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Wie böse ist Google wirklich?

Google  |  Alex Sczakiel  |  , 12:30 Uhr  |  22 Kommentare

GoogleIn den letzten Monaten wird Google von allen Seiten angegriffen und kritisiert, insbesondere die alten Medien machen immer wieder Stimmung gegen den Internetriesen. Das Google-Mantra `Don’t be evil´ wird von einer immer größer werdenden Öffentlichkeit in Frage gestellt, aber wie böse ist Google wirklich?

Don’t be evil

Da die meisten Menschen zum Schwarz-Weiß-Denken neigen, war das Motto `Don´t be evil´ vielleicht keine so kluge Wahl, denn wer diesen Leitspruch in Frage stellt, verkehrt ihn oft einfach ins Gegenteil um. Viele Menschen denken zudem nicht richtig nach und lassen sich ihre Meinung von den herkömmlichen Medien vorkauen. Normalerweise unterscheiden sich Zeitungen und TV-Sender in ihren politischen Gesinnungen. Es gibt konservative und liberale Medien, wer einen umfassenden Eindruck von einem Thema bekommen möchte, der muss verschiedene Zeitungen lesen bzw. Sender gucken!

In der Google-Frage scheinen sich sämtliche alte Medien einig zu sein. Die herkömmlichen Medien haben Angst vor der Zukunft und scheinen mit Google den perfekten Sündenbock für ihr eigenes Versagen gefunden zu haben. Jemand der sich ausschließlich über alte Medien informiert, hat oft gar keine andere Möglichkeit, als diese Anti-Google-Meinung anzunehmen. Was aber, außer Zeitungen zu verärgern, hat Google denn nun konkret getan?

Meine Daten bei Google

Im Grunde genommen hat Google seine Strategie und Verhaltensweise seit Jahren nicht verändert, sie sind nur stetig gewachsen. Warum frage ich mich, sollte Google heute auf einmal böse sein, wo sie sich doch genau so verhalten wie früher? Google bietet unglaublich leistungsfähige Dienste an, die meisten davon kostenlos und niemand wird gezwungen diese zu nutzen!

Ich persönlich fühle mich wohler dabei, meine Daten sicher aufgehoben auf Google-Servern als auf irgendwelchen Servern anderer Anbieter zu lagern. Die teilweise Zusammenführung dieser Daten begrüße ich, denn um den Internet-Dschungel mit tausend verschiedenen Diensten und Logins noch überschauen zu können, müssen diese Daten zusammengeführt werden. Auch hier vertraue ich Google mehr als irgendeiner anderen Firma. Wer dieses nich tut, muss Google wie gesagt nicht nutzen!

Wie jede andere Firma gibt natürlich auch Google hin und wieder Daten an Sicherheitsbehörden weiter, ihnen daraus jedoch einen Strick zu drehen ist unfair. Google sagt klar und deutlich, dass dieses nur selten vorkommt und sie sich mit allen Mitteln gegen solche Eingriffe wehren. Google würde Daten nie verkaufen, stets nur für eigene Dienste nutzen und sich am liebsten auch den Behörden wiedersetzen. Auch bei dieser Frage  fühle ich mich bei Google besser aufgehoben als irgendwo anders!

Google und das liebe Geld

Des Weiteren wird Google immer wieder vorgeworfen, das sie eigentlich nur an Geld interessiert wären. Ich persönlich bin immer noch davon überzeugt, dass es Google in erster Linie nicht ums Geld, sondern um etwas ganz anderes geht. Manche Menschen mögen mich an dieser Stelle für naiv halten, nicht selten sind dieses aber Menschen, die selbst so gierig sind, dass sie sich einfach nicht vorstellen können, dass andere Menschen noch etwas anderes als Geld im Kopf haben.

Google möchte das Wissen der Menschheit kostenlos für alle Menschen zugänglich machen und organisieren, Geld spielt hierbei nur eine nebensächliche Rolle. Auch in anderen Bereichen zeigt es sich, das Menschen die  in erster Linie an ihrer Vision arbeiten und eigentlich nicht besonders an Geld interessiert sind, am Ende mehr als genug Geld haben um das zu tun was sie sich vorgenommen haben.

Das Internet verändert gerade alles was wir kennen, Google ist die größte treibende Kraft dabei. Kein Wunder also, das die traditionelle Wirtschaft, alte Medien und immer schwächer werdende Regierungen Angst vor dieser Entwicklung haben. Im Zuge immer neuer Stimmungsmache frage ich mich jedoch so langsam, ob wirklich Google der Grund für diese Angst ist?

stereophone

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Kommentare zu Wie böse ist Google wirklich?:

  1. Suchmichfindmich says:

    Die Datensammelei von Google ist natürlich nen zweischneidiges Schwert:Eigentlich will jeder alles bei Google finden, und sind wir mal ehrlich: Wer schaut heute noch ins Branchenbuch (das aus Papier :o) ), klappt den Stadtplan auf, oder schlägt das Lexikon auf? Kaum einer. Die meisten von uns (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) googeln doch einfach alles. Warum auch nicht? Solange wir nicht unsere eigenen Daten im Internet wiederfinden, interessieren uns doch alle anderen Infos auch – egal, welche Suchmaschine sie ausspuckt.

