Mit die ersten Suchmaschinen waren WebCrawler, Lycos und Alta Vista. Lange Zeit war die Metasuchmaschine Alta Vista, zudem eine der ersten kommerziellen Suchmaschinen, Marktführer auf ihrem Gebiet. Heute dagegen gibt es fast keine Metasuchmaschine, die sich erfolgreich behaupten kann.
1998 entwickelten Larry Page und Sergey Brin, damals noch Studenten, eine eigene Suchmaschine. Eine einfache, fast schlichte Benutzeroberfläche sowie eine vorher nie gekannte Suchgeschwindigkeit waren die Grundlagen für den späteren Erfolg der Suchmaschine Google. Darüber hinaus nutzte diese Algorithmen bzw. Rankingkriterien, welche man vorher so nicht kannte. Eines dieser Kriterien ist der so genannte PageRank.
Schnell erkannten auch Yahoo und MSN, zwei weitere Suchdienste, dass sich die neue Suchtechnik der Suchmaschine Google durchsetzen würde. Da Larry Page und Sergey Brin sich aber sofort alle Techniken patentieren ließen, blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich bei Google einzukaufen. Heute, auch wenn Yahoo mittlerweile einen eigenen Algorithmus entwickelt hat, ist die Suchmaschine Google absoluter Marktführer. Ihr Marktanteil beträgt, nimmt man die Suchmaschinen hinzu, welche ebenfalls den Googleindex nutzen, über 90%. Yahoo und MSN bzw. Windows Live folgen auf den Plätzen 2 und 3. Sie scheitern, zumindest in Deutschland, jeweils deutlich an der 5% Hürde...
Ausblick: Ob Google sich auch zukünftig als Marktführer behaupten kann, lässt sich nicht sagen. Dass Alta Vista heute kaum noch jemand kennt, hätte noch vor einigen Jahren keiner für möglich gehalten. Genauso schnell könnte Google einer neu entwickelten Technologie weichen müssen. Von einem Tag auf dem anderen wird dieses jedoch kaum geschehen. Google versteht es, wie kaum ein anderes Unternehmen, sich selbst zu vermarkten. Das Stichwort lautet `Branding´. Google ist längst keine bloße Suchmaschine mehr, sondern ein Unternehmen, welches in nahezu alle Bereiche expandiert. Dazu zählen z.B. die speziellen Suchdienste Froogle, Google Maps, Google News, das Diskussionsforum Google Groups, ein E-Mail- Dienst (GMail) oder Communities wie blogger.com oder Orkut, eine Kontaktbörse. Des Weiteren bietet Google kostenlose Software, wie Google Desktop oder das Bildbearbeitungsprogramm Picasa an.
Der Hauptgedanke, welcher hinter diesen und vielen anderen neuen Entwicklungen steckt, ist einfach. Der Name Google gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Es wird längst nicht mehr gesucht, sondern nur noch `gegoogelt´.
Der Suchmaschine von Morgen werden wir per Spracheingabe eine Suchanfrage stellen können. Ebenso wird sie, nachdem sie selbstständig alle relevanten Ergebnisse gefunden und ausgewertet hat, mit einer eigenen Stimme antworten. Dieses kann jedoch noch Jahrzehnte dauern. Es gibt zwar schon Versuche und auch erste Ergebnisse, aber die Sprache im Kontext ist viel zu komplex, als das diese wirklich brauchbar wären. Hier werden die Probleme deutlich, der sich die Entwickler einer zukünftige Suchmaschine stellen müssen.
Neben der Mehrdeutigkeit vieler Suchbegriffe oder der unterschiedlichen Grammatik, stellt vor allen Dingen die schnell wachsende Datenmenge ein großes Problem dar. Zu einen entstehen täglich Millionen neuer Webseiten, und zum anderen werden viele Webseiten täglich aktualisiert. Experten gehen aus diesen Gründen davon aus, dass die Suchmaschine der Zukunft auf spezialisierte Datenbanken zurückgreifen wird. Außerdem wird die personalisierte und regional gesteuerte Suche (Personalized Search bzw. Geo-Targeting) immer mehr an Bedeutung gewinnen. So lassen sich nicht nur wichtige Ressourcen sparen, die Suche wird für den Benutzer auch einfacher und übersichtlicher, denn die Suchmaschine wird zusammen mit ihm `lernen´...



