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Hat Google uns bei der Bildersuche angelogen?

Google  |   |  , 15:37 Uhr  |  45 Kommentare

GoogleUm einmal zu zeigen, welche doch drastischen Auswirkungen die Einführung von Googles neuer Bildersuche für bestimmte Webseiten hat, haben wir von SEO-united.de Simon Steinberger von Pixabay gebeten, uns einen Einblick in seine Traffic-zahlen zu gewähren. Pixabay ist eine der größten Bilddatenbanken für gemeinfreie Fotos und umfasst über 50.000 Public Domain Bilder, die von den Fotografen und Grafikern der Community zur Verfügung gestellt werden…

Die folgenden zwei Screenshots zeigen die Entwicklung der Visitors der Webseite pixabay.com sowie die Entwicklung des Search Traffics über die Bildersuche im Zeitraum vom 01.01.2013 bis zum 03.02.2013. Am 25. Januar ist ein spontaner Rückgang des Image Search Traffics von rund 28.000 auf etwa 4.000 Besuchen pro Tag (-70%) zu erkennen:

Total Visitors

Visitors Image Search

Wie Simon Steinberger uns erklärt hat, ist Pixabay so etwas wie die Wikipedia für urheberrechtsfreie freie Bilder (Public Domain nach Creative Commons CC0 Verzichtserklärung). Auf die Frage, was ihn an Googles neuer Bildersuche besonders ägert, sagte er uns:

  • Google bedient sich hier global an geschützten Inhalten (trifft nicht auf Pixabay zu, da die Inhalte frei sind), was weit über `fair use´ hinaus geht. Auf dem `fair use´ Grundsatz basiert schließlich die gerichtliche Entscheidung, dass Googles Bildersuche überhaupt in Deutschland erlaubt ist.
  • Google stellt das Update als einen `Gefallen´ an die Webseitenbetreiber dar, da dieses schließlich einen unnötigen Traffic vermeidet. Das alleine ist bereits eine Frechheit. Schlimmer noch ist jedoch, dass Google die Bilder in voller Auflösung seinen Nutzern zum Download anbietet, diese jedoch vom Quellserver ausgeliefert werden. D.h. es existiert nahezu keine Reduktion des Traffics – jedenfalls nicht für ein Bilder-portal, wie Pixabay, Flickr und Co.

Simon und sein Team wissen aktuell noch nicht, wie sie den Rückgang der Werbeeinnahmen von Pixabay kompensieren sollen und sind drauf und dran, Watermarks in ihre für Google zugänglichen Bilder einzu-bauen.

The domain name is now clickable, and we also added a new button to visit the page the image is hosted on. This means that there are now four clickable targets to the source page instead of just two. In our tests, we’ve seen a net increase in the average click-through rate to the hosting website. (Quelle)

Da man die Entwicklung des Traffics von Pixabay exemplarisch auch für andere große Bilder-seiten hernehmen kann, fragen wir uns, wie in aller Welt die Betreiber von Google bei ihren Tests der neuen Bildersuche zu einem durchschnittlichen Anstieg der CTR zu den die Bilder hostenden Seiten gekommen sind und müssen leider bis zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgehen, dass dieses einfach nur gelogen war…

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Hat Google uns bei der Bildersuche angelogen?:

  1. Awasi Website sagt:

    Hey,

    vielleicht übersehe ich ja etwas, aber schießt sich Google mit der neuen Bildersuche nicht ins eigene AdSense-Bein, wenn der Traffic über die Bildersuche rückläufig ist? Auch wenn der meiste „unnötige Traffic“ nur auf der Bild-URL gelandet ist, werden doch mit der neuen Suche sicherlich einige Page (und somit Ad-) Impressions weniger passieren, oder?

    • GBK666 sagt:

      Was meinst weshalb Google schon vor Jahren mehrere Firmen gekauft hat, die Methoden entwickelten wie man Werbung direkt auf Bildern einbinden kann?

      Genau das wird Google bald anbieten und zusätzlich damit verdienen. Ohne und mit den Webmastern. Ohne sie z.B bei der Google Image Search und mit ihnen bei den Webseiten direkt.

    • Simon Steinberger sagt:

      Google rühmt sich ja gelegentlich damit, dass ihr Such-Team und ihr AdSense-Team getrennt voneinander arbeiten. Wenn das stimmt, dann dürften diese beiden Teams regelmäßig Streit haben, aber ist eine Erklärung…

  2. GBK666 sagt:

    Hallo,

    ich kann bestätigen das Google hier wohl wirklich gelogen hat. Bei mir selbst waren es Besuchereinbrüche um die 70%. Inzwischen habe ich Google komplett ausgesperrt, alle ca. 25000 Bilder sind nun nicht mehr über Google verfügbar bzw. nur noch die undeutlichen Thumbs davon bis diese wohl von Google selbst entfernt werden

    Ich habe den Blog „Protect Your Image“.com aufgebaut letzte Woche auf dem ich über die Problematik schreibe, Infos sammele und auch zu möglichen Lösungen linke. An einer Umfrade dort beteiligten sich ca. 75 Besucher von denen fast alle angaben Besuchereinbrüche bis zu 70% zu haben. In allen größeren Webmasterforen liest man ähnliches.

