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SEO lebt!

SEO  |   |  , 10:26 Uhr  |  14 Kommentare

In dem kürzlich auf stateofsearch.com veröffentlichten Artikel `SEO killes the Hyperlink´ stellt Jeroen van Eck die provokante These auf, dass wir Suchmaschinenoptimierer einen Großteil dazu beigetragen haben, dass freiwillig gesetzte Links immer seltener werden…

Links got an additional purpose. They were not only used to guide users, but also to increase findability. They slowly became a currency. And as SEO grew more and more important, links became less and less natural and more focused on search engines than on users.

Nachdem bekannt wurde, dass Links das Ranking in Suchmaschinen positiv beeinflussen, habe sich laut Jeroen ein ganzer Geschäftszweig aus deren Vermarktung entwickelt. Der Autor behauptet, dass es mittlerweile mehr Links zum Zwecke der Suchmaschinenoptimierung als uneigenützig gesetzte Links gibt.

Links im Wandel der Zeit

Lassen wir das Social Web einmal außen vor, hat sich die Zahl der freiwillig gesetzten Links tatsächlich verringert. Wo Webseitenbetreiber in den Anfangszeiten des World Wide Webs noch darum bestrebt waren, den Besuchern ihrer in erster Linie Informationen darbietenden Webseiten auf andere Seiten zum gleichen Thema weiterzuleiten, tun Webseitenbetreiber von heute alles dafür, ihre Besucher möglichst lange auf den eigenen Seiten zu (unter-)halten.

Mit dem Wandel von nachhaltig informativen hin zu eher kurzweilig unterhaltenden Inhalten verändert sich auch die Bedeutung des Hyperlinks. Konnten sich die Betreiber von Suchmaschinen in den Anfangszeiten des World Wide Webs noch relativ sicher sein, dass ein Link auch tatsächlich eine wirkliche Empfehlung darstellte, hat die Aussagekraft eines Links heutzutage kaum noch einen Wert. Facebook, Twitter und Co. haben das Übrige dazu beigetragen, dass eine heute gemachte Verlinkung nicht mehr als eine analytisch durchdachte Handlung, sondern als ein von Emotionen geleiteter Akt verstanden werden muss!

Haben Links bald ausgedient?

Jeroen van Eck stellt die Behauptung auf, dass Links als Bewertungskriterium von Inhalten im World Wide Web bald ausgedient haben könnten. Im Zuge des Social Webs wird es seiner Meinung nach in Zukunft wichtig werden, nicht mehr nur möglichst häufig verlinkt, sondern einfach nur häufig genannt zu werden.

As we slowly killed the hyperlinks another way of referring developed along with rise of social media: the social mention. The social mention has some serious benefits over the hyperlink. First of all, more people have access to social mentions. […] Secondly, social networks already show relations between entities, so the authority of the persons who’s referring is easier to determine. On top of that, social networks are trying to make a clear cut between companies and persons.

Ist SEO damit gestorben?

Wer auch immer seinerzeit die Behauptung `SEO ist tot´ in die Welt gesetzt hat #lol, hat damit eine in den meisten Fällen viel zu undifferenzierte Diskussion um den Wandel im Bereich Suchmaschinenoptimierung in Gang gesetzt. Während einige Suchmaschinenexperten felsenfest behaupten, SEO würde es bald schon nicht mehr geben, sind andere der Meinung, die Optimierung für Suchmaschinen würde sich in ihren Grundzügen nie ändern.

SEO lebt!

Das World Wide Web, Suchmaschinen und damit auch SEO befinden sich in einem Wandel. Die Behauptung, SEO würde bald sterben ist genauso falsch oder richtig wie die Behauptung, SEO würde sich nie ändern. SEO hat sich von einem statisch auf die technischen Anforderungen einer Suchmaschine ausgerichteten Prozess hin zu einer dynamisch auf die emotionalen Auslöser von Menschen ausgerichteten Interaktion entwickelt!

