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Reziproke Links im temporären Zusammenhang!?

SEO  |   |  28.08.2012, 15:25 Uhr  |  16 Kommentare

Theoretisch ist es so, dass mit jedem irgendwo auf der Welt gesetzten Link die Wahrscheinlichkeit einer reziproken Verlinkung steigt! Reziprozität bedeutet soviel wie `Gegenseitigkeit´ und stellt ein Grundprinzip menschlichen Handels dar. Ein reziproker Linktausch bezeichnet die gegenseitige Verlinkung zweier Webseiten und sollte nach Googles Richtlinien für Webmaster nicht übertrieben werden…

Es gibt Webmaster, die auf Programme zum Linkaustausch zurückgreifen und Partnerseiten erstellen, die alleine dem Zweck der Websitevernetzung dienen, ohne dabei auf die Qualität der Links, ihrer Quellen oder die langfristigen Auswirkungen auf die eigenen Websites zu achten. Dies ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google, der sich negativ auf das Ranking Ihrer Website in den Suchergebnissen auswirken kann. Beispiele für Linktausch-programme sind Links mit der Absicht, den PageRank zu manipulieren, Links zu Webspammern oder “schlechter Nachbarschaft” im Web, übermäßiger Linkaustausch und übermäßige gegenseitige Vernetzung (“Ich verknüpfe zu dir und du verknüpfst zu mir”) sowie das Kaufen oder Verkaufen von Links mit einem PageRank. (Quelle)

Was ist ein reziproker Link?

Da es im Zuge der aktuell von Google gemachten Abstrafungen unnatürlicher Links durchaus sein kann, dass sich Google hierbei auch den prozentualen Anteil reziproker Links anschaut, stellt sich in Bezug auf eingangs formulierte These die Frage, was genau ein reziproker Link ist? Liest man hierzu die bereits existierenden Definitionen, sehen die meisten davon ähnlich wie diese aus:

Reziproke Links bezeichnen die wechselseitige Verlinkung von Webseiten. Ist eine Webseite A mit einer Webseite B verlinkt und umgekehrt, so liegt eine reziproke Verlinkung vor.

Diese Definition als Grundlage genommen, würde es bedeuten, dass Google sich das Linkprofil einer Webseite anschaut und einfach nur nachzählt, wie oft die Webseite diejenigen Seiten verlinkt hat, die sie auch verlinkt haben. Liegen bei insgesamt 100 Links zwölf `doppelte´ Verlinkungen vor, liegt der prozentuale Anteil reziproker Links bei 12%.

Reziprozität im temporärer Zusammenhang

Um die Wahrscheinlichkeit einer zufällig (!) enstandenen reziproken Verlinkung zu minimieren, müsste die allgemeine Definition einer reziproken Verlinkung eigentlich noch um einem Faktor erweitert werden, nämlich um den zeitlichen Faktor! In Bezug auf die Existenz einer womöglich unnatürlichen Verlinkung ist es ein großer Unterschied, ob sich zwei Webseiten innerhalb eines Tages oder im Verlauf eines Jahres gegenseitig verlinkt haben! Nimmt man den zeitlichen Faktor mit rein, müsste die Definition einer reziproken Verlinkung eigentlich so lauten:

Reziproke Links bezeichnen die innerhalb einer kurzen Zeit entstandene wechselseitige Verlinkung von Webseiten. Ist eine Webseite A innerhalb des Zeitraumes X mit einer Webseite B verlinkt und umgekehrt, so liegt eine reziproke Verlinkung vor.

Womöglich ist es so, dass sich die Betreiber bekannter Suchmaschinen zur Identifizierung unatürlicher Linkprofile tatsächlich nur den prozentualen Anteil reziproker Links anschauen, sollten sie hierbei jedoch den Zeitraum X berücksichtigen, stellt sich in Bezug auf SEO natürlich die Frage, wie dieser definiert ist bzw. ab welcher Zeit man nicht mehr von einem 100% reziproken Link sprechen kann?

Fazit

Sofern Google und Co. die Reziprozität zweier Links auch im temporären Zusammenhang sehen, würde es natürlich Sinn machen, beispielsweise bei einem Linktausch zunächst nur die eine Seite mit der anderen zu verlinken, einige Wochen zu warten und erst dann den zweiten Link zu setzen.

Ein zeitlich verzögerter Linkaufbau um eine eventuelle Reziprozität von Links zu minimieren, macht das Sinn?

