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Street View – Widerspruch kann teuer werden

Google  |   |  , 11:36 Uhr  |  29 Kommentare

Google Street ViewÄhnlich wie 2009 bei der Impfung gegen die Schweinegrippe, wird das diesjährige Sommerloch gezielt dafür genutzt, die gesamte Bevölkerung zur Unkenntlich-machung ihrer Wohnobjekte bei Google Street View zu bewegen.

Da Widerspruch gegen ein milliardenschweres US-Unternehmen wie Google sich so gehört, Bilder von Häusern nichts im Internet zu suchen haben und das Ausfüllen eines Onlineformulars richtig Spaß machen kann, folgen immer mehr Bürger dem medialen Aufruf und beantragen die Befreiung ihres trauten Heimes aus den bösen Fängen der Datenkrake…

Wie ein bei Google gemeldetes Objekt nach der Unkenntlichmachung aussieht, erkennt man in obigem Bild. Bis auf eine Ansammlung grobkörniger Pixel ist von einem vorher beschaulichen Eigenheim nichts mehr zu sehen. Was neben einem Haufen Pixel auf der einen Seite und dem Gefühl der Rebellion auf der anderen Seite am Ende bleibt, ist womöglich aber die Erkenntnis, dass die sekundenschnelle Löschung eines Objektes bei Google Street View viele tausend Euro gekostet hat.

Street View wird zum Beispiel von Urlaubern dazu genutzt, sich ihr Hotel vorab im Netz anzuschauen. Ist das Hotel nur verpixelt dargestellt, werden sich einige Urlaubssuchende für eine andere Unterkunft entscheiden. Das gleiche gilt für zum Verkauf oder zur Miete stehende Wohnobjekte. Wer sein Haus verkaufen oder vermieten will, ist gut damit beraten damit auch im Internet zu stehen.

Szenarien, wann sich eine vorschnelle Unkentlichmachung bei Street View teuer bezahlt machen könnte, gibt es viele. Ähnlich wie bei der Impfung gegen die Schweinegrippe, kann man jedem nur raten, dem medialen Druck des Sommerlochs standzuhalten und den Widerspruch für eine Veröffentlichung bei Google Street View noch einmal zu überdenken. Wenn ein Haus einmal unkenntlich gemacht wurde, kann dieses laut Angaben von Google nie mehr rückgängig gemacht werden!

Gretus

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Kommentare zu Street View – Widerspruch kann teuer werden:

  1. Jim sagt:

    Schön, daß Google unerwünschte Bilder entfernt. Warum geht eigentlich niemand auf die Barrikaden, weil Google unerwünschte Suchergebnisse nicht aus der Trefferliste entfernt? Könnte auch gegen Gebühr passieren (da Google ja schließlich nicht für die Inhalte von anderen Webseiten verantwortlich ist) und so Google schöne zusätzliche Einnahmen bescheren. Technisch wäre es sicherlich machbar, aber Google weigert sich einfach. Was machen unsere Datenschützer dagegen???

  2. bex sagt:

    Hallo alle,

    ich finde das verpixeln in Deutschland extrem nervig. Habe lange in Australien gelegt und immer auf Street View zurueckgegriffen wenn ich mir eine neue Wohnung gesucht habe. Straßen, die noch nicht erfasst wurden, ergaben für mich, dass das Mietobjekt weit weniger interessant war und ich auf diese zurückgriff, welche auch tatsächlich schon von StreetView erfasst wurden. Und da konnte der Hauseigentümer noch nicht einmal etwas dafür!

    Würde ich in Deutschland ein verpixeltes Haus sehen, in welchem ich mich einmieten, ein Hotelzimmer buchen oder das Haus gar kaufen wollte würde ich eine negative Konnotation ziehen. Stellt man sich nun vor, dass ein ganzes Viertel diesem Aufruf gefolgt ist, könnte ich mir kein Bild von meinem künftigen sozialen Umfeld einholen, und das wäre für mich per se Ausschlußkriterium.

    Deutschland geht auf die Barrikaden S21, Street View, endlich kann wieder Mistgabel und Fackelschwenkend durch die virtuellen und realen Straßen gezogen werden.

  3. […] So könnte dann das Verpixeln des Hauses schnell zum Verlust von ein paar zehntausend Euro führen […]

  4. Achim Website sagt:

    Wir sollten am besten die Welt zum Schutz vor Außerirdischen verpixeln – ET könnte uns sonst ausspionieren und auflauern.
    Die Mafia hat sowieso längst eigene Satelliten, die brauchen Google nicht.

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