Die beste Suchmaschinenoptimierung ist wertlos, wer der über gute Rankings in Suchmaschinen generierte Besucher aufgrund eines schlecht gestalteten Online-Formulars die Webseite wieder verlässt. Christoph Anders hat Auf usabilityblog.de kürzlich zehn Guidelines für Online-Formulare vorgestellt. Hier eine Zusammenfassung…
- Formulare sollten einspaltig und vertikal ausgerichtet werden
- Formularfeldbezeichnungen sollten vertikal oder links ausgerichtet werden
- Einzelne Formularfelder (Adresse etc.) sollten wenn möglich zusammengefasst werden
- Auf die Kennzeichnung von Pflichtfeldern (*) sollte verzichtet werden
- Die Eingabe von Zahlen (PLZ etc.) sollte so einfach wie möglich gestaltet werden
- Auf unnötige Informationen (Text) sollte verzichtet werden
- Wichtige Informationen sollten hervorgehoben werden (Fettschrift)
- Feedback-/ Fehlermeldungen sollten nur wenn unbedingt nötig eingesetzt werden
- Ausfüllhilfen sollten seitlich (rechts, unten) neben dem Eingabefeld positioniert werden
- Bei mehreren Abfrageseiten/-schritten sollte eine Kennzeichnung erfolgen
Eure SEO-united.de Blogger




























Also mit den meisten Sachen gehe ich ja mit, aber “Auf die Kennzeichnung von Pflichtfeldern (*) sollte verzichtet werden” ?
Das sehe ich ganz anders. Gerade wenn man sehr lange Formulare hat mit vielen Zusatzinformatinen, wo aber etwa nur die Email-Adresse wirklich Pflicht ist, sollte es unbedingt gekennzeichnet sein. Wenn sich sonst die Kunden gezwungen fühlen alles anzugeben, kann das ebenfalls zu Abbrechern führen. Und darauf zu vertrauen, das sie einen ersten Versuch abgeben und dann per Fehlermeldung zur Eingabe weiterer Daten gezungen werden kann auch nicht optimal sein.
Das mit dem Pflichtfeldern sehe ich auch so. Warum sollte man sie nicht extra kennzeichnen? Wenn ich sie nicht kennzeichne, müsste ich eine Fehlermeldung produzieren damit der Benutzer weiß, dass man dieses Feld unbedingt ausfüllen muss.
Hallo,
die Studie hat ergeben, dass die Kennzeichnung von Pflichtfeldern nicht beachtet wird. User tendieren dazu, einfach immer alle Felder auszufüllen.
Man sollte eine Online Formular soweit reduzieren, dass alle Felder notwenig sind und eine Kennzeichnung von wichtigen bzw. unwichtigen Feldern damit überflüssig machen…
Grüße
Gretus
Das mit den Pflichtfeldern kann ich auch nicht unterschreiben, da in den meisten Formularen nicht nur Pflichtfelder enthalten sind, ist eine Kennzeichnung dieser von immenser Bedeutung und Wichtigkeit. Außerdem sollte diese Information vor (!) jedem Formular kurz erwähnt werden. Danach macht es wenig Sinn, da die meisten somit das Formular noch einmal durchgehen müssten und die Abbruchquote wesentlich höher liegen würden.
Hallo Gretus,
was ich noch für sehr wichtig halte ist die Länge und Masse des Formulars. Wenn der Besucher nur wenige Felder (bei der Anmeldung) ausfüllen muss, dann kommt es viel schneller zu einem “Abschluss”. Wenn man direkt im ersten Formular nach Infos wie Bankdaten fragt, dann werden sich viele Besucher den Abschluss noch einmal überlegen.
Ich halte es für recht sinnvoll, wenn man die Formulare in kleine Schritte einteilt. Hierbei sollte man jedoch nicht 10 Schritte haben sondern ungefähr 3 oder 4. Am schnellsten geht der Abschluss wahrscheinlich über die Bühne, wenn man nur nach ganz einfachen Daten fragt und der Abschluss dann schon getätigt ist und die restlichen Daten holt man sich dann nach dem Abschluss ein.
Grüße,
Justin
Neben der Kennzeichnung der Pflichtfelder finde ich es aber auch wichtig, dass Nummernfelder begrenzt sind (z.B. PLZ). User, die alles richtig machen, fällt das nicht auf, aber wenn man die PLZ nicht zum Ort packt, kann das hilfreich sein. Jedenfalls habe ich die Erfahrung bei einem Anmeldeformular gemacht. Ebenso, dass beim E-Mail Feld auch das @ vorkommen muss und www. nicht gestattet sind. Das hilft unbedarften Nutzern
Würde ich so nicht ganz unterschreiben. Viele Leute wurden über Jahre hinweg auf dieses kleine Sternchen hin trainiert, so das es für viele verwirrend ist, wenn Felder zwar Pflicht sind, diese aber nicht zusätzlich gekennzeichnet sind.
Ich habe aber Pflichtfelder und optionale von einander getrennt. Damit kommen die Sachen, die nicht zwangsweise ausgefüllt werden müssen nicht zwischendurch und der User kann im gleichen Fluss die Punkte abarbeiten.
Bei einer anderen Seite habe ich die optionalen Felder ausgeblendet und der User kann diese bei Bedarf anzeigen – sie sind aber für die Anfrage als solches nicht wichtig.
Hallo zusammen,
zum Punkt 8 kann ich noch ein schönes Beispiel liefern. Mittels Inline Validation wird adhoc geprüft, ob die Eingaben korrekt sind und ein positives Feedback (grünes Häkchen) gegeben.
Eine Studie zeigt, dass damit die Conversion Rate um 22% gesteigert werden konnte.
Hier kann man sehen, wie das ganze funktioniert…
Viele Grüße
Gabriel
Pflichtfeldhinweis: Diesen Rat kann ich aus unserer täglichen Praxis nicht nachvollziehen. Die Argumentation kann man vielleicht (!) für die Zielgruppe 50+ heranziehen, Standard ist was der User kennt und keinen kognitiven Aufwand macht. Und das “*” hat sich etabliert. Soweit unser Senf dazu
LG, Linda
Hallo,
kurze Anmerkung zu: Formularfeldbezeichnungen sollten vertikal oder links ausgerichtet werden
In einem Ergonomie-Seminar habe ich etwas anders gelernt, obwohl das im Netz eher selten anzufinden ist:
Wenn Labels links, Formularefelder rechts. Sind die Führungstexte unterschiedlich lang, können große Abstände zwischen den Texten und den Eingabefeldern anstehen. Aus ergonomischer Sicht sollten diese Führungstexte nah beim zugehörigen Eingabetext stehen und diesem Fall daher rechtsbündig.
Oder man macht alternativ wie hier, Felder und Labels tauschen.
Viele Grüße,
Witi