Zu jedem nur erdenklichen Suchwort gibt es mittlerweile unzählige Webseiten, welche um die vorderen Positionen kämpfen. Da sich mittlerweile auch der einfache Webseitenbetreiber immer öfter mit dem Thema SEO beschäftigt, wird es für Google und Co immer schwerer, die tatsächlichen besten Seiten auf den ersten Plätzen zu listen…
Die Algorithmus zur Bewertung von Webseiten wird sich dahingehend verändern, dass für den Betreiber einer Webseite kaum beeinflussbare Faktoren weiter an Relevanz gewinnen werden. Im Folgenden möchte ich einige dieser Faktoren nennen und kurz begründen, warum deren Bedeutung wachsen wird…
Domain: Taucht ein als besonders teuer bekanntes Keyword in der Domain auf, so ist davon auszugehen, dass auch der Inhalt der Webseite gut ist. Keyword- bzw. Keywords beinhaltende Domainnamen werden für ein gutes Ranking zukünftig immer weiter an Bedeutung gewinnen, da sie noch am ehesten den Wert bzw. Inhalt einer Webseite wiederspiegeln.
Alter: Weniger das bloße Alter einer Domain, als der ständige Ausbau bzw. regelmäßig aktualisierte Inhalte lassen erkennen, dass eine Webseite erfolgreich ist. Die Historie einer Webseite, d.h. die Entwicklung in Bezug auf den Inhalt aber auch der Resonanz der Besucher wird zukünftig verstärkt von Suchmaschinen beachtet werden.
Links: Daran, Dass Links immer öfter gehandelt werden, wird auch Google nichts ändern können. Die Bemühungen, möglichst jeden unechten Link zu entwerten, könnten sich irgendwann negativ auf die Qualität der Suchergebnisse auswirken. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Suchmaschinen bereits heute zumindest teilweise eigentlich als unecht deklarierte Links weiter berücksichtigen, weil sie die Qualität der Ergebnisse gewährleisten.
Server: Es schlägt sich wahrscheinlich auch auf die Qualität nieder, ob eine Webseite auf einem Webspace für einige Euros oder einem eigenen Server für einige hundert Euro gehostet wird. Um Webseiten zu bewerten, werden zukünftig immer öfter auch die Server- bzw. Hostingdaten mit in die Bewertung einfließen.
Content: Google wird immer besser, nicht nur die Relevanz eines Textes für ein bestimmtes Keyword, sondern auch die allgemeine Qualität eines Textes zu bestimmen. Einzigartige, regelmäßig aktualisierte und qualitativ hochwertige Inhalte werden zukünftig immer wichtiger werden.
Vernetzung: Nicht nur die Vernetzung einer Webseite in Bezug auf deren Verlinkung, sondern auch die Erwähnung sowie Empfehlung in sozialen Netzwerken bzw. Diensten wird zukünftig immer weiter an Bedeutung gewinnen. Bereits heute ist diesbezüglich zwar schon eine Entwicklung zu erkennen, aber menschliche Bewertungen (z.B. bei KennstDuEinen.de) lassen sich zumeist schwerer einkaufen als bloße Links.
Resonanz: Die Resonanz, d.h. das Verhalten der Besucher einer Webseite, wird in der Zukunft wahrscheinlich das ausschlaggebende Rankingkriterium werden. Wenn sich eine Webseite durch von Google erhobene Daten als schlecht bzw. besucherunfreundlich erweist, wird dieses zukünftig wahrscheinlich kein anderes Rankingkriterium kompensieren können.
Insbesondere bei den beiden letzten Punkten lässt sich erkennen, dass es zukünftig letztendlich nicht die Suchmaschine sondern der Besucher sein wird, welcher über die Qualität einer Webseite entscheidet. Darüber hinaus werden vermehrt für den Betreiber einer Webseite kostenintensive Faktoren, z.B. der Name der Domain oder die Art des Servers, über ein gutes Ranking entscheiden. Wer bereit ist zu investieren, hat mitunter nicht die schlechteste Webseite…
Gretus
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Hallo Gretus,
schöner Beitrag! Denke auch, dass wir in wenigen Jahren personalisierte Ergebnisse bekommen. “Pauschal”-SEO wird dann nicht mehr funktionieren. Umso wichtiger, eine Site heute bereits sauber und white darauf vorzubereiten. Denn das Thema “Alter” wird -wie Google-Patente zeigen – sicher auch nicht unwichtiger
Gruß,
Mario
Danke für die Zusammenfassung, aber Punkt 1 verwirrt mich etwas. Sind dabei nur die Ein-Wort-Domains gemeint (also auto.de) oder Domains die das Keyword beinhalten (also auto-online.de)?
