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Wie Google über Kategorien das Ranking steuert

SEO  |   |  , 15:33 Uhr  |  15 Kommentare

StoppschildIn seinem Artikel `How Google May Boost Search Rankings´ auf seobythesea.com beschreibt Bill Slawski ein kürzlich erst zugunsten Google genehmigtes Patent, welches eine auch in Bezug auf das Panda-Update interessante Heransgehensweise an die Relevanzberechnung von Webseiten beschreibt…

Using Keywords in the Same Category as Your WebsiteA system extracts a pair that includes a keyword candidate and information associated with a document from multiple documents, and calculates a frequency that the keyword candidate appears in search queries and a frequency that the pair appears in the multiple documents. The system also determines whether the keyword candidate is a keyword for a category based on the calculated frequencies, and associates the keyword with the document if the keyword candidate is the keyword for the category.

Anstatt jedes einzelne Webdokument auf die mögliche Relevanz der darin enthaltenen Begriffe zu untersuchen, könnte man alternativ/ergänzend versuchen, Webseiten in Kategorien einzuteilen und jeder Kategorie ein festgelegtes Keywordset zuzuordnen. SEO-united.de beispielsweise würde man der Kategorie SEO zuordnen, welcher wiederum die Keywords SEO Tools, SEO Blog, SEO Software usw. zugeordnet werden.

Laut dem Patent wäre es nun so, dass wir aufgrund unserer Zugehörigkeit zur Kategorie SEO von vornherein eine bessere Chance hätten, z.B. unter dem Keyword SEO Tools gefunden zu werden. Auch wäre es so, dass eine Webseite aus einer anderen Kategorie (z.B. Urlaub) kaum eine Chance hätte unter SEO Tools gefunden zu werden, da der Kategorie Urlaub nicht das Keyword SEO Tools sondern andere Keywords (z.B. Hotels, Ferienhäuser usw.) zugeordnet wären.

Durch die Einteilung von Webseiten in bestimmten Kategorien wäre es Google möglich, das Ranking der einer bestimmten Kategorie angehörigen Webseite in Bezug auf bestimmte der Kategorie zugeordnete Keywords zu steuern! Versucht eine Webseite unter `kategoriefremden´ Keywords zu ranken, hat sie es einfach bedeutend schwerer als diejenigen Seiten, die über ihre Kategorie unter diesen Keywords ranken `dürfen´.

Beim kürzlich auch hierzulande eingespielten Panda-Update haben die Betreiber von Google angeblich einen Algorithmus aktiviert, welcher qualitativ schlechte Webseiten aufgrund wiederkehrender Muster erkennt und diese dann gezielt im Ranking zurücksetzt. Das kategoriebezogene Pushen bzw. Bremsen des Rankingpotentials bestimmter Webseiten unter bestimmten Keywords hätte einen ähnlichen Effekt wie das Panda-Update gehabt…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Stefan Website sagt:

    Bedeutet man sollte große Seiten besser in mehrere Domains aufteilen, oder?

    • Felix Lueneberger Website sagt:

      Genau diesen Gedanken hatte ich beim Lesen auch. Aber zu den Panda Gewinner gehören vor allem auch etliche Zeitungen, die ein sehr sehr breites Themenspektrum bedienen. Gibt es dafür dann eine Kategorie „News“?

  2. Denis Website sagt:

    Wie verhält sich das denn, wenn man eine Dienstleistung lokal optimieren will?

    Hier würde man verschiedene Unterseiten anlegen, diese als Longtail „Dienstleistung in Düsseldorf“ nennen und bei anderen Städten mit verschiedenen Texten, aber ein Schema einhalten. Bisher ist mir bei diesem Schema keine Abstrafung aufgefallen. Oder wäre es richtig anzunehmen, dass es nur eine übergeordnete Kategorie gibt, welche ein mal das Keyword der „Dienstleistung“ trägt und deren untergeordneten lokalen Longtail Keywords mit einbezogen werden?

    Würde demnach Vorteile und Nachteile ergeben. Vorteile jedoch, dass die Konkurenz nicht mehr sinnlos rumspamen kann :-)

  3. bazz Website sagt:

    Ich bin jetzt auch etwas verwirrt. Wie soll ich denn in eine Kategorie gesteckt werden ohne das der Inhalt meiner Seite gescannt wird. Bzw. wenn ich in einer Kategorie bin, muss doch gegen geprüft werden ob der Inhalt meiner Seite zur Kategorie passt.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo,

      Google scannt doch Deine Seiten sowieso!? Wahrscheinlich würde es so laufen, dass man immer wieder auf seine Kategorie-Zugehörigkeit geprüft wird und ggf. auch irgendwann die Kategorie (und damit auch die Chance auf bestimmte Keywords) wechselt…

      Grüße

      Gretus

  4. Maxim sagt:

    Interessanter Ansatz.

