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Wenn der Index nicht mehr schluckt

Google  |   |  , 15:57 Uhr  |  17 Kommentare

Bereits im Sommer letzen Jahres berichtete man bei Google, dass die Zahl von 1.000.000.000.000 indexierten Seiten überschritten wurde. Wie viele Seiten genau in der Zwischenzeit indexiert worden sind, erscheint bei dieser Zahl gar nicht mehr wichtig. Interessant ist jedoch, dass der Index weiter wächst und nahezu jede neu gefundene Information gespeichert und verarbeitet werden muss…

Die wirkliche Anzahl der vorhandenen Informationen wird einem vielleicht erst bei folgender Rechnung klar. Die Library of Congress in den USA dürfte mit rund 31 Millionen Büchern die weltweit größte Bibliothek sein. Nehmen wir einmal an, ein Buch hat durchschnittlich 600 Seiten. Macht nach einer einfachen Rechnung ungefähr 18.600.000.000 Seiten Informationen.

Diese Zahl ist war bereits unvorstellbar groß, der Goolge-Index ist allerdings noch 53x größer. Auch wenn diese Rechnung nicht unbedingt der Wahrheit entspricht, so zeigt sie doch recht anschaulich wie groß der Index der Suchmaschine Google in etwa sein könnte. Der größte Teil des Deep Web, Experten vermuten hier noch wesentlich mehr Inhalte, ist dabei noch gar nicht berücksichtigt.

Fakt ist, dass die veröffentlichten Informationen rasant zunehmen. Foren, Blogs, Microblogs, Wikis, Communitys, alle diese System ermöglichen es dem User, Informationen extrem leicht einzustellen. Und weil Content King ist, freuen wir SEOs uns über diese Entwicklung und bereiten alles für eine Indexierung durch die Suchmaschinen vor. Diese nehmen das Angebot noch immer dankend an und speichern die neuen Informationen ab.

Derzeit schluckt der Index nahezu alles, was der Crawler auch findet. Dabei wird weder die Qualität berücksichtigt noch die Frage, ob Informationen bereits im Index vorhanden sind. Ob Webkataloge, Artikelverzeichnisse oder eines der unzähligen Informationsportale, aus Sicht von Google gibt es hier zwar selten etwas Neues zu finden, auch diese Seiten werden jedoch obgleich ihrer fragwürdigen Daseinsberichtigung noch immer alle fein säuberlich gecrawlt und abgespeichert.

Auch wenn Google den Index bis heute nicht beschränkt, heißt es nicht, dass es bereits morgen zu so einer Einschränkung kommen kann. Vorstellbar wäre z.B. auch, dass Informationen zwar gespeichert werden, aber wie auch bei der Abfrage nach Backlinks nicht vollständig ausgegeben werden. Dieses würde zwar einige Existenzen kosten, die Qualität der veröffentlichten Inhalte aber möglicherweise nachhaltig verbessern.

Machen wir uns nichts vor, dass Internet quillt über mit unnützenden, doppelten und wieder und wieder neu aufbereiteten Informationen. Nicht selten hege ich mittlerweile den Wunsch, Google würde einfach nicht mehr alles speichern…

Constantin

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Kommentare zu Wenn der Index nicht mehr schluckt:

  1. Yayah says:

    Naja mir kann es ziemlich egal sein solange die User noch zu mir finden :) aber es ist schon erstaunlich wie viele Server Google letztendlich haben muss aber Geld haben sie ja genug :)

  2. Constantin says:

    Guten Morgen,

    hier ist ja ganz schön was los! Freut mich natürlich, dass ich zur Diskussion anregen kann.

    Natürlich ist es schwer eine Grenze zu ziehen. Deswegen kam bei mir ja auch die Idee auf, die Inhalte einfach nicht anzuzeigen, obwohl sie indexiert sind. Ähnlich wie bei den Backlinks.+

    Dem normalen Webmaster ist dies völlig egal und nur wie SEOs würden wirklich darauf reagieren. Artikelverzeichnisse, Webkataloge, Affiliate-Produktlisten, Preisvergleiche -> raus mit dem ganzen unnützen Zeug aus dem Index.

    Es geht ja nicht darum die Inhalte komplett aus dem Index zu vertreiben, sondern lediglich deren Nutzbarkeit für SEOs SEMler einzuschränken.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  3. Phil says:

    … zum letzten Kommentar:

    Und wieder andere Projekte lohnen sich noch nicht einmal deswegen (Werbung). Da werden einfach nur Millionen, von den grossen Unternehmen verpulverisiert.. man siehe Zoomer.de, die teils im Sande verlaufenene (Unter)Projekte von eBay, etc., etc …

  4. Matti says:

    Werbeverbot im Internet wäre mal ein interessanten Ansatz. Dann müste man aber eine Institution wie die GEMA schaffen die Geld von den Usern einzieht und das nach Nutzung der Inhalte an die Inhaltseigentümer weiterleitet. Damit wäre zwar das Internet nicht mehr kostenlos aber man würde nicht mehr mit Dauerwerbung berieselt werden.
    Andererseits lohnen sich viele Businessmodelle nur durch die Werbung im Internet.. Wenn man so eine Umstellung machen würde wäre das warscheinlich ein riesiger Wirtschaftlicher Schaden wenn man das mal Weltweit betrachtet. Und das möchte ja auch wieder nieman.

  5. Andreas says:

    „Werbeverbot im Internet, das würde etwas bringen“

    Und wer soll die Seiten bezahlen?

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