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Statistik – TLDs in Deutschland

Statistik  |   |  , 16:28 Uhr  |  16 Kommentare

Vermutlich ist es etwas weit hergeholt, Suchmaschinenoptimierung als eine Wissenschaft zu betrachten. Dennoch gibt es immer wieder Parallelen, so zum Beispiel beim Aufbau von Wissen. Am Anfang stehen die reinen Daten, aus deren Interpretation sich Informationen ergeben. Verknüpft man mehrere Informationen miteinander, ergibt sich im Idealfall wertvolles Wissen.

Solange die Suchmaschinen ihre Algorithmen weiterentwickeln bzw. Ergebnisse manuell bereinigen, wird sich an diesem Wissensstrang auch nichts ändern. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, einen eigenen Mechanismus zur Datenerhebung zu entwickeln. Unser Crawler sammelt nun schon eine ganze Weile SEO spezifische Daten verschiedenster Natur. Die so entstehende Datenbasis wird uns einige nette Dinge ermöglichen, deren Ergebnis wir Euch in Form aufbereiteter Daten zur Verfügung stellen möchten. Teilweise ist unser Crawler noch etwas zickig und braucht seine Streicheleinheiten, die Daten reichen für einfache Auswertungen aber durchaus schon aus.

So möchte ich heute mit einer Auswertung der Top-Level-Domains in Deutschland starten und auf ein paar Besonderheiten eingehen. Die Konzentration bei der Auswertung liegt bewusst auf den ersten zehn Platzierungen stark bis mittelstark frequentierter Keywords. damit ist das Ergebnis zwar nicht repräsentativ für den gesamten Index, die Einschränkung macht die Auswertung aber klarer.

Ein Blick auf den Chart macht deutlich, dass es keine Überraschungen gibt. Fast ¾ der Platzierungen werden durch .de-Domains belegt, gefolgt von .com, .org, .net, .at, .info, .ch und einem spannenden Rest. Auch wenn die deutsche TLD .de den größten Anteil ausmacht, wäre es etwas voreilig ihr eine Bevorzugung zu unterstellen.

Wenn man sich besagten Rest anschaut, wird deutlich, dass es keine Einschränkung innerhalb der TLDs gibt. Die Vielfalt ist groß und von .ag (Antigua und Barbuda) bis zu .ws (Samoa) ist alles vertreten. Auch länderunabhängige Domains wie .travel oder .gov sind mit von der Partie. Die folgende Liste zeigt nur einige Exoten:

TLD Domain Keyword Position
.ag http://www.kunst.ag/ Kunst 7
.cc http://www.onlinekredite.cc/ Bankkredit 6
.fm http://www.rautemusik.fm/ Internetradio 4
.gov http://www.usa.gov/ USA 8
.pl http://www.pokergame.pl/ online Poker 6
.travel http://www.polen.travel/de Polen 3
.ws http://www.jetztspielen.ws/ kostenlose Spiele 3

Die Liste macht deutlich, dass es keine Beschränkung gibt und jede TLD für den deutschen Index ranken kann. Ob es Sinn macht, sich für eine exotische TLD zu entscheiden, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Wie die Beispiele rautemusik.fm oder auch kunst.ag oder usa.gov zeigen, kann das aushebeln der Länderkennungen jedoch auch von Vorteil sein…

Constantin

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Benjamin Website sagt:

    Ich habe mit Exoten-Domains auch nicht immer nur schlechte Erfahrungen gemacht, obwohl an jeder Ecke davon abgeraten wird.

    Kleiner Fehler im Beitrag: Nicht fast ¼, sondern fast 3/4.

