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Googles in-depth Artikel unter die Lupe genommen

Google  |   |  , 16:06 Uhr  |  Keine Kommentare

Wie Julian Dziki in seinem gestern auf seokratie.de veröffentlichten Artikel `In-depth article: Neues Feature bei Google´ bereits geschrieben hat, haben sich die Betreiber der Suchmaschine Google dazu ent-schlossen, dem Suchenden bei eher allgemein gehaltenen Suchanfragen zukünftig sogenannte `in-depth artices´ anzubieten…

Um ein eher allgemeines Thema zu verstehen, braucht es manches Mal mehr als nur eine schnelle Antwort. Unsere Untersuchungen zeigen, dass ca. 10% der Suchanfragen hierfür in Frage kommen – Themen wie Stammzellenforschung, Freude oder auch Liebe, um nur einige zu nennen. Dieses ist der Grund, warum wir in den nächsten Tagen ein neues Feature ausrollen werden, welches Euch relevante und gleichzeitig aber auch tiefergehende Artikel in der normalen Google Suche anzeigt. (Quelle)

Während Julian das neue Feature von Google als eher positiv ansieht, kann man aus SEO-Sicht durchaus skeptisch darüber sein. Um zu verdeutlichen, welcher Hauptgedanke hinter den in-depth Artikeln von Google stehen könnte, hier einfach einmal die deutschsprachigen Top 10 zum Thema `Liebe´:

Schauen wir uns die Ergebnisse an, erkennt selbst ein blinder SEO mit Krückstock, dass sämtliche der in den Top 10 unter dem Suchwort Liebe gelisteten Webseiten reine SEO-Buden sind. Da es unter allgemein gehaltenen Begriffen wie Liebe oder auch Freude nicht wirklich einen Sinn macht, eine Singlebörse nach oben zu pushen, haben fast alle Domains eine eher fragwürdige Relevanz und ihre Seiten entsprechend auch mit eher unrelevanter (!) Werbung zugepflastert. Was will man einem nach Liebe oder auch Freude suchendem Internetnutzer auch großartig an Werbung anzeigen?

Damit ein gerade, sagen wir es einmal vorsichtig, in einer leichten Sinnkrise steckender Internetnutzer, nicht auf den völlig abwägigen Gedanken kommt, sich nach diversen, unnötige Kosten verursachenden Langeweile-Klicks auf irgendwelche Werbung, z.B. in einer Singlebörse anzumelden, knallt Google diesen Nutzern zukünftig nun, sagen wir es auch hier einmal vorsichtig, wissenschaftlich angehauchte Allgemein-weisheiten von Non-Profit- oder meinetwegen auch News-Seiten vor die Linse. Sowas zum Beispiel:

Warum erleben wir dieses Potenzial nicht, sondern bedingte Zustände wie Geburt, Krankheit, Alter und Tod, die immer wieder Leiden verursachen? Wir können uns die Natur wie die Sonne vorstellen, die auch an trüben Tagen ihre volle Strahlkraft hat, aber durch Wolken verschleiert ist. Die Wolken verhindern den Zugang zu ihrer Wärme und ihrem Licht. Genauso erleben wir nicht die offene Unbegrenztheit unseres Geistes, sondern haben eine eingegrenzte, „bewölkte“ Sichtweise. (Quelle)

Zwei Dinge gilt es in Bezug auf die, von Google natürlich wieder als Verbesserung der allgemeinen Such-qualität angepriesenen, in-depth Artikel zu begreifen:

1.) Google hat es nicht gerne, wenn nach eher allgemeinen Begriffen suchende Krisen-Nutzer vorwiegend auf von SEOs optimierten Affiliate-Webseiten landen, wo sie sich womöglich unter dem Ausschluss von Google (AdSense ist nicht mehr jedermanns Sache!?) über einen googlefremden Ref-Link in einer Singe-börse anmelden.

2.) Google hat erkannt, dass der herkömmliche Journalismus ohne weitere Zugeständnisse der priorisierten Darstellung in den Ergebnissen einer Suchmaschine nicht mehr lange Bestand haben könnte und gibt über die in-depth Artikel vor allen Dingen News-Seiten eine letzte Chance, auch über die Aktualität ihrer Artikel hinaus bei Google gefunden zu werden.

Schauen wir uns die beiden Punkte an, so ist das zunächst nur in den USA verfügbare Feature der in-depth Artikel tatsächlich ein zweischneidiges Schwert. Man muss Google an dieser Stelle wirklich zugute halten, dass sie es erneut geschafft haben, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu erschlagen:

Die sich gegenüber der Internetgemeinde stets im Nachteil sehenden Journalisten der alten Schule sind für eine Weile mundtot gemacht und fragen sich mit weit geöffneten Augen, was `Tiefgang´ überhaupt noch mal bedeutet, und der krisengebeutelte Suchende nach etwas Freude im Leben kann sich, anstelle über einen googlefremden Ref-Link endlich bei einer Singlebörse anzumelden, auf irgendwelchen `tiefer gehenden´ Langeweile-Inhalten langsam aber kontrolliert totschreiben lassen 😉

Gretus
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