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PageRank – Wie es weiter geht

Google  |   |  , 11:00 Uhr  |  12 Kommentare

Nach einem PR Update Mitte Januar, hat die Suchmaschine Google die letzten Tage nun erneut ein Update des sichtbaren PageRanks vollzogen. Der kurze Zeitraum zwischen beiden Updates lässt vermuten, dass bei der ersten Neuberechnung nicht alles wunschgemäß verlaufen ist. Die kürzlichen Veränderungen dürften zwar als komplettes Update gewertet werden, der Hauptgrund waren jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach die nicht zufrieden stellenden Ergebnisse des Exports im Januar…

Alles in allem hat auch dieses PR Update wieder einmal dazu beigetragen, dass kaum ein Webseitenbetreiber die Strategie des Suchmaschinengiganten versteht. Die Mehrheit der Experten in einem bekannten Forum für Webmaster wundert sich mittlerweile, warum Google nicht komplett auf den PR verzichtet, d.h. die Anzeige aus der Toolbar entfernt oder den Linkhandel z.B. durch die Zurückstufung bekannter Anbieter in der Ergebnissen nachhaltig einen Schlag versetzt.

Egal, ob der PR letztendlich angezeigt wird oder nicht, das letzte Update zeigt wieder einmal, dass Google den PR zur Bewertung von Webseiten braucht. Wäre dieser lediglich ein Service, um Webseitenbetreiber einen Richtwert für die Qualität einer Webseite bieten zu können, würde man nicht alles daran setzen, den PageRank so genau wie möglich zu berechnen.

Es stellt sich jedoch die Frage, warum Google den PR nicht intern berechnet und die Ergebnisse weiterhin in der Toolbar anzeigt. Auch in diesem Punkt sind sich die Fachleute uneinig. Fakt ist, dass der PR für den Großteil der Webseitenbetreiber noch immer das entscheidenden Kriterium z.B. für die Auswahl geeigneter Linkpartner ist. Selbst für erfahrene Webmaster spielt er bei der Beurteilung der Webseite eines potentiellen Partners zwar eine untergeordnete Rolle, er ist jedoch sehr oft noch ein Ausschlussfaktor. Wenn die eigene Webseite einen PR von 4 und die Seite des Tauschpartners einen PR von 1 besitzt, wird sich oft kaum noch die Mühe gemacht, weiter zu recherchieren.

Meiner Meinung nach ist die Manipulation durch das Tauschen und Kaufen von Links immer noch das größte Problem der Suchmaschine Google. Der weitaus größte Teil der auf den vorderen Plätzen gelisteten Webseiten, nutzt die Möglichkeit, durch Linktausch bzw. -kauf die Position zu halten bzw. zu verbessern. Links werden, bis auf wenige Ausnahmen, kaum mehr freiwillig gesetzt. Man verlinkt gegen Entgelt oder überwiegend auf die Seiten befreundeter Webseitenbetreiber.

Der natürlichen Staffelung der Webseiten aufgrund der Verlinkung ist schon lange der Riegel vorgeschoben. Wenn Google alle offensichtlich gekauften oder getauschten Links bei der Bewertung wegfallen lassen würde, wären die Ergebnisse wahrscheinlich erschreckend schlecht. Tatsache ist, wer mit seiner Webseite Linkbuilding betreibt, hat zumeist auch das zu bieten, was der Besucher unter den relevanten Keywords erwartet. Qualitativ hochwertige und für den Suchenden relevante Webseiten bieten also einen entsprechenden Content und Tauschen bzw. Kaufen in den meisten Fällen Links von anderen Webseiten.

Und genau hier liegt das Problem und eventuell die Begründung für die auf den ersten Blick kaum nachzuvollziehenden Maßnahmen des führenden Suchmaschinenbetreibers. Google muss einen Mittelweg finden, die Verlinkung auf andere Webseiten weiter interessant zu machen und gleichzeitig den Handel mit Links zu gut es geht zu unterbinden.

Sinn der Strategie ist, die Marke bzw. das Bewertungskriterium PageRank nach und nach zu zerstören. Durch die Abstrafung von z.B. bekannten Webkatalogen oder Artikelverzeichnissen, wird auch dem letzen Webseitenbetreiber anschaulich verdeutlich, dass Links von bestimmten Webseiten kaum mehr einen Einfluss auf das Ranking haben.

In dieser Hinsicht scheint Googles Strategie aufzugehen. Gerade in der letzten Zeit ist es sehr viel schwerer geworden ist, eine Seite nur durch das Setzen von Backlinks nach oben zu bringen. Wer zukünftig dort mitspielen will, muss sich etwas anderes einfallen lassen.

Leider wissen das auch andere Webseitenbetreiber. Längst hat es sich herumgesprochen, dass Links direkt aus dem Content gesetzt werden müssen. SEOs sind nun also damit beschäfftigt, neuen Content zu generieren, um auch weiterhin ihre Linkplätze anpreisen zu können.

Für Google ist diese Tatsache fatal, bedeutet sie doch, dass die Crawler der Suchmaschine zukünftig vermehrt mit zumeist sinnlosen Content zu kämpfen haben und die dort gesetzten Links kaum mehr als Manipulation identifizieren können.

Ich bin der Ansicht, dass die Tage der ausschließlich auf einen Algorithmus basierenden Suchmaschine längst gezählt sind. Google wird es nicht schaffen, die freiwillige Verlinkung wieder zu etablieren. Nach und nach werden die Betreiber vermehrt manuelle Bewertungen mit in die Beurteilung einfließen lassen müssen. Wer als Webseitenbetreiber nicht schon jetzt daran arbeitet, diese Bewertung zu bestehen, wird schon bald in den Suchergebnissen nach hinten `gereicht´ werden…

Gretus

P.S.: Wir lassen Worten Taten folgen und verschenken fünf PR 4 Links ;-)

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