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SEO Blacklist

SEO  |   |  , 12:08 Uhr  |  47 Kommentare

Nachdem gestern ein weiterer Fall bekannt wurde, bei dem eine SEO Agentur mit betrügerischen Methoden den ohnehin bereits angeschlagenen Ruf der Branche einen weiteren Schlag versetzt hat, wird der Ruf nach einer Lösung, die SEO Branche zu regulieren immer lauter…

Obwohl es mit dem BVDW-Gütesiegel bereits eine Zertifizierung für SEO bzw. SEM Agenturen gibt und die Frage, ob SEO bzw. Search Engine Optimization überhaut eine Zertifizierung braucht, von der Mehrheit mit einem klaren Nein beantwortet wurde, scheinen zumindest einige SEOs mittlerweile doch der Meinung zu sein, ein weiteres Zertifikat würde der Branche helfen.

Bevor man sagen kann, ob etwas womöglich hilft, sollte man zunächst einmal fragen, wo konkret überhaupt eine Hilfestellung von Nöten ist? Da sich die Betreiber großer Webseiten immer öfter auch selbst mit dem Thema beschäftigen, gilt es meiner Meinung nach insbesondere die Betreiber kleiner Webseiten davor zu schützen, in die Fänge ominöser SEO Anbieter zu geraten.

Schaut man sich die Webseiten der auf den vorderen Positionen bei Google gelisteten Anbieter im Bereich Suchmaschinenoptimierung etwas genauer an, so scheint es mittlerweile eine ganze Reihe von Zertifikaten zu geben. Einige davon gibt es wirklich, nicht wenige sind aber auch frei erfunden und dienen nur dazu, dem an SEO interessierten Kunden eine gewisse Seriosität vorzugaukeln.

Ein weiteres Zertifikat würde meiner Meinung nach nicht nur die Aussagekraft des bereits existierenden Gütesiegels in Frage stellen, sondern dem mit der Thematik SEO kaum vertrauten Webseitenbetreiber keinerlei Hilfestellung bieten, sich im Dschungel von Anbietern, Zertifikaten und Gütesiegel besser zurecht zu finden.

Was man als Mitglied der Branche machen muss, wenn man von obskuren Machenschaften anderer Agenturen hört, hat Randolf mit seinem gestrigen Blogbeitrag eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Jeder Anbieter von SEO Dienstleistungen sollte sich wirklich zweimal überlegen, nicht den allgemeinen Richtlinien entsprechende Methoden zu verwenden, da dieses mit absoluter Sicherheit früher oder später auffliegen wird.

Die am Anfang beschriebene SEO Agentur dürfte vor dem Ruin stehen, googelt man deren Firmenname, sieht ein jeder auf den ersten Blick, dass man es hier mit einem Betrüger zu tun hat. Setzt man voraus, dass jeder Webseitenbetreiber sich vorab von der Seriosität seines zukünftigen SEO Anbieters überzeugen sollte, dürfte es für besagte Agentur in Zukunft schwer werden, neue Kunden zu generieren.

Um der Diskussion um die Notwendigkeit eines weiteren SEO Zertifikat konstruktiv beizutragen, möchte ich hiermit die Einführung einer wie immer auch gearteten `SEO Blacklist´ in den Raum werfen.

Beispielsweise eine Webseite, mit welcher es binnen kürzestes Zeit möglich wäre, nach dem Firmennamen einer Agentur suchenden Kunden eine Warnung auszusprechen, wäre meiner Meinung zumindest eine diskussionswürdige Alternative zu einem weiteren Zertifikat. Anstatt also vermeidlich seriös arbeitenden Agenturen ein weiteres Siegel zu verleihen, mit welchem der Laie sowieso nichts anfangen kann, könnte man mit der Regulierung der Branche auch dort ansetzen, wo es Suchenden konkret hilft bzw. Anbietern wirklich schadet. In den Top 10 bei Google…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Ole Website sagt:

    Generell eine gute Idee! Ich befürchte allerdings, das du dich dann mit dem einen oder anderen Anwalt auseinandersetzen musst!

  2. Active-Seo Website sagt:

    Lustig, das war auch mein erster Gedanke. Der zweite war: Wer kontrolliert die Kontrolleure?

  3. Johannes Schnitzer sagt:

    Das sich Timur Sener mit seiner Agentur Senkrecht IT jetzt völlig ins Abseits geschossen hat, dürfte jedem klar sein. Wer Kunden belügt und falsche Tatsachen behauptet, gewinnt eben bei keinem potenziellen Kunden mehr Vertrauen. Er hat es ja bereits zugegeben, wohl aber auf Mitarbeiter verwiesen. Das ist genauso falsch, da man ja die Referenzliste auf Anfrage auch von der Senkrecht IT bekommen hat.

