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Wie Google Inhalte aus Google+ bewertet

Google  |   |  , 11:36 Uhr  |  19 Kommentare

In seinem Artikel `How Google Might Rank User Generated Web Content in Google +´ auf seobythesea.com erklärst Bill Slawki anhand verschiedener in der Vergangenheit von Google beantragter Patente, nach welchen Kriterien der Suchmaschinenbetreiber von den Mitgliedern seines sozialen Netzwerkes Google+ produzierte Inhalte in den Suchergebnissen anzeigen könnte…

The posts and questions and comments might show up in Google’s search results based upon how relevant they are to a query, and credential scores for the people who created them. These credential scores are a type of author rank, which would be based upon a combination of an authority score and a contributiveness score based upon interactions and weighting factors associated with interactions with others on a social network.

Um die keywordspezifische Qualität von den Mitgliedern eines sozialen Netzwerks produzierte Inhalte bewerten zu können, scheint Google neben der rein inhaltlichen Relevanzberechnung (Themenrelevanz, Keywords usw.) jedem Mitglied einen bestimmten Autorenrank zuzuordnen:

  • Der Autorenrank berechnet sich aus der Qualität der Reaktionen die ein Mitglied in einem sozialen Netzwerk macht und der Qualität der Beiträge auf die diese Reaktionen stattfinden.
  • Die Qualität der Beiträge eines sozialen Netzwerkes berechnet sich aus dem Autorenrank der Mitglieder, die auf diesen Beitrag reagiert haben.

Um mit seinen eigenen Inhalten in den Suchergebnissen von Google gefunden zu werden, scheint es zum einen also wichtig zu sein, dass möglichst `ranghohe´ Mitglieder auf diesen Beitrag reagieren, zum anderen offensichtlich aber auch, auf welche Art von Inhalten man selbst reagiert. Anders ausgedrück, sind also nicht nur die Reaktionen wichtig, welche man bei anderen Mitgliedern mit seinen Inhalten hervorruft, sondern auch die Aktionen, welche man selbst innerhalb eines sozialen Netzwerks vollzieht.

Google setzt Inhalte mit deren beteiligten Personen bzw. Personen mit deren beteiligten Inhalten in Beziehung und ordnet den Personen bzw. Inhalten einen bestimmten Rank bzw. Score zu. Wie sich Mitglieder eines sozialen Netzwerks und die von ihnen produzierten Inhalte untereinander beeinflussen, beschreibt Bill Slawski anhand einiger einfacher Beispiele:

  • Wenn jemand mit einer qualitativ hochwertigen Antwort auf einen qualitativ hochwertigen Inhalt reagiert, beeinflusst dieses dessen Autorenrank positiv.
  • Wenn jemand mit einer qualitativ minderwertigen Antwort auf einen qualitativ hochwerten Inhalt reagiert, beeinflusst dieses dessen Autorenrank negativ.
  • Wenn jemand auf einen von einem ranghohen Mitglied poduzierten Inhalt reagiert, beeinflusst dieses dessen Qualitätsscore positiv.
  • Wenn jemand auf seinen produzierten Inhalt Reaktionen von ranghohen Mitgliedern erhält, beeinfluss dieses dessen Qualitätsscore positiv.

Die meisten von Euch dürften derzeit fleißig damit beschäfftigt sein, durch das Zufügen neuer Kontakte ihren Radius bei Google+ stetig auszubauen. Bevor Ihr anfangt, irgendwelche Hundertschaften von Leuten in irgendwelche Kreise zu ziehen, solltet Ihr Euch bewusst machen, dass es Euch ein zu großes Netzwerk später erschwert, mit den dort produzierten Inhalten auch adäquat interagieren zu können.

Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Erfolgreiches Netzwerken bedeutet nicht nur viele Kontakte zu haben, auch nicht nur für genügend Reaktionen auf eigene Inhalte zu sorgen, sondern auch genügend auf die Inhalte anderer Kontakte zu reagieren!

Social Media Marketing scheint hierzulande noch auf dem Level zu sein, dass man eine möglichst große Reichweite bzw. möglichst viele Reaktionen für seine eigenen Inhalte erzeugt. Dass man sich durch das Featuring der Inhalte anderer Mitglieder jedoch auch einen Vorteil verschafft, scheinen insbesondere wir Deutschen glaube ich einfach nicht begreifen zu wollen…

Gretus

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Kommentare zu Wie Google Inhalte aus Google+ bewertet:

  1. Manu sagt:

    Es war doch klar, dass die reagieren müssen. Eben auch wegen ihres +1 Buttons. Wie vorher schon erwähnt, wird eine ganze Reihe von +1 gegeben für Inhalte, die nicht wirklich relevant sind. Und sie schieben eine Riegel vor die sinnlose Ansammlung von followern.

    Und nicht umsonst gibt es bei g+ die sogenannten Freunde und Bekannte (wobei letztes vielleicht gesellschaftlich etwas kompliziert ist…). Ich könnte mir vorstellen, dass es bei gewissen Konstellationen nicht ungedingt Sinn macht, Hunderte von „Freunden“ im circle zu haben.

    Wenn g+ davon ausgeht, dass Freunde sich gegenseitig ohnehin featuren können, mag es sein, dass ein +1 von einem Freund weniger bewertet wird als ein +1 von jemandem, mit dem man nicht direkt dauernd in Kontakt steht.

  2. Markus Fiack Website sagt:

    @Petra und @all

    Genau so sieht es aus. Deshalb mal ein Dankeschön auch an die Initiatoren dieser „Infoseite“. Meine sporadischen Besuche hier, haben mir schon viel „gebracht“!

    Da man z.B. bei einem neuen Dienst, wie g+, einfach von Anfang an nicht alles wissen kann, halte ich es für ganz wichtig, dass auf solchen Informationsportalen die wichtigsten Dinge zum Nachlesen eingestellt sind. Dass dies viel Arbeit macht, dürfte (hoffentlich!) allen klar sein! Deshalb ein herzliches DANKESCHÖN an die Autoren!

  3. Petra Website sagt:

    Danke für den echt guten Artikel. Google ist und bleibt wohl kompliziert. Worauf man da alles achten soll oder muss. Denke es bleibt nicht aus, dass man sich damit näher beschäftigt.

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