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Ist Google eine tickende Zeitbombe?

Google  |   |  , 09:35 Uhr  |  16 Kommentare

In Anbetracht der schrecklichen Ereignisse beim Bostoner Marathon stellt sich erneut die Frage, ob bestimmte Informationen ohne jeglichen Hinweis auf deren Gefahren frei im Internet zu finden sein sollten. Da es möglicherweise so gewesen ist, dass sich die Täter im Vorfeld ihres Anschlags im Internet informiert haben, möchten wir exemplarisch einmal zeigen, wie leicht es ist, sich dort eine Anleitung zum Bau einer B*mbe zu besorgen…

Entgegen dem oben zu sehenden Screenshot der Suchvorschläge bei Eingabe von `Wie baue ich eine…´, hat Google das Wort `B*mbe´ zwar aus den Suchvorschlägen herausgenommen, zeigt bei Anfragen wie z.B. `B*mbe bauen´ jedoch unten auf der Ergebnisseite zahlreiche Vorschläge, mit denen man seine Suche noch weiter verifizieren kann:

Klickt man sich durch die von Google genannten Suchalternativen, gelangt man schnell zu detaillierten Anleitungen zum Bau diversen Arten von S*rengkörpern. Weiter unten nur ein Beispiel.

Da es aus unserer Sicht nach wie vor so sein muss, dass jegliche Art von Wissen frei im Internet verfügbar sein sollte – womöglich nämlich können derartige Informationen auch dazu dienen, um herauszufinden, was der Nachbar da gerade in seiner Garage treibt – stellt sich weniger die Frage, ob die Betreiber bekannter Suchmaschinen derartige Informationen löschen sollten, sondern die Frage, ob man die größtenteils anonym suchenden Nutzer einer Suchmaschine mit bestimmten Informationen `alleine´ lassen sollte.

Die zum Bau einer B*mbe nötigen Informationen finden sich wahrscheinlich auch in jeder Stadtbibliothek, nur ist es womöglich dort der Fall, dass der Macher von nachfolgend zu sehenden Video (inkl. von Google darin eingeblendeter Werbung) irgendwann dort aufgefallen und von einer ihm bekannten Mitarbeiterin an die `Seite´ geholt worden wäre.

Vielleicht sollten sich die Betreiber bekannter Suchmaschinen ein Beispiel an der Bibliothekarin nehmen und bei gewissen Suchanfragen einen unmittelbaren Gefahrenhinweis bzw. Hilfe anbieten. Wer bei Google nach `Selbstmord´ sucht, bekommt seit geraumer Zeit eine Nummer der Telefonseelsorge angezeigt. Sollte man Ähnliches zukünftig nicht auch bei Anfragen wie  z.B. `B*mbe bauen´ versuchen?

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu Ist Google eine tickende Zeitbombe?:

  1. Tobias Website sagt:

    Ohje… und wer argumentiert, Google oder Bibliotheken daran zu hindern, Kinderp*rnos oder B*mbenbastel-Anleitungen öffentlich zugänglich zu machen führe zu einer neuen Stasi, lebt wohl irgendwo auf einem weltfremden Freiheits-Elfenbeinturm… ohne Fähigkeit zu differenzieren. So kann man es sich einfach machen. Ich wüsste nicht, dass die Freiheit des Einzelnen fundamental beschnitten würde, nur weil er keine Infos direkt über Google findet, wie er eine B*mbe baut… In Deutschland steht Volksverhetzung unter Strafe – ich wüsste nicht, dass sich Deutschland deswegen zu einem Polizeistaat entwickelt hätte, in dem blindlings jede abweichende Meinung als Volksverhetzung diffamiert und unterbunden wird.

    Also bitte, nicht immer gleich diese blinde „Zensur“-Keule… das Internet ist kein rechtsfreier Raum und nicht jede Information, nicht alles, was im Netz veröffentlicht werden KANN, muss deswegen auch veröffentlicht werden DÜRFEN.

  2. Walther sagt:

    Zensur ist immer ein heißes Thema. Heute sind es die B*mben, morgen politisch Andersdenkende und übermorgen haben wir die Stasi wieder im Einsatz. Wer entscheidet, was vermeintlich der Gesellschaft schadet und was nicht? Wie verhindert man Interessenkonflikte? In der guten alten Leihbücherei finde ich auch Informationen, mit denen ich Schaden anrichten kann – völlig anonym. Und da zwischen der Informationsbeschaffung und der Durchführung immer noch ein paar weitere Stufen stehen, sehe ich keinen großen Vorteil darin, Informationen im Internet willkürlich zu zensieren, wenn ich sie mit vertretbarem Aufwand überall sonst ebenfalls finden kann. Die Nachteile überwiegen dabei deutlich.

  3. Wochenrückblick KW 16 - websitestartup.de sagt:

    […] In dem Artikel “Ist Google eine tickende Zeitbombe” machen sich die Jungs von SEO-United Gedanken darüber, ob verschiedene Informationen frei im Internet verfügbar sein sollten […]

  4. […] Auch Gretus von SEO-united.de reagiert auf die schrecklichen Ereignisse der letzten Wochen und geht der Frage nach “Ist Google eine tickende Zeitbombe? […]

  5. Stefan sagt:

    Sicherlich wäre es vorteilhaft wenn Google bei Suchanfragen, die ganz klar gestellt werden um Anleitungen zur W*ffenherstellung zu erhalten, nicht unbedingt auch gleich Ergebnisse liefern würde. Solche Informationen sollten besser nicht für jeden Menschen völlig anonym zugänglich sein. Ich persönlich kenne keine Privatperson die unbedingt wissen müsste wie man W*ffen bauen kann.

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