Denn die Wertigkeit der ersten Variante erschließt sich mir durchaus, bei Variante 2 gibt es aber unendlich viele Möglichkeiten die auch nicht sonderlich wertig sind (auto-in.de etc).
Bezüglich Domains: Auch die Anzahl der registrierten Domains wird eine Rolle spielen. Für ein ernsthaftes Projekt registriert man gerne mal ein paar Schreibvarianten zusätzlich mit.
Hallo Enrico,
es ist z.B. möglich, dass Google jedem Suchwort einen bestimmten Wert beimisst und ensprechende Domains bevorzugt behandelt. Sicher sind hiermit in erster Linie pure Keyworddomains gemeint, aber auch Domains wie auto24.de, auto-kaufen.de usw. lassen sich vom `Wert´ her relativ gut einschätzen…
Grüße
Gretus
@Enrico Domain-Doppelnamen wie Auto-Online oder Auto-in stellen nicht wirklich einen Mehrwert dar, da der Begriff Online oder in wohl eher anderen Branchen zuzuordnen sind. Verwandte Keywords wie Werkstatt, Tuning, Markt, Gebrauchtwagen, Jahreswagen, Unfallwagen bilden zum Hauptkeyword Auto eine passende Ergänzung.
Wenn die letzten beiden Punkte in Deiner Aufzählung wirklich relevanter werden, so ist doch zu befürchten, dass die Fachwelt und diejenigen, die sich dazu zählen, sich daraufstürzen und die Dinger zumüllen. Für mich hätten beide Punkte großes Manipulationspotential, wenn sie als Rankingfaktoren stärker bewertet würden.
Hallo,
Keyword im Domainnamen = schön & gut, ich persönlich schätze diesen Faktor allerdings als eher gering ein. Wobei man natürlich von einem relevanten Linktext profitiert, wenn irgendwo der Domainname an sich verlinkt wird.
Dass sich von der Wahl des Servers unbedingt auf die Qualität der Website schließen lässt, wage ich mal anzuzweifeln…
VG ML
[...] von seo-united.de beschreibt in seinem Beitrag Zukünftige Rankingfaktoren « SEO wie sich die einzelnen Faktoren wie Domain, Content, Links, Vernetzung usw. in Zukunft entwickeln [...]
[...] mit einbeziehen und die Rankingfaktoren der Zukunft beachten. SEO United hat einige Vermutungen aufgestellt, wie das Rankingverhalten von Suchmaschinen in Zukunft aussehen könnte – etwa [...]
Hallo,
sehr guter Beitrag. Eine Frage bleibt mir – In wie fern sollte Google sehen können, was mein Hosting-Angebot kostet? Fehlt Ihnen hier nicht die Möglichkeit diese Daten auszulesen, also beispielsweise die performance-Daten des Servers?
Grüße aus Stade – SEOnatic!
[...] von neuen Erkenntnissen und Updates für die verschiedensten Dienste, Portale und Netzwerke. Suchmaschinen wie Google entwickeln sich stetig weiter, also müssen sich auch diejenigen, die damit arbeiten und ihre “Brötchen” verdienen [...]
Hallo SEOnatic,
erstmal kann man natürlich einiges aufgrund der IP erfahren und so rückschlüsse auf den Provider ziehen. Sind mehrere Domains mit unterschiedlichem Admin-C aber einer IP, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit sogar um ein Webhostingangebot.
Zusätzlich kann man viel erfahren, wenn man den Server anfragt. Erreichbarkeit, Anzahl gleichzeitiger Theards usw…sprich: Wie performant ist der Server?
