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Umfrage – Werbung bei Google nur optional?

Google  |   |  , 10:06 Uhr  |  5 Kommentare

GoogleDie Betreiber von googlesystem.blogspot.de berichten in ihrem Artikel `A YouTube Experiment Removes Ads´ über verschiedene Möglichkeiten, wie man die von Google bei YouTube eingeblendete Werbung entfernen kann. Unklar ist, ob es sich hierbei um ein Experiment oder um einen Bug handelt…

Da es im Prinzip egal ist, ob es sich um ein Experiment oder Bug handelt, machen wir an dieser Stelle des Artikels einen Sprung und schauen uns einfach einmal an, was noch mal der Begriff `Bannerblindheit´ bedeutet. Hier die Definition:

Banner blindness is a phenomenon in web usability where visitors to a website consciously or subconsciously ignore banner-like information, which can also be called ad blindness or banner noise […] Pagendarm and Schaumburg argued that a possible explanation for the banner blindness phenomenon lay in the way users interacted with websites. Users tend to either search for specific information or aimlessly browse from one page to the next. Users have constructed web related cognitive schemata for different tasks on the web. (Quelle)

Der Begriff Bannerblindheit bedeutet also, dass der durchschnittliche Internetnutzer immer besser darüber Bescheid weiß, was Internetwerbung ist, und entsprechend seinen Erfahrungen bei seinen bisherigen Aktivitäten, mehr oder weniger bewusst, kognitive Schemata verinnerlicht hat, welche ihm dabei helfen sollen, das Ziel seiner derzeitigen Internet-Aktivitäten schneller bzw. leichter zu erreichen. Vereinfacht ausgedrückt, hat jeder Internetnutzer also so seine eigene Meinung, wann Werbung im Internet ihm hilft und wann sie eher stört.

Wie die kürzliche Diskussion um die angeblichen Machenschaften des Werbeblockers Adblock Plus noch einmal gezeigt haben, ist es zwar bereits heute möglich, Werbung auf Internetseiten weitestgehend auszu-blenden, wirklich darüber sicher sein, ob hier und da nicht doch noch irgendwelche Gelder fließen, kann man sich als Nutzer derartiger Blocker aber nicht:

Adblock Plus ist die bisher erfolgreichste Browsererweiterung für den Firefox und Chrome. […] Hinter Adblock Plus stehen offenbar finanzstarke „strategische Partner“ aus der Werbeindustrie, die nun endlich ihre bisherigen Investitionen zu Geld machen wollen. Das erfolgreiche Add-on entpuppt sich damit schlagartig als perfide konzipiertes Hintertürchen, das sich zudem als Er-pressungswerkzeug für jeden Website-Betreiber einsetzen lässt. (Quelle)

Lässt man sich den bisherigen Artikel noch einmal durch den Kopf gehen, so sieht es mit der sich schwer-punktmäßig auf die Vermarktung von Internetwerbung fokussierten Branche nicht gerade rosig aus: Wir haben den langsam aber sicher `aussterbenden´ Internetnutzer, dessen kognitive Schemata noch nicht soweit verinnerlicht wurden, als dass er `gelernt´ hat, nicht mehr `sinnlos´ auf irgendwelche Werbung zu klicken, wir haben den Nutzer, der es gelernt hat, Werbung einfach `unbewusst´ auszublenden und wir haben den Nutzer, dem Werbung ohnehin ein `Groll´ ist und deswegen bewusst einen Ad-Blocker ver-wendet.

Um zu eruieren, ob die Betreiber großer Webseiten wie z.B. Google oder Facebook ihren Nutzern in Anbetracht dieser Tatsache nicht von sich aus (!) eine Möglichkeit bieten sollten, Werbung einfach aus- bzw. wieder einzublenden, schauen wir uns zunächst einmal an, zu welcher kuriosen Situation Banner-blindheit und Co. geführt haben. Nachfolgender Screenshot zeigt, welche Bereiche der Suchergebnisseite von Google `Werbung´ sind und welche noch `normale´ Inhalte darstellen:

Ohne diskutieren zu wollen, ob es der Sache allgemein förderlich ist, wenn sich Internetgiganten wie Google oder Facebook aufgrund ihrer Verantwortung gegenüber ihren Tausenden von Mitarbeitern bzw. Millionen von Aktien-Anleihern, wahrscheinlich schwerpunktmäßig längst nicht mehr nur auf das Wohle ihrer Nutzer, sondern auf Gewinnmaximierung konzentrieren, stellt sich an dieser Stelle des Artikels tat-sächlich die Frage, ob es für alle Beteiligten nicht besser wäre, wenn die Nutzer von Google oder auch Facebook selbst darüber entscheiden könnten, wann sie Werbung sehen wollen und wann nicht!?

Bevor wir zu einer diesbezüglichen Umfrage kommen, möchte ich diejenigen, die jetzt behaupten, dass Google, Facebook und Co. dieses `niemaaaals´ erlauben werden, bitten, anhand der Suchergebnisseite von Google einmal kurz zu überlegen, wie dieses technisch aussehen könnte:

Man stelle sich vor, man hätte die Einblendung von Werbung gerade deaktiviert, würde aber in einer de-zenten Infobox freundlich von Google darauf hingewiesen, dass bei Suchanfragen des aktuellen Themas (z.B. Urlaub) die Aktivierung von Werbung bei so und so vielen anderen Nutzern schneller zum Erfolg geführt hat als die Suche ohne Werbung. Was würdet Ihr tun?

Die wahrscheinlich unzähligen Möglichkeiten der technischen Realisierung einmal außen vor gelassen, ist es natürlich auch interessant, wie der `gemeine´ Internetnutzer über eine Funktion zur optionalen Aktivierung bzw. Deaktivierung von Werbung z.B. bei Google steht. Hier des-wegen nun die diesbezügliche Umfrage:

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Gretus
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