    Gerade im SEO Bereich ist Vertrauen das A & O. Ehrlichkeit währt eben immer am längsten. Ziemlich naiv was sich der Bursche da geleistet hat.

  4. Gretus Website sagt:

    Hallo,

    beides gute Fragen, welche allerdings in ähnlicher Form auch bei einem Zertifikat auftauchen. Ein weiteres Gütesiegel würde hauptsächlich den an der Zertifizierung beteiligten Personen zuspielen. Wenn diese ehrlich wären, ist dieses auch einer der Hauptgründe für deren eventuelles Engagement.

    Wie geschrieben, existiert bereits ein Zertifikat. Dass dessen Zulassungsvorraussetzungen sehr hoch angesetzt sind, finde ich persönlich OK. Was wie gesagt keinem hilft, wäre ein weiteres Zertifikat auf 2/3 der uns bekannten Seiten. Mit derartigen Aktionen schaden wir uns nur selbst, weil wir dadurch die Szene aufspalten und für interne Reibereien sorgen…

    Grüße

    Gretus

  5. Badichler von seo-wissen.de Website sagt:

    Meine Meinung zu Zertifikaten: Man kann sich jedes Zertifikat auch erkaufen, wer genug investiert und bei den Verbänden Mitgleid wird, bekommt auch die Zertifikate. Klar muss man ein paar Kriterien erfüllen, aber wird das wirklich immer kontrolliert. Wenn man sich die Kriterien das BVDW Zertifikates ansieht, muss man alleine mind. 250 k SEO-Honorarumsatz nachweisen. Es gibt viele sehr gute SEO´s, die nicht so viel Umsatz machen. Und es will auch nicht jeder 2.500 € für dieses Zertifikat hinlegen (bzw. 1.500 für Mitglieder).

    Eine Blacklist finde gut, nur diese „an den Pranger stellen“ wird am Ende auch nicht so viel nützen. Am Ende schaut dann jeder SEO´s bei seinen Kollegen nach, was er vielleicht nicht richtig gemacht hat und setzt ihn auf die Liste. Am Ende sind wir nur noch damit beschäftigt, die unrechtmässigen gelisteten wieder zu entfernen.

    Ein Zertifikat ist schon richtig, aber dann eines, das sich auch leisten kann und will und das auf die Inhalte abzielt, sorich wie gut arbeiten die Agenturen. Ein Google-SEM Zertifikat kostet ja auch nur 50$ und dann kann man damit werben.

    Viele grüße aus dem Süden

    Michael Badichler

  6. Gretus Website sagt:

    Hallo Michael,

    das sehe ich anders, weil ich es aus der Sicht eines mit SEO nicht vertrauten Kunden betrachte. Wenn man sich die Lebensmittelindustrie anschaut, gibt es dort mittlerweile derart viele Gütesiegel usw, dass eigentlich keiner mehr durchsteigt.

    Ein an SEO interessierter Webseitenbetreiber weiß nicht um die Bedeutung bzw. Nichtbedeutung irgendeines Siegels auf einer Webseite. Ein Zertifikat ist mehr als genug meiner Meinung nach. Es gilt, an dessen Qualität zu arbeiten, und nicht, sich ein neues Zertifikat nach seinen Wünschen zurecht zu basteln…

    Grüße

    Gretus

  7. Mars-L sagt:

    Finde eine streng kontrollierte Blacklist von der Idee her super, die Frage mit den rechtlichen Aspekten ist aber mit Sicherheit berechtigt. Das Problem liegt meiner Meinung nach aber auch ganz klar bei den Kunden, die sich einfach nicht dir Zeit nehmen sich mal einen halben Tag hinsetzen und sich über das informieren wofür sie soviel Geld bezahlen. Solange das so bleibt haben halt auch die üblichen Verdächtigen Erfolg. Vielleicht sollte man sich mal zusammen tun und PR für seriöse SEO machen, die Kontakte dafür sind doch am Start. Damit könnte man SEO entmystifizieren und ins richtige Licht rücken um so bei den ahnungslosen Kunden das Bedürfnis erwecken sich besser zu informieren.

  8. TOB sagt:

    Also, irgendwie muss erstmal ne Regulierung her, dass nicht jeder einfach den Ruf Anderer im Internet schädigen kann. Aber da bin ich wohl zu sozial eingestellt. Als ob man so etwas nicht auch anders klären könnte, anstatt gleich ein paar Leute mehr arbeitslos zu machen, oder ist das Absicht, so dass man wieder einen Konkurrenten weniger hat, nachdem man dem im Netz dermaßen zerlegt hat.

