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Social-Ranking als Crawling-Indikator

SEO  |   |  , 10:04 Uhr  |  9 Kommentare

Bill Slawski beschreibt in seinem auf seobythesea.com veröffentlichten Artikel `Can Author Rank or Other Social Network Rankings Get You Crawled First?´ ein kürzlich zugunsten von Bing genehmigtes Patent, welches eine Priorisierung des Crawlingverhaltens einer Suchmaschine nach Signalen aus sozialen Netz-werken vorschlägt…

Methods, systems, and computer-storage media having computer-usable instructions embodied thereon, for prioritizing crawl lists based on social networking rankings are provided. Various scores are associated with users based on a variety of factors including activity levels with respect to social networking services, activity levels with respect to search engines, and interactions with other users in a social networking environment […] The scores are used to compute a ranking for the users and, based on the rankings, a crawl list is prioritized such that content associated with the social networking environment is crawled. (Quelle)

Um wichtige Inhalte auch zukünftig schnell indexieren zu können, müssen die Betreiber bekannter Suchmaschinen die Inhalte des World Wide Webs in irgendeiner Form in potentiell wichtige bzw. unwichtige Inhalte einteilen. Während bislang z.B. der PageRank oder die hierarchische Entfernung eines Inhalts zur Startseite dafür genutzt wurde, bestimmte Inhalte priorisiert zu indexieren, soll in Zukunft auch der AuthorRank oder andere Social Rankings (z.B. Klout) dafür genutzt werden, wichtige von unwichtigen Inhalten zu unterscheiden.

Während Suchmaschinen heutzutage noch nahezu jeden Inhalt in kürzester Zeit in ihren Index aufnehmen, wird es im Zuge des Echtzeitinternets – man denke nur an Google Glasses – bereits in wenigen Jahren ressourcentechnisch kaum mehr möglich, sämtliche auf der Welt ins Internet gestellte Inhalte unmittelbar in der Suche verfügbar zu machen.

Das beschriebene Patent zeigt einmal mehr, wie wichtig das Engagement in sozialen Netz-werken mittlerweile auch in Bezug auf SEO ist. Wer als Webseitenbetreiber bzw. Autor nicht bereits heute schon damit anfängt, sich gegenüber seinen Konkurrenten einen `sozialen´ Vorteil zu verschaffen, dessen Inhalte werden vielleicht schon morgen erst sehr spät oder gar nicht (!) in die Suche aufgenommen…

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Diskussion zu diesem Beitrag:

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Sebastian sagt:

    Das mag zwar richtig sein ABER es ist nicht auf alle Bereiche anzuwenden. Wie schon oft diskutiert ist es gerade in intimen Themenbereichen schwer soziale Signale zu verwerten. Tipps gegen Hämorrhoiden wird wohl kaum jemand liken.

    Social Signals klappen meiner Meinung nach nur für Lifestyle-Artikel, Tiere, Brands, Hobbys usw. Aber alles, womit man richtig Geld macht eher weniger. Abnehmen, Versicherung, Energie. Ich meine, wer von euch drückt “gefällt mir” bei seiner Versicherung, weil er einen Kfz-Tarif abgeschlossen hat. Oder nur weil ich meinen Stromanbieter gewechselt habe, teile ich den doch jetzt nicht auf FB.

    Wenn Sozial Signals wirklich jemals dominant in die SERPs mit einfließen, werden diese ein Abbild unserer verkorksten Gesellschaft sein. Ähnlich wie unser tollen TV-Programm, welches auch nur die Nachfrage bedient und zu 90% absolute Sch**** ist.

    • Gretus sagt:

      Hallo Sebastian,

      mit Social Signals sind nicht zwingend nur Likes, Tweets usw. gemeint. Google+ ruft aktuell gerade seine Nutzer dazu auf, ihre Profile um weitere Informationen zu ergänzen. Wenn Du dort schreibst, dass Du Doktor der Medizin bist und eine wissenschaftliche Arbeit über Hämorrhoiden verfasst hast, dann wird später bestimmt auch die gefunden ;-)

      Grüße

      Gretus

  2. Ines Website sagt:

    Hi Gretus!