  2. Diesen Artikel schreibe ich nur für Dich says:

    […] Mein Freund Google hilft mir manchmal dabei, Dich auf meine Seiten zu lenken […]

  3. Marco says:

    Du schreibst:

    „…Google möchte das Wissen der Menschheit kostenlos für alle Menschen zugänglich machen und organisieren, Geld spielt hierbei nur eine nebensächliche Rolle. Auch in anderen Bereichen zeigt es sich, das Menschen die in erster Linie an ihrer Vision arbeiten und eigentlich nicht besonders an Geld interessiert sind, am Ende mehr als genug Geld haben um das zu tun was sie sich vorgenommen haben.“

    Glaubst du wirklich Google sei dran interessiert das Wissen der Öffentlichkeit zugänglich zumachen? Ich denke eher das da eine gehörige Potion Naivität (wie du es im Beitrag ausgedrückt hast) dazu benötigt wird, um nicht zu erkennen, dass Google vielleicht dieses Wissen speichert und somit ihre Position am Markt sich sichern. Es geht um Monopolstellungen und weitaus mehr. Es gibt einen interessanten Bericht zu Google und dem Thema „ENERGIESPARSYSTEME“. Google will gerne die Server-Farmen aufs Wasser bringen und somit einen geringen Stromverbrauch für die Kühlung erwirken (bei Interesse mich suchen und per Email anschreiben). Vermutlich werden sie dann dabei noch subventioniert.

    ABER:

    Wer denkt mal bitte daran, was denn wäre, wenn Google es wirklich aufs Wasser schafft und dann aber sich aus der „3 Meilenzone“ ins Internationale Recht begibt? Wer sagt dann bitte Google per Gesetz oder Ähnlichem wie sie mit dem gespeicherten Daten/Wissen umzugehen haben? Kann Google dann mit dem Wissen handeln, walten, schalten wie sie wollen?

    Ich bin kein Pessimist, aber auch nicht Naiv! Ich bezweifle einfach mal, dass Google das Wissen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchte. Jetzt vielleicht noch. Aber bei der momentanen Politik kann man davon ausgehen, dass es für Google niur gut wäre sagen zu können: Das ist unser Wissen und ihr könnt es gerne kaufen.

    …und ich rede nicht von den aktuellen Suchergebnissen, die man auch mit anderen Suchmaschinen finden kann.

    Oder liege ich total verkehrt?

    Gruß
    Marco

  4. Google hin und Google her :: unqualifiziert.net says:

    […] Ob nun eine Inschutznahme bei SEO-united.de oder ein Google-kritischer, aber differenzierter Beitrag bei Martin vom tagseoblog […]

  5. Otmar Cürten says:

    Es wird Zeit für eine deutliche Veränderung für Verwendung der Internet-Daten einzutreten, wenn einige wenige Konzerne wie Google damit Milliarden verdienen! Die Nachricht von Google ab jetzt auch eingestellte Bilder von Internet-Teilnehmern in Google Map zu integrieren, veranlasst mich zu folgendem Vorschlag:

    Es wird Zeit darüber nachzudenken eine “Gema-Lösung” für die Nutzung von Informationen finden, die Teilnehmer des Internets kostenlos eingestellt haben, wenn Firmen wie Google mit Aggregation und Indizierung Milliarden damit verdienen. Damit könnte man nicht nur die Monopolstellung von Google entschärfen sondern auch das Problem der Verlage lösen, wenn diese für ihre ins Netz gestellten Informationen einen Geldrückfluss von Google &Co erhalten.

    Immerhin gehören die ins Netz gestellten Bilder, Texte usw. dem Urheber der Information. Das Internet ist eine so starke Lebens- und Business beeinflussende Kraft geworden, es jetzt an der Zeit wäre eine Erlaubnis zur Indizierung oder irgend einer anderen Verwertung im Internet zur geschäftlichen Nutzung einzuführen.”

    Wer auch so denkt, sollte diesen Gedanken weiter verbreiten, um politische Kreise zum Denken und Handeln anzuregen. Siehe auch Gema-Lösung für Datennutzung durch Google

    Otmar Cürten (früher als Otmar Weber bekannt), lebt jetzt in USA mit langjähriger Erfahrung im Presse- und Internet-Sektor in Deutschland (Mitbegründer, ehem. Vorstand/AR des Markt&Technik Verlages)

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