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Neues zu Google Me

Google  |  Alex Sczakiel  |  , 09:52 Uhr  |  4 Kommentare

Google MeEric Schmidt hat auf der Zeitgeist-Konferenz in Arizona die Gerüchte um Googles Pläne für ein eigenes soziales Netzwerk bestätigt und dabei einiges klargestellt. Das Projekt, welches unter dem Namen `Google Me´ in der Presse für Aufsehen gesorgt hatte, soll kein eigenständiges Netzwerk und damit kein direkter Konkurrent zu Facebook werden…

Eric Schmidt möchte stattdessen das Kernprodukt Google um Social-Network-Funktionen zu erweitern und die verschiedenen, bereits existierenden Netzwerke besser integrieren. Er hofft hierbei unter anderem auf die Unterstützung von Facebook und deren Userdaten. Google will also kein eigenes soziales Netzwerk etablieren, sondern bereits bestehende Dienste unter dem Dach von Google zusammenführen.

Wo führt uns Google hin?

Früher bestand das World Wide Web aus einer Ansammlung von unzusammenhängenden Webseiten. Verzeichnisse, Kataloge und die ersten Suchmaschinen haben es nicht geschafft, das WWW zu strukturieren. Googles innovativer Suchalgorithmus hat das Web erstmals durchsuchbar und für den User wirklich benutzbar gemacht. Das heutige Web ist praktisch um Googles Algorithmus und deren Richtlinien herum entstanden, Google ist die Struktur die alles zusammenhält. Wäre das World Wide Web eine Stadt, würde Google die Straßen gebaut und den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt haben.

Was das Unternehmen damals für das Web getan hat, versucht es anscheinend jetzt auch in der Social-Network-Landschaft, nämlich die einzelnen Dienste unter Googles Schnittstelle miteinander zu verbinden. Die Daten von Facebook, Youtube und Twitter würden Google ergänzen, was sich langfristig mit Sicherheit auch auf die klassische Suche auswirken würde. Glaubt man den Worten von Eric Schmidt, ist Googles bereits existierende Social Search also erst ein Bruchteil dessen was in Sachen sozialer Suche noch kommen wird.

Die Richtung ist klar, Google wird immer persönlicher. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ist Zeit der für die Mehrheit der User identischen Suchergebnisse bald vorbei. Eric Schmidt hat erste Änderungen bereits für diesen Herbst angekündigt.

Alex Sczakiel

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Kommentare zu Neues zu Google Me:

  1. Sebastian says:

    @Alex Aus der von Dir geschilderten Perspektive hast Du Recht. Letztendlich entwickelt sich Google mittelfristig wohl zu einem sehr avancierten Suchagenten (oder mehreren thematisch unterschiedlich gewichteten). Kann auch gut sein, dass Google Voice Search, wenn auch noch etwas „holprig“ in der Youtube-Bude auf der dmexco präsentiert, der Ausgangspunkt von eingabeunabhängigen, personalisierten Suchergebnissen ist, die zunächst durch Daten aus dem sozialen Graph sinnvoll angereichert werden – u.a. im Hinblick auf nutzerfreundliche „augmented reality“ Anwendungsmöglichkeiten.

    Wenn auch die Entwicklung semantischer Suchtechnologien problematisch sein mag, wie @Regina mit Recht hervorhebt, so schafft sich Google wohl gerade über die Vernetzung mit dem sozialen Graph einen sehr sinnvollen Einstiegspunkt in die tiefgreifende Analyse sprachlicher Konzepte, die sich ja bekanntermaßen kontinuierlich weiterentwickeln.

    Vermutlich werden unter diesen Rahmenbedingungen durchschnittliche Nutzer den schleichenden Übergang vom punktuellen Suchen, hin zum fortwährenden Finden gar nicht bemerken und in einem gewissen Maße bereitet Google Instant dies ja auch schon vor…

  2. Alex Sczakiel says:

    @Sebastian So betrachtet hast du natürlich recht, die Provider stellen die technische Grundlage, die uns erlaubt in erster Linie durch’s Web zu surfen. Ich betrachte das Ganze allerdings von einem anderen Standpunkt aus.

    Der durschnittliche User, ohne technisches Verständnis, öffnet den Browser, wo Google startet und das ist dann sein Fenster ins Web. Nur von dort aus geht’s für ihn weiter, oder irgendwohin. Ich kenne Leute, in der Generation meiner Eltern, die sprechen davon, dass das Internet kaputt ist, wenn Google nicht geht. Auf einem anderen Level also macht für mich der Vergleich mit den Straßen und Nahverkehr schon Sinn.

    @Regina Wie ich im oberen Absatz schon andeute, ist für den Endbenutzer Google das Kernstück des Webs. Auch wenn es vor Google natürlich andere Möglichkeiten gab das Web zu benutzen und zu durchsuchen, scheint der Durschnittsuser erst mit dem Auftauchen von Google gelernt zu haben wie das geht und das ist Googles Leistung. Nicht nur der tolle Suchalgorithmus, die zu Grunde liegende Technologie, sondern die Tatsache das Google es geschafft hat, wie niemand zuvor, es normalen Usern so einfach wie möglich zu gestallten und für sie das Internet erst wirklich benutzbar gemacht hat.

    Schöne Grüsse

  3. Regina Deckart - marketingshop blog says:

    @Sebastian: Das Bild mit der Stadt finde ich auch ein bisschen schräg – und auch die Aussage „Googles innovativer Suchalgorithmus hat das Web erstmals durchsuchbar und für den User wirklich benutzbar gemacht“ halte ich für etwas weit gegriffen.

    Aber wie dem auch sei: Die Suche wird definitiv persönlicher und nachdem das Semantische Web ja nun schon so lange auf sich warten lässt, könnte es doch sein, dass Google einen Weg gefunden hat/dabei ist zu finden, auf dem es ähnliche Effekte erzielen kann ohne auf brauchbare Ergebnisse der vielen Versuche der semantischen Ordnung warten zu müssen…

  4. Sebastian says:

    „Wäre das World Wide Web eine Stadt, würde Google die Straßen gebaut und den öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt haben.“

    … dann aber wohl eher nur die Straßenschilder:

    – „A ist erlaubt, B ist verboten und nur A verdient Geld“
    – „301 ist gut, Meta-Refresh ist schlecht“
    – „Gekaufte Links bitte mit „nofollow“ maskieren“
    – „Schnelle Websites haben Vorfahrt“
    – „Schreibe einzigartigen, unglaublich interessanten Content, der von SPON & der NASA verlinkt wird.“
    – usw.

    Die Straßen haben die Netzprovider gebaut und Google gibt uns nur einen Stadtplan, der allerdings wie Du schreibst in der Tat leider, leider dazu führt, dass „Das heutige Web (…) praktisch um Googles Algorithmus und deren Richtlinien herum entstanden“ ist. Darum ist ja auch der Linkgraph im Eimer…

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