Die Menschheit hat einen gigantischen Wissensschatz. Menschen können sich selber klonen, sie können mit winzigen Mirkrocomputern ihr eigenes Innere, und mit gigantischen Raumfähren fremde Planeten erkunden. Betrachtet man die Errungenschaften unserer Zivilisation, ist es kaum zu glauben, dass wir noch immer `stotternd´, das heißt durch bloßes Aneinanderreihen von Begriffen im World Wide Web nach Informationen stochern…
Wer als SEO heute glaubt, er könne auch noch in 20 Jahren durch einige wenige gezielte Maßnahmen das Ranking einer Webseite positiv beeinflussen, täuscht gewaltig. Die Goldgräberzeit, in der eine Seite in erster Linie durch einige auf bestimmte Suchwörter abgestimmte Veränderungen in den Ergebnissen der Suchmaschinen vorne gelistet wird, ist früher vorbei, als viele denken.
Suchmaschinen der Zukunft werden nicht in Bezug auf einige Begriffe relevante Ergebnisse untereinander auflisten. Suchmaschinen der Zukunft werden nach Eingabe einer konkreten Frage eine oder einige wenige relevante Seiten bzw. Services anbieten. Auch wenn die Sprache für Maschinen immer noch viel zu komplex ist, werden wir bereits in naher Zukunft eine akzeptabel funktionierende Suchmaschine vorfinden, die unsere Fragen erkennt (LSO) und mit der wir uns unterhalten können.
Zwar hat der Mensch unglaublich viel geschaffen, seine Bedürfnisse sind jedoch noch immer primitiv. Während mittlerweile weit über 10 Milliarden Internetseiten existieren, passen 95 % aller Suchwörter auf eine einfache CD Rom. Durch immer neue Trackingmethoden wird im Web 3.0 die semantische bzw. personalisierte Suche vielen der heute noch üblichen Methoden der Suchmaschinenoptimierung ihre Wirkung entziehen.
Konkret wird in Zukunft ein Suchender einer Suchmaschine eine Frage stellen. Aufgrund der bis dato dem Suchdienst bekannten Fragen anderer Nutzer wird zusammen mit den persönlichen Vorlieben des Suchenden ein konkretes Ergebnis geliefert. Der Suchende wir mit der Zeit immer weniger selektieren müssen. Schon nach kurzer Zeit werden viele der vorgeschlagenen Ergebnisse genau seinen Vorstellungen entsprechen.
Entspricht eine Seite dem Wunsch des Suchenden, wird er die Seite besuchen bzw. den angebotenen Service nutzen. Entspricht die Seite nicht seinen Vorstellungen, wird er eine der angebotenen Alternativen nutzen. Die Suchmaschinen werden die Relevanz der Alternative in Bezug auf die Suchanfrage auf-, die der abgelehnten Webseite abwerten. Schnell werden für jede Suchanfrage nicht mehr Millionen, sondern nur noch einige wenige Webseiten angeboten werden.
SEOs werden sich spätestens dann den neuen Gegebenheiten des Marktes anpassen müssen. Wo findige Webmaster schon heute mit den üblichen Methoden auch auf Füll- und Fragewörter optimieren, werden die heute üblichen Methoden immer mehr an Wirkung verlieren.
In Zukunft wird es darum gehen, den Suchenden detaillierte Inhalte und Services anbieten zu können. Webseiten, die nur darauf abzielen, den Besuchern das schnelle Geld aus der Tasche zu ziehen, werden kaum eine Chance haben. Wo sich SEOs heute hauptsächlich um die Beschaffung von Empfehlungen jeglicher Art bemühen, werden sie in Zukunft in erster Linie dafür sorgen müssen, dass der Besucher und nicht die Suchmaschine das richtige Futter bekommt. Herzlich willkommen in der Zukunft ![]()
Gretus





























Besonders spannend wird dann die Benutzergruppe derer, die gar nicht so recht wissen, was sie eigentlich suchen. Sondern einfach nur so im Internet surfen.
Ich denke, dies ist eine nicht zu vernachlässigende Benutzergruppe.
Constantin
Ich glaube, dass das, falls es so kommen sollte, nicht in allzu naher Zukunft der Fall sein wird…
Vorgestern beispielsweise habe ich eine Webseite in den SERPs entdeckt, die bei einem richtig umkämpften Key in den TOP 10 war und Keyword-Spam benutzt hat. So “intelligent” wie die Suchmaschinen der heutigen Zeit wirken, sind sie gar nicht und dementsprechend wird sich auch in den nächsten Jahren nicht allzu viel ändern, als dass es kein SEO mehr gäbe.
Hallo Tristan,
SEO wird es immer geben, nur werden sich die Methoden ändern. Externe Links und auch leicht zu optimierende Tags wie Title und Description werden immer mehr an Bedeutung verlieren. Was zählt, ist dann der Content und das Besucher- bzw. Suchverhalten…
Grüße
Gretus
Unterschreib! Das muss auch das Ziel eines Suchmaschinenbertreibers sein, das richtigste und relevanteste Ergebnis zu liefern und nicht das des besten SEOs, wenn sein muss auch semantisch und mit Sprache und vollständigen Dialogen, d.h. die Suma fragt zurück und zwar weitaus differenzierter als Heute bei einem Tippfehler… etc.
*lächel*
Und genau dafür gedenke ich, mich nach Studienabschluss “auf die andere Seite” zu begeben. Möchte an solchen Suchmaschinen mitentwickeln (oder zumindest fürs Deutsche anpassen). Glücklicherweise darf ich meine Abschlussarbeit eng daran angelehnt schreiben.
Problem heutzutage: Google und Yahoo verlassen sich rein auf statistische statt auf fundierte linguistisch-semantische Methoden. Die brauchen nach eigenem Bekunden keine Linguisten. Aber ich werfe hier einfach mal David Crystal und AdPepper in den Raum … und vielleicht wird es auch mal noch andere Technologien geben.
Hallo Sonja,
wenn Du trotz Deiner vielen Projekte einmal Langeweile hast, könntest Du eine eigene Kolumne bei SEO-united.de schreiben. Ich denke, das Thema `Sprache´ als solches wäre im Zusammenhang mit SEO eine interessante Angelegenheit. Würde uns sehr freuen, diesbezüglich von Dir zu hören
Grüße
Gretus
Die Wichtigkeit des Content ist doch schon heute gegeben. Auch wenn bestimmte SEOs immer noch viel mehr Augenmerk auf den Tausch von Links und die “Optimierung” einer Seite für eine bestimmte Suchmaschine aufwenden, als für den eigentlichen Inhalt der Seite, werden langfristig die Webmaster am besten dastehen, die sich schon heute durch informative und lesenswerte Inhalte aus der breiten Masse abheben. Spätestens bei der manuellen Prüfung eines Projektes wird der Unterschied zwischen “SEO”-Seite und Content-Projekt sichtbar. Ein Trend, der sich nicht nur immer weiter verschärfen wird, sondern der meines Erachtens auch genau in die richtige Richtung abzielt.
Harte Worte mit leider hohem “Wahrheitsgehalt”!
Hallo,
ein Bisschen Imagapflege kann nie schaden
Grüße
Gretus
Deine Beschreibung hat mich stark an eine Szene in dem Film A.I. erinnert
Die ‘Suchmaschine’ ist dort ein holografischer Ansprechpartner …
Ich bin Linkshänder und schreibe auch noch damit