    Aber Hauptsache für Haiti gespendet, dann kann man andere ja dermaßen runter machen. Ach ja, ok ich vergaß, wir haben ja ne freie Marktwirtschaft.

  9. Paul sagt:

    Hier geht es ja zu wie bei der Hexenverbrennung. Manch einer sollte die Klappe nicht zu weit aufreißen, wenn es um Ehrlichkeit geht. Klar war das verkehrt von Senkrecht IT diese Referenz zu stehlen, aber das Echo aus der Szene ist dermaßen überdreht und unqualifiziert…

    Angesichts solchen Unfugs, der hier aufgeflogen ist, stellen sich plötzlich Leute als engelsgleiche SEOs dar, die sich einen genaueren Blick auf ihre eigenen Methoden überhaupt nicht leisten könnten.

    Wer keinen Dreck am Stecken hat, werfe den ersten Stein.

  10. David Website sagt:

    Zertifikat? Ja! Von BVDW? NEIN! Warum? Ganz einfach! Dieses Zertifikat wurde von Unternehmen ins Leben gerufen und erarbeitet, die selbst in der Branche tätig sind und sich lediglich von der Konkurrenz abheben wollen. Insofern, wenn wir schon von Transparenz in unserer Branche sprechen, dann sollten wir schon beim SEO-Zertifikat beginnen…

    Wenn man bereits am festgelegten Auftragsvolumen scheitert (besonders in der Anfangszeit), kann man nicht über eine unabhängige Zertifizierung sprechen. Die Preisgestaltung hängt nicht ausschließlich von der gelieferten Qualität ab – das wissen wir aber alle. Und seien wir mal ehrlich: welche der größeren Agenturen bewegt sich nicht in der Grauzone und zwar auf höchstem Niveau?

    Zu der „SEO Blacklist“ wurde hier schon die richtige Frage gestellt: wer übernimmt die Verantwortung und wer kontrolliert das „Gremium“?

    Wir brauchen keine weiterentwickelte „Anschwärz-Mentalität“, verzweifelte Typen, die mit dem Finger auf die Konkurrenz zeigen, obwohl sie selbst noch einige Leichen im Keller liegen haben.

  11. Torsten Website sagt:

    Hi,

    ich sehe das so ähnlich wie David. Die Zertifikate sind allesamt das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt sind. Und selbst wenn eine Agentur noch ein so schwarzes Schaf ist dürfte sie es schaffen sich jedes beliebige Zertifikat zu beschaffen. Von daher hat ein Zertifikat keine wirkliche Aussagekraft wenn es um die Ehrlichkeit eines Unternehmens geht.

    Ich hab mal eine ISO9001:2000-Zertifizierung miterlebt, ich weiß wovon ich rede. 😉 Wenn der Zertifizierer wieder weg ist geht es häufig im alten Trott weiter.

    Zum Thema Blacklist. Auch hier schließe ich mich David an. Wir wissen ja alle wie schnell Firmen wie O….e oder F……k gegen mißliebige Beiträge juristisch vorgehen. Wenn schon eine Blacklist, dann dürfte man da nur Firmen aufnehmen die aufgrund ihres Geschäftsgebahrens bereits eine Unterlassungserklärung abgeben mußten oder rechtskräftig verurteilt wurden oder so. Alles andere kann für den Betreiber der Liste ganz schnell nach hinten losgehen.

    Fakt ist, daß sich heutezutage jeder SEO nennt, der irgendwann mal den Begriff vernommen hat. Ich erlebs gerade bei Xing immer wieder, daß irgendwelche Typen da so Fragen stellen was kledy.de für ein Dienst ist, wo man Links herbekommt, wie man eine Unterseite via robots.txt ausschließt usw. und dann auf ihrer Webseite groß und breit verkünden sie würden Suchmaschinenoptimierung anbieten. Bei so etwas geht mir dann immer der Hut hoch (bzw. das Kopftuch *g*).

    Klar, man kann mit SEO gutes Geld verdienen, aber das kann man in anderen Branchen auch.

    Ich hab jetzt auch keine Patentlösung auf Lager wie man den schwarzen Schafen ein für alle Mal Einhalt gebieten kann, einer SINNVOLLEN und PRAKTIKABLEN Möglichkeit tät ich mich allerdings auf gar keinen Fall verschließen.