Und zu guter letzt kann man natürlich noch den Whois-Test machen und so ebenfalls erfahren, ob ein Massenhoster oder ein besseres Angebot dahintersteckt. Auch der Standort spielt hier eine entscheidende Rolle.
So lässt sich von außen schon einiges ermitteln! Und wird der Hostingfaktor bekannt, gibt es sicherlich Instrumente, um gute Angebote auch “sichtbar” zu machen.
Liebe Grüße,
Constantin
Hey,
also ich kann mir noch nicht vorstellen, dass Google solche Domains wie Suchmaschine.de besser bewertet als Google.de, buchhandel.de besser als amazon.de oder auktionshaus.de besser als ebay.de, kontaktboerse.de besser als facebook.de. Man kann die Liste unendlich so weiter führen. Die teure keyword-Domain ist einfach nur ein billiger Trick. Die Keyword-Domain funktioniert nur in den Nischen.
Die Performance eines Webpaketes interessiert, aber der Preis nicht. Oder hat von Euch noch jemand Verträge mit einem Hoster, der nicht längst neue Tarife veröffentlicht hat. Also meine Vertragskonditionen findet man häufig gar nicht mehr…
Das Nutzerverhalten wird bestimmt immer wichtiger werden, aber das Verhalten ist von der Art der Webanwendung abhängig. Das wird noch laaaange dauern, bis Google das automatisiert hinbekommt.
Gruß
Ich weiß ja nicht in wie fern der Wert (Preis) eine Hosting/Serverpaketes einen Zusammenhang auf den Wert des Content stellt? Das wäre ja so als wenn man grundlegend alle Porsche Fahrer als besonders wertvoll einstuft und alle Kleinwagen Fahrer als eher nicht…
Dies ist mal wieder ein Beitrag, der mir zeigt warum ich immer wieder mal hier vorbeischaue! Sehr schöne, interessante Überlegungen Gretus. Weiter so!
[...] Artikel gibt es auf SEO-United.de zu lesen. Darin schreibt Gretus über zukünftige Ranking Faktoren. Also die Faktoren, die seiner Meinung nach in Zukunft am wichtigsten für ein gutes Ranking in [...]
Wirklich ein sehr interessanter Artikel! Nur leider verstehen das noch nicht so viele, dass man nämlich nur noch Webseiten erstellen sollte, die professionell in der Struktur, der Programmierung und im Content sind. Alles andere sollte zumindest bei seriösen SEO-Agenturen schon lange der Vergangenheit angehören.
Aber nicht nur die SEO-Agenturen auch die Kunden sollten verstehen lernen, dass ihre Webseiten auf Dauer nur erfolgreich sind, wenn diese die o.g. Kriterien erfüllen.
Ich arbeite schon lange nach dem Prinzip: Content is King!!! Hoffentlich wird das bald alles Realität. Vielleicht hört dann dieser Unsinn mit den LINKS endlich auf.
will man mal wirklich in die zukunft blicken, werden hoffentlich nur noch user über die qualität in den serps bestimmen. schon jetzt dürfte die ctr eine relativ große rolle spielen. und je mehr mensch dafür sensibilisiert ist, sich nicht mehr von automatisierten spamseiten verarschen zu lassen, desto weniger adword-farmen ohne ernsthaften content werden zu finden sein. und daran wird sich google mit sicherheit anpassen wollen. fazit: suchmaschinenoptimierung fällt endlich wieder denjenigen zu, die guten content bieten. wird zeit.
Es gibt Begriffe bei den Google absolut nicht die besten Seiten liefert, sondern veralterten Schrott. Dabei handelt es sich oft um Bereiche wo wenig Seo vorherrscht.
Aus meiner Sicht sollte Google in Zunkunft weniger darauf achten wie alt eine Seite ist, um mehr Flexibiltät zu schaffen.
Ich denke das Google schon auf das Alter einer Seite achten sollte, allerding sollte google auch darauf auchten wie ernsthaft der betreiber auf der jeweiligen Domain es meint.
( nicht wie in etwa so : heute einen Bolg auf der Seite nächsten Monat mal einen Shop dann ne Pornoseite , Linkfarm usw. usw. )
Ich denke an Hand einer gewissen beständigkeit eines Domain – Inhabers kann man auch eine gewisse Ernsthaftigkeit feststellen.
