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Google kennt kein Gut und Böse

Google  |   |  , 11:31 Uhr  |  8 Kommentare

Wie auf googleblog.blogspot.com berichtet wird, haben die Betreiber der Suchmaschine Google einen Algorithmus entwickelt, um unseriöse Webshops in den Ergebnissen herabzstufen zu können. Bei deren Erkennung greift Google wahrscheinlich in erster Linie auf Kundenbewertungen, weniger also auf `schlechte´ Links zurück…

In dem kürzlich auf nytimes.com veröffentlichten Artikel `A Bully Finds a Pulpit on the Web´ beschreibt der Betreiber eines Webshops, wie ihm negative Reputation dabei hilft, bei Google besser gefunden zu werden. Je mehr Kunden negativ über seine Machenschaften berichten, desto besser würde er seiner Meinung nach im Internet gefunden werden. Google würde auch `schlechte´ Links als positives Indiz für die Relavanz seiner Webseite werten und ihn entsprechend hoch in den Suchergebnissen anzeigen.

In the last few days we developed an algorithmic solution which detects the merchant from the Times article along with hundreds of other merchants that, in our opinion, provide an extremely poor user experience. The algorithm we incorporated into our search rankings represents an initial solution to this issue, and Google users are now getting a better experience as a result.

Bei dem Algorithmus zur Erkennung unseriöser Betreiber von Webshops greift Google wahrscheinlich auf in der Vergangenheit gemachte Kundenbwertungen, also auf bereits existierende Daten zurück. Wie auf einigen anderen Blogs beschrieben, ist es also nicht der Fall, dass Google die Links einer Webseite nach `gut´ und `schlecht´ bewertet und die so neu gewonnenen Daten mit in die Bewertung von Webseiten einbezieht.

Letzteres ist für das allgemeine Verständnis über die Funktionsweise von Suchmaschinen und damit auch die Arbeit als SEO nicht ganz unwichtig. Abgesehen von Stimmungsanalysen bei der Erkennung der Relevanz von Nachrichten (News, Blogs usw.), versuchen Suchmaschinen jegliche `subjektive´ Einteilung von Inhalten algorithmisch auszuschließen.

Da man einen negativen Link (noch) nicht definitiv als solchen kennzeichnen kann, ist eine Verlinkung nach bisher bekannten Kriterien (Autöritat der linkgebeneden Domain, Linkposition innerhalb der Webseite usw.) aller Wahrscheinlichkeit nach wie vor immer noch ein ausschließlich `positives´ Rankingsignal.

Um `negative´ Webseiten identifizieren zu können, gleicht Google diese Signale möglichweise mit anderen Daten (Kundenbewertungen usw.) ab, niemals aber würde Google das Internet ausschließlich mit Hilfe eines Algorithmus in `Gut´ und `Böse´ unterteilen…

Gretus

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Kommentare zu Google kennt kein Gut und Böse:

  1. Vince says:

    Finde ich ganz schön krass, wenn es wirklich so ist. Schließlich gibt es genug „Opfer“ im E-Commerce deren Reputation von der Konkurrenz aktiv angegriffen wird. Dafür gibt es ja genügend prominente Beispiele. Dass solche negativen Schlagzeilen Einfluss auf das Ranking nehmen halte ich für einerseits logisch und nachvollziehbar, andererseits aber für relativ gewagt.

    Don’t be evil.

  2. SEO-Panorama: Kalenderwoche 48-2010 - pixelfolk.net says:

    […] Die Glaubwürdigkeit dieser Aussage tendiert jedoch gegen Null, eine Erkennung ohne Kollateralschäden scheint praktisch unmöglich […]

  3. Marcel says:

    Eine ähnlich leidige Geschichte durfte Ebay erleben. Große Händler wanden sich dem Auktionsportal ab, weil es für die Konkurrenz aus betriebswirtschaftlicher Sicht lukrativer war bei der Konkurrenz ein Ladegerät für paar Pfennige zu kaufen und dafür eine schlechte Bewertung abgeben zu können – damit waren schnell ein paar mehr eigene Kunden gewonnen. Was ich damit sagen will.

    Wie es auch schon mehrfach gesagt wurde, das Netz würde irgendwann mit schlechten Bewertungen überquellen (Ja, das Leben im E:Commerce ist hart), Bewertungsportale würden Tante G an die Wand nageln und geholfen ist am Ende nicht wirklich irgendwem – zumindest nicht langfrisitg

    Die Semantik innerhalb des Bewertungstextes zu analysieren schließe ich aus. Was ich mir vorstellen könnte (bezogen auf deinen Artikel), das Tante G die kleinen Bewertungssternchen mit einbezieht – denn die fassen letztendlich den geschrieben Text in eine Bewertung von 1-5 zusammen. Aber ganz ehrlich? Ich glaub G wird da früher oder später noch etwas anderes einfallen – spannend bleibt es allemal und mit dem Artikel eine Diskussion anzuregen ist auf jeden Fall eine gute Idee.

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