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PR Update – Was soll das?

Google  |   |  , 20:58 Uhr  |  15 Kommentare

Google ist die meist genutzte Suchmaschine der Welt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis Google das bekannteste Wort und Google Inc. das finanzstärkste Unternehmen ist. Die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin haben sich einen derartigen Erfolg wahrscheinlich nicht einmal in den kühnsten Träumen ausgemalt, als sie 1998 ihr Patent für den PageRank einreichten…

Der PageRank, ein Algorithmus zur Bewertung der Relevanz einer Webseite, war einer der Grundpfeiler der Suchmaschine Google. Anfangs waren die Suchergebnisse vor allen Dingen durch diesen Rankingfaktor denen der anderen Suchmaschinen um Längen überlegen. So dauerte es auch nicht lange, bis die Konkurrenz den bis dahin weitestgehend geheimen bzw. unbekannten PR Algorithmus geknackt und veröffentlicht hatte.

Die Veröffentlichung des PR Algorithmus sowie unzählige Dienste, welche den PR für eigene Zwecke missbrauchten, zwangen Google letztendlich dazu, selbst den PR jeder einzelnen Webseite z.B. in der Toolbar sichtbar zu machen.

Eine neue Währung war geboren. Webseitenbetreiber fanden schnell heraus, das ein Link von einer Seite mit einem hohen PR die verlinkte Seite weiter in den Suchergebnissen nach oben bringt als ein PR schwacher Link. Verweise wurden fortan vermehrt nicht als Empfehlung, sondern als Gegenleistung für einen vorher auf die eigene Seite gesetzten Link oder gegen Entgelt gesetzt. Der Linkhandel, d.h. das Kaufen und Tauschen von Links wurde Gang und Gebe, war er doch ein Garant für eine besseres Ranking und damit den Erfolg einer Webseite.

Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Noch immer werden Links gekauft oder getauscht und noch immer ist der PageRank für viele Webseitenbetreiber das wichtigste Kriterium bei der Bewertung einer Webseite. Vor allen Dingen in den bekannten Foren zum Thema Suchmaschinenoptimierung wird spätestens während eines Updates sichtbar, es gibt nichts, was wichtiger zu sein scheint, als der PageRank der eigenen Webseite…

Der Hype um den PageRank ist jedoch völlig unbegründet. Immer und immer wieder muss man sagen, das der PR nichts mit der Qualität und dem Ranking einer Webseite zu tun hat. Der PR Algorithmus ist heute nur noch einer von unzähligen anderen Rankingfaktoren. Ein hoher PR hat nicht unmittelbar ein gutes Ranking zur Folge, auch sollte der PageRank nicht das ausschlaggebende Kriterium bei der Bewertung von potentiellen Linkpartnern sein. Die Webseite eines geeigneten Linkpartners sollte themenrelevant und unter dem im Linktext enthaltenen Begriff gut gelistet sein. Zudem ist die Linkposition mittlerweile wichtiger als der PagreRank.

Dennoch weicht Google nicht davon ab, den PR noch immer als wichtigen Rankingfaktor zu verkaufen. Erst kürzlich wurden erneut Webseiten abgestraft, indem deren PR um einige Punkte oder sogar komplett herab gestuft wurde. Nachdem bei letzten Update vor allen Dingen offizielle Linkverkäufer betroffen waren, sind es nun auch Weblogs, Webkataloge und Artikelverzeichnisse.

Obwohl diese Sanktionen bislang noch keinen Einfluss auf das Ranking der Webseiten hatten, trifft es einige Webseitenbetreiber härter als man denkt. Erst durch den PageRank möglich gemacht, haben sich viele auf den Handel mit Links oder dem Produkt PageRank spezialisiert. Zugegeben nicht die feine Art, aber wo ein Markt ist, da folgen auch die Anbieter…

Anstatt diese Anbieter nun vor vollendete Tatsachen zu stellen, den PR endlich abzuschaffen und die Anzeige aus der Google Toolbar zu entfernen, treibt Google ein Katz und Maus Spiel. Beinahe willkürlich wird der PR herabgestuft und nicht oder nur teilweise angezeigt.

