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Sasa Ebach – Linkaufbautour 2012 inkl. Rabattcode

SEO  |   |  , 10:22 Uhr  |  8 Kommentare

Sasa EbachEnde Oktober startet der Linkbuilding-Experte Sasa Ebach seine Linkaufbautour 2012. Die Linkaufbautour basiert auf dem Erfolg von Sasas LiveLinkBuilding-Workshops, eignet sich sowohl für Anfänger als auch Profis und befasst sich mit dem Thema Linkbait. Da es sicher auch für Euch spannend sein dürfte, wie ein Experte wie Sasa eine erfolgreiche Linkbait-Kampagne aufbauen würde, haben wir ihn um ein Interview gebeten…

H. Hemken: Hallo Sasa. Zunächst einmal vielen Dank, dass Du im Zuge der Vorbereitungen für Deine Linkaufbautour 2012 noch die Zeit für ein kleines Inter-view mit uns gefunden hast. Stell Dich unseren Lesern doch noch einmal kurz vor. Wer bist Du und was machst Du?

S. Ebach: Mein Name ist Sasa Ebach. Ich bin bekennender Enthusiast für den organischen Linkaufbau. Das ist die Sorte von Linkaufbau, die von Google erlaubt/geduldet ist und die gleichzeitig langfristig stabile Rankings produziert.

In letzter Zeit konzentriere ich mich immer mehr auf die Ausbildung. Vielen Linkbuilding-Teams fehlt die Erfahrung im organischen Bereich. Gerade nach Pinguin wird verstärkt nach alternativen Methoden gesucht. Daher wurde es höchste Zeit, dass es für Interessenten ein Angebot in diese Richtung gibt. Schließlich kennt jeder mittlerweile diverse erfolgreiche Linkbait-Aktionen. Wer jedoch schon mal versucht hat, selbst so einen Linkbait durchzuführen, der merkt schnell, dass dies gar nicht so einfach ist. Es wurde zwar schon viel über das Linkbaiting geschrieben, aber wie es wirklich – im deutschsprachigen Raum – funktioniert, darüber gibt es keine wirklich gute Dokumentation. Und die Ideen aus dem englischsprachigen Raum lassen sich nicht immer 1:1 übertragen.

H. Hemken: Ich verstehe. Bevor wir näher auf das Thema Linkbaiting bzw. Deine Tour eingehen, kurz noch zurück zum Penguin-Update von Google. Gibt es einen Ratschlag, den Du als Experte vom Penguin angestraften Webseitenbetreibern an dieser Stelle geben kannst? Gibt es irgend-eine Vorgehensweise, die alle Penguin-Abgestraften pauschal befolgen sollten?

S. Ebach: Die pauschale Vorgehensweise sieht in etwa so aus:

1.) Langsam* alle Links entfernen, die keinen redaktionellen Mehrwert bieten
2.) Massenweise** neue Links mit hohem redaktionellen Mehrwert aufbauen
3.) In Zukunft nicht mehr tricksen

* Maximal 1-2 pro Tag
** Idealerweise 2-3 pro Tag

Diese Vorgehensweise funktioniert immer. Wer es von vornherein richtig macht, braucht in der Regel später auch nicht `korrigieren´. Mehr Infos kann man auch aus meiner SEMSEO12-Präsentation entnehmen: Von Pinguinen und faulen Äpfeln

H. Hemken: Ich denke auch, dass es enorm wichtig ist, neben der Entfernung schädlicher Links gleichzeitig auch neue Links aufzubauen. Nun lass uns aber endlich auf das Thema Linkbaiting zu sprechen kommen. Was genau ist ein Linkbait und kann man dessen Erfolg im Vorfeld wirklich planen?

S. Ebach: Das Linkbaiting ist gemeinhin als die Königsdisziplin des Linkaufbaus bekannt. Es ist die Taktik, die auch von Google propagiert und gerne gesehen wird. Ein Linkbait (bait = Köder) ist ein hervorragendes Stück Content, z.B. eine Broschüre, eine Infografik, ein Umfrageergebnis, ein Spiel, ein Download, ein Whitepaper etc., welches so gut bzw. `verlinkungswürdig´ ist, dass andere Websitebetreiber es gerne und vor allem freiwillig mit einem Link honorieren.