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Sabrina Website sagt:

    Ich kann mir durchaus vortellen, dass Google den Zeitfaktor berücksichtigt. Allerdings sollte die Zeitspanne deutlich höher als 1 Woche sein. Des Weiteren wäre es gut denkbar, dass ein reziproker Link einen Teil seines Wertes verliert. Also niedriger gewichtet wird, wie ein Link ohne Rücklink. Beim Linktausch wird deshalb ja schon seit langem vorgeschlagen, dass die Verlinkung über 3 oder noch mehr Seiten erfolgen soll.

  2. Marco Website sagt:

    Ein Link ist ein Link ist ein Link. Warum sollten diese Links irgendwie abgeschwächt werden, wenn sich zwei Seiten verlinken, die beide toll sind.

    Ich warte auf den Tag, an dem vor dem Setzen von ausgehenden Links erst im eigenen Linkprofil geschaut wird, ob man sich nicht versehentlich einen reziproken Link einhandelt. #LinkgeizExtreme

    Ein reziproker Link kommt in jedem Linkmix vor und ist wegen des angesprochenen “Linkparadoxons” (W-Keit für reziproke Links steigt) total natürlich und in der Juice-Berechnung schon irgendwie berücksichtigt.

    Die zeitliche Komponente halte ich für weniger relevant.

    • Gretus sagt:

      Hi Marco,

      Deine Aussage `Ein Link ist ein Link ist ein Link´ ist im Zuge von Penguin natürlich auch Quatsch oder meinst Du nicht?

      Grüße

      Gretus

  3. Franz Website sagt:

    Mal dumm gefragt ich weiß es wirklich nicht besser: Wenn ich in meinem Blog einen anderen verlinke und dieser genehmigt diesen, erscheine ich ja unter den Pingbacks. Somit habe ich doch einen reziproken Link oder nicht?

    Bald verlinkt sich keiner mehr :D

    • Gretus sagt:

      Hallo Franz,

      auch Ping- bzw. Trackbacks stellen eine Sonderform der Verlinkung dar, da hast Du Recht. Theoretisch müsste Google diese nicht als reziproke Links werten, wobei einige natürlich auch nur andere Blogbeiträge verlinken, um dort einen Trackback zu ergattern. Gar nicht so einfach alles mit der Reziprozität #lol

      Grüße

      Gretus

    • Adam sagt:

      Stimmt, alleine wegen der Pingbacks (die entstehen ja sofort), die dann aber in der Regel nofollow sind, entstehen sofort reziproke Links. Ok, im Endeffekt wird der Pingback durch nofollow sowieso entwertet.

      Aber weiß man denn, ob Google Pingbacks auch als solche erkennt? Oder gilt das als Link aus einem Kommentarfeld? Einen Wert müssten die ja dann auch haben, da die ja (in der Regel) auch zugelassen werden müssen.

      Und mittlerweile verlinkt sowieso doch nur noch kaum jemand von sich aus. Hinter fast jeder Site steckt ein “SEO” der dann eben so ist, wie er ist!

      Grüße.
      Adam

      • Franz Website sagt:

        @ Gretus, da würde ich sagen hat man ein Problem, ich würde gern für einen Tag bei Google arbeiten eventuell verstehe ich es dann besser :D

        @ Adam Also ich persönlich halte nix von nofollow links, in meinem Blog sind die Kommentare und Pingbacks auf follow gestellt. Bei echt schlechten Seiten lösche ich gleich den ganzen Link anstelle diesen auf NoFollow zu setzen. Ist es jetzt z.B. ein neuer Blog ist der mich wirklich nur anpingt um einen Backlink zu ergattern kann er diesen gerne haben.
        Aber nur solange man nicht direkt sieht es ist eine reine SEO Linkschleude ist!

  4. Martin Website sagt:

    Kann mir auch gut vorstellen, dass Google diesen Zeitfaktor berücksichtigt, aber in Wochen würde ich da nicht denken.

  5. Tobiasschumann Website sagt:

    Prinzipiell ist es sicher sinnvoll, die ganze Sache ein wenig zu verzögern, wenn ich denn schon reziprok verlinke. Dennoch bin ich der Meinung, dass auch der Zeitfaktor keine Rolle mehr spielt, wenn es ich es übetreibe. Wenn angenommen 50 meiner 60 Backlinks reziprok entstanden sind, dann ist das mehr als unnatürlich. Der Zeitfaktor sollte also definitiv mit in Betracht gezogen werden (vielleicht wird es das ja auch schon), aber Zeit heilt hier meiner Meinung nach nicht alle Wunden. Denn wie immer sollte das Linkprofil natürlich aussehen und nicht nur aus einer ganz bestimmten Nische kommen. Und wenn sich dann noch alle untereinander verlinken, fällt das Netzwerk sicher irgendwann in sich zusammen.

