Wer den oft langwierigen Weg einer seriösen Suchmaschinenoptimierung umgehen und schnell Geld verdienen möchte, dem bleibt oft nur der Blackhat-Bereich. Grauzonen lohnen sich immer weniger, die Gefahr aufgebaute Werte zu verlieren ist hier einfach zu groß. Wer also dauerhaft erfolgreich sein will, bewegt sich entweder auf sauberem Boden oder lässt sich auf ein dauerhaftes Katz- und Mausspiel mit den Suchmaschinen ein.
Ähnlich wie der Gesetzgeber im Bezug auf Steuerlöcher, versucht auch Google aufkommende Löcher dauerhaft zu schließen und eine Umgehung des herkömmlichen Weges zu verhindern. Wer der Suchmaschine jedoch einen Schritt voraus ist, der wird immer wieder Löcher finden, die lohnenswert sind, ein Geschäftsmodell darauf zu platzieren. Stets unter dem Risiko: Loch zu, Umsatz weg.
War es früher noch recht einfach, Traffic über Methoden wie Cloaking zu generieren, ist dieses heute weitaus schwieriger. Da Google viel manuell kontrolliert, fliegt früher oder später jede Domain auf, welche auf unerwünschte Methoden zurückgreift. Es sei denn, man betreibt extrem viele Domains mit jeweils nur wenig Traffic und bleibt bei Google sprichwörtlich unter dem Radar. Die Gefahr, dass einem User oder einem zufällig vorbeikommendem Mitarbeiter von Google der Trick auffällt und es zu einem Ausschluss kommt, ist vergleichsweise gering.
Aktuell beobachten wir eine ganz spezielle Methode von Spam innerhalb der Google Produktsuche. Hierbei betreibt man ein Portfolio von dutzenden Domains über die verschiedensten Themenbereiche. Ziel ist es, die einzelnen Domains unter mäßig gesuchten Keywords bzw. Keywordkombinationen ranken zu lassen, wobei ein täglicher Traffic von 200 bis maximal 1000 Besuchern nicht überstiegen werden sollte.
Den für die Optimierung nötigen Content besorgt man sich aus den Produktfeeds passender Affiliateangebote. Daraus generiert man nun automatisch einen quasi Shop von bis zu 1000 Produkten pro Domain und meldet die Produkte über Feeds bei der Google Produktsuche an. Zusätzlich setzt man einige Social Bookmarks auf die Domains, damit diese auch im Google-Index landen. Je mehr Domains man mit Content bestückt, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit irgendwie und irgendwo in der Produktsuche aufzutauchen.
Taucht die Produktsuche nun als Universal Search Element in transaktionellen Suchen auf, generiert man über das Domainportfolio kaufwillige Besucher. Klicken diese auf eine der Domains, geht es mit einer automatischen Weiterleitung zu einer seriösen Sammelseite. Die erstellten Inhalte dienen also als Doorwaypage und werden lediglich der Suchmaschine gezeigt. Die Sammelseite, welche auch als Puplisherseite in den Partnerprogrammen angegeben ist, leitet dann zu dem entsprechenden Shop weiter. Kauft der Kunde ein Produkt im entsprechenden Shop, wird der Sale über den Referrer der entsprechenden Sammelseite zugeordnet.
Vom Ablauf funktioniert das Ganze dann so:
Dem Käufer dürfte die ganze Aktion recht egal sein, da er den entsprechenden Preis aus der Produktsuche später im Shop wiederfindet. Dass die Nutznießer dieser Methode allerdings den seriösen Affiliates schaden bleibt hier auf der Strecke und so dürften auch die Merchants ein Interesse daran haben, dass dieses Spiel ein Ende hat und die Katze gewinnt.
Constantin





























Hi Constatin,
die Methode gibt es schon eine Ganze Weile, interessant wurde es erst als die Onebbox die Produkte mit in die Universal Search brachte. Aber warum schadet man damit anders arbeitenden Affiliates? Die haben die gleichen Chancen, der Kunde entscheidet später wo er kauft, vielleicht war er auch danach noch auf einer Seite auf der das Produkt besser beworben wurde.
Wie Montiman schon predigthaft wiederholte: A sale is a sale is a sale – Wie der generiert wurde sollte doch den Merchant nicht stören. Zumal er ja auch die Möglichkeit hat seine Produkte dort ebenfalls zu platzieren. Wäre ich Merchant würde ich immer mehr Daten in meinem Feed haben als alle anderen Affiliates, oder?
Abgesehen davon ist das Spiel nicht ganz so einfach. Schon mal versucht einen Feed bei Base anzumelden?
Gruß
Ulf
Hallo Ulf,
in dieser Form und Ausprägung wie ich es aktuell beobachten kann, ist mir dieser Spam allerdings neu.
Es schadet deswegen, weil ich als seriöser Affiliate nicht nur schnell meinen Cookie irgendwie unterbringen will, sondern auch eine Leistung im Entscheidungsprozess erbringen möchte. Wenn sich dann jemand ans Ende der Kette hängt und dort alle Cookies übertrumpft, bin ich der Angeschmierte. Bleiben meine Umsätze also aus, bleibt auch mein Teil an der Wertschöpfungskette aus. Verloren haben dann alle.
Es geht nicht um den kurzen Horizont des Einzelfalls, sondern um die langfristigen Auswirkungen.
Liebe Grüße,
Constantin
Hi Constantin,
Ich sehe auch nicht (nutze die Technik selbst nicht ein), welcher Teil der Wertschöpfungskette dabei auf der Strecke bleiben soll? Ob sich nen Affiliate nun mit gekauften Links und tonnenweise sinnfreiem BlaBla-Content in die Top-5 bugsiert, oder eben andere “Manipulationsmöglichkeiten” über die Google Produktsuche nutzt – wo ist der Unterschied, außer dass man sich Adwords erspart?
Die angebliche Leistung seriöser Affiliates im Entscheidungsprozess erschließt sich mir nur in Ausnahmefällen … das Gros der mir bekannten erfolgreichen Affiliates ist in erster Linie, durch mehr oder weniger seriöse Methoden, nur mit Traffic ranschaufeln beschäftigt …
bis denne
Frank
PS: Baut doch mal ne Kommentar-Benachrichtigung ein – bis ich mich wieder hierher verirre geht sonst Monate…
PPS: Wollte mir gerade mal den Demobereich zu eurem Backlinknotifier ansehen. Link ist im Eimer. Das nachträglich Kommentare ergänzen können finde ich hilfreich