Das ist leichter gesagt als getan, denn der Erfolg beim Linkbaiting hängt von sehr vielen Faktoren ab. Über viele dieser Faktoren hat man in der Regel wenig Kontrolle. Ich kann mich im Thema völlig vergreifen (es interessiert einfach niemanden), ein falsches Format wählen (Infografiken funktionieren nicht sonderlich gut in Deutschland) oder die Linkzielgruppe zur falschen Zeit kontaktieren (z.B. ein Linkbait unter SEOs zu Zeiten der DMEXCO).

Am wichtigsten ist jedoch die sorgfältige Auswahl der Linkzielgruppe. Ein Linkbait kann noch so gut sein. Wenn er die falsche Zielgruppe anspricht, geht die Aktionen wahrscheinlich voll in die Hose. Weitere Erklärungen dazu findest Du hier…

Ansonsten kann man den Erfolg weitestgehend garantieren, wenn man Standards und Prozesse implemen-tiert, die Folgendes sicherstellen:

1.) Die korrekte Auswahl der richtigen Linkzielgruppe
2.) Die Qualität des Contents verdient das Prädikat `verlinkungswürdig´ (nicht zu verwechseln mit `unter-haltsam´)
3.) Die Linkanfragen sind freundlich und geschickt formuliert

Bei Einhaltung dieser Standards ist ein Erfolg sehr wahrscheinlich und damit ist dieser beim Linkbaiting auch zu einem gewissen Grad planbar. Allerdings muss der Erfolg immer über eine Reihe von Kampagnen betrachtet werden. Nur weil die ersten zwei bis drei Kampagnen nicht so richtig geklappt haben, heißt das nicht, dass man die Situation nicht dramatisch verbessern kann. Mann muss eben hartnäckig bleiben.

Noch ein Punkt zum Erfolg. Dieser sollte vorher genau definiert werden. Ich habe das Gefühl, dass die meisten SEOs, die sich an Linkbaits versuchen, mit einer unrealistischen Erwartungshaltung an die Kampagne gehen. Längst nicht jeder Content verbreitet sich viral. Das ist sogar eher die Ausnahme. Und selbst wenn dies mal gelingt, müssen die daraus resultierenden Links nicht unbedingt von sehr hoher Qualität sein. Wer hat nicht schon ein Gewinnspiel zwecks Linkaufbau durchgeführt und Hunderte von Links von Blogspot-Subdomains bekommen? Das bringt heutzutage auch nichts mehr.

Erfolg sieht so aus: Am Anfang der Kampagne wird das Thema festgelegt. Daraufhin werden ca. 50 – 100 potenzielle Linkgeber definiert. Diese teilt man in drei Gruppen ein. High-, Medium- und Low-Potentials (HP, MP, LP). Sagen wir, dass es 10HPs, 20MPs und 70 LPs gibt, also ingesamt 100 potenzielle Linkgeber/Links. Erfolg wäre, wenn ich diese 100 Linkgeber anschreibe und sich dadurch 10 % Links ergeben. Aber vielleicht wäre es auch ein Erfolg, wenn ich nur 8 Links erhalte. Und zwar 6 HP, 1 MP und 1 LP. Was jetzt der genaue Erfolg einer Kampagne sein soll, muss demnach jedes Mal aufs Neue festgelegt werden.

H. Hemken: Das klingt nach dem perfekten Plan um Links zu generieren. Glaubst Du, dass Google und Co. sehr viel, in sehr kurzer Zeit generierte Links nicht irgendwann auch abstrafen bzw. abschwächen könnte? Matt Cutts hat kürzlich etwas zu Links über Infografiken gesagt was in diese Richtung ging. Wie siehst Du das?

S. Ebach: Ich glaube, dass algorithmisch sehr schwer zu erkennen ist, ob ein – nennen wir es – `Linksprint´ legitim ist. Es passiert auf natürliche Art immer wieder, dass ein Stück Content schlagartig viele Links bekommt. Daran ist nichts Schlimmes zu finden. Aber eigentlich auch nichts Gutes. Der Maßstab bei Google ist sicherlich, wie die Qualität dieser Links ist. Wer sehr schnell, sehr viele schlechte Links aufbaut (oder bekommt), der wird meiner Einschätzung nach wohl eher weniger befürchten müssen.

