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Statement zum PageRank

Google  |   |  , 11:04 Uhr  |  17 Kommentare

Die Suchmaschine Google sorgt unter den Webseitenbetreibern in letzter Zeit immer wieder für Aufsehen. Der bislang alle drei Monate stattfindende Export des sichtbaren PR in die Google Toolbar wurde ausgesetzt, die Suchergebnisse in einem schleichenden Update durcheinander gewürfelt und, will man den neuen Gerüchten Glauben schenken, werden nun offensichtliche Linkverkäufer nach manueller Kontrolle abgestraft und aus dem Index entfernt…

Da Google sich bekanntlich mit offiziellen Mitteilungen sehr zurück hält, überschlagen sich die Nachrichten in den einschlägigen Foren und Blogs zum Thema Suchmaschinenoptimierung. Einige Experten behaupten, der PR wurde abgeschafft, einige sind der Ansicht, er würde fortan nur noch unregelmäßig aktualisiert werden und wieder andere behaupten sogar, Links von anderen Webseiten würden bei der Beurteilung zukünftig überhaupt keine Beachtung mehr finden…

Zunächst einmal sei gesagt, das der PageRank niemals abgeschafft werden wird. Der PR einer Webseite gibt vereinfacht gesagt die Wahrscheinlichkeit an, im World Wide Web gefunden zu werden. Er ist ein wesentliches Kriterium bei der Beurteilung von Hyperlinks, dem wichtigsten Merkmal des WWW. Auch zukünftig wird eine gut vernetzte Webseite immer besser bewertet werden als eine nur von wenigen anderen Seiten verlinkte Webseite. Auch die Unterteilung in starke sowie schwache Backlinks wird immer ein Bestandteil aller Suchalgorithmen bleiben…

Insofern ist die Aussage, Links von anderen Seiten würde zukünftig kaum noch Beachtung finden, nicht nachvollziehbar. Selbst die möglichen Alternativen zum Google PageRank, wie z.B. der Trustrank, Hubs and Authorities oder der Hilltop Algorithmus haben alle die gemeinsame Grundlage, dass Verweise und damit Links von bestimmten Seiten höher eingestuft werden als andere. Auch die bekannten Bookmarkdienste sind nichts anderes als systematisch strukturierte Linkebenen. Hier kommt es nicht auf die Zahl der Bookmaks an, sondern auf die Position der Seite in den Listen der einzelnen Kategorien. Wenn etwas abgeschafft wird, ist der Export des PR in die Google Toolbar, also die Möglichkeit, den PR einer Webseite direkt ablesen zu können. Der PageRank als Kriterium bei der Beurteilung von Webseiten wird bleiben…

Auch die Aussage, alle Webseiten mit gekauften oder getauschten Links würden nun abgestraft und aus dem Index entfernt, ist bloße Panikmache. Es ist Google unmöglich, einen nachweisbaren Unterschied zwischen einem echten und einem gekauften zu machen. Selbst eine Fehlerquote von nur wenigen Prozent macht einen eventuell existierenden Algorithmus zur Erkennung von bezahlten Links untragbar. Die manuelle Kontrolle und die damit verbundene Recherche, um einen echten Link klar auszuschließen, sind bei der mittlerweile erreichten Anzahl existierender Webseiten ein unmögliches Unterfangen…

Was Google im Moment versucht, ist klar zu erkennen. Durch gezielte Aktionen werden Webseitenbetreiber und insbesondere SEOs zunehmend verunsichert. Durch die starke Gewichtung des PR ist es mittlerweile jedem möglich, mit einer Webseite weit oben gelistet zu werden. Die gekauften Toppositionen führen zu einer drastischen Verschlechterung der Qualität der Suchergebnisse. Google kann dieses z.B. mit der Verweildauer oder der Absprungrate auf den entsprechenden Seiten ganz leicht nachvollziehen. Momentan wird gezielt versucht, den Linkhandel durch die Aussetzung des PR bzw. die Abstrafung einzelner Seiten außer Kraft zu setzen.

Für mich persönlich zeigen diese Ereignisse, dass Google große Schwierigkeiten hat, mit seinem Algorithmus eine akzeptable Qualität der Suchergebnisse zu gewährleisten. Gleichzeitig verliert Google für mich an Glaubwürdigkeit. Wer den PR, und damit die Berechnungsmöglichkeit des finanziellen Wertes eines Links in die Welt setzt, sollte nachher nicht versuchen, die `Schuld´ bei anderen zu suchen.

Gute Platzierungen in den Ergebnissen lassen sich durch Adwords schon lange kaufen. Hier wird die Qualität einer Webseite jedoch schnell einmal außer Acht gelassen, bezahlen die Webseitenbetreiber doch gutes Geld. Das ein immer größer werdender Teil dieses Geldes nun auch in die organischen Serps fließt, ist Google ein Dorn im Auge.

Wer es jedoch auf der anderen Seite vormacht und gleichzeitig dafür gesorgt hat, das dieses überhaupt möglich ist, sollte nun nicht anfangen, engagierte Webseitenbetreiber um ihre Existenz zu bringen. Das ist einfach unfair…

Gretus

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Kommentare zu Statement zum PageRank:

  1. Ingo Website sagt:

    Ich denke, dass PR zwar schön und auch nicht ganz unwichtig ist, er aber nicht Hauptkriterium für eine Top Position ist. Wäre ja klasse, wenn es denn so wäre, dass man „nur“ wegen einem hohem PR weit oben steht.

  2. Dirk sagt:

    Ich glaube alle großen Suchmaschinen haben so ihre Probleme mit dem Linkhandel. Dennoch zeigen Tests immer wieder, dass Google die besten Ergebnisse liefert. Und das, obwohl bei Google die Links sehr stark mit in das Ranking einfließen. Im Gegensatz zu Yahoo beispielsweise, wo das Alter einer Seite ein großer Faktor für das Ranking ist.

    Meiner Meinung nach, mindert der Linkhandel die Qualität der Suchergebnisse nicht.

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