  12. MissingLinks Website sagt:

    Hallo zusammen,

    eine ähnliche Idee hatte ich mal für eine andere beratende Branche, in welcher sich viele Dilettanten rumtreiben. Allerdings eher in Form eines Bewertungsportals für Dienstleister wie kennstdueinen.de, welches ich gerade gefunden habe.

    Wie man der Gefahr von gefälschten Bewertungen begegnen sollte, wäre noch zu überlegen…

    Viele Grüße

    MissingLinks

  13. Gretus Website sagt:

    Hallo David,

    mit Hilfe einer Blacklist würde man die `Anschwärz-Mentalität´ nicht fördern, sondern in geordnete Bahnen leiten. Eine derartige Liste würde dort erwähnten Dienstleistern natürlich auch die Möglichkeit bieten, dort wieder ausgetragen zu werden…

    Grüße

    Gretus

  14. Abro sagt:

    Mehr Gütesiegel machen nur Sinn wenn der Kunde auch versteht wer warum welche Siegel vergibt. Mit der Masse wird’s ansonsten nur Wertloser. Ähnlich Trusted Shops & Co. Da kann sich auch gleich jeder selbst beweihräuchern.

    Die Blacklist wirft nicht nur die Entscheider- & Anwaltsproblematik auf, sondern auch die selbe Fragestellung wie bei den Blacklisten unserer unlängst diskutierten Internetsperren: Einmal Mist mit sich assoziiert gehabt, für immer verbrannt? Menschen Lernen ja hoffentlich aus Fehlern.

    Ich bin mir unschlüssig wie ich dazu stehe, ggf. sollten wir das einfach (weiterhin) wie SEOs regeln. Wer mist baut, dem werden die SERPs so lange zugebloggt bis er unter seinem Namen erst auf Seite 2 zu finden ist und dann muss er halt zusehen.

  15. […] Bei SEO-United denkt man sogar offen darüber nach, eine Blacklist einzuführen. Auf der dann alle dubiosen Anbieter gelistet sind […]

  16. Max sagt:

    @ Mars-L

    bin genau deiner Meinung, hab ich auch auf sistrix gepostet. Zur blacklist möchte ich auch was sagen. Der Ansatz ist bestimmt nicht falsch. Allerdings artet so etwas schnell aus und wird zu einer Bannlist wie für Cheater in Egoshootern. Schon kommen Fragen:

    Wann hat eine geblacklistete Agentur ihre Zeit abgessen?
    Was muss sie für die Freilassung leisten und wie das nachweisen?
    Die Blacklist killt eine Firma durch Rufmord. Was ist dann wenn die Agentur den Denkzettel verstanden hat und nachweislich gute Arbeit leistet?
    Kann eine Agentur überhaupt noch gute Arbeit leisten um sich zu bewähren, wenn durch die Blacklist keine Kunden mehr kommen?
    Was wenn eben ein unerfahrener SEO mist gebaut hat und, durch sein Halbwissen, auf die Liste kommt. Er dann mit Namen und Agentur angeprangert wird, sich dann wirklich reinhängt und nach einiger Zeit echtes Fachwissen besitzt?
    Seine Agentur und jede neue die mit seinem Namen in Verbindung stehen wird, ist dann von vorn herein zum Scheitern verurteilt.
    So killt man ganz schnell einen evtl. später sehr brauchbaren SEO.

    Über diese dinge sollte man sich in dem Zusammenhang auch Gedanken machen.

  17. lars Website sagt:

    Nabend,

    zum thema zertifikat hab ich mich bei johannes schon geäußert, was mir gerade so zum thema blacklist für SEO einfällt^^ warum immer so schwer? andere ankreiden? lasst uns doch einfach den spieß umdrehen und ne whitelist aufbauen. eine art branchenverzeichnis, regional & schwerpunktbasierend aufgebaut. pusht die ind die relevanten serps und schon kann jeder interessierte sehen, welche agenturen empfohlen werden^^ von seo’s für seo’s, kunden & interessierte. vllt ist einfach mal zeit den inner circle zu verlassen und den schritt raus zu wagen? … dieses andauernde gegeneinander hält doch auf die dauer keiner aus und wird keinem nach vorne bringen …

  18. David Website sagt:

    Hallo Gretus,

    quasi ein Schufa-Eintrag :-)

    Ich finde das Thema ist zu komplex und mit einer Blacklist nicht einfach lösbar.