Der Angelsachse sagt `slow and steady wins the race!´. Ich weiß, dass jeder davon träumt, einmal eine Kampagne zu machen, die viral explodiert. Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn ein Linkbait in Deutschland Hunderte oder im englischsprachigen Raum Tausende von Links generiert. Bringen tut dies aber herzlich wenig. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass eine Handvoll wohl überlegter Kampagnen, die jede für sich wieder eine Handvoll sehr hochwertige Links generiert, sehr wohl die Sichtbarkeit einer Domain – selbst in einem umkämpften Feld – deutlich steigern kann. Das ist doch, worum es geht, oder?

Wenn ich mich in Deutschland zwischen 5 Links von Universitätsseiten und 1.000 Links aus Blogs entscheiden müsste, dann wäre die Entscheidung klar. Bitte die Universitätslinks. Wir müssen demnach weg von unseren Wunschträumen hin zu einem Verständnis, dass saubere und vor allem kontinuierliche Arbeit zu einem langfristigen Erfolg führt.

Zum Thema Infografiken in Deutschland: Weltweit ziehen Infografiken, die wirklich gut funktionieren, gerade einmal ein paar Dutzend Links. Ja, es gibt Infografiken, die Hunderte von Links gezogen haben, aber diese sind auch wirklich außergewöhnlich gut gemacht:

A Visualisation of United States Dept (1.161 LRDs)
The European Super Highway of Debt (696 LRDs)

(LRDs = linking root domains = Links von unterschiedlichen Domains)

Für Deutschland teilt man internationale Zahlen lieber durch 20 oder besser 30. Eine Auflistung der Staatsschuld als Visualisierung in einer Infografik zieht demnach eher zwischen 15 und 30 Links für über-mega-erfolgreiche Infografiken. Die normale Infografik wird demnach mit viel Glück eher eine Handvoll Links produzieren. Davon kommen die meisten sicher aus Blogs oder Blognetzwerken bzw. werden viele Links dazugekauft.

Ich gehe mittlerweile davon aus, dass der deutsche Linkgeber einfach nicht so sehr an Infografiken interessiert ist und noch nie wirklich war. Ein klarer Fall von: Funktioniert für USA/GB, aber nicht für D/A/CH.

Gerade wenn ich versuchen möchte, mir aus wirklich hochwertigen Portalen (z.B. Universitätsunterseiten von Professoren/Dozenten/Spezialisten oder Städteportalen/Ämtern) Links zu `verdienen´, dann sind deutlich hochwertigere und umfassendere Inhalte gefragt. Deutsche Linkgeber sind alles andere als oberflächlich. Sie stehen auf wirklich ausführliche und tiefgehende Informationen. Sie wollen es genau wissen und sichergehen, dass wenn sie einen ihrer Leser auf eine andere Webseite schicken, dieser Leser dort auch wirklich gut informiert wird. Infografiken können dies nur zum Teil bewirken. Eine gute Infografik ist eher unterhaltsam denn informativ. Ein 8.000 Wort starker Ratgeber, welcher neben einer tiefgehenden Analyse eine oder mehrere Infografiken enthält, zieht in D/A/CH hier deutlich besser.

Es geht hierbei überhaupt nicht darum, dass jeder, der einen Link auf so einen Content setzt, jedes einzelne Wort liest. Es geht vielmehr darum, dass Sportprofessorin Frau Prof. Dr. Anke von Laufhausen, ihreszeichen Expertin für gymnastische Übungen zur Stressreduzierung für Extremsportler, das `Gefühl´ bekommt `Es gefährdet meine Reputation nicht, wenn ich auf die Broschüre ,70 erprobte Gymnastik-übungen für einen gesunden Rücken und weniger Stress‘ einen Link setze´. Denn Frau Prof. Dr. Anke von Laufhausen wird nur müde lächeln, wenn sie gebeten wird, auf eine Infografik mit 10 Gymnastikposen und zusammengetragen Daten aus Wikipedia zu verlinken.

H. Hemken: Wohl war. Kommen wir zu Deiner Linkaufbautour 2012. Dass Du ein absoluter Experte im Bereich Linkaufbau bist, sollte nun jeder verstanden haben. Was ist das Besondere an der Tour, wann findet sie statt und wo überall kann man Dich sehen?