    Bedeutet weniger Möglichkeiten für „themenübergreifenden“ Spam und Websitekliquen die einen Markt unter sich aufteilen. Aber was machen wir dann mit Amazon, Ebay, Magazinen, Zeitungen und all den Anderen die sich multitopical aufstellen. Und es würde jeder Website unzugägnlich machen, sich in andere Märkte vorzuwagen.
    -> Hallo Kastengesellschaft? Nur virtuell.

    Grüße

    Maxim

  5. Max Adler Website sagt:

    Bei den großen Zeitungen könnte es ja dann so sein, dass pro Unterordner eine Kategorie zugeordnet wird. Vielleicht gilt dann quasi zeitung.com/sport als eine Domain und zeitung.com/politik als eine andere Domain?!?

    Auf jeden Fall verfügen die Zeitungen über so unglaublich viel top-recherchierten und sprachlich einwandfreien Unique Content, dass eine Herabstufung kaum realistisch wäre.

  6. Hans sagt:

    Das verwundert mich jetzt! Ich ging eigentlich bisher immer davon aus das google Seiten schon seit langem kategorisiert. Deshalb habe ich 4 unterschiedliche Nischenseiten anstatt diese 4 Nischen auf einer Seite unterzubringen. Dadurch ranke ich doch viel besser!

    Aber stimmt, wunderte mich dann auch immer wieder wenn z.B. Focus.de für Prepaid Kreditkarte rankt…

  7. EddyBauer Website sagt:

    Wurde mal Zeit eine bessere bzw. zusätzliche Kategorisierung einzuführen. Vom Grundprinzip hört es sich an, wie ein „normales“ Branchenbuch und/oder die Kategorisierung der Berufsgruppen…

    Pech nur, wenn die Website einer falschen Kategorie zugeordnet wird 😀

    LG

  8. Mo Website sagt:

    Kommt mir irgendwie spät vor. Dachte das wäre ohnehin schon die SEO Arbeitsweise seit Jahren …

  9. SEOdiot Website sagt:

    Zur Frage mit den Multikategorie-Seiten wie Focus – steht irgendwo in dem Patent, dass das eine 1:1-Zuordnung ist? Wenn nicht, könnte es ja eine Art Tagging sein, also Focus hat ’nen Stempel für Sport, einen für Politik, einen für Wirtschaft etcetera. Das kann dann ja durchaus bis auf Seitenebene runtergehen. Und dass Nischenseiten besser ranken könnte daran liegen, dass es noch einen dämpfenden Faktor gibt, wie „verwaschen“ eine Seite kategorisiert ist, also wenn sie 5 Tags bedient, ist sie wohl nicht so doll wie eine, die nur diesen einen Tag bedient. Könnte auch erklären, warum bei Fokus nur selten die Startseite rankt, weil sie ja X Tags bedient, auch wenn der eigentlich rankende Artikel gerade dort angeteasert und von Google dort gefunden wird…

  10. Mißfeldt Website sagt:

    Ich bin davon überzeugt, dass Google schon lange so arbeitet. Besonders wichtig scheint es mir bei neuen Websites zu sein, das korrekt anzugehen.

  11. Andreas Website sagt:

    Eigentlich arbeite und denke ich schon immer rein von der Logik her in „Kategorien“ bei Websites. Wie will ich denn sonst meine Zielgruppe am besten erreichen? Auch bei den Serps hat sich das immer gut bemerkbar gemacht. Wenn Google darauf noch mehr Wert legen würde strikter nach Kategorien einzuteilen, wäre das sehr begrüßenswert.

  12. Cujo Website sagt:

    Die Kategorisierung könnte eine Verbesserung bei gleichlautenden Begriffen mit unterschiedlicher Bedeutung bringen, z. B. Schloss oder Steuer. Voraussetzung wäre natürlich, dass Google es schafft, entsprechende Websites in die richtige Kategorie einzuordnen. Das dürfte aber nicht einfach werden.

  13. simon Website sagt:

    Ich bin davon überzeugt 😀

    Gruß

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