„Du brauchst mehr Links“, lautet das Vermächtnis eines sich inzwischen im Altenteil befindlichen, ehemals sehr geschätzten deutschen SEOs. In Bezug auf ein besseres Ranking mag diese Aussage zutreffen, für sich alleine genommen hilft sie jedoch nicht wirklich weiter.
Ein wichtiges und in der Praxis oft vernachlässigtes Beurteilungskriterium für Links ist das Verteilungsmaß. Dieses meint, in welcher Verteilung bzw. Diversifikation Backlinks für Keywords genutzt werden. Neben der Natürlichkeit liefert die Betrachtung in Bezug auf die Diversifikation zwei entscheidende Erkenntnisse. Zum Einen erhöht jeder Link, ganz unabhängig von seinem Linktext, den Trust der Seite in gleichem Ausmaß. Das heißt, egal wie der Linktext lautet, wirkt sich jeder Link auch positiv auf alle anderen existierenden Links aus.
Der zweite Punkt ist komplexer und wird erst ersichtlich, wenn man die Optimierung einer Webseite auf einer zeitlichen Achse betrachtet. Hier geht es darum, das Potenzial einer Seite bzw. der vorhandenen Ressourcen bestmöglich auszuschöpfen. Es gilt also einerseits eine Unteroptimierung, auf der anderen Seite aber auch eine Überoptimierung zu vermeiden. Das Ganze an einem einfachen Beispiel erklärt, an einer Seite die unter dem Begriff „Angeln“ und „Fischen“ ranken soll:
Konzentriert man sich beim Linkaufbau zuerst nur auf das Keyword „Angeln“ und erst dann um das Keyword „Fischen“, wenn der erste Begriff auf Platz 1 gelistet ist, ist dieser später überoptimiert, weil der Trust durch die zusätzlichen Links aus dem Umfeld „Fischen“ weiter zunimmt und immer auch das Ranking im Bereich „Angeln“ weiter gestärkt wird. Das beschriebene Szenario kann also zu einer Überoptimierung und daraus resultierenden Ineffizienz der Seite führen. Auf der anderen Seite gibt es auch das Szenario, dass man versucht, zu viele Keywords gleichzeitig zu optimieren, was letztendlich zur Folge hat, dass gar kein Keyword erfolgreich positioniert werden kann.
Das richtige Verteilungsmaß für Links bzw. Keywords zu finden und sich während der Optimierung nicht zu verzetteln ist sehr schwierig. Oft ändern sich Zielsetzungen, weitere Keywords kommen hinzu oder der Wettbewerb verhält sich anders als ursprünglich geplant. In vielen Fällen hilft es aber schon, die angesprochene Problematik aufzuzeigen und sich vor dem eigentlichen Start einer Optimierung genau zu überlegen, was man erreichen möchte, wie man Links auf Seiten- und Domainebene streut und wie man damit die zur Verfügung stehenden Ressourcen bestmöglich einsetzen kann.
Man kann den aus einer Überoptimierung resultierenden Puffer natürlich auch als notwendig empfinden. In Zeiten immer weiter steigender Kosten, nachgelagerter Rankingfaktoren und Universal bzw. Personal Search ist es jedoch ratsam, immer nur knapp über dem Wettbewerb zu stehen und gesparte Ressourcen z.B. für die Optimierung auf weitere Keywords einzusetzen.
Constantin




























Hallo,
wer gerade erst anfägt, sollte sich wirklich einen entsprechenden Linkbuilding-Plan machen. Welche Keywords sollen optimiert werden, mit welchen Keywords fängt man an und, in Bezug auf den Artikel ganz wichtig, bei welcher Position bestimmter Keywords schwenke ich möglicherweise bereits um auf die Optimierung neuer Begriffe?
Grüße
Gretus
[...] Constantin geht in seinem verfasstem Artikel der Frage nach, welches das richtige Verteilungsmaß für Backlinks ist [...]
[...] Verteilungsmaß für Links [...]
Auf der anderen Seite hatte ich bisher ganz gute Erfolge damit, erst Content ect., ohne jede Optimierung zu veröffentlichen und dann zu sehen, durch welche Keywords User auf meinen Blog kommen. Danach kann ich nachgucken, ob es bei diesen Keywords noch Konkurrenz zu schlagen gibt und wenn ja, dann mache ich entsprechende Optimierungen.
Sehr interessanter Artikel. Meine Erfahrung sagt mir aber, hauptsache Links, je mehr desto besser und fast egal woher. Und wenn man mal so die Vorderen mit einem Backlinkchecker überprüft, dann wird klar, was ich meine. Ich erlebe das auch in meiner täglichen Praxis. Manchmal reichen schon eine Hand voll Links aus (egal welche) um dem Mitbewerber zu überflügeln. Wie gesagt, grundsätzlich stimme ich dem Artikel inhaltlich voll und ganz zu.