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Googeln will gelernt sein

Google  |   |  , 19:56 Uhr  |  3 Kommentare

Wie kürzlich in meinem Beitrag `Hut ab vor Onkel Google!´ geschrieben, eröffnet Google nun jedem Internetnutzer die Möglichkeit, sich individuelle Werbung anzeigen zu lassen. Die Meldung hat wieder einmal dafür gesorgt, dass Datenschützer Sturm laufen. Die Vorratsdatenspeicherung sei nicht zulässig und entsprechende Dienste des Suchmaschinenanbieters Google Inc. sollten besser sofort verboten werden…

Das langfristige Ziel von Google dürfte es sein, so viele Daten von uns zu sammeln, dass es uns schwer fällt, auf Google als Informationslieferant zu verzichten. Google selbst gibt an, die gesammelten Informationen nicht an Dritte weiterzugeben bzw. vor jedweden Missbrauch zu schützen.

Als Internetnutzer stellt sich einem nun die Frage, ob man der Freigabe seiner Daten zustimmen bzw. Google durch ein eigenes Nutzerprofil sogar noch bei der Erhebung unterstützen soll, oder ob sich der Erhebung seiner persönlichen Daten widersetzen sollte.

Mit etwas Fantasie kann man sich bereits heute vorstellen, wie die Suchmaschine von morgen aussehen wird. Wo wir heute noch an den Schreibtisch gefesselt unsere Suchanfragen in einen Suchschlitz eingeben, wird es wahrscheinlich bereits in naher Zukunft so sein, dass man mit einer Suchmaschine sprechen kann und diese uns mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.

Google wird nicht länger nur einer Internetsuche für alle, sondern ein persönlicher Assistent für jeden einzelnen sein. Konkret könnte es so sein, dass Google uns morgens mit einer freundlichen Stimme weckt, bestimmte Aufgaben längst erledigt hat, mit den `Suchassistenten´ unserer Geschäftspartner anstehende Termine besprochen hat, uns bei Problemen mit den nötigen Informationen versorgt und uns abends mit unserer Lieblingsmusik in den Schlaf wiegt.

Um unser Lieblingslied zu kennen, wird die Suchmaschine von morgen von uns lernen müssen. Möglich wäre beispielsweise, dass man sich eine `Basissuchmaschine´ anlegen kann und diese Schritt für Schritt, ähnlich wie ein kleines Kind, trainieren bzw. erziehen muss.

Ich bin mir noch nicht sicher, aber damit Mrs. Google nicht meint, mich in 5 Jahren mit Modern Talking wecken zu müssen und von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, werde ich mich wohl der Datenkrake beugen und mein Google-Baby bereits heute das Licht der Welt erblicken lassen ;-)

Gretus

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Kommentare zu Googeln will gelernt sein:

  1. Google die Datenkrake?Na und! | News Online Marketing says:

    […] Weltweit ist. Google ist nicht immer der Freund von uns der jede Frage beantworten kann, googeln tut heutzutage jeder und es ist aus unserer Gesselschaft nicht mehr wegzudenken. Hinzu kommt, dass […]

  2. Aszura says:

    Das Google immer in mehr Bereiche expandiert und so unter anderem auch mehr Daten sammelt, sieht man ja anhand von Google Earth oder der virtuellen Fahrt mit Google Maps. Dürfte also dann wohl nicht mehr lange dauern bis sich Google auch der Musikbranche annimmt, um unseren Musikgeschmack zu dokumentieren. Die Frage ist nur: Wann ist es Anpassung und wann Bevormundung? Bereits jetzt tue ich mir manchmal bei der Suche schwer, wenn ich mal nach etwas anderen als meine gewöhnlichen Interessen suche (zb. für Schule/Studium, Rätsel, usw.).

    Man darf also auf die weitere Entwicklung gespannt sein…

  3. Seouxindianer says:

    Musikgeschmack lernt der Onlineservice von last.fm bereits. Einen persönlichen Assistenten zu haben, der mir Arbeit animmt, klingt sehr verlockend. Schon heute werden so viele Daten wie nur möglich missbraucht. Wenn in Zukunft mehr Daten von uns bekannt sind, werden auch mehr Daten missbraucht. Aufhaltbar ist das nicht, aber hinauszögern kann man es. Abkapseln vom Internet ist eine drastische aber noch sehr wirkungsvolle Maßnahme.

    Vielleicht gibt man einfach so viele Daten von sich an, wie man muss, um die wichtigen Sammeldienste (Facebook, etc) mit den persönlichen Grundinfos zu füllen um Identitätsklau vorzubeugen, aber eben nicht mehr, als dazu notwendig ist, den eigenen Namen im Netz auch mit der eigenen Person zu verbinden. Was darüber hinausgeht und den Charakter betrifft, kann man sich wohl zurückhalten.

    Ich selbst nutze Google nur für manche meiner Webseiten (Analytics, Adsense) und die Suche. Ansonsten verzichte ich auf die vielen wirklich tollen kostenlosen Dienste.

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