    SEO ist keine Wissenschaft wie z.B. Mathematik, bei der man alle Aussagen belegen kann bzw. muss. Wir experimentieren, sammeln Erfahrungen oder greifen auf die Erfahrungen anderer zurück, einiges fällt uns durch Zufall in den Schoß usw usf.
    Ich würde sogar soweit gehen und behaupten SEO ist Kunst (bitte nicht gleich erschlagen) – vergleichbar mit Musik. Man kann ein Meisterwerk perfekt spielen und trifft unbeabsichtigt den falschen Ton und schon ist das ganze Stück ruiniert.

    Genau so ist es bei SEO, es kann etwas schief laufen und schon hat man einen unzufriedenen Kunden, der seine Wut irgendwo ablassen möchte (hat man das Glück, dass der Kunden überhaupt keine Ahnung hat – sieht dann noch schlimmer aus). Und nicht immer lässt sich alles (sofort) erklären oder die Information will einfach nicht beim Kunden ankommen. Es gibt einfach kein „Richtig“ oder „Falsch“ – es sind immer die eigenen Erfahrungswerte abhängig vom Projekt, Umfang, Thema, Zielgruppe, Konkurrenz…

    Frag 10 SEOs nach dem Erfolgsrezept und du erhälst 10 unterschiedliche Antworten.

    So, und jetzt die Frage: Wer beurteilt die eingetragene Agentur oder eine einzelne Person? Ist hier wirklich jemand bereit öffentlich und ohne Fakten einen SEO zu denunzieren?

    Und wenn jemand richtig Mist baut, dafür gibt es ja immer noch die Blogs 😉

  19. Max sagt:

    David du bringst es auf den Punkt.

    Lars, das ist eine echt gute Idee. An eine Whitelist hat noch keiner gedacht :)
    Die Idee ist eigentlich, in meinen Augen, am besten geeignet, da es niemandem ernsthaft schadet, aber dennoch ganz klar die Spreu vom Weizen trennt.

  20. Stefan Website sagt:

    Ich denke auch, dass Blacklisten keine gute Lösung sind.

    a) Wer verhindert, dass unschuldige Firmen in der Liste eingetragen werden.
    b) Was sind die genauen Kriterien für einen Eintrag – oft ist das nicht eindeutig
    c) Wer bezahlt die Anwaltskosten, wenn Firmen gerichtlich gegen Ihre Eintragung vorgehen.

    Vergleiche man nur Anbieter bei Ebay und deren Kunden-Bewertungen. Schlechte Bewertungen werden mit dem Anwalt beseitigt…

  21. Michael Website sagt:

    Was soll ich sagen, kann mich David & Stefan nur anschliessen.

  22. Johannes sagt:

    Max, ein anderer Name für „Whitelist“ ist „Zertifikat“.

  23. Gretus Website sagt:

    Hallo Johannes,

    das haben wir mit dem BVDW-Gütesiegel ja schon.

    Grüße

    Gretus

  24. crsystem Website sagt:

    Den Vorschlag einer Blacklist halte ich für realisierbar. Sobald eine SEO Agentur „Mist“ baut, könnte Sie dort aufgenommen werden. Anschließend würde ein Kunde nach der Agentur googeln und schwups hat er das Ergbnis: SEO Agentur XXX blacklistet wegen Betrügerei! Natürlich müssten erst genug Beweise gegen die „SEO Agentur“ vorliegen, aber hey … Google macht es nicht anders mit gekauften Links, wieso sollte es also hier nicht klapen? Google vertraut auf Webmaster, wir vertrauen auf SEOs.

  25. Max sagt:

    @Johannes

    Nein Da gibt es einen feinen Unterschied: Ein Zertifikat kostet viel Geld und sorgt dafür, das diejenigen dies das Geld haben noch mehr verdienen und diejenigen die es sich nicht leisten können immer schön unter dem Pantoffel sitzen. Wie z.B unser schönes „Märchen“ – Zertifikat hier in Deutschland.

    Eine Whitelist muss garnichts Kosten, oder eben nur eine Gebühr für das testen der Referenzen. So eine Liste braucht etwas weniger Aufwand, sie besagt nur dass eine Agentur, die in seinen Möglichkeiten liegende Arbeit gut macht, das kann eben nur Onpage oder nur Informationsstruktur sein oder ähnliches.

    Sicherlich sind beide eng verwandt, aber ich denke der Unterschied ist wichtig.

  26. okseo Website sagt:

    Na endlich mal eine Gute Geschäftsidee:))) Ich werd gleich mal mein Grafiker losschicken um ein Logo für ein Zertifikat zu entwickeln. Brauche jetzt nur noch ein paar gestandene Seo´s die mir die entsprechende Reputation geben.

