site. Mal schaun obs was bringt.

  10. Bacher Martin Website sagt:

    Das Google eine agressive interne Verlinkung für nicht gut heißt ist nicht ganz neu. Bei einem Urlaubsportal das ich betreue hatte ich bis vor einem Jahr auch so eine riesige Footer Linkansammlung, kaum hatte ich diese entfernt, pendelte sich auch die Listung für Unterseiten ein.

  11. Seb@argutus Website sagt:

    Denke auch, dass Dieter Recht hat. Denn interne Links sollen einen Mehrwert für den Nutzer bieten, was insbesondere bei Reiseseiten und Online Shops nicht oft der Fall ist. Denn gerade dort sind die Footer mit internen Links nur so vollgestopft und, wie im Artikel beschrieben, auf vielen Seiten identisch. Da würde sich die Mühe schon lohnen, eine angepasste Verlinkung zu verwenden. Interessant wäre es, zu wissen, wie stark sich das wirklich aufs Ranking auswirkt. bzw wie eine Seite dadurch abgestraft wird.

  12. seb sagt:

    Ich bin, ehrlich gesagt, mehr als verwundert, dass die Footer-Links so einen schlechten Usability-Ruf haben. Ich habe bei einer Firmenwebseite das Produktportfolio im Footer verlinkt und tracke hier die Klicks. Fast 40% der Besucher nutzen die Footernavigation…

  13. Nico Website sagt:

    Internet Links sind böse, zu viele externe Links sind böse, dem Leser die Seite so übersichtlich wie möglich zu machen ist böse. Wo will Google bitteschön hin?

  14. Mike Website sagt:

    Ich halte es für Quatsch, dass Pinguin überhaupt intern wertet. Was hier eher auffällt ist eine schlechte User-Experience, die vermutlich nicht von Pinguin, sondern anderen Algos erkannt wird.

    Nutzt man 1/3 der Seite für SEO, so sinkt der Anteil des interessanten Contents. Google weiß dank Analytics sehr gut, dass solche Links nicht geclickt werden und kann daher auch pauschal sagen, dass die User-Exp bei einem Aufbau XY etwas schlechter ist.

    Google würde sich aber schon sehr weit aus dem Fenster lehnen, wenn sie mehr als die User-Reaktionen (Rückkehr zur Suche, Verweildauer, etc.) werten würden und Webmastern bald noch vorschreiben wollen, mit welchen Keywords sie intern verlinken dürfen.

  15. […] Jetzt kommt ein gekonnter Übergang vom Linkbuilding zur OnPage-Optimierung […]

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