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Börsenguru Mr. Google

Google  |   |  , 11:41 Uhr  |  18 Kommentare

Bulle und BärJede bei Google getätigte Suchanfrage wird eine Zeit lang gespeichert. Die Speicherung erfolgt zwar anonym, anhand der gesammelten Daten kann der Suchmaschinen-betreiber jedoch z.B. sehen, welche Musik gerade in, welches Urlaubsland gerade beliebt oder welcher Promi gerade besonders gefragt ist…

Wo das Wissen über die allgemeinen Urlaubsvorlieben oder den Musikgeschmack noch vergleichsweise harmlos ist, ist selbst die anonymisierte Speicherung von Suchnafragen z.B. aus dem Bereich Politik, Medizin oder auch Wirtschaft nicht unumstritten.

Eher durch Zufall ist mir gestern eine Möglichkeit aufgefallen, wie sich Google zumindest theoretisch relativ detailierten Einblick in das aktuelle bzw. zukünftige Börsengeschehen verschaffen könnte. Je mehr man darüber nachdenkt, desto komplizierter wird die Geschichte zwar, die grundlegende Idee dahinter finde ich zumindest jedoch sehr spannend.

Die Google-Suche fungiert bekanntlich auch als Taschenrechner. Ob nun Addieren, Multiplzieren oder auch Prozentrechnung, durch Eingabe entsprechender Rechenoperationen liefert Google das exakte Ergebnis und speichert entsprechende `Anfragen´ wahrscheinlich genauso ab wie alle anderen Suchanfragen auch für eine Weile ab.

google_taschenrechner

Gut möglich, dass genau am heutigen Tag die in der Grafik gezeigte Suchanfrage genauso oder zumindest so ähnlich, hier wird es wie erwähnt irgendwann kompliziert, öfters bei Google eingegeben wird. 408,50 ist der aktuelle Kurs der Google-Aktie in Euro, die 100.000 möglicherweise das Budget eines vor dem Kauf befindlichen Aktionärs, der nur noch schnell ausrechnen will, wie viele Stück der Aktie er sich denn für sein Erspartes kaufen kann.

Nun soll es auch noch Leute geben, die genannte Rechenaufgabe im Kopf erledigen, es gibt unterschiedliche Aktien mit nahezu identischen Kursen und theoretisch zumindest könnten die Zahlen auch etwas ganz anderes bedeuten, ich wage jedoch zu behaupten, dass Google durch einen speziell für deartige Suchnafragen geschriebenen Algorithmus die jeweils zweite Ziffer bestimmten Aktien genau zuordnen kann, durch in der Vergangenheit gemachte Vergleiche mit der tatsächlichen Entwicklung von Aktienkursen die Anzahl der getätigten Anfragen auf die Realsituation hochrechnen kann und so, alles natürlich nur rein theoretisch, genau sehen kann, wie sich die Kurse bestimmter Aktien zukünftig entwickeln werden…

Gretus

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Kommentare zu Börsenguru Mr. Google:

  1. dennis says:

    Hier scheint die Rechnung richtig.

  2. Noriseo says:

    Man weiß ja nicht, ob der User kaufen oder verkaufen will! Das ist der entscheidende Punkt!

  3. Abro says:

    Naja pfff, ist schon etwas weit hergeholt. Aber sehr süß.

    Google kann auf jeden Fall markttechnisch EINIGES aus seinen Daten ablesen.

    Siehe Domestic Trends, wo Suchwörter einer Branche zu einem Marktlagenindex zusammengeführt werden. Hier z.B. der Werbeindex US…

    Je mehr Anfragen nach „Schuhe“ / „Schuhe kaufen“ / „Nike“ auflaufen, desto mehr wird auch gekauft. Vielleicht noch die aktuellen Newssites nach Keywords durchstöbern, eine habwegs vernünftige Regressionsanalyse drüber laufen lassen und voila – wir wissen besser als jeder andere auf der Welt in welchem Teil der Erde wovon in den nächsten Wochen wie viel gekauft wird. Das soll Forsa erstmal nachmachen.

    Und jetzt wendet das mal auf’s Börsengeschehen an. Afaik hat Google geschrieben (finde den Link gerade nicht) dass sie eine Verbesserung der üblichen Vorhersagen um die 50% erreichen, wenn die Domestic Trends Daten hinzugezogen werden. Visualisiert bedeutet das: Die Durchschnittslinie welche Google erstellt liegt meist ziemlich genau zwischen der üblichen gleitenden Durchschnittslinie und dem tatsächlichen Endwert. – Um nur mal ein einfaches Beispiel zu nehmen. Das ist der Hammer! Und jetzt stellt euch mal vor die würden mit Hebelprodukten handeln…

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