    Als weiteres würden wir natürlich eine Seminarbetrieb auflegen der von den Mitgliedern zwangsweise besucht werden muss. Natürlich mindestens zweimal im Jahr, das dient natürlich nur der Qualitätssicherung unserer zertifizierten Mitglieder.

    Wenn ich das so schreibe kommt mir doch wirklich der Gedanke mal so einen Business Case zu erstellen 😀

    Nee ich glaub hab doch keine Lust.

    Ich halte unseren Markt noch zu vielschichtig das sich hier eine wirklich durchsetzbare Zertifizierung am Markt etablieren könnte. Das Siegel des BVDW haben doch wirklich nur Bigplayer die mit Bigplayer arbeiten. Also ist es für die breite Masse eher ungeeignet.

    In meiner Branche schwingen sich auch ständig neue Kooperationen auf mit einem Gütesiegel den Markt zu bereinigen von den schwarzen Schafen. So gibt es mittlerweile Dutzende dieser Verbände was dem Kunden auch nicht hilft.

    Zur Blacklist kann ich nur sagen, wer soll die veröffentlichen und wer nimmt die klagen der Agenturen die dort erscheinen entgegen. Wettbewerbsrecht ick hör Dir trapsen.

    Leider schießt mir noch ein Gedanke durch den Kopf, zur Blacklist. Wenn Du als Agentur da drauf stehst. Machste einfach den Laden zu und gründests eine neue UG und schon biste wieder im rennen. Das geht so schnell, das wir das überhaupt nicht mitbekommen :-)

    Mein Fazit: Der Markt wird es schon Regeln 😀

  27. Torsten Website sagt:

    Hallo,

    ich beschäftige mich mit Wasseraufbereitung und Wasserenthärtern. Als absoluter Laie auf dem Gebiet SEO halte ich eine solche Blacklist für sinnvoll. Bei den vielen SEO-Angeboten und den Abstrafungen von Google ist es für uns Noobs auf diesem Gebiet wie Lotto, den richtigen seriösen Partner für eine Optimierung der Homepage zu finden. In meinem Bereich, muss man eine Meisterprüfung haben, bevor man an einer Wasserleitung rumschrauben darf. In der SEO-Branche gibt es sicherlich schwarze Schafe. – Eine Blacklist könnte hier helfen.

    LG

    Torsten

  28. JeBlo sagt:

    Ich bin da selbst am Rätseln möchte aber folgendes Beispiel aus Wien aufzeigen welches die Notwendigkeit gut darstellt.

    Ein KMU Unternehmen gab für eine Onpage sehr gut optimierte Webseite einen SEO-Auftrag. Zwei Jahre später hat der Kunde nicht einen einzigen User zusätzlich auf seiner Webseite. Wenn man das Wachstum des Netz mitberechnet sogar an Traffic verloren. Dabei ist das Thema für das SEO nicht mal so umkämpft. Die einzige Leistung die von der SEO Agentur erbracht wurde sind geringfügige umbauten am Onpage SEO sowie die Eintragung in verschiedene Webkataloge und Presseportale für das Offpage. Dem Kunden wird aber erklärt, dass diese gelisteten Webseiten für seine Keywords auf Platz 1, 2 oder halt 5 stehen und jetzt einen Link auf seine Seite haben.

    So ein vorgehen nenne ich jedenfalls KEIN SEO und da wären Lösungen doch wünschenswert. Der Markt richtet es leider nicht von alleine.

  29. […] Doch genau dieser Beitrag versetzte die SEO-Szene in aufruhe. Es war von Blacklisten die Rede und ob sich die SEO-Szene selber regulieren könne […]

  30. […] Kann sich die SEO-Branche selber regulieren? […]

  31. Mirko Website sagt:

    ich denke das wenn so ein Zertifikat gemacht wird muss es eine externe Qualitätsbeauftragten geben. Ich denke hier z.B. an die DQS, weiterhin wäre es sinnvoll wenn SEO’s dazu angehalten werden auf Nachhaltigkeit zu optimieren. Hier wäre doch EFQM eine Aussagekräftige Richtlinie.

  32. Moritz Website sagt:

    Eine Blackliste halte ich auch nicht für sinnvoll wie David und Stefan schon schreiben.

    Ein Bewertungsportal wäre eine Alternative, da stehen dann halt alle Agenturen drin, mit guten oder schlechten Bewertungen. Hier besteht das selbe Problem, wer kontrolliert ob die „schlechten Bewertungen“ und „guten Wertungen“ wahrheitsgemäß sind, oder nur Konkurrenten die einen schlecht machen wollen? (siehe Amazon Wertungen).