    Mit der Hilfe von Quankast konnte ich auch lesen das z.B Riesenseiten wie DeviantART inzwischen über 500000 weniger Besucher am Tag haben als zuvor. Wo bleibt der Aufschrei und eine Zusammenarbeit vieler Webmaster?

    Ich kann nur raten: Werft google raus und versucht euch wieder unabhängiger von den Suchmaschinen zu machen, sonst bleiben am Ende nur noch Brotkrummen übrig

    • Simon Steinberger sagt:

      Ja, es ist sehr schräg, dass man erstaunlich wenig aus Amerika hört. Auch Flickr und Fotolia müssen immense Einbrüche verzeichnen. Anwälte müsste eigentlich Luftsprünge machen, aber mit Google lohnt es sich halt nicht sich anzulegen.

      Auf Pixabay werden wir vermutlich dezente Watermarks einbauen, die erklären, dass es Watermark-freie und hoch aufgelöste Bilder direkt und kostenlos auf Pixabay gibt. Google auszusperren ist im Prinzip keine gute Lösung für ein Bilderportal, denn damit sägt man sich ja den Ast ab, auf dem man sitzt – auch wenn dieser Ast jetzt deutlich angefault ist 😛 Dennoch haben Watermarks auch gravierende Nachteile, allem voran der, dass Suchende ungerne Bilder mit Watermark überhaut anklicken, denn es wird dabei schließlich ein unfreies Bild erwartet. Weniger Klicks bedeuten für Googles Algorithmus wiederum, dass das Bild offenbar unbeliebt ist, also wird es auf lange Sicht aus den Suchergebnissen eher verschwinden (Vermutung). Mehr Infos von Google dazu gibt es hier…

      • GBK666 sagt:

        In Übersee scheinen die Webmaster vor allem an Watermark und Abdunklungsmethoden zu arbeiten, aber mal ehrlich, die ganze Mehrarbeit hätte man uns sparen können.

        Das mit den dezenten Watermarks wird nicht funktionieren, es klappt lediglich mit entweder Thumbs die so klein sind das Leute darauf klicken oder wirklich großen nervenden Watermarks.

        Ich habe da selber schon in der letzten Woche experimentiert mit meiner Seite die von 3200 auf 1050 Besucher gefallen ist und sich an internationales Publikum richtet.

        „Google auszusperren ist im Prinzip keine gute Lösung für ein Bilderportal, denn damit sägt man sich ja den Ast ab, auf dem man sitzt – auch wenn dieser Ast jetzt deutlich angefault ist“

        Jein. Denn dieser Ast ist mehr als angefault. Und wer sagt dir, das das nun schon alles ist und demnächst nicht noch mehr vom Ast abgeschnitten wird.

        Es ist ein harter Schritt und Schnitt aber wenn wir weiterhin mehr oder weniger abhängig bleiben von Google, Bing und Co. werden wir davon kaum existieren können. Ich baue derzeit meine Webseite um, fokussiere sie mehr auf den Community Aspekt als zuvor und versuche die Community von ein paar tausend Künstlern die ich in den Jahren aufgebaut habe über die Problematik aufzuklären und dazu zu aktivieren das sie nun verstärkt über FB, Twitter etc über die Seite schreiben und so dabei zu helfen Besucher / Interessierte zu bekommen bzw uns unabhängiger von den großen Suchmaschinen zu machen.

        Ausserdem mache ich es expliziet zu einem „Feature“ das unsere Bild NICHT in der Google Suche sind was höhere Sicherheit für ihre eigenen Urheberrechte bedeutet.

        Es ist schon witzig. Fast gerecht das ich als jemand der sich nie Gedanken über die heruntergeladene MP3 machte sich nun mit Urheberrechten befassen muss wie sonst nur die Musikindustrie zuvor 🙂

        Jedenfalls, nur als Tipp. Das mit den Bilderrechten könnte vielleicht auch gerade bei Pixabay interessant sein für die Mitglieder. Vielleicht auch sowas wie weitere Schutzmaßnahmen für zahlende Mitglieder als Konzept für die Zukunft?

        Gruss, Reinhold Hoffmann

  3. Alex Sczakiel Website sagt:

    PS: Google ignoriert keine Bildrechte/Urheberrechte. Wenn ihr nicht wollt das Google euren Content indexiert, dann schaltet das doch ab. SEO-United Leser sollten wissen wie das geht. Ich seh hier das Problem nicht…

    • Güggler sagt:

      Jo das ist die Lösung. Viel Ahnung scheinst Du nicht zu haben. Wenn deiner Meinung nach Google genug Geld hat, warum unterstützen Sie nicht die Webmaster die Ihnen den Content zur Verfügung stellen?

    • Sebastian Fiebiger Website sagt:

      Natürlich tut Google das! Ich übertrage Dir das mal in die reale Welt.

