Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass Tweets, Likes und Co. in Bezug auf die Optimierung für Suchmaschinen einmal so wichtig werden? Nachdem Matt Cutts von Google vor einiger Zeit bestätigt hat, dass Links aus sozialen Netzwerken einen Einfluss auf das Ranking dort verlinkter Webseiten haben, scheint es momentan kein anderes Thema zu geben…
Die Art und Weise wie über Erwähnungen aus dem sozialen Web diskutiert wird, erinnert wahrscheinlich an die Zeit, als SEOs das erste Mal herausgefunden hatten, dass Links das Ranking einer Webseite positiv beeinflussen.
Wo ein simpler Tweet mit der Aussage `Nicht Likes seien ausschlaggebend, sondern Shares´ Experten derzeit noch in Verzückung versetzt, hätte es zu Anfangszeiten der Suchmaschinenoptimierung wahrscheinlich auch die analoge Aussage `Nicht die Linkpopularität sei ausschlaggebend, sondern die Domainpopularität´.
Wer sich in Sachen SEO etwas auskennt, der wird wissen, dass diese womöglich seinerzeit revolutionäre Erkenntnis mittlerweile auch nur noch die halbe Wahrheit ist. Die Domainpopularität einer Webseite ist zwar nach wie vor ein wichtiger Rankingfaktor, ein jeder SEO aber weiß, dass Google und Co. bei der Bewertung von Links längst auch andere Kriterien als die bloße Anzahl werten.
Nachdem gestern der `Beweis (!?)´ erbracht wurde, dass Tweets das Ranking einer Webseite unmittelbar verbessern und soeben die erste `Anleitung für einen Likebait´ veröffentlicht wurde, scheinen zumindest einige Kollegen ihre in der Vergangenheit mit dem Einfluss von Links gemachten Erfahrungen gänzlich vergessen zu haben.
Was ist, wenn Google irgendwann damit anfängt die Likes und Tweets einer Webseite mit deren Links bzw. Besucher in Relation zu setzen? Was ist, wenn irgendwann nur noch bestimmte Tweets gewertet werden oder was ist, wenn unverhältnismäßig viele Likes irgendwann sogar einen schlechten Einfluss auf das Ranking einer Seite haben?
Ähnlich wie seinerzeit der grüne PageRank-Balken, scheinen die bunten Social-Media-Buttons bei vielen Webseitenbetreibern einen wahren Goldrausch auszulösen. Ohne über die Konsequenzen wirklich nachzudenken, geht es vielen offensichtlich lediglich darum, irgendwie die Anzahl ihrer Follower bzw. Fans zu erhöhen.
Die Konsequenz eines Like- oder Tweetbaits ist ähnlich die einem herkömmlichen Linkbaits. Wer Suchmaschinen eine überdurchschnittliche Beliebtheit im Social Web vortäuscht bzw. die soziale Vernetzung seiner Webseite übertreibt, der muss ähnlich wie bei der herkömmlichen Verlinkung irgendwann damit rechnen, dass diese in Relation zu besucherspezifischen Werten einer Webseite gesetzt und auf deren tatsächliche Existenz überprüft wird.
Die Aussage `Nicht Likes seien ausschlaggebend, sondern Shares´ ist ohne einen Zusammenhang genauso unqualifiziert wie die Behauptung `Nicht die Linkpopularität sei ausschlaggebend, sondern die Domainpopularität´.
Viel stärker als bei der normalen Verlinkung einer Webseite, sind Suchmaschinen bereits jetzt dazu in der Lage, die Qualität bzw. Dynamik der sozialen Vernetzung einer Webseite zu erkennen. Wer im sozialen Web weiterhin lediglich auf Quantität setzt, der kann seine Seite meiner Meinung nach auch gleich wieder in Webkataloge eintragen ![]()
Gretus





























Ich bin mir unsicher, ob ich hier jetzt auf “gefällt mir” klicken soll oder nicht…
Hi Stefan,
wenn der Klick bedeutet, dass Dir der Artikel tatsächlich gefallen hat und Du zukünftig gerne wieder hier vorbeischauen wirst, dann mal los
Grüße
Gretus
Gut, ich war dann mal so frei
Natürlich werden Shares, Likes und Tweets immer wichtiger, aber in welchem Maße das sei erst mal dahingestellt. Trends beobachten ok, aber jedem Hype auf Teufel komm raus hinterher rennen? ich weiss nicht. Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird…
Just my 2 cents
Gretus, mein Lieber!
Danke für den Backlink
Ich gebe dir in vielen Punkten Recht und sehr viel hängt nach wie vor natürlich von den guten alten Links ab. Wenn man jedoch in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung UND Social Media Marketing unterwegs ist (wie das bei uns der Fall ist), dann macht es durchaus Sinn, auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Und ein Likebait ist wie ein Linkbait eben eine feine Sache, wenn er funktioniert 
Herzlichsten Gruß
Björn
Nabend Gretus,
habe gerade erst deine Twitter-DM gesehen
Finde auch das man das Twitter-Thema (noch) nicht so hoch kochen sollte und die guten alten Links vergessen sollte, hab ich am Sonntag ja schon drüber geschrieben. Allerdings muss man auch zugeben dass Twitter ein wenig mehr Einfluß gewonnen hat. Aber hiermit ist es doch genauso wie mit allen anderen Empfehlungen: Gute Seiten bekommen die eher freiwillig als langweilige. Und beides kann man im quantitativer Hinsicht ganz easy manipulieren, in qualitativer schon weniger. Und Christian hat mit seinem Post heute ja gezeigt dass es mit starken Tweets (Mediadonis, Linkaufbau, etc.) zumindest kurzfristig funktioniert nach oben zu kommen. Die Langzeitfolgen beobachten wir natürlich auch und schreiben dann darüber…
Schönen Abend noch,
Marcel
Hi Marcel,
sehr gut, behaltet Ihr das Thema mal im Auge. Mir ging es in erster Linie darum, dass man sich mit Followern, Fans usw. auch eine gewisse Form von Verantwortung aufbürgt. Ein gutes Netzwerk kann einem viel mehr bringen als nur einige Links
Grüße
Gretus
Hi zusammen
Danke für den Artikel. Habe hierzu meine ganz persönliche Meinung, vielleicht auch einwenig Verschwörungstheorie,
. Damit der Kommentar nicht allzu lange wird, hier der Link dazu.
Internette Grüsse und über Feedback würde ich mich freuen.
Florian
Hi Florian,
Du hast vergessen uns zu verlinken
Grüße
Gretus
Hi Gretus,
Link ist da, siehe erste Zeile
Gruss
Florian
Schöner Artikel. Es wurde ja bereits viel dazu kommentiert. Da ich das Video bisher noch nicht kannte gilt mein Kommentar dem Video. Also: Irgendwie cool und sooo passend!
Wird nicht mehr lange dauern bis es Standard wird mal ne gewisse Anzahl an Tweeds zu “kaufen”.
Ich habe es schon immer geahnt – Social Spamming kann nicht gut sein! Wichtig ist die Relevanz!! Beispielsweise sollte der Tweet-Inhalt (Text) zum Link innerhalb des Tweets und bestenfalls noch zum Twitter-Account-Namen passen. Von Massen-Tweets halte ich persönlich gar nichts!
Ich denke es ist wie mit vielem – die richtige Mischung wird es letzlich ausmachen. Es bleibt auch abzuwarten, wie stark google möglicherweise Facebook als Konkurrenten einstuft und wie sich diese Tatsache dann auf das Ranking auswirken kann.
Kann mich Stefan nur anschließen. So wirklich klar wird das Thema hier nicht. Was bringt Like bzw. Share jetzt genau?
Ich finde das Thema spannend, seit 2009 versuche ich, Links über Social Media Plattformen zu bauen.
[...] Während sich die einen ehr kritisch dem Thema gegenüber äußern, werden aus den hiesigen Laboren Experimenten erste Beweise für die Auswirkungen von Tweets aufgeführt [...]
[...] Hier noch ein spannender Blogpost zum Thema “SEO’s im Social Media” von SEO-United.de [...]