S. Ebach: Vielen Dank für das Kompliment, aber ich fühle mich selbst gar nicht als Experte. Außer damit ist gemeint, dass ich schon mehr Fehler gemacht habe als andere. Ich versuche daraus zu lernen und anderen die gleichen Fehler zu ersparen.

Was die Tour betrifft: Neben dem schieren Umfang der Tour gibt es wohl ein ganz besonderes Merkmal, was das Seminar von allen vergleichbaren Angeboten abhebt. Für das Seminar wurde eigens eine Linkbait-Kampagne durchgeführt und vollständig dokumentiert. Im Vergleich zu normalen Seminaren wird das Wissen nicht anhand von Fremdbeispielen oder Kundenprojekten (was im Linkaufbau ohnehin sehr schwierig ist) vermittelt. Die Theorie wird so immer mit konkreten Beispielen aus der Realität untermauert. Das sind konkrete Linkanfragen, Rechnungen von Redakteuren und Designern und andere Kommunikation.

Die Linkaufbautour startet am 24.10.2012 einen Tag vor dem SEO-Day in Köln und zieht dann bis Ende Dezember durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz (alphabetisch: Berlin, Bremen, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München, Nürnberg, Salzburg, Stuttgart, Wien, Zürich). Für viele Locations liegen sogar schon Anmeldungen vor.

Falls jemand 20 Teilnehmer bei sich hosten kann, tausche ich gerne das Seminarhosting gegen vier Freitickets. Für Stuttgart macht dies schon aexea und Nürnberg findet bei : xeomed statt. Bei Interesse einfach bei mir melden.

H. Hemken: Wow, da hast Du Dir ja viel vorgenommen. Sag uns abschließend doch noch, wo man sich für Deine Tour anmelden kann.

S. Ebach: Aktuelle Infos zu den Terminen und weitere Überraschungen gibt es zuerst im Newsletter, für den man sich ebenfalls auf linkaufbautour.de anmelden kann.

Leser von SEO-united.de können sich übrigens mit dem Rabatt-Code `SEOs unite´ (einfach bei der Anmeldung unter Sonstiges eingeben) einen 100 € Rabatt sichern. Das Seminar kostet damit pro Teilnehmer 799,- statt 899,- €.

H. Hemken. Vielen Dank für das Interview und das Angebot an unsere Leser! Ich bin mir sicher, dass es viele nutzen werden.

S. Ebach: Ich habe zu danken.Vor allem für Deine unermüdliche Arbeit hier im Blog!

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Harald Website sagt:

    Das liest sich ja extrem gut. Vor allem, da es auch für Anfänger ist. Ich glaube, ich werde an dem Termin Frankfurt teilnehmen.

  2. […] Sasa Ebach – Linkaufbautour 2012 inkl. Rabattcode […]

  3. Henrik Website sagt:

    Super Beitrag! Hätte nicht gedacht, dass Infografiken in D so sehr schwächeln…

  4. Sasa Ebach sagt:

    Hi Henrik,

    ja, die Deutschen lieben ihre tiefgehenden Inhalte. Ich würde sagen, dass jedes Format, welches keinen wirklichen (textuellen) Tiefgang ermöglicht, nicht wirklich für skalierbaren Linkaufbau (in D/A/CH) geeignet ist. Einmal kann auch eine Infografik gut funktionieren. Das Schwierige ist die Skalierung. Besonders wertvoll sind Infografiken im Zusammenspiel bzw. zur Aufwertung von umfangreichen Inhalten. Für sich genommen, ist sie auch nur ein Teil des Puzzles.

  5. Christian Website sagt:

    Wir schicken eine unserer Mitarbeiterinnen zu deinem Seminar in München ^_^

  6. Sasa Ebach sagt:

    Vielen Dank für deine Anmeldung, Christian 🙂

  7. […] Sasa Ebach erklärt auf SEO-united.de, was er unter organischem Linkaufbau versteht und kündigt eine Linkaufbau-Tour an […]

  8. […] Alle Anfänger aber auch Profis, die sich über organischen Linkaufbau informieren möchten, finden beispielsweise hier eine gute Gelegenheit […]

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