      Wenn ich Dir Dein Auto klaue, es vermiete und damit Kohl verdiene, sag ich Dir dann auch „Du hättest vor Deiner Garage ja ein Schild aufstellen können, auf dem steht „Sebastian, Du darfst dieses Auto nicht klauen!“.“

      Dieses Schild gilt dann natürlich nur für mich. Wenn mein Kumpel nächste Woche kommt und Dein Auto klaut, brauchst Du noch ein Schild.

    • GBK666 sagt:

      Gegen das Indexieren hat keiner was. Google indexierte ca. 12 Jahre lang und machte was ne Suchmaschine machen soll. Nämlich indexieren und zu den gesuchten Inhalten linken. Jetzt zeigt Google die Inhalte der Webseiten unabhängig von genau diesen. Und genau das ist das Problem.

      Es ist kein indexieren mehr, es ist wegnehmen des Traffics, der Besucher und damit der Einnahmequelle oder auch des Grundes für viele nicht-kommerzielle Webseiten

      • Rainer Safferthal sagt:

        Es ist kein indexieren mehr, es ist wegnehmen des Traffics, der Besucher und damit der Einnahmequelle oder auch des Grundes für viele nicht-kommerzielle Webseiten

        Jammern, Jammern, Jammern, immer wieder das gleiche, wenn Google mal die Spielregeln ändert. Hast du einen Vertrag mit Google, der dir Einnahmen zusichert? Wenn nicht, dann sei doch froh, dass dir Google in der Vergangenheit kostenlos Besucher geliefert hat. Google ist doch nicht verpflichtet bis zum jüngsten Tag immer den gleichen Putzerfischen kostenlos Besucher zu liefern.

  4. […] Das werden wohl erst die nächsten Monate zeigen. Dann wird man in den Statistiken sehen können, ob der Traffic wirklich so eklatant eingebrochen ist, wie viele jetzt befürchten […]

  5. Alex Sczakiel Website sagt:

    Google ist ’so evil‘ und lügt uns alle an. Google der Feind der Webmaster, der mit unserer Hilfe immer mehr Geld verdienen will. Wenn ich das hier lese habe ich das Gefühl ich sitz in einer Kneipe und hör mir das unreflektierte, versoffene Geschwafel irgendwelcher Versager an, die einen Bildzeitungsartikel diskutieren.

    Jeder Online Marketer und SEO der so tut als würde Google ihm was schuldig sein, hat seinen Beruf verfehlt! Eure Aufgabe ist es, wie ein Surfer, die Wellen zu reiten, auch wenn sie aus einer Richtung kommen, die ihr nicht wolltet. Aber es geht in diesem Beruf nicht darum was ihr wollt, oder gerne hättet. Generell funktioniert die Welt so nicht. Und hier ein einziges Beispiel aufzuführen und das dann Journalismus zu nennen, ist eben auch nur reißerischer Blödsinn, wie eben in der Bildzeitung…

    Das’s das Niveau auf dem ihr euch alle hier befindet…

    • Simon Steinberger sagt:

      Google ist grundsätzlich ein privates Unternehmen, das machen kann, was es möchte – Das stellt auch keiner hier in Frage. Aber der Konzern darf trotzdem nicht über dem Gesetz stehen, und Bildrechte/Urheberrechte ignorieren.

      Zudem geht es auch darum, dass Google seine rein eigennützige Entwicklung schön reden und als eine Wohltat verkaufen möchte. Das können sie zwar machen, aber seriös ist das nicht gerade.

      • Alex Sczakiel Website sagt:

        Im Nachinein, möchte ich mich auch für meine krasse Wortwahl entschuldigen, ich überzeichne Bilder gerne manchmal. Ich bin nur manchmal fustriert darüber wie Googles Aktionen in dieser Branche bewertet werden. Meiner Erfahrung nach blicken die meisten Leute im Online Marketing nicht über den ‚Tellerrand‘. Dieses kleine Search/SEO Webmaster vs. Google Game ist nicht mehr Googles Fokus, darum geht’s nicht mehr. Alles durch diese Brille zu betrachten verfälscht die Sicht auf die wahren Gründe warum Google irgendwas macht. Und ich kann euch sagen, Geld zu verdienen ist Googles letzte Sorge. Google muss aufgrund der Unternehmensform ständig kreative Wege finden Geld auszugeben, weil sie Tonnenweise zuviel davon verdienen.

        Money is not the issue here! Und Google versucht nicht den letzten Cent aus den Webmastern zu quetschen, das ist schlichtweg falsch und eine ganz subjektive, eigenützige Sicht der Dinge. ‚Das böse Google macht das ich nicht mehr so viele Leute auf meiner Webseite habe und nicht mehr soviel verdiene‘ … ‚Google macht mein Businessmodell kaputt‘ … Wer sowas sagt hat in erster Linie nie ein Businessmodell gehabt. Wer als Putzerfisch um einen großen Hai herumschwimmt und die Reste aufsammelt und das Businessmodell nennt, darf sich am Ende des Tages nicht über den Hai beschweren.

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