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Statistik – Anzahl indexierter Seiten

Statistik  |   |  , 17:59 Uhr  |  12 Kommentare

Die Anzahl der indexierten Seiten, ermittelt über die Site-Abfrage, ist ein äußerst spannender Wert. Die Gesamtzahl der indexierten Seiten im Bezug auf eine einzelne Domain spielt hierbei wahrscheinlich die größte Rolle.

Auch wenn es allgemein Konsens sein dürfte, dass es besser ist wenige gute als viele schlechte Seiten im Index zu haben, wird vielerorts dennoch versucht mit einer großen Anzahl an Seiten weiteren Traffic zu generieren. Bereits vorige Woche hat sich Hanns Kronenberg auf seinem Weblog diesem Phänomen gewidmet und eine Effizienz-Untersuchung durchgeführt und den Nutzen ins Verhältnis vom geleisteten Aufwand gesetzt.

Auch ich möchte mich heute mit diesem Phänomen befassen, wenn auch mit einer etwas anderen Herangehensweise. So habe ich mir innerhalb der ersten 50 Platzierungen angeschaut, wie viele indexierte Seiten die jeweilige Domain hat. Demnach soll die Frage beantwortet werden, ob Domains mit vielen Seiten im Index tendenziell besser ranken als Domains mit nur wenigen indexierten Seiten.

Da es insbesondere nach oben keine Grenzen gibt und einige wenige Domains mit extrem vielen Seiten (youtube.com, facebook.com, linkedin.com, flickr.com usw.) den Durchschnitt stark nach oben treiben und das Ergebnis verwässern würden, habe ich mir den Median als statistisches Hilfsmittel genommen. So fallen die Ausreißer weniger ins Gewicht und die Auswertung ist in der Qualität besser.

Der Screenshot auf der linken Seite zeigt das Ergebnis der Auswertung. Gut zu erkennen ist insbesondere der starke Anstieg des Medians ab Position 10. Hier tummeln sich zunehmend die auf Longtail optimierten Unterseiten größerer Projekte.

Spannend hierbei ist, dass kleinere und auf ein Thema fokussierte Projekte durchaus gute Chancen haben, sehr gut innerhalb der SERPs zu ranken und im Bezug auf die SEO-Effizienz, wie Hanns sie beschreibt, sehr gut abschneiden dürften. Fraglich ist allerdings, ob sich so tatsächlich eine Aussage über die Effizienz ableiten lässt als vielmehr eine über die Effektivität. Schaut man sich nämlich z.B die Projekte hinter den hinteren Positionen genauer an, finden sich hier viele User-Generated-Content Portale wieder, die kaum Aufwand mit der Erstellung haben.

Entscheidend ist, dass Google diese Informationen derzeit hinten anstellt und Informationen von kleineren Portalen als relevanter bewertet, zumindest wenn man den Querschnitt betrachtet. Allerdings dürfte sich dieses Phänomen zu großen Teilen auch durch die bessere Direktverlinkung von kleineren Portalen erklären lassen. Ausnahmen wie Wikipedia bestätigen bekanntlich die Regel.

Um diese Aussage zu unterstützen habe ich eine Auswertung der statistischen Schiefe gemacht, welche eher zu kleineren Projekten tendiert. Genaugenommen liegen also mehr Werte unterhalb des Mittelwerts als über diesem. Ein richtiger Trend ist hier jedoch nicht zu erkennen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass grundsätzlich kleine sowie große Seiten innerhalb der SERPs auftauchen und ihren Teil, sofern Qualität und Direktverlinkungsrate stimmen, vom Kuchen abbekommen. In jedem Fall ist die Auswertung ein Prädikat für die gute Qualitätsbewertung seitens Google und einmal mehr dürfte das Prinzip „viel hilft viel“ immer weniger erfolgreich und auch purer Content noch lange kein King sein…

Constantin

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Hanns Website sagt:

    Guter Beitrag, sehr spannender Ansatz…

  2. CmsMirror sagt:

    Interessantes Thema und wie immer auch ein guter Beitrag 😛

  3. Badrat Website sagt:

    Muss auch zugeben das du dieses Thema sehr schön beschrieben hast, mach weiter so! Werden bestimmt einige etwas mit anfangen können…

  4. Andy Website sagt:

    Eine gute Analyse, die man anhand von Grafiken nachverfolgen kann. So wünsche ich mir SEO-Arbeit. 😉

  5. […] Die optimale Anzahl indexierter Seiten – sucht der Hanns (und Constantin macht sich auch seine Gedanken) […]

  6. […] United – Statistik zur Anzahl indexierter Seiten Rund eine Woche nach der Untersuchung von SEO-Strategie entstand diese Betrachtungsweise. […]

  7. Ben Website sagt:

    Wirklich interessant zu sehen, vor allem, dass die Erstpositionierung noch so richtig viele Seiten im Index hat und die darauf folgenden Plätze massiv weniger.

  8. Jan Website sagt:

    Spannende Analyse, jetzt müsste man mal schauen ob das häufiger so ist, das die fünf bis zehn deutlich weniger Seiten im Index hat, als die nachfolgenden – sofern diese nachfolgenden über UserContent verfügen.
    Einige Keywords fallen mir da schon ein…

  9. Michael Website sagt:

    Sehr interessanter Beitrag!

    Der ursprüngliche Artikel von Hanns basiert übrigens leider auf einem mathematischen Artefakt. Ausführliche Analyse hier…

  10. Constantin sagt:

    Hallo Michael,

    ich wusste gar nicht, dass du dich überhaupt in der Öffentlichkeit zeigst :-)

    Ich habe deinen Artikel gerade aufgesaugt und stelle fest, dass du ebenfalls zu meinem Schluss kommst, auch wenn du es nicht aussprichst: Die Anzahl der indexierten Seiten ist kein Rankingkriterium bzw. Erfolgsindikator! Wäre ja auch Quatsch, wenn Google sich Google diesem Kriterium bedienen würde.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  11. Daniel Website sagt:

    Ein klasse Artikel – aber etwas anderes habe ich hier auch nicht erwartet 😀

    Eine Frage hätte ich zu den Site-Abfrage: Ich habe einmal in einem Blog gelesen, dass sich übermäßige Site-Abfrage (etwa über ein SEO Addon für FireFox o. ä.) negativ auf eine Domain auswirken können. Und man so in die „Sandbox“ kommt. Stimmt das?

  12. Constantin sagt:

    Hallo Daniel,

    nein, das stimmt so nicht. Auch sehr viele Site-Abfragen haben keinen negativen Effekt auf das Projekt.

    Liebe Grüße,
    Constantin

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