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SEO Mythen unter der Lupe

SEO - Gretus am 29. September 2009 - 18:46  |  7 Kommentare »  | Artikel vorlesen

Ein Mythos ist eine Behauptung, die Anspruch auf Berechtigung erhebt. Das auch SEO Mythen nicht ganz grundlos existieren, beweist der bereits 2007 auf searchengineland.com veröffentlichte Artikel `Top Ten Organic SEO Myths´. Entgegen der bereits damals gemachten Behauptung, alle aufgeführten Mythen hätten keinerlei Berechtigung, haben wir auch heute noch zumindest teilweise einen Anspruch gefunden…

Mythos 1: Man sollte seine Webseite bei Suchmaschinen anmelden.

Da Suchmaschinen neue Webseiten auch über deren Verlinkungen finden, ist eine Anmeldung eigentlich nicht nötig. Auf der anderen Seite kann es jedoch auch nicht schaden, neue Projekte oder veränderte Unterseiten bei Google und Co. anzumelden. Insbesondere bei neuen Projekten empfehlen wir nach wie vor die einmalige Anmeldung bei wichtigen Suchmaschinen.

Mythos 2: Man sollte für jedes Projekt eine Google-Sitemap anlegen.

Es wird argumentiert, dass gut strukturierte Projekte keine Sitemap brauchen und auch so vollständig indexiert werden. Unserer Erfahrung nach lassen sich bestimmte Projekte (Foren usw.) nicht so realisieren, dass die Seite vollständig gecrawlt wird. Für mittlere und insbesondere große Projekte empfehlen wir in jedem Fall das Anlegen einer Google-Sitemap.

Mythos 3: Regelmäßig aktualisierte Inhalte führen zu einem besseren Ranking.

Die Tatsache, dass einige gut gerankte Webseiten nie verändert werden, beweist nicht, dass  eine regelmäßige Aktualisierung das Ranking nicht doch positiv beeinflusst. Um dauerhaft auf den vorderen Plätzen gelistet zu werden, empfehlen wir eine regelmäßige Wartung bzw. Erweiterung der Inhalte.

Mythos 4:  Google AdWords Anzeigen verbessern das Ranking entsprechender Webseiten.

Diese Behauptung ist natürlich wirklich falsch. Eine irgendwie gearteter Zusammenhang zwischen Google AdWords und den organischen Ergebnissen hätte fatale Folgen auf die Glaubwürdigkeit von Google bzw. deren Algorithmus zur Bewertung von Webseiten.

Mythos 5: Bei Missachtung der Google Guidelines fliegt man aus dem Index.

Natürlich sind die Google Guidelines im Prinzip nur eine Ansammlung von Ratschlägen, deren Missachtung in bestimmten Fällen kann aber tatsächlich unter Umständen zu einem Ausschluss aus dem Index führen. Webseitenbetreibern empfehlen wir, regelmäßig die Guidelines bekannter Suchmaschinen zu studieren und sich explizit daran zu halten.

Mythos 6: Wer Links kauft, fliegt aus dem Index.

Auch wenn gekaufte Links momentan im schlimmsten Fall lediglich entwertet werden und es Google auch zukünftig kaum möglich sein wird, echte Links von unechten zu unterscheiden, werden unter Umständen irgendwann nicht nur Linkverkäufer sondern auch -käufer abgestraft. Wir empfehlen, wenn irgendwie möglich auf den Kauf von Links zu verzichten.

Mythos 7: Überschriften (H1 usw.) führen zu einem besseren Ranking.

Testreihen, bei denen das Vorhanden- bzw. Nichtvorhandensein einzelner Bestanteile eines Textes getestet werden, liefern in der Regel keine verlässlichen Ergebnisse. Es mag sein, dass ein Text auch ohne die Verwendung von Überschriften weiterhin gut rankt, generell empfehlen wir jedoch, den Inhalt einer Seite als zusammenhängendes Konstrukt zu betrachten und wenn es sinnvoll erscheint, immer auch Überschriften zu verwenden.

Mythos 8: Meta-Keywords sollten auch im Content verwendet werden.

Ob nun die Meta-Keywords im Content verwendet oder die relevanten Keywords des Content in den Meta-Keywords gelistet werden sollten, ist im Prinzip egal. Auch wenn die meisten Suchmaschinen den Meta-Keywords kaum mehr eine Bedeutung beimessen, empfehlen wir weiterhin die wichtigsten Keywords einer Seite dort aufzulisten.

Mythos 9: Die optimale Länge eines Textes beträgt 250 Wörter.

