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Noise – Googles größter Feind

Google  |   |  , 17:37 Uhr  |  3 Kommentare

Der größte Feind einer Suchmaschine ist zweifelsohne Spam. Um stündlich Millionen neu erstellter Spamseiten erfolgreich aus den vorderen Plätzen der Suchergebnisse zu entfernen, muss der Bewertungsalgorithmus bekannter Suchmaschinen fast täglich neu angepasst werden…

Was ist Spam?

Unter Spam fasst man Maßnahmen zusammen, die dazu führen, dass eine Suchmaschine auf eine Suchworteingabe hin auf den vordersten Plätzen Webseiten ausgibt, die keine für den Nutzer relevanten oder dem Suchbegriff entsprechenden Informationen enthalten.

Diese bei Wikipedia gemachte Definition des Begriffes `Suchmaschinen-Spammng´ ist reichlich schwammig. Um der Frage nachzugehen, warum die Betreiber bekannter Suchmaschinen immer mehr Probleme bekommen, die Qualität ihrer Suchergebnisse aufrecht zu erhalten, möchte ich den Begriff Spam zunächst in seine beiden Formen Link- und Contentspam unterteilen:

Linkspam: Unter Linkspam fasst man Maßnahmen zusammen, welche darauf abzielen, eine Webseite durch das Vortäuschen einer gesteigerten Beliebtheit (Links, Likes usw.) entgegen den Richtlinien bekannter Suchmaschinen auf deren vordere Plätze zu positionieren.

Contentspam: Unter Contentspam fasst man Maßnahmen zusammen, welche darauf abzielen, eine Webseite durch Veränderungen an deren Inhalt (Keywords, Überschriften usw.) entgegen den Richtlinien bekannter Suchmaschinen auf deren vordere Plätze zu positionieren.

Link- bzw. Contentspam bezeichnen also Maßnahmen, welche laut den Richtlinien bekannter Suchmaschinen definitiv verboten sind. Hierzu zählt z.B. das Verstecken von Textpassagen für den Besucher oder das Hacken einer Webseite zum Zwecke des Setzen eines Links.

Um zu zeigen, dass es eigentlich nicht wirklich Spam ist, mit welchem Google und Co. derzeit so zu kämpfen haben, möchte ich im Folgenden ebenfalls den von amerikanischen SEOs mittlerweile häufig genutzten Begriff `Noise´ definieren:

Was ist Noise?

Unter Noise fasst man Maßnahmen zusammen, die dazu führen, dass eine Suchmaschine auf eine Suchworteingabe hin auf den vordersten Plätzen Webseiten ausgibt, die nur geringe für den Nutzer relevante oder dem Suchbegriff entsprechende Informationen enthalten.

Linknoise: Unter Linknoise fasst man Maßnahmen zusammen, welche darauf abzielen, eine Webseite durch eine mit den Richtlinien bekannter Suchmaschinen konform gehende Steigerung ihrer Beliebtheit (Links, Likes usw.) auf deren vordere Plätze zu positionieren.

Contentnoise: Unter Contentnoise fasst man Maßnahmen zusammen, welche darauf abzielen, eine Webseite durch mit den Richtlinien bekannter Suchmaschinen konform gehende Veränderungen an deren Inhalt (Keywords, Überschriften usw.) auf deren vordere Plätze zu positionieren.

Wo die Unterschiede von Spam und Noise beim Lesen der Definitionen kaum auffallen, können sie für eine ausschließlich auf die algorithmische Bewertung von Webseiten aufbauende Suchmaschine den Tod bedeuten.

Noise bedeutet vereinfacht gesagt nichts anderes, als das Webseitenbetreiber mittlerweile gelernt haben, mit den von Google gemachten Spielregeln umzugehen. Entgegen der Vermutung, Google würde seinen Algorithmus den Gegebenheiten des Webs immer neu anpassen, ist es vielfach genau umgekehrt. Insbesondere die Betreiber großer und kommerzieller Webseiten haben mittlerweile gelernt, wie man mit möglichst niedrigem Aufwand die bestmöglichen Positionen bei Google erklimmt.

Gegen Noise, also einer sich den Anforderungen einer Suchmaschine anpassenden Medienlandschaft ist Google machtlos. Ein Mitarbeiter von Google hat sich kürzlich hierzu auf webmasterworld.com geäußert:

We’ve been working on this issue for a long time, and made some progress […] The central issue is that it’s very difficult to make changes that sacrifice „on-topic-ness“ for „good-ness“ that don’t make the results in general worse. You can expect some big changes here very shortly though.

Der Unterschied zwischen der Popularität und der Qualität einer Webseite ist algorithmisch kaum feststellbar. Sollte die Aussage stimmen, dass Google bereits in Kürze mit einer diesbezüglichen Änderung aufwarten wird, welche damit auch die Unterscheidung zwischen Noise und Spam treffen kann, dürfte diese tatsächlich die gesamte Medienlandschaft auf den Kopf stellen…

Gretus

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Kommentare zu Noise – Googles größter Feind:

  1. Alexander says:

    Interessanter Aspekt zwischen Noise und Spam zu unterscheiden, letztlich wird es aber für Suchmaschinen in der ersten Instanz darum gehen, statistisch die Mehrheit nachzubilden und zu sehen was Noise ist und was Spam. Auch wenn einige wenige zu einem anderen Schluß kommen würden. Ein Algorythmus wird meiner Meinung nach immer versuchen die Mehrheitsmeinungen mathematisch nachzubauen.

    Beste Grüße aus München
    Alexander

    • Gretus says:

      Hallo,

      Google wird nicht drum herum kommen, den User mit in die `aktive´ Bewertung von Webseiten mit einzubeziehen. Ein entsprechendes Patent, wo Experten `PageRank´ verteilen können, gibt es bekanntlich schon…

      Grüße

      Gretus

  2. Gerhard Zirkel says:

    Wie soll eine Suchmaschine das denn machen? Letztendlich beurteilen sogar echte Nutzer die besuchten Seiten ganz unterschiedlich. Was für den eher intelligenten User völliger Unsinn ist, kann für den BILD-Leser die tollste Seite sein 🙂

    Wo soll man also die Grenze ziehen zwischen Spam, Noise und einfach nur miesen Seiten?

    Gerhard

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