    Ich muss erst mal klugscheissen: Das Patent wurde von Bing *beantragt*, nicht von Google. Interessanter Hinweis auf die zukünftige Ressourcen-Knappheit, lese da gerade etwas zu. :)

    Beste Grüße
    Ines

  3. Christian Website sagt:

    Das Thema Social Media war ja auch schon beim SEO-Day omnipräsent. Ich finde da schwappt zu viel aus Amerika zu uns rüber. Bei den Amerikanern musste sich Google was einfallen lassen, da dort eine regelrechte Linkinflation herrscht. Im deutschsprachigen Raum hat sich die Gewichtung von Backlinks eher verstärkt, da bei uns prinzipiell Linkgeiz herrscht. Es schadet sicher nicht, wenn man einen Blog betreibt und in Social Media Kanälen aktiv ist. Ich wäre aber vorsichtig mit der Behauptung, dass Social Media in allen Bereichen künftig ein wichtiger Rankingfaktor sein wird.

    Ich traue dem Spuk nicht. Ich erkenne den zwingenden Zusammenhang zwischen Authorship und der Qualität einer Webseite noch nicht – zumindest nicht in der Form, dass man das zuverlässig mit einem Algorithmus darstellen könnte. Ich denke, dass in Deutschland Links noch für einige Zeit einer der wichtigsten Rankingfaktoren bleiben werden.

  4. Christian Kunz Website sagt:

    Ich bin ja schon länger der Meinung, dass soziale Signale und Reputation des Autoren und der Webseite ein immer stärkeres Gewicht erhalten. Deshalb erlaube ich mir nochmals den Link auf meinen diesbezüglichen Beitrag…

    Gruß,
    Christian

  5. Dannis sagt:

    Es ist schon schade, dass man auf den sozialen Netzwerken immer mehr mit Firmen usw. konfrontiert wird. Mich interessiert nicht, wo ich welche Bormaschine kaufen kann. Damit ist nun nicht die pepersonalisierte Werbung auf z.B. Facebook gemeint, sondern der Überschuss an Like Buttons und die dazugehörige Seite. Somit verkommt auch die ganze SocialMedia zu einer einzigen Plattform für Gewerbetreibende. Ähnlich, wie es bei eBay der Fall ist.

    Jeder Winkel des Netz verkommt zu einer Marktlücke, in der Geld gewittert wird. Alle Nischen, die noch für private sind und keinen kommerziellen Hintergrund haben, werden dann noch von Abmahnungen etc. gebeutelt. Schade um das Internet, schade um die Freiheit, die es mal im Netz gab :-(

  6. Bernhard Website sagt:

    Die Verwendung von sozialen Signalen als Ranking-Signal ist sicher der Weg, um an der Masse dran zu bleiben. Ehemals waren es eben hauptsächlich Links, die das Ranking der Seite maßgeblich beeinflusst haben, mittlerweile ist der Algorithmus komplexer geworden. Gut, da Sucherergebnisse nicht mehr so einfach zu manipulieren sind, schlecht, weil in ein natürliches Profil mittlerweile Faktoren aus unterschiedlichsten Gebieten einfließen. Meiner Ansicht nach ist es für Einzelkämpfer und kleine Firmen durch die Komplexizität vom Algo auf Dauer nicht möglich, dem Wettbewerb mit großen Firmen standzuhalten, die durch Aufgabenverteilung und Strukturierung alle notwendigen Kanäle bedienen können. Früher hat man meiner Ansicht nach viel öfter die Ergebnisse von kleinen Firmenbetreibern gefunden.

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  • Andi: Wird ja auch Zeit das Google was gegen Link-Selling unternimmt. Das ist ja...
  • Marco Müller: Wenn man über den Teich schaut, gibt es einige Stimmen in den...
  • Marco Müller: Scheint ja laut Seroundtable eine offizielle, manuelle Penalty zu sein.
  • Kramer: Super kompakte Übersicht. Für meine Arbeit zum Linkaufbau sehr nützlich. Den...
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