    Grüße

  2. Constantin sagt:

    Hallo Benjamin,

    danke für den Hinweis auf den Fehler, ich hab ihn gleich behoben. Ich habe auch schon oft erlebt, dass einem Leute davon abraten, was ich aus SEO-Sicht definitiv nicht verstehen kann.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  3. Tobias Website sagt:

    Aus Seo-Sicht wahrscheinlich nicht. Aus Usersicht aber allemal. Da gibt es dann einige Exoten, denen Du 5 mal sagen kannst, dass die Endung .NET lautet, in den Browser wird trotzdem .de eingegeben und sich gewundert, dass da nichts kommt. Ähnlich verhält es sich aber mit einem Bindestrich. 🙂

  4. […] hat eine Statistik über Top-Level-Domains in Deutschland aufgestellt. SEO-united hat für die Auswertung die ersten zehn Platzierungen bei stark bis mittelstark […]

  5. Phil Website sagt:

    Irgendwie war ich eh der Meinung, dass das Diagramm so in der Art ausschauen wird und igrnedwie erstaunt, dass die „Exoten“ so vernünftig ranken! Und dann so gut ranken.

    Denn die meisten „Exoten“ kamen erst nach den „Standard Endungen“ … man kann es jetzt drehen wie man will. Entweder haben die „Exoten“ ganze Arbeit geleistet, wenn Sie so gut ranken, da ja zumeist erst später mit von der Partie, oder die „NON-Exoten“ haben sich ausgeruht… wie auch immer es sein mag… interessant allemale ..die Verteilung!

  6. Constantin sagt:

    Hallo Phil,

    die Exoten haben ganze Arbeit geleistet, um deine „Frage“ zu beantworten.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  7. der-nette-seo sagt:

    Nette Übersicht habt ihr da zusammengestellt. Letztendlich ist aus meiner Sicht die Wahl der Domainendung für das Ranking eigentlich egal. Allerdings ist aus der Sicht der User .de, .com oder .net wohl am günstigsten. Die beste Begründung die ich einmal gehört hatte, weshalb einem von anderen Domainendungen abgeraten wird war: Die SuMas erkenne anhand der Domainendung, welche Sprache auf der Domain ist… Ohne Worte, oder?

  8. Ben Website sagt:

    Ich kann dem-netten-seo nur zustimmen, ich halte die Wahl auch für grundsätzlich egal, zumindestens aus Suchmaschinentechnischer Sicht. Aus Sicht des Benutzers sieht das ganze natürlich anders aus.

    Auch das Beispiel mit der Sprachenerkennung an Hand der TLD, köstlich! 😉

  9. Mark Website sagt:

    Sehr interessante Auswertung.

    Oft erreicht man halt gerade das Vertrauen der Benutzer eher mit einer deren bekannten TLD eher als mit einem Exoten.

    Für SEO ist es jedoch kein Problem mit solchen Domains zu ranken. Man sollte halt nochmal speziell auf die IP zur Domain sowie die Sprachzonen der eingehenden Links achten, damit Google den Inhalt auch richtig interpretieren kann.

  10. Rookie Website sagt:

    Ich denke auch nicht, dass die Exoten Domains jetzt schlechter ranken als zB. Länderspezifische Domains. Aber wenn noch was frei ist, würd ich die .de Domain immer vorziehen. Sieht einfach viel schöner aus.

  11. Hannes sagt:

    hey, das Thema um die TLDs wurde auf der SMX in Sydney auch angesprochen. Ich habe mich dem Thema an euch anschließend auch noch angenommen.

    Gruß

  12. Mario Fischer sagt:

    Spannend ist doch auch die Frage, ob bei den besagten Keywords ein besseres Ranking erzielt worden wäre bzw. erzielbar ist, wenn eine .de Domain verwendet worden wäre?

    Mit anderen Worten: Rankt kunst.ag mit „Kunst“ auf 7, weil die anderen de-Domains mit „Kunst“ im Domainnamen einfach nicht vernünftig optimieren?

    Habt Ihr Euch die oben angeführten Beispiele mal angeschaut? SEO-technisch meine ich?
    Ein Grund könnte ja sein, dass VOR ALLEM SEO´s auf exotische Domains ausweichen, weil die .de vergeben ist (logisch) und diese Exotendomain dann richtig pimpen. DANN taucht sie freilich weit vorne auf. Das bringt mich zur Frage zurück, ob der gleiche Aufwand -in eine .de gesteckt- nicht doch bessere Ergebnisse bringt.

    Ich bin daher nicht sicher, ob man das Auftauchen von Exotendomains im „deutschen“ Index einfach als Begründung hernehmen kann, dass die TLD egal wäre.

    Dass Suchmaschinen die Sprache nach der Endung „erkennen“ würden, ist natürlich Unsinn. So hölzern arbeitet heute keine SuMa mehr (außer vielleicht den kleinen, trafficarmen Randmaschinen 😉

    Wozu sind TLDs da? In der Regel (nicht immer) visualisieren sie das Land des Anbieters. Suchmaschinen wären verdammt dämlich, das nicht mit einzubeziehen. Wenn also jemand aus D etwas sucht, wird er vornehmlich (nicht immer) auch Anbieter/Webseiten aus D bevorzugen. Das kann keine SuMa ignorieren. Zu mindest kann ich mir das nicht vorstellen, dass es völlig egal ist, welche TLD man verwendet.

    Hmmm….

  13. Rod Meier Website sagt:

    @Mario Fischer: Ja, das klingt schlüssig.

    Google will das bestmögliche Ergebnis für den User anzeigen!

    Das würde bedeuten: Bei identischen Domainnamen und Inhalte würde sinnvollerweise die .de vor der .xy gelistet werden. Zumindest auf Google.de und zumindest solange kein Duplicate Content erkannt ist.

    Mit welcher Gewichtung wird jedoch der Serverstandort mit eingerechnet? Was käme vorne wenn die .de in einem anderen Land und die .xy in Deutschland gehostet ist?

    Vermutlich wäre die .de auch hier vorne. Dem User ist es letztendlich (fast) egal wo die Domain gehostet wird. Die TLD dürfte dem User als „wichtiger“ vorkommen…

  14. Marc Website sagt:

    Ich bin auch der Ansicht wie Mario geschrieben hat. Es ist schwierig Vergleiche aufzustellen, da man auch die Konkurrenz stark beachten muss.

    Wenn jetzt in den Suchergebnissen auf Platz 1 kunst.to, .ws oder .zg wäre, und auf Platz 2 kunst.de – auf was würdet ihr eher klicken? Ich vermute mal auf kunst.de – Aus diesem Grund kommen dann diese Domainendungen auch weiter nach vorne.

    Die Firmen welche sich ein Top-Key mit der Endung .de oder .com leisten können, werden sicher auch mehr in Marketing und SEO investieren und sind aus diesem Grund auch meist vorne dabei.

    Man sollte aber auch mal recherchieren ob Top Keys besser ranken als „schlechtere“ Domainnamen. Z.B. rankt meine Domain schlagzeug.it ohne dass ich sie optimiert habe mit dem Key Schlagzeug bei Google auf Platz 10 und bei anderen Sumas noch besser und das schon seit längerer Zeit.

    Also würde z.B. marketing.de besser ranken also marketingagenturberlin.de oder firmenname.de – wenn die Seite gleich optimiert wird?

  15. Constantin sagt:

    Hallo,

    ich kann mich der Aussage von Mario Fischer nicht anschließen. Google hat sich zur Aufgabe gestellt, die besten Informationen zu finden und hat mit der Relevanzbewertung unter anderem durch Backlinks genügend Möglichkeiten diese Aufgabe im Vergleich zu den Mitbewerbern auch extrem gut zu erfüllen. Da macht es überhaupt keinen Sinn auf eine Bewertungskriterium wie die TLD zurückzugreifen.

    Es gibt genügend Beispiele, die diese unterstützen. Wie gesagt, die TLD als irgendein Rankingkriterium zu benutzen macht kein Sinn.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  16. […] SEO-United.de hat sich mal die Mühe gemacht und die Anteile verschiedener TLDs im deutschen Google-Index untersucht. […]

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