Die Aussage `SEO lebt´ beschreibt dem Wandel im Bereich Suchmaschinenoptimierung meiner Meinung nach sehr gut. Auch als Betreiber einer qualitativ hochwertigen Webseite braucht man heutzutage nicht mehr darauf warten, dass man freiwillig verlinkt wird. SEO von heute bedeutet, die Inhalte einer Webseite für den Besucher über das Echtzeitinternet so zu gestalten, dass sie eine emotionale Reaktion bei ihm auslösen. Webseiten nachträglich für Suchmaschinen zu optimieren ist schwerer geworden. Die wirkliche Qualität einer Seite wird am Besten im unmittelbaren Kontakt mit deren Besuchern sichtbar, das wissen mittlerweile auch die Betreiber bekannter Suchmaschinen…

Gretus

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SEO lebt!

Diskussion zu diesem Beitrag:

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Eduard Bauer Website sagt:

    Der SEO wandelt sich einfach nur zur Eierlegenden Wollmilchsau, die erst stirbt, wenn Google & Co. untergehen ;-)

  2. Baynado Website sagt:

    Also ich vertrete mittlerweile auch eher die Ansicht, dass sich eher die SEOs den Umständen anpassen, als klein bei zu geben. Meine Meinung ist, dass SEO jetzt viel spannender und vielfältiger geworden ist.

  3. Martin Website sagt:

    Ich halte es für sehr gewagt zu sagen, dass mehr als 50% der Links aus SEO Gründen gesetzt werden. Selbst bei einer guten Optimierung werden 2/3 der Links auf Autoritäten gesetzt.

  4. SEO lebt! | News aus aller Welt! Website sagt:

    [...] Das es mit Sicherheit nicht soweit kommen wird, zeigt uns SEO-united.de [...]

  5. Markus Schall Website sagt:

    Also ich gehöre auch zu den Vertretern der “SEO-Lebt”-These, und eher zur “die Grundzüge werden sich nicht ändern” als zur “SEO ist Tot”-Fraktion. Ich denke, hier sollte man auch differenzieren zwischen “Extrem-SEO” in Bereichen, die sehr umkämpft sind und grundsätzlichen SEO-Maßnahmen, die auf einem sehr hohen Prozentsatz an Websites überhaupt (noch) nicht umgesetzt wurden. Bei letzteren sind es nämlich m.E. tatsächlich die Grundzüge, die erstmal realisiert werden müssen – und die sind meist erstmal onsite zu finden und werden sich vermutlich auch so schnell nicht ändern. Offsite stimme ich der “SEO lebt”-These zu, denn hier ist natürlich alles im stetigen Wandel.

  6. Sabrina Website sagt:

    Richtig! SEO befindet sich nach wie vor im Wandel. Da das Internet immer mehr zum sozialen Netzwerk mutiert, ist es nur verständlich, dass sich was ändert. Da die Power von Links langsam zu sinken scheint, holen im Gegenzug die “shares”, “likes”, etc. auf. Ich könnte mir gut vorstellen, dass SEOs demnächst auch “kleine” Spezialisten in Social Media werden ;)

  7. Jeroen van Eck Website sagt:

    Interesting follow-up of my post on State of Search! I agree SEO still lives and keeps on changing. That’s what keeps it interesting. I think we should be looking at links less than before and should focus more on shareability of our content.

  8. Hans sagt:

    Naja Likes und Tweets werden doch leider auch schon verkauft. Es wird immer was geben womit man SM manipulieren kann…

  9. torax Website sagt:

    Bei dem rasanten Tempo der Entwicklung im Internet wäre es in meinen Augen fatal zu sagen, dass sich eine Sparte im Online Bereich nicht ändert. “Never change a running system” läuft in diesem dynamischen Zeitalter nicht. SEO wird es immer geben, weil es auch immer Suchmaschinen geben wird. Das Katz und Mausspiel wird sich noch einige Jahre hinziehen. Optimiert wird dann vielleicht nicht ausschließlich mit Links (und anderen derzeit weniger gwichteten Maßnahmen) in der Offpageoptimierung. Aber auch auf andere Faktoren wird man einfluss nehmen können. ich denke auch, dass die Onpageoptimierung immer bestand haben wird.

