Bei performanceorientierten Werbemethoden, also z.B. Google Adwords, ist die CTR schon lange ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die Click-Through-Rate beschreibt dabei das Verhältnis zwischen Views und tatsächlichen Klicks. Auch wenn lediglich auf Klickbasis vergütet wird, ist die CTR ein wichtiges Mittel zur Qualitätsmessung. Prinzipiell gilt: Desto höher die CTR einer Anzeige, desto besser wird auch die Qualität bewertet. Wer eine bessere CTR erreicht, wird prinzipiell besser gelistet…
Auch im organischen Listing von Dokumenten ließe sich diese Kennzahl perfekt einsetzen, um die Qualität der SERPs nachhaltig zu verbessern. Würde man die CTR von Backlinks anstatt der einfachen Listung bewerten, wäre das Interesse groß, Links wieder für User und nicht für Suchmaschinen zu setzen.
Bereist heute sind z.B. Links aus dem Footer abgewertet, weil sie eben für den normalen Seitenbesucher keine Relevanz haben. Links aus dem Content hingegen bieten Besuchern in der Regel einen echten Mehrwert, die Relevanz für Besucher und Suchmaschinen ist damit gleichermaßen höher.
Probleme bei der CTR als Rankingfaktor gibt es lediglich bei deren Messung. Dem Algorithmus der Suchmaschine fehlen zwei Faktoren: Besucher und Klicks auf entsprechende Links. Diese Faktoren sind nicht von außen zugänglich, sondern lediglich in den internen Trackingsystemen gespeichert. Wenn überhaupt.
Somit ist es nicht möglich, die tatsächliche CTR zu bewerten. Allerdings verfügt Marktführer Google über einige mächtige Instrumente, die eine Bewertung von Links anhand ihrer Position innerhalb eines Dokuments dennoch ermöglichen. Adwords und Google Analytics.
So hat Google Analytics inzwischen eine derart große Verbreitung, dass man hieraus allgemeine Regeln ableiten kann. Diese könnten vereinfacht beispielsweise lauten: Links im Footer werden fast nie geklickt, Links innerhalb der Navigation dagegen schon häufiger und Links im Content und above the fold am häufigsten.
Zusätzlich lässt sich aus Adwords ableiten, wie ein Linktext lauten muss, um zu einem bestimmten Thema relevant zu sein und geklickt zu werden. Daraus lässt sich beispielsweise ableiten, dass ein Link zum Thema KFZ-Versicherung auf einer Seite zum Thema Suchmaschinenoptimierung eher weniger oft geklickt wird, als beispielsweise ein Link zum Thema Onlinemarketing.
Mit einer solchen Verallgemeinerung ist es Google möglich, Links innerhalb von Webdokumenten deutlich besser zu bewerten. Lässt man dann noch den geschätzten Traffic mit einfließen, ist auch eine manuelle Abwertung einzelner Seiten nicht mehr nötig.
Auch wenn die oben beschriebenen Faktoren heute noch keine Rolle spielen, so ist es für Google doch möglich, Links zukünftig deutlich genauer zu bewerten, Manipulationen entgegenzuwirken und wieder den eigentlichen Sinn einer Verlinkung zu bewerten…
Constantin
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