  6. Patrick Website sagt:

    Ein großes Problem ist doch in diesem Zusammenhang die Herangehensweise an sich. Ein SEO versteht doch in selber Weise wie Google einen Link als Link. Zunächst einmal unabhängig davon, ob es ein reziproker ist oder nicht. Ich finde, die Problematik fängt damit an, dass zunehmend immer weniger geprüft wird, ob es sich hierbei um eine Empfehlung handelt oder nicht.

    Es geht scheinbar nur um Links als solches, aber nicht mehr um Verweise zu anderen weiterführenden Inhalten im eigentlichen Sinn. Die Frage ist also, wer sich von allen beteiligten als erstes ins Bein schießt.

    Gruß, Patrick

  7. Burny Website sagt:

    Nicht im Ernst, oder? Statt dafür zu sorgen, dass die Links sinnvoll und hochwertig (kein spam, keine Dummy-Sites) sind, versucht man eine Zeitspanne zu sehen in der ein Link nicht als gegenseitig gewertet wird?

    “Es gibt Webmaster, die auf Programme zum Linkaustausch zurückgreifen und Partnerseiten erstellen, die alleine dem Zweck der Websitevernetzung dienen, > !!!!! ohne dabei auf die Qualität der Links, ihrer Quellen oder die langfristigen Auswirkungen auf die eigenen Websites zu achten !!!!! <. Dies ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google…"

    Gegenseitige Links die sche*** sind, sind sche***. Das heißt aber nicht, dass gegenseitige Links die toll sind, sche*** sind. Die sind nämlich der Sinn des Internets. Wenn der Spiegel auf den Stern verlinkt und umgekehrt kann das unter keinen Umständen ein Link sein der abzuwerten ist. Auch dann nicht, wenn irgend ein Tier aus dem Zoo für Updates zuständig ist.

  8. Flachs Website sagt:

    Auch bei diesem Thema denke ich: Alles was unnatürlich aussieht ist nicht gut. Eine Seite, die 1000 Backlinks hat aber davon nicht einen reziproken Link ist genauso auffällig wie eine Seite die von 1000 Links 500 reziproke hat. Die Mischung machts und ich denke Google ist schlau genug zu wissen, dass sich Seiten manchmal gegenseitig verlinken – alleine weil es Sinn macht.
    Postet Seite A einen guten Artikel wird Seite B darauf verlinken. Gibt es auf Seite B etwas interessantes wird auch Seite A dorthin verlinken. Das ist ja der Sinn von Links: auf gute Inhalte hinzuweisen. Von daher denke ich wie immer: alles was Sinn macht ist auch gut.

  9. Matze Website sagt:

    Wenn man Linktausch als wichtigen Bestandteil einer Linkbuilding-Strategie verwendet und nicht über mehrere Ecken Links tauscht, halte ich es definitiv für sehr sinnvoll, den zeitlichen Abstand zwischen zwei reziproken Links möglichst groß (mehrere Monate) zu gestalten.

  10. DD sagt:

    Habt ihr euch mal die Axel Springer Verlag Links im Footer angesehen? Bild.de zu kaufda, idealo oder ladenzeile? Komischerweise sind alles das auch Domains die an SI gewonnen haben, nachdem die von AS gekauft wurden. Und die verlinken alle alles untereinander.

  11. [...] Werden zeitlich versetzte reziproke Links von Google als Linktausch gewertet? [...]

  12. Christian Website sagt:

    Folgender Fall: Ich habe die Webseite eines Kunden optimiert, der dafür einen Link auf meine Webseite setzt (“SEO by…”). Ich wiederum nehme den Kunden in meine Referenzliste auf, natürlich auch mit einem Link. So etwas ist völlig normal, nachvollziehbar und wird auch von Google nicht beanstandet werden. Kritisch sehe ich dagegen Ansätze wie eine zeitverzögerte reziproke Verlinkung, wenn es nur um PR-Aufbau geht. Verlinkung sollte stets (oder zumindest in der Mehrheit der Fälle) das sein, wozu es auch gedacht war und ist: eine Wertschätzung für empfehlenswerte Inhalte.

  • Ralf: Da ist der Kelch zum Glück nochmals vorüber gegangen. Mittlerweile sind weniger...
  • Bea Pircher: Na hoffentlich ist das so und Google bessert nochmal nach. Denn ein...
  • Thomas: Wie geil :-)
  • Manu: Hallo Julian, danke für die kurze Analyse. Hab den Sidewide-Link auf web-4u.eu...
  • Jonny Webseite nicht im Google Index?
  • Mike Keyworddomain für besseres Ranking kaufen?
  • Sandra SEO selber machen?
  • Dominik Lange Domain oder Abkürzung?
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  • Svea Backlinks von abgestraften Seiten entfernen?
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