Andre Morys von konversionskraft.de hat in der aktuellen Ausgabe der Website Boosting einen interessanten Artikel über das Thema Conversion-Optimierung verfasst. Wo die Verbesserung der Conversionrate einer Webseite sehr of nur von der technischen Seite aus betrachtet wird, geht Andre in seinem Artikel `Der ROI von Emotionen´ noch einen Schritt weiter und geht auf die psychologischen Aspekte der Kundengewinnung ein…
Der ROI von Emotionen
Wie man an obiger Grafik erkennen kann, lässt sich die Conversion-Optimierung grob gesagt in drei Bereiche unterteilen. Nachdem man im ersten der ähnlich einer Pyramide aufeinander folgenden Schritte die technischen Voraussetzungen (Usability, Accessability, Visibiliy) einer optimalen Conversion sichergestellt hat, geht es im zweiten und dritten Schritt vereinfacht gesagt darum, eine Conversion nicht nur zu ermöglichen sondern beim Kunden zu erzwingen.
Da auch die Optimierung einer Webseite für Suchmaschinen schrittweise erfolgen sollte und ich der Meinung bin, dass die von Andre in seinem Artikel verwendete Grafik das komplexe Thema der Conversion-Optimierung sehr schön auf das Wesentliche herunterbricht, habe ich mir einmal die Mühe gemacht, die Grafik auf den Bereich der Suchmaschinenoptimierung zu übertragen.
Produkt ist King
Auf den ersten Blick nichts Neues. Mit Hilfe einer gezielten Recherche werden die relevanten Keywords einer Webseite ermittelt und anschließend für Suchmaschinen optimiert. Auf den zweiten Blick ergibt sich aus der Grafik jedoch ein Aspekt, die im Zuge der Definition einer nachhaltig erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung immer öfter vergessen wird.
Wie Constantin in seinem Artikel `Produkt ist King!´ beschrieben hat, steht am Anfang einer Optimierung immer das Produkt, also die Webseite. SEO sollte immer bedeuten, auf Grundlage eines existierenden Angebots die Nachfrage zu ermitteln (Keywordrecherche) und die Seite erst dann entsprechend für Suchmaschinen zu optimieren.
Dieser Aspekt ist wichtig, denn abgesehen von diversen Affiliates denken jüngst sogar bekannte Nachrichtenseiten ernsthaft darüber nach, in der Grafik dargestellte Pyramide auf den Kopf zu stellen und ihr Angebot in Abhängigkeit der Nachfrage zu gestalten.
SEO als Konsequenz
Wie man an der zweiten Grafik ebenfalls erkennen kann, steht das `Ich´, im übertragenen Sinne also der Webseitenbetreiber, nur im unteren Abschnitt der Pyramide im Mittelpunkt. Bei einer Keywordrecherche sind weniger die Belange des Webseitenbetreibers als die Vorlieben der Internetnutzer von Interesse, bei SEO richtet sich alles bekanntlich nach Google.
Wer bereits am Anfang einer Suchmaschinenoptimierung nicht vollkommen hinter seinem Angebot bzw. seiner Webseite steht, diese eigentlich also nur für Suchmaschinen erstellt hat, der wird es schwer haben, dauerhaft damit erfolgreich zu sein. Genau, wie man die Conversion bei einem Kunden über psychologische Mechanismen erzwingen kann, lässt sich ein entsprechendes Ranking mit einem guten Angebot bei Suchmaschinen einfordern. Anders ausgedrückt, Suchmaschinen haben sich nach `Mir´, nicht ich nach ihnen zu richten ![]()
Gretus





























Schön zu sehen das sich etablierte Denkweisen des klassischen Marketing nun auch in der SEO-Szene so langsam durchsetzen. Wurde die letzten Jahre das angeblich nicht mehr Gültige stets unter dem Aspekt “im Internet ist alles anders” gerne mal beiseide geschoben, stellt man nun fest, dass die jahrelangen Erfahrungen aus der Realwelt im Hinblick auf gutes Marketing wohl doch nicht so schlecht gewesen sind.
Guter Beitrag! Danke und Grüße, Markus
Wie wahr, wie wahr.
Es wird aber schon längere Zeit geprädigt, dass man Webseiten für die User erstellt und nicht für die Suchmaschienen. Erst dann bedient man sich der Suchmaschinenoptimierung um diese User, nicht überhaupt sondern, “besser” zu erreichen.
“Besser” daher, da eine gut erstellte Webseite mit gutem Angebot, automatisch von den Suchmaschinen beachtet wird, die Suchmaschinenoptimierung beschleunigt in diesem Fall nur den Reifeprozess, damit die Ziele besser oder schneller erreicht werden.
Ausgehend davon ist SEO, das was es sein sollte, ein Teil der Marketingstrategie, wenn es darum geht mit einem Projekt erfolgreich zu sein. So wie es beim Laden in der Einkaufspassage ist, der betreibt zwar kein SEO, aber Conversionoptimierung und Offline Werbung, und auch dieser kann SEO für sich nutzen. Und genau hier ist der Kernpunkt der Sache : “Man sollte SEO nutzen, nicht einfach nur machen”
Grüße
Maxim