  10. Daphne sagt:

    Guter Artikel und noch besserer Song zur Untermalung des Statements :-)

  11. Dirk von Seorie.net Website sagt:

    Das mit dem häufigen Nennen war auch ohne Social Media ein Rankingfaktor. Natürlich wird das wichtiger, aber ein Link ist immer noch ein Link! Wer seine Links abgeben möchte, bitte bei mir melden!

  12. Maxim Website sagt:

    Der Spruch SE0 ist Tot, oder stirbt, ist glaub ich mittlerweile genauso ausgelutscht wie Lobeshümnen auf social Media Networks. Ich würde auch nicht sagen, dass Links fast nur noch zu SEO Zwecken gesetzt oder gehandelt werden. Es eben einfach, in den meisten Nischen, schwerer geworden “freiwillige” Links zu bekommen.

    Und zwar nicht weil jetzt alle plötzlich SEOs oder Linkverkäufer geworden sind, sondern weil die Ansprüche einfach größer geworden sind. Wo z.B. der Blogbetreiber früher noch auf alle möglichen, für ihn interessanten, Sachen verlinkt hat, will er heute überzeugt werden. Es ist einfach schwerer geworden den Impuls zum Link auszulösen. Wie gesagt in manchen Nischen. In vielen Bereichen ist das nämlich noch ganz anders, da wird geliked und verlinkt was das Zeug hällt.

    Es spielen aber auch vielen Anforderungen an den Webauftritt eine Rolle. Liefere ich relevante Informationen für eine Nische werde ich verlinkt (wenn man mich kennt), wenn ich damit aber nicht ranke, kennt mich keiner und keiner linkt. Man wird heute meistens erst ab einem bestimmten Bekanntheitsgrad verlinkt. Auch Dinge wie Postingmöglichkeiten, also wann und wo kann ich ein Blogpost o.Ä. machen wandeln sich seit den Smartphones und Tablets. Solche Entwicklungen muss man in die Überlegungen über die freiwillige Linksetzung auch mit einbeziehen.

    Abschließend: Ich will mal behaupten, dass die meisten freiwilligen Links heute eher in Foren als auf Webseiten und in Blogs stehen.

    Grüße

    Maxim

  13. Jan Website sagt:

    “Der Autor behauptet, dass es mittlerweile mehr Links zum Zwecke der Suchmaschinenoptimierung als uneigenützig gesetzte Links gibt”

    das ist sehr relativ. wenn man sich nur in er Online-Marketing-Szene bewegt, am besten nur unter SEOs ist das definitiv der Fall. Verlässt man diesen Bereich (und der ist größer als man denkt) gibt es genug natürliche Links.

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  • Patrick: Hi Gretus, vielen Dank für den super Beitrag. Ist eine hervorragende...
  • Dietmar: Weiß wer wann das nächste Pinguin Update kommt?
  • Susanne: Klasse Aufstellung und Checkliste, ob man nichts vergessen hat. Vielen Dank...
  • Justin: Ausgezeichnete Liste, schön dass ihr sie geupdatet habt! Äußerst praktisch zum...
  • Thomas Breadcrump-Navigation eher etwas für Webshops?
  • Markus 301 Weiterleitungen wieder entfernen?
  • Sascha Was beachten bei System- bzw. Server-Umstellung?
  • Stephan Seiten ohne www aus dem Index entfernen?
  • Dirk Parameter-Seiten aus Google entfernen?
  • Oliver Linkaufbau über themenfremde Unterseiten?