`Don´t be evil´ lautete einmal einer der Grundsätze der beiden Google Gründer. Was diese jedoch in letzter Zeit machen, ist alles andere als gutmütig. Nur um die Zahl der Adwords Kunden zu steigern, spielen sie mit der Existenz ganzer Unternehmen und mit dem Vertrauen unzähliger Webseitenbetreiber.

Spätestens wenn die organischen Serps nur noch ein rudimentärerer Bestandteil der Ergebnisseite sind, werde ich den Beiden einmal einen Besuch abstatten und fragen, wann ich denn meine Einwilligung gegeben haben soll, dass Google meine Seiten listet und damit Geld verdient :-D

Gretus

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Kommentare zu PR Update – Was soll das?:

  1. […] von seo-united.de hinterfragt in einem sehr ausführlichen Beitrag den Sinn des PR-Updates und kritisiert, dass Google ganze Internet-Unternehmen einfach so in den Ruin […]

  2. Jhon says:

    Ihr glaubt aber auch alles was Google euch so erzählt. Ich höre immer dies funktioniert nicht mehr und das funktioniert nicht mehr und Linkkäufer werden alle erwischt. Wenn ich mir die Serps zu verschiedenen Themen so anschaue, komme ich zu einer anderem Schluss.

    Das gammelige Webkataloge oder Artikelverzeichnisse abstürzen wundert mich nicht, gehört halt dazu. Ich kann eure Endzeitstimmung nicht verstehen. Bei jedem PR Rückgang vermutet ihr sofort, dass Google euch in seiner unendlichen Genialität sofort erwischt hat.

    Ich habe hier ein Testdomain rumliegen, deren Backlinkprofil ist sowas von Anti-SEO, die brummt nur so vor Qualitäts-Backlinks und die hat auch bei den letzten beiden Updates jeweils einen Punkt verloren, obwohl diese Domain seit fast 9 Jahren noch nie einen Backlink von einem Katalog oder ähnlichem gesehen hat, geschweige denn irgendwas anlinkt was auch nur im entferntesten anrüchig ist…

  3. stefan says:

    Also wenn man es gut anstellt kann man auch noch Links verhöckern! Den PageRank halt ich zwar für einen Punkt der Googlebewertung, aber nur einer von vielen.

  4. Monika says:

    Ich habe – Schande über mein Haupt – überhaupt noch nie einen Link gekauft, geschweige denn verkauft- die gute Million Euronen wollte mir bis dato noch niemand zahlen ;)

    Hellsehen tu ich auch nicht, ich beobachte nur, und diese Entwicklung zu beobachten war. Genauso wie die reine interne Weitergabe des PR sich massiv geändert hat. Ob zukünftig nur mehr Links aus einem von Google definierten Content Bereich gelten – das weiß momentan nur deren Spitze – denkbar ist es und vielleicht kommt es.

    Ob es dann nur Blogkommentare erwischt oder auch die Kommentare sämtlicher CMSe weiß man auch nicht. Sollten es nur Blogs sein, na dann hat halt WP seinen Siegeszug gehabt und anderes wird kommen. Es ist ein Spiel wie zwischen Virusprogrammierer und Antivirenprogramme Hersteller – Spiel nicht im Sinne von *unernst*, sondern Wechselwirkung.

    Da gehen manche mit manche nicht. Zum Jammern ist es jedoch nicht. Und es gibt – zumindest für mich- keinen Schuldigen – jeder macht seine Sache. Und den einen gäbe es ohne dem anderen nicht. Ich bin da vermutlich viel zu pragmatisch. ;)

    lg

  5. Ingo says:

    Ich bin ja auch gespannt wann der „Hype“ um die Blog aufhört und wann was neues erfunden wird…

    Bin ja eher Laie, aber der PR wurde immer von allen gefordert und als das „non plus ultra“ gesehen. Aber muss man machen was alle tun? Nein, dann hat es nämlich keinen Erfolg. Guter Content ist einfach nur das wichtigste. Und ab und zu einen Link tauschen, gehört doch irgendwie dazu. Oder? ;-)

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