    Wir wissen ja auch das leute die mit einem Produkt/Dienstleitung sehr zufrieden sind seltener eine Bewertung abgeben wie die Leute, welche ein Produkt/eine Dienstleistung schlecht/nicht ausreichend finden.

    Von den Zertifikaten halte ich auch nicht viel da es kein richtig und kein falsch gibt und bei den vorhandenen Zertifikaten gibt’s auch einige Regelungen wo ich mir denke „ahja daran erkennt man seriöses SEO?“

  33. Holger sagt:

    Gehören auf eine Blacklist nicht auch die Scheinheiligen drauf, die ihre Anfragen an z. B. S*** und O*** durchwinken? Also die scheinheiligen Erfüllungsgehilfen oft kritisierter Agenturen und Methoden?

  34. Jörg Website sagt:

    Ich finde nach wie vor eine Blacklist sehr sinnvoll. Ich würde aber vorschlagen nicht die Agenturen zu echten. Vielmehr sollten die Massnahmen geechtet werden, die dort eingesetzt werden.

  35. Max sagt:

    Keine schlechte Idee Jörg.

    Aber man suche einfach mal nach „schlechtes SEO“ oder „veraltete schlechte SEO Methoden“ oder, oder…

    Da gibt es dann haufenweise Infos, was man alles nciht tun sollte. Und dazu schaue man sich mal das SEO Tutorial hier bei seo-united an, welches selbst für einen Laien genügend Infos bietet, wie SEO ausehen sollte. Sicherlich und logischerweise sind es nicht alle Hintergrundinfos, aber die reichen bei weitem aus um eine Agentur, im Beratungsgespräch, einschätzen zu können.

  36. […] meinem Vortrag `Optimale Vergütung für SEO´ streife ich auch die aktuelle Diskussion rund um das Thema SEO Zertifikate […]

  37. Gerhard Söllradl Website sagt:

    Also ich denke die Blacklist ist auch wieder viel zu kompliziert. Was passiert wenn sich die Firma X in Firma Y umbenennt?

    Ich bin kein SEO, sondern jemand der SEO Leistung in Anspruch nimmt. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwierig es ist seriöse von unseriösen Anbietern zu trennen. Meiner Meinung nach hilft nur eine Art Probezeit und jedes Monat eine Linkliste über die gesetzten Links. Dann hat man zumindest eine Möglichkeit die Arbeit zu kontrollieren.

  38. Fabian Website sagt:

    Ich glaube eine Blacklist ist höchst gefährlich. Derjenige, der sie einrichtet bekommt eine sehr große Macht in die Hand die wie auch immer kontrolliert werden müsste. Einige habe weiter oben auch darauf hingewiesen, dass man ja auch irgendwann seine Strafe abgesessen haben sollte. Mit einer Blacklist macht man sich zum Gesetzgeber, Poliszist und Richter in einer Person/Organisation. Das halte ich für höchst problematisch. Macht man außerdem einen Unterschied zwischen „Nicht können, weil nicht wissen“ oder „bewusst falsch machen“? Auch wenn das Ergebnis gleich wäre. Wer würde außerdem entscheiden, wer mutwillig und wer fahrlässig gehandelt hätte?

  39. Michael Website sagt:

    ich kenne da ein großen webkatalog mit 4 buchstaben, es galt immer also besonders toll da rein zu kommen. irgendwann kommte man bei ebay den eintrag kaufen weil editoren etwas nebei verdienen wollten. tja wäre super super so ne blacklist dann kannste bald bei ner auktion mitmachen „für 150 € setzte ich ihren konkurenten auf die blacklist“ :)

    naja aber spannung ist dieses jahr trotzdem zu erwarten

  40. Dennis Voigt Website sagt:

    Whitelist hin und Blacklist her. Solche Listen wären sicherlich eine gute Sache. Das Problem ist hierbei aber der Datenschutz. Mit der Nutzung und Zugänglichmachung solcher Daten kann man schnell viel Ärger bekommen. Nicht umsonst sitzen die Verwalter funktionierender Datenbanken über Mietnomaden im Ausland.

    Und wie schon oft angesprochen, wie kommt man da wieder raus, wenn man zu Unrecht drinsteht?

  41. Marlene Website sagt:

    Ja der Datenschutz ist echt ein Problem. Das ganze kann man wohl nur sehr schwer lösen.

  42. kein Zertifikat sagt:

    Ich bin einfach dafür, dass alle SEOs umsatzabhängig bezahlt werden :) Damit stellt sich das Problem mit White- und Blacklist erst gar nicht.

    Gut, Umsatzbeteiligung macht nur im eCommerce Sinn, wo man auch mal selbst die Zahlen prüfen kann. Aber unsere Kunden sind froh: Wir haben einen ganz anderen Anreiz SEO zu betreiben und der Kunde zahlt nur anteilig mehr für den zusätzlich generierten Umsatz.

    Und BlackHat kann man sich dann als SEO auch nicht leisten – man will ja schließlich am Kunden langfristig profitieren.

  43. activetraffic Website sagt:

    So, habe diesen alten Blogpost gerade per Zufall wieder gefunden und aus aktuellem Anlass wollte ich jetzt auch nochmal meinen Senf dazu geben:

    Meiner Meinung nach braucht es keine Zertifikate und keine Blacklists. Das „Zertifikat“ einer SEO Agentur sind Ihre Kunden bzw. Referenzen! Das ist quasi wie ien Selbstläufer, hat man gute Referenzen bekommt man viel leichter und fast automatisch neue Anfragen und Aufträge. Weil man einfach gute Arbeit macht!

    Und ich wüsste adhoc viele Gründe, warum Agenturen unverschuldeter Weise auf einer Blackliste landen könnten! Wie gesagt aus aktuellem Anlass. Wir haben zusammen mit einer befreundeten Agentur aus HH den Linkaufbau für einen großen und bekannten Unterhaltungselektronik-Hersteller gemacht. Leider hat diese Firma die zuvor erarbeiteten OnPage-Maßnahmen nicht oder nur teilweise umgesetzt (for whatever reason), was zur Folge hatte, dass die Erfolge nicht im vereinbarten Rahmen erfolgt sind, und die Zusammenarbeit aufgelöst wurde. So und nun könnte diese Firma ja prinzipiell sagen, dass die beiden SEO-Agenturen schlechte Arbeit gemacht haben und uns blacklisten! Agenturen werden IMMER am Erfolg gemessen und weshalb der Erfolg sich nicht eingestellt hat kann sehr viele Gründe haben!

    Wer soll denn die Blacklist führen? Wer darf dort Agenturen listen? Das müsste schon ein völlig unabhängiger „Ombudsmann“ sein, der dazu noch langjährige Erfahrung mit SEO hat. Und bei Zertifikaten ist halt immer das Problem, dass meistens viel Geld damit zu verdienen ist, wodurch die Objektivität und Unabhängigkeit meist stark leidet.

    Ich denke das Problem ist gar nicht auf Agenturseite zu suchen, sondern bei den Unternehmen, die es jahrelang verpennt haben, sich mit der Materie auseinander zu setzen! Mit ein bisschen Grips und unternehmerischem Denken, müsste ein Unternehmen doch selber auf die Idee kommen nach Referenzen zu fragen und diese dann vielleicht sogar stichprobenartig zu kontrollieren! Wir bieten das unseren Kunden sogar direkt an!

    Wir sehen im Übrigen eben genau diesen Trend weiter wachsen, Kunden haben mehr Wissen im Bereich SEO und hinterfragen (auch auf Grund vorangegangener SEO-Fehltritte) viel deutlicher die angebotenen Leistungen. Und das ist auch gut so, denn so wird sich der Markt von selber regulieren und die SEO-Spreu vom Weizen trennen.

    Allerdings muss man auch dazu sagen: naive Kunden, die sich von „guten Verkäufern“ einwickeln lassen gibt es immer und das werden auch immer die sein, die mit Abzockern und semiprofessionellen Agenturen auf die Schnauze fallen.

  44. Berater Website sagt:

    Ich als Berater habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich eben genau sehr viele Unternehmen (vor allem KMU und Existenzgründer) über die Suchmaschinenoptimierung noch gar keine Gedanken gemacht haben, so dass man mit einfachsten Mitteln ein für den Kunden sichtbares Ergebnis erzielt, gerade bei Nischenprodukten. So kann man auch als Nichtfachagentur mit ein bisschen SEO-Kenntnissen jemandem erfolgreich SEO verkaufen, der ist damit zufrieden und man hat auch eine gute Referenz. Das wäre mit einem Zertifikat nicht möglich und böte auch für viele „neue“ Agenturen (= zukünftige Konkurrenz) eine hohe Markteintrittsbarriere. Insofern sehe ich es genauso wie mein Vorkommentator, der Markt wird es schon regeln, zufriedene Kunden kommen wieder, unzufriedene nicht. Langfristig erfolgreich ist eh nur die Firma mit den zufriedenen Kunden…

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