“Ich denke das Google schon auf das Alter einer Seite achten sollte”
Warum? Das würde ja voraussetzen, dass Seite A von vorn herein besser wäre als Seite B, nur weil sie älter ist? So ignorant kann ja wohl keiner sein, das zu glauben!
Meiner Meinug nach und aus meinen Erfahrungen heraus weiß ich, dass dem (Gott sei Dank) nicht so ist! Und das wird sich hoffentlich auch nicht ändern!
Wer würde denn zu einem Bäcker Brötchen holen gehen, der fünf Kilometer weit weg ist, wenn ein neuer Bäcker um die Ecke aufmacht? Wenn man keine persönliche Beziehung zu ihm hat wohl kaum und alle backen mit Mehl. Und nur weil er schon länger eine Bäckerei hat, sind seine Brötchen besser?
H A L L O ? ? ?
Der Punkt zum Server ist ja der Hit.
Ich denke, so eine Aussage zielt einzig und allein darauf ab, Kunden teure Accounts zu verkaufen. Genauso wie die Aussage: Eine Domain darf nicht mit und ohne www gleichzeitig erreichbar sein. Da werden Kunden Accounts angedreht, in denen man per .htaccess den Server steuren kann und die Hoster lassen sich das fett bezahlen. Ich habe einige Nischenprojekte auf ein Euro Accounts laufen und sie ranken super.
Und die Aussage geht ja weiter mit: Einige Suchmaschinen werten dies als doppelten Content.
Mhhh, welche denn? Wenn es tatsächlich welche geben sollte, dann sind sie so dermaßen irrelevant, dass mir gar kein Vergleich einfällt. Und dass wird genau so ein Hype, dass jeder denkt, wenn ich einen Account für 100 Euro im Monat haben, komme ich bei Google auf Platz eins.
Vielleicht sollte ich Hoster werden
“Eine Domain darf nicht mit und ohne www gleichzeitig erreichbar sein.”
das ist ja auch eher eine grundidee, auf der dieses komische internetding basiert: jede seite hat eine einzige, eindeutige adresse. es geht ja im grunde darum: welche seite soll in den index? der rest ist rechenaufgabe: hast du vier backlinks, von denen drei auf http://www.website.de/seite und einer auf website.de/seite läuft hast du einen verschenkt, da deine unterseite nicht als eine einzige erkannt wird.
schon klar: das ist alles kleinscheiß, aber das ist nun mal der job. darum setzt sich die geschichte ja auch aus mehreren faktoren zusammen und nicht einem großen paket, das man durchzieht und geil rankt. mag in der nische funktionieren. aber geht’s hier darum?
ps: das “teure” .htaccess kannst du dir auch sparen, wenn du dich mit canonical tags auseinandersetzt.
Hallo Gretus,
Vorerst Danke für die schönen Beitrag. Also ich muß schon sagen, Punkt 1 (Keyword-Domain) und besondere Punkt 2 (regelmäßig aktualisierte Inhalte) kann ich leider nur bestätigen. Ich sage leider weil ich kann mir kein “seo.com” oder “suchmaschinenoptimierung.de” domain leisten!
Oder vielleicht geht es auch mit ein Subdomain, beispiel: seo.interaktiv-net.de. Was meins du?
Netten Gruss
Sotiris
[...] SEO-United macht sich natürlich auch immer wieder Gedanken, wohin sich SEO entwickelt [...]
In vielen Punkten kann ich mitgehen. Bei dem Punkt Resonanz – der sicherlich sinnvoll erscheint, ergibt sich die Frage, wie Google solche Daten erheben will, wenn die Seiten eben nicht mit Google Analytics getrackt werden.
Hallo Gretus,
interessanter Artikel. Mich würde interessieren, ob es bezüglich der Qualität der Server- und Hosting-Daten auch eine offizielle Google-Quelle gibt? Vielleicht ein Link zum offiziellen Blog oder so? Das wäre nützlich, um es beim Kunden belegen zu können.
Grüße und danke!