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site:was-sie-wirklich-taugt.de

SEO  |   |  , 11:34 Uhr  |  2 Kommentare

Die Site-Abfrage ist einer der beliebtesten Suchoperatoren unter Webmastern und Suchmaschinenoptimierern. In Zusammenhang mit einer Domain listet er alle im Index gelisteten Unterseiten einer entsprechenden Domain. Durch die Suchanfrage `site:www.domain.de´ kann man sich schnell einen Überblick über die eigentliche Größe einer Domain verschaffen oder sich über das Themenspektrum der Domain informieren, ohne sich durch die komplette Navigation klicken zu müssen.

Viele Suchmaschinenoptimierer gehen sogar noch einen Schritt weiter und versuchen nicht nur die Größe, sondern auch die „Gesundheit“ einer Domain über die Site-Abfrage zu ermitteln. Hier vergleicht man die Anzahl der tatsächlichen Unterseiten mit denen, die im Index gelistet sind. Gibt es größere Diskrepanzen, wird von einem unsauberen oder kranken Projekt gesprochen. Einige SEOs werten zudem die Zeit aus, die eine Subdomain oder ein Unterordner braucht, um in den Index zu gelangen.

In der Praxis ergeben sich aus der ständigen Abfrage jedoch einige Nachteile. Einer ist die schlechte Vergleichbarkeit der Ergebnisse, wodurch man sich schnell zu Falschaussagen motivieren lässt. So stehen Webmastern z.B. bestimmte Features zur Verfügung, mit denen sie die Indexierung beschleunigen können, einen direkten Einfluss auf das Ranking hat diese Maßnahmen allerdings nicht. Aus diesem Grund setzen viele diese Techniken nicht mehr ein, der direkte Vergleich schlägt also fehl.

Darüber hinaus versuchen viele Suchmaschinenoptimierer möglichst viele Seiten in den Index zu überführen. Dabei verlieren sie nicht nur das eigentliche Ziel aus den Augen, sondern setzen teilweise sogar auf Techniken, die dem Projekt insgesamt schaden. Duplicate Content ist hier nur ein Beispiel. Google erkennt, ob eine Unterseite relevant zu einem bestimmten Thema ist oder nicht. Es bringt also nichts, die Anzahl der Seiten um ein Vielfaches zu erhöhen, denn hieraus ergibt sich nicht automatisch eine Steigerung des Traffics.

Um diese Aussage zu unterstützen, habe ich kürzlich einige Tests gemacht. Dabei habe ich bei einem alten und sehr gefestigten Projekt die Anzahl der Seiten im Index um den Faktor zehn erhöht. Vor meinem Test ergab die Site-Abfrage ungefähr 3500 Ergebnisse obwohl das Projekt seit längerer Zeit aus rund 50.000 Unterseiten besteht. Kürzlich habe ich eine XML-Sitemap erstellt und diese in den Google Webmaster-Tools eingetragen. Innerhalb weniger Tage hat sich die Anzahl der indexierten Seiten auf 40.000 erhöht. Dieses war vor zwei Monaten, der Traffic ist bis heute auf dem gleichen Niveau geblieben.

Natürlich sollte die Anzahl der indexierten Seiten in einem gesunden Verhältnis zur tatsächlichen Anzahl der Seiten stehen. Allerdings sollte man aus der Site-Abfrage keine pauschalisierten Schlüsse ziehen oder gar Sofortmaßnahmen einleiten. Generell gilt, besser wenige gute als viele schlechte Seiten im Index.

Constantin

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Seo-Ranking-Tools sagt:

    Auf http://www.seo-ranking-tools.de/site-abfrage.html kann man sich sogar zu einer Historie anmelden um zu sehen, wie sich die Anzahl der Seiten im Index verhält

  2. […] SEO-United.de und gibt eine Antwort, die an die gute aller Pillar-Posting-Theorie gemahnt: Natürlich sollte […]

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