Ryte

Mehr erfahren
AdWords, KMU, wir machen den Unterschied!
Mehr erfahren

Google macht uns zu Lemmingen

Google  |   |  , 12:39 Uhr  |  11 Kommentare

Google Inc. ist eines der erfolgreichsten und gleichzeitig einflussreichsten Unternehmen. Die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin gehören zu den reichsten Menschen, mit 90% Marktanteil beherrscht Google den Suchmaschinensektor und zahlreiche weitere Dienste und Services dienen hauptsächlich dazu, diese Vormachtstellung weiter auszubauen. `Google´ wird schon bald das bekannteste Wort der Welt sein…

Gleichzeitig wächst die Bedeutung des Internets stetig. Wer mit einem Unternehmen nicht im World Wide Web vertreten ist bzw. gefunden wird, wird es zukünftig immer schwerer haben, konkurrenzfähig zu bleiben. Top Positionen in den Ergebnissen der Suchmaschine Google ersetzen riesige Werbekampagnen und sind bares Geld wert. Sie helfen nicht nur, den Kundenstamm zu erweitern, sondern dienen schon längst als Repräsentation- und Statussymbol. Wer etwas auf sich hält, unternimmt alles, um bei Google auf der ersten Seite gefunden zu werden.

Google ist jedoch nicht mehr als nur eine Maschine. Sie listet die Ergebnisse nicht aufgrund von Sympathie oder Antipathie, sondern aufgrund eines mathematischen Algorithmus. Diejenige Webseite, welche dieser streng geheimen mathematischen Formel am ehesten gerecht wird, wird auch am Besten bewertet und dementsprechend hoch gelistet. Wenn eine Webseite die Rankingkriterien nicht erfüllt oder sogar missachtet, wird die abgestraft und unter Umständen sogar aus dem Index und damit aus den Ergebnissen entfernt.

Allein deswegen ist Google nicht erst seit heute das `Zünglein an der Waage´ für fast alle anderen Unternehmen. Eine Abstrafung bedeutet zumeist einen merklichen Gewinneinbrauch, oft sogar den totalen Konkurs. Aus diesem Grund versuchen fast alle Unternehmen, sich dem Algorithmus der Suchmaschine anzupassen. Wer seine Webseite nicht gezielt für Suchmaschinen und insbesondere für Google optimiert, wird es schwer haben, die oberen Positionen zu erreichen und dauerhaft zu halten. Linkkauf und -tausch sind neben gezielten Optimierungen sowohl auf der Internetpräsens selbst als auch in deren Umfeld zum alltäglichen Geschäft geworden.

Längst nicht alle bekannten Optimierungen führen auch zum gewünschten Erfolg. Wer gezielt versucht, die Suchmaschinen zu manipulieren, wird gnadenlos bestraft. Eines der Hauptbestreben der Mitarbeiter von Google ist die Bekämpfung dieser so genannten Spammethoden. Es wird mehr Geld und Zeit dafür investiert, die Suchergebnisse zu bereinigen als die allgemeine Relevanz der Ergebnisse zu verbessern.

Die dabei angewendeten Methoden wie auch der Algorithmus selbst bleiben im weiter im Verborgenen. Eigentlich weiß keiner, wie und unter welchen Umständen eine Webseite in den Ergebnissen steigt oder fällt. Auch die Umstände, wann genau eine Seite aus dem Index entfernt wird sind nicht bekannt, geschweige denn irgendwo nachzulesen.

Mit das einzige Nachschlagewerk sind die `Google Webmaster Guidelines´. Längst sind sie wichtiger als ein Großteil anderer bestehender Gesetzte oder Richtlinien geworden. Selbst eine kleine Wortänderung oder -umstellung in den schwammigen und oft nichts sagenden offiziellen Hinweisen an die Webseitenbetreiber sorgt weltweit für große Aufregung. Fakt ist, dass sich ein Webseitenbetreiber an diese Richtlinien halten muss. Wer dagegen verstößt, hat unmittelbar die Konsequenzen zu tragen.

Aus diesem Grund und da die genauen Richtlinien, Grenzwerte und Algorithmen nicht bekannt sind, verhält man sich gegenüber Google am Besten so unauffällig wie möglich. Einzelne Spammethoden sind jedem bekannt, man lässt sie jedoch besser ganz, bevor man es irgendwann übertreibt und über Nacht aus dem Index entfernt wird.

Google erzieht `seine´ Webseitenbereiber zu Lemmingen, welche blindlings jedem Rat und Hinweis folgen. Die Menge der Webmaster verschmilzt zu einer uniformen Masse, welche alle nur das Ziel verfolgen, es einer Maschine so recht wie möglich zu machen. Nimmt die Maschine einen anderen Kurs, wird ihr ohne Zögern gefolgt. Das Ganze dann milliardenfach.

Einige Experten gehen mittlerweile davon aus, dass sich diese Haltung der uneingeschränkten Akzeptanz auch auf andere Bereiche des menschlichen Zusammenseins auswirken könnte. Wer sich bei seiner Arbeit fortlaufend einer bestimmten Macht untergeben muss, wird sich auch im restlichen Leben automatisch den Gegebenheiten bzw. äußeren Umständen anpassen.

Anpassung bedeutet oft jedoch auch Stillstand. Evolution bzw. Fortschritt ist die Veränderung der Merkmale einer Gesellschaft von Generation zu Generation. Diese Veränderung kann nur fortschreiten, wenn immer wieder unterschiedliche Varianten zu neuen Ergebnissen führen. Letztere resultieren aus der Interaktion mit der Umwelt. Nur wenn ständig neue Formen, Individuen und Variablen entstehen, kommt es zu einem effizienten Fortschritt.

Wenn jeder den nichts sagenden Vorgaben eines Diktators folgt, ohne diese auch nur ansatzweise in Frage zu stellen, kommt es zu einer Stagnation des Fortschritts. Die Geschwindigkeit der Entwicklung einer Gesellschaft wird nicht durch die sich langsam bewegende Masse, sondern durch einzelne `Vorläufer´ und `Querdenker´ bestimmt. Wenn diese den genauen Kurs bzw. gewisse Informationen nicht kennen, wird es unweigerlich zu Problemen kommen…

Gretus

Sie befinden sind hier: Google macht uns zu Lemmingen

Kommentare zu Google macht uns zu Lemmingen:

  1. Amid says:

    „Google erzieht `seine´ Webseitenbereiber zu Lemmingen, welche blindlings jedem Rat und Hinweis folgen. Die Menge der Webmaster verschmilzt zu einer uniformen Masse, welche alle nur das Ziel verfolgen, es einer Maschine so recht wie möglich zu machen. Nimmt die Maschine einen anderen Kurs, wird ihr ohne Zögern gefolgt. Das Ganze dann milliardenfach.“

    du schimpfst auf die falschen cowboy,

    google ist mit gehörigem abstand marktführer im bereich der internetsuche. dass über 90% der internetnutzer in deutschland mit google suchen, führt doch für jeden webmaster zu dem schluss, bei dieser suchmaschine gut ranken zu müssen.

    ich weiß nicht, was in deinen logfiles zu suchmaschinentraffic steht, aber zähl mal msn und yahoo besucher zusammen, wenn die summe über dem google-traffic liegt, hast du ein problem…

    vielleicht solltest du in dem beitrag das wort „webmaster“ mit „webnutzer“ ersetzen. diese geben nämlich die richtung vor.

    und überhaupt:

    „Eigentlich weiß keiner, wie und unter welchen Umständen eine Webseite in den Ergebnissen steigt oder fällt.“
    … ist das nicht dein job als SEO?

    aber netter artikel um ne diskussion heraufzubeschwören ;-)

1 2 3

Jetzt zu "Google macht uns zu Lemmingen" kommentieren:


Ihre Agentur noch nicht dabei?

Ihr Job noch nicht dabei?

Ihr Beitrag noch nicht dabei?