Natürlich sollte man die Länge eines Textes am Thema bzw. bestenfalls den Lesegewohnheiten der Besucher ausrichten, die Überlegung jedoch, dass ein auf eine bestimmte Anzahl von Keywords ausgerichteter Text idealerweise eine bestimmte Länge hat, ist nicht ganz abwegig. Generell empfehlen wir aufgrund der sich ändernden Lesegewohnheiten durch Twitter und Co., die Texte einer Webseite möglichst übersichtlich und kurz zu halten.

Mythos 10: Man sollte immer auch den Long-Tail optimieren.

Die Behauptung, Keywords aus dem Long-Tail bräuchte man nicht gezielt optimieren, da sich deren gutes Ranking in der Regel von selbst einstelle, stimmt natürlich nur bedingt. Bei hart umkämpften Themen können auch die Keywords aus dem Long-Tail derart umkämpft sein, dass eine gezielte Optimierung des Long-Tails zu empfehlen ist.

Wie man sehen kann, haben einige Mythen rum um das Thema SEO entgegen der Meinung des Autors auf searchengineland.com durchaus ihre Berechtigung. Ein Mythos bleibt nicht immer ein Mythos, nicht selten aber steckt zumindest aber ein Fünkchen Wahrheit dahinter ;-)

Gretus

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Kommentare / Tweets:

  1. Andreas Website sagt:

    Hm, zu Mythos 4: Wäre hier nicht die eigentliche Frage ob Adwords das Ranking verschlechtern oder ausbremsen (könnte)?

    Mythos 9: Jetzt vermischt Ihr SEO optimierte Texte mit normalen Content. Da haut es mit den 250 Wörtern als Empfehlung nicht hin. Bei Shops sieht das wieder anders aus. Hier sollte genauer differenziert werden. Nicht alle haben die gleiche Lesegewohnheit, meine erfolgreichsten Artikel haben alle über 800 Wörter. Blog halt.

    Gruß,
    Andreas

  2. SEO-untied.de Gretus sagt:

    Hallo Andreas,

    ausbremsen würden Anzeigen eine Seite nur dann, wenn diese derart schlecht ist, dass sie der Besucher sofort wieder verlässt. Generell wird Google die Daten von AdWords und z.B. Analytics jedoch nicht miteinander vermischen, wenn überhaupt nur bei gleichzeitiger Darstellung einer Anzeige sowie einem organischen Ergebnis auf einer Ergebnisseite.

    Der Mythos besagt, dass der ideale optimierte Text 250 Wörter lang ist. Pauschal lässt sich dieses natürlich nicht sagen, rein theoretisch könnte ein mathematischer Algorithmus jedoch bei einer bestimmten Anzahl relevanter Keywords eine bestimmte Textlänge (inkl. Synonyme, Füllwörter usw.) auswerfen. Wie schon gesagt, sollte diese Überlegung aber nie als Kriterium für die Länge eines Textes herangezogen werden…

    Grüße

    Gretus

  3. SEO-untied.de Sven sagt:

    Was bringt es noch eine Seite bei Google anzumelden,
    ob man das wirklich noch empfehlen sollte?

    LG
    Sven

  4. SEO-untied.de Gretus sagt:

    Hallo Sven,

    nicht notwendigerweise. Wie gesagt, es kann jedoch auch nicht schaden, z.B. das übergeordnete Verzeichnis eines neuen Linkpartners in den Anmeldeschlitz zu tippen. Später als regulär wird Google die dort angemeldeten Seiten garatiert nicht crawlen ;-)

    Grüße

    Gretus

  5. Phil Website sagt:

    “Ein Mythos bleibt nicht immer ein Mythos, nicht selten aber steckt zumindest aber ein Fünkchen Wahrheit dahinter ”

    Das war der richtige Schlussatz …

    ;)

  6. SEOux Indianer Website sagt:

    VON DEN LISTEN GIBTS SCHON NE GANZE MENGE – TROTZDEM LOHNT SICHS EURE ZU ÜBERFLIEGEN. UND IN CAPS ZU SCHREIBEN, DASS ICH DEN ARTIKEL GLEICH GETWITTERED HAB. ;D

  7. der-nette-seo Website sagt:

    Und wieder das bestehende Wissen einmal aufgewärmt ;)

    Gerade Punkt 10 sollte man eventuell sogar etwas mehr beachten. Noch ist im Longtailbereich nicht ganz soviel los, aber es ist nur eine frage der Zeit, bis die anderen nachziehen…

    Viele Grüße, Nils