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Ist Google Panda gerecht?

Google  |   |  , 22:11 Uhr  |  57 Kommentare

Nachdem der Suchmaschinenbetreiber Google heute angekündigt hat, die unter dem Namen `Panda Update´ bekannt gewordene Änderung am Algorithmus zur Bewertung von Webseiten unter anderem auch in Deutschland einzuspielen, stehen die ersten Verlierer bereits fest…

Johannes Beus von sistrix.de hat auf Grundlage der Daten seines Tools eine Liste mit Webseiten veröffentlicht, welche teilweise dramatisch an Sichtbarkeit in der Ergebnissen von Google verloren haben. Hier die vorläufig 10 größten Verlierer des Panda Updates in Deutschland:

Webseite SISTRIX Sichtbarkeit
kelkoo.de – 86%
alatest.de – 70%
wikio.de – 65%
online-artikel.de – 63%
webnews.de – 62%
suite101.de – 59%
helpster.de – 59%
dasverzeichnis.info – 59%
openpr.de – 59%
yopi.de – 56%

Schaut man sich obige Liste der Verlierer des Panda Updates etwas genauer an, hat es wie in den USA und den UK auch hierzulande vor allen Dingen Verzeichnisse sowie Vergleichs- bzw. Aggregatorenseiten getroffen.

Minderwertige, hauptsächlich zum Zweck der Linkgenerierung genutzte Artikel- bzw. Linkverzeichnisse, aus bereits bestehenden Inhalten zusammengeflickte Informations- sowie lediglich fremde Artikel auflistende Verkaufsseiten dürften es zukünftig schwer haben, die aktuell durch das Panda Update erlittenen Umsatzeinbüßen irgendwie wieder wett zu machen.

Google selbst kündigt das Update als `Neuer Algorithmus für hochqualitative Webseiten´ an und gibt betroffenen Wenseitenbetreiber auf dem Google Webmaster-Zentrale Blog gleich auch noch einige Tipps zur Erstellung hochwertiger Inhalte mit auf dem Weg:

Anfang des Jahres haben wir das „Panda“-Update für alle weltweiten englischsprachigen Suchanfragen eingeführt. Heute führen wir diese Maßnahmen fort, indem wir unsere algorithmischen Verbesserungen der Suche in verschiedenen Sprachen einsetzen. […] Wir stellen weiterhin unsere Nutzer in den Mittelpunkt und arbeiten kontinuierlich daran, ihnen die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern.

Den von Panda Update betroffenen Webseiten bleibt nicht viel anderes übrig, als ihr Geschäftsmodell komplett zu überdenken. Waren Preisvergleiche wie preisroboter.de oder ciao.de noch vor einiger Zeit als durchaus innovativ zu betrachten, scheinen sie nach Meinung von Google nun nicht mehr den gesteigerten Ansprüchen der Nutzer einer Suchmaschine von heute zu genügen.

Publishern empfehlen wir weiterhin, sich darauf zu konzentrieren, das bestmögliche Nutzererlebnis auf ihren Websites zu bieten, und sich weniger damit zu beschäftigen, was sie für die aktuellen Ranking-Algorithmen oder -Signale halten.

Das von Google heute gemachte Update hat einen bitteren Beigeschmack! Wer seine Inhalte der Datenkrake zur Generierung von Suchergebnissen fein säuberlich zum Fraß vorwirft, den mag Google auch weiterhin. Wer dagegen meint, sich in Googles Geschäftsfeld einmischen zu müssen um mit eigens aufbereiteten Daten selbst gut zu ranken, den zieht die Krake einfach wieder in die Tiefen der Serps hinunter…

Gretus

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Kommentare zu Ist Google Panda gerecht?:

  1. Maik sagt:

    Klasse Update. Seit Panda sind Konkurrenten, die unsere News automatisch auslesen oder Auszüge manuell kopieren, vor uns gelistet. Die Begeisterung hält sich also in Grenzen. Bei einer Seite (ausschließlich eigener Content) brach der Zugriff gar um 50 bis 70 Prozent ein. An den Texten kann es nicht liegen. Die kopierten Fassungen sind weit oben gelistet 😀

  2. Andreas sagt:

    Ich finde den neuen Algo gut, diese Seiten die Titel und Links aus Suchbegriffen zusammenbasteln sind schrecklich und voellig unnuetz und nervig. Man braucht Sie einfach nicht.

    Und jetzt mal zu ‚m anderen stark diskutierten Punkt: Google darf doch wohl selbst entscheiden welche Ergebnisse wo angezeigt werden, die duerfen auch Konkurrenten rausschmeissen und ihre Shopping-Sites hochranken.

    Wenn der Drogeriemarkt X jahrelang das Produkt Y am Eingang im Regal stehen hatte und irgendwann selbst welche dieser Kategorie herstellt und vertreibt, kann keiner ihm verbieten jetzt sein Produkt dort zu platzieren, die Seiten haben eben keinen Platz gebucht.

  3. Kritik sagt:

    Es ist nunmal eine Tatsache das diese Preisvergleichsportale mit ihren oftmals nutzlosen nur auf google abgestimmten Inhalten die Mehrheit der Suchenden nur genervt haben.

    Ich glaube nicht mal das google diese Seiten verdrängt hat damit der eigene Shop besser da steht, sondern weil es tatsächlich einen großen Mehrwert für die Nutzer bringt wenn diese Seiten nicht auf den ersten Plätzen landen.

  4. horst sagt:

    Das „Update“ hat doch langfristig nur einen Zweck, Betreiber von Webseiten welche nicht den Google konformen Schmutzcode beinhalten müssen damit rechnen dass Ihre Seiten irgendwann nicht mehr gelistet werden.

    Sobald genügend Betreiber sich damit abgefunden haben dass der Bigbrother Code dazugehört wird Google dieses Angebot deutlicher aufspitten: In einen kostenlosen Part mit nerviger Werbung und einen gebührenintensiven Part mit voller Kontrolle, allerdings nicht für den User.

  5. Randy Snookums sagt:

    Von den Verliereseiten kenne ich keine. Vielleicht ist der neue Algorithmus gar nicht so schlecht.

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