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Google Boykott

Google  |   |  , 22:09 Uhr  |  5 Kommentare

Da Google bei bekannten Linkkäufern bzw. –verkäufern den grünen Balken beschneidet und aktuell an der Verbesserung der Performance der Adsense Anzeigen arbeitet, scheint sich die Google Euphorie vieler Webseitenbetreiber langsam ins Negative zu verkehren…

Selbst die Basis der deutschen Blogger Szene ist nicht länger gewillt, den Machenschaffen des Suchmaschinengiganten tatenlos zuzusehen und ruft neben unzähligen weiteren gefrusteten Webseitenbetreibern zum `Google Boykott´ auf.

Google boykottieren kann jeder. Es gibt wahrscheinlich keinen SEO, welcher nicht mindestens einen Service des Unternehmens nutzt. Analytics, ein kostenloser Statistikdienst, GMail, ein kostenloser E-Mail Dienst oder Adsense, eine Möglichkeit, mit der eigenen Webseite Geld zu verdienen.

Letzterer Service ist einer der Hauptgründe für die momentanen Groll vieler Webseitenbetreibern. Durch Veränderungen der Anzeigen versucht Google nach eigenen Angaben die Zahl der ungültigen bzw. nicht gewollten Klicks zu minimieren.

Beobachtet man die Diskussionen in den einschlägigen Foren, dürften diese Veränderungen im Schnitt zu einem Minus auf dem Konto vieler SEOs führen. Zusammen mit den fehlenden Einnahmen durch das Verkaufen von Linkplätzen oder das Schreiben von Werbeblogs, scheint bei Vielen damit die Schmerzgrenze erreicht zu sein.

Ein Schuldiger für diese Misere ist schnell gefunden. Bevor man eingesteht, noch nie einen zahlungswilligen Linkkäufer aufgrund der schlechten Qualität seiner Webseite abgelehnt zu haben, bevor man an den Content angepasste Adsense Anzeigen klar als Werbung deklariert und bevor man sich fragt, ob man denn selbst einen Euro oder mehr für einen Klick auf die eigene Webseite bezahlen würde, ist einfach Google schuld…

Offensichtlich haben viele vergessen, dass sie Google zu großen Teilen ihren Erfolg zu verdanken haben. Bevor man zum Boykott aufruft, sollte man eigene Konsequenzen aus der momentan stattfindenden Entwicklung ziehen. Der Markführer unter den Suchmaschinen hat große Probleme, die Relevanz der Suchergebnisse konstant zu halten. Grund ist unter anderem die stetig steigende Zahl der Webseitenbetreiber, die nicht länger den Besucher ihrer Webseite, sondern den Google Algorithmus, den eCPM oder die momentane Klickvergütung zum Fokus ihrer Arbeit nehmen.

Der Ursache für den eigenen Erfolg sollte man nicht bei der kleinsten Unstimmigkeit den Rücken kehren. Wenn doch, sollte man wenigstens konsequent sein und stillschweigend `noindex´ in die robots.txt setzen. Alles andere ist kein Boykott, sondern nur das Unvermögen, die eigenen Fehler zu erkennen…

Gretus

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Kommentare zu Google Boykott:

  1. Felix says:

    Wer NUR auf Adsense setzt hat eh verschlafen!

  2. ema says:

    Sicher hat sich Google mit seiner PR-Akion nicht mit Ruhm bekleckert, sicher waren die Beweggründe besser als die tatsächliche Umsetzung, aber wenn ich mir meinen direkten Vergleich von Google und Yahoo (lesen) ansehe, gibt es einfach nur Google für mich. Wie der Vergleich zu MSN ausfällt, schaue ich mir gleich noch an – aber ich erwarte keine Wunder.

  3. Björn says:

    Respekt an Gretus, denn er nennt die Dinge beim Namen und sagt, was Sache ist. Dass sich die „Basis der Blogger-Szene“ aufregt, ist verständlich. Aber wo stand denn geschrieben, dass man mit Blog Geld verdienen soll. Man darf nicht vergessen, dass das Internet immer mehr zu dem wird, was es ursprünglich auch schon war: Ein großes Magazin von Leuten für Leute – daher kommt ja auch der immer noch währende Kostenlos-Gedanke vieler Endverbraucher, wenn sie an das Internet denken.

  4. Kevin says:

    Genauso seh ich das auch. Rumschreien hilft eh nichts, nur die Flexiblen werden überleben.

  5. e-fee says:

    „Offensichtlich haben viele vergessen, dass sie Google zu großen Teilen ihren Erfolg zu verdanken haben.“

    Schön gesagt – sie sind immerhin durch Google reich geworden (oder versuchen es zumindest). Man kann es boykottieren, aber wer A sagt, muss eben auch B sagen. Man kann niemanden boykottieren, von